Der „arabische Fremdkörper“ im Visier der Behörden Hoi zäme und willkommen auf keshmesh.ch! Hinter uns liegen unglaublich turbulente Wochen. Eigentlich haben wir diese Folge schon vor längerer Zeit aufgenommen, wussten aber nicht genau, wann der richtige Moment für die Veröffentlichung ist. Nach den jüngsten Ereignissen und mit Blick auf die bevorstehende Abstimmung am 14. Juni ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt gekommen. Ausgelöst durch den tragischen Vorfall in Winterthur vom 28. Mai 2026, bei dem ein Mann drei Personen attackierte und „Allahu Akbar“ rief, erlebten wir wieder einmal die reflexartigen, rassistischen Muster unserer Medienlandschaft und Politik. Ironischerweise haben wir genau in jener Woche unsere Folge zum Thema Femizid veröffentlicht und aufgezeigt, wie schwer sich die Gesellschaft damit tut, systemische, patriarchale Strukturen hinter Gewalt zu benennen. Sobald jedoch ein Täter einen muslimischen Hintergrund zu haben scheint, schreien alle sofort nach „islamistischem Terror“, verknüpfen es mit Asylfragen und instrumentalisieren das Ganze für den politischen Wahlkampf. Inmitten dieser aufgeheizten Stimmung teilen wir mit euch ein exklusives, hochemotionales Dokument: Ahmeds persönliche Erfahrung als Terrorismusforscher und Kriminologe auf einem Zürcher Podium, wie wir es in dieser Episode detailliert besprechen. Was als wissenschaftliche Debatte geplant war, mutierte zu einem hochexplosiven, politischen Spiessrutenlauf. Der Winterthur-Reflex (Mai 2026): Warum schreckliche Gewalttaten sofort genutzt werden, um politisch motivierten Hass zu schüren, während das vorangegangene Behördenversagen ausgeblendet wird. Die Dynamik auf dem Podium: Ahmed berichtet ungefiltert von einer Diskussion, die von politischen Akteuren (darunter der F*P und einer royalistischen iranischen Partei) komplett instrumentalisiert wurde. Der geheime Behörden-Check: Ein hochrangiger Funktionär veranlasste im Vorfeld der Veranstaltung über eine Polizeibehörde eine Sicherheitsüberprüfung gegen Ahmed. Wenn der Regierungsrat die Beherrschung verliert: Ahmed rekonstruiert den Moment, in dem ein Politiker auf den Tisch haute und versuchte, Ahmeds wissenschaftliche Einordnung durch pure Einschüchterung zu ersticken. Bewaffneter „Schutz“ im Raum: Das bedrohliche Gefühl, als Ahmed realisierte, dass im Raum Männer mit versteckten Schusswaffen anwesend waren – nicht um ihn zu schützen, sondern um die anderen vor seinem „arabischen, muslimischen Körper“ abzusichern. Das Problem mit der „Behördentreue“: Warum die Schweizer Mehrheitsgesellschaft und die Medien so fragil reagieren, wenn man den Finger in die Wunden staatlicher und institutioneller Fehler legt. „Egal wie gut deine Credentials sind, egal ob du an einer Schweizer Uni forschst, im Militär- oder Zivildienst warst – am Ende wirst du in solchen Momenten auf das reduzierte Stück Fleisch heruntergebrochen, von dem angeblich eine Gefahr ausgeht. Wenn sie dich in eine Ecke drängen wollen, nützen dir wissenschaftliche Titel gar nichts. Aber genau diese unbequemen Perspektiven müssen wir auf Keshmesh hörbar machen.“ Für Ahmed war dieses Podium eine Grenzerfahrung, die auf brutalste Weise zeigt, wie tief rassistische Bilder und Projektionen in den Köpfen unserer Entscheidungsträger verankert sind. Wir weigern uns jedoch, uns mundtot machen zu lassen oder uns den einfachen, populistischen Antworten anzupassen. Wir haben diesen Raum geschaffen, um Stimmen und Analysen zuzulassen, die sonst in den Mainstream-Medien systematisch gecuttet oder marginalisiert werden. Wie habt ihr die Medienberichte der letzten eineinhalb Wochen erlebt? Löst diese Folge Abwehrreaktionen bei euch aus oder hilft sie euch, die Dinge klarer zu sehen? Schreibt uns eure Meinung, teilt die Folge in euren Chats und lasst uns eine Nachricht da! Keshmesh – Von uns, für uns, mitten aus der Schweizer Realität. www.keshmesh.ch