Finance & Data

Julian Molitor

Finance & Data richtet sich an alle, die Finanzen und datenbasierte Strategien verantworten oder in ihrem Unternehmen vorantreiben möchten – von CFOs über Private Equity Investoren bis hin zu Führungskräften in Scale-ups und etablierten Unternehmen. In jeder Folge beleuchten wir praxisnah, wie moderne Finanzplanung, Business Intelligence (BI) und datengetriebene Investitionsentscheidungen zu echten Wettbewerbsvorteilen werden. Freuen Sie sich auf spannende Gespräche mit Experten aus der Finanzwelt, CFOs, CEOs innovativer Technologieunternehmen sowie Vordenkern im Bereich Prozessautomatisierung und OKR-Management. Gemeinsam zeigen wir Best Practices, Herausforderungen und aktuelle Trends auf, damit Sie Ihre Finanzprozesse optimieren und zukunftssichere Entscheidungen treffen können. Ob Sie ein wachsendes Scale-up führen, als etablierter CFO nach neuen Tools suchen oder Investitionsentscheidungen treffen – Finance & Data liefert konkrete Tipps für nachhaltiges Wachstum und entscheidende Einblicke in datenbasierte Finanzstrategien. Nutzen Sie den Vorsprung durch datengetriebene Lösungen!

  1. Jul 29

    Warum Refinanzierung heute ein Datenthema ist – Tim Dornbusch (KION Group)

    Tim Dornbusch ist Director Corporate Treasury bei der KION Group und verantwortet dort zentrale Finanzierungsplattformen mit einem Volumen von über vier Milliarden Euro. Seine Erfahrung stammt aus beiden Welten – der Bank- und der Unternehmensseite – mit Stationen bei der Deutschen Anlagen-Leasing, der LBBW und der Targobank. Genau diese Doppelperspektive macht das Gespräch so wertvoll: Tim erklärt, was Treasury in einem Industriekonzern wirklich leistet und wie es sich vom klassischen Banken-Treasury unterscheidet. Im Gespräch mit Julian Molitor zeichnet er nach, wie modernes Treasury vom reinen Liquiditätsmanagement zur strategischen Finanzierungsarchitektur wird. Weil die KION Group neben dem Verkauf von Staplern und Automatisierungslösungen ein großes Leasinggeschäft betreibt, entsteht ab Tag eins ein erheblicher Refinanzierungsbedarf – und damit ein besonderer Blick auf das Thema Asset-Based Finance. Tim erklärt anschaulich die zwei Grundformen der Refinanzierung, den Unterschied zwischen Forfaitierung und Verbriefung und warum die Verbriefung für KION das wichtigste Refinanzierungstool im Leasingbereich ist – weil sie eine sehr kompetitive Finanzierung losgelöst vom eigenen Unternehmensrating ermöglicht. Ein zweiter roter Faden ist die Rolle von Daten und Systemen. Ohne mindestens fünf Jahre Historie zu Ausfällen, Delinquenzen und Recovery lässt sich keine strukturierte Finanzierung aufsetzen; und ohne ein sauberes Kernsystem lässt sich der monatliche Auswahlprozess für Verbriefungen mit seinen Konzentrationslimiten nicht abbilden. Tim erklärt offen, warum er Excel schätzt – und wo es im Treasury unweigerlich an Grenzen stößt.

    Warum Refinanzierung heute ein Datenthema ist – Tim Dornbusch (KION Group)
  2. Jun 7

    KI in Unternehmen benötigt Prozesskontext - mit Dr. Lars Reinkemeyer (Celonis)

    Dr. Lars Reinkemeyer ist Chief Evangelist bei Celonis – einem der führenden Unternehmen im Bereich Process Mining und Process Intelligence weltweit. Mehr als 13 Jahre war er bei Siemens tätig, fünf davon als Head of Global Process Mining, wo er mit seinem Team über 500 Kernprozesse in mehr als 170 Ländern und 60 SAP-Systemen mit Celonis durchleuchtete und transformierte. Seit 2021 treibt er bei Celonis die Weiterentwicklung von reinem Process Mining hin zu echter Process Intelligence voran – einem Ansatz, bei dem KI nicht mehr nur Prozesse sichtbar macht, sondern sie aktiv verbessert und perspektivisch auch autonom ausführt. Im Gespräch mit Julian Molitor, dem Gründer von Novemcore, zeichnet er die Evolution von Process Mining nach: vom digitalen Zwilling der Geschäftsprozesse über intelligente Handlungsempfehlungen bis hin zu autonomen KI-Agenten, die Bestellungen freigeben, Doppelzahlungen einfordern oder Lieferverzögerungen proaktiv kommunizieren. Dabei erklärt er, warum er selbst seine ersten zwei Jahre bei Siemens mit schönen Prozessbildern „verschwendet" hat – und was er daraus für die Praxis gelernt hat: Technologie entfaltet keine Wirkung, wenn der Veränderungswille auf der menschlichen Seite fehlt. Außerdem zeigt er, warum die meisten KI-Projekte in Unternehmen scheitern: nicht an der Technologie, sondern am fehlenden Unternehmenskontext. Eine KI, die nicht versteht, wie Bestellungen, Lieferketten und Kundentermine zusammenhängen, kann keine zuverlässigen Entscheidungen treffen. Das Process Context Model von Celonis – entwickelt in 15 Jahren gemeinsam mit Kunden wie Siemens, BMW, Bayer und IKEA – ist der Versuch, genau diese Lücke zu schließen. Feedback oder Fragen zur Folge? Wir freuen uns über Ihre Nachricht – direkt per Mail oder über LinkedIn. Kontakt: contact@novemcore.com

    KI in Unternehmen benötigt Prozesskontext - mit Dr. Lars Reinkemeyer (Celonis)
  3. May 4

    Nachfolge im Mittelstand aus der unternehmerischen PE-Brille - mit Peter Jansenberger (Hohnhaus & Jansenberger Gruppe)

    Peter Jansenberger ist Mitgründer und Geschäftsführer der Hohnhaus & Jansenberger Gruppe – einer Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf den kleineren Mittelstand. Mit einem sechsköpfigen Team und 30 Millionen Euro Fondsvolumen übernimmt er mehrheitlich Unternehmen zwischen 10 und 50 Millionen Euro Umsatz, bevorzugt im produzierenden Gewerbe. Was ihn von klassischen Private-Equity-Häusern unterscheidet, ist dabei mehr als ein Stilmerkmal: Jansenberger und seine Kollegen sind selbst der zweitgrößte Investor im eigenen Fonds, gehen operativ in die Unternehmen – als Geschäftsführer, nicht als Kapitalgeber aus der Distanz – und fahren bewusst konservative Kapitalstrukturen. Im Gespräch mit Julian Molitor erklärt er, wie er vor einer Übernahme beurteilt, ob ein Unternehmen wirklich steuerbar ist: Wann hinterlässt der Abgang eines Inhabers eine Lücke, die nicht zu füllen ist – und wann setzt ein Eigentümerwechsel im Gegenteil Energie und Potenzial frei, das vorher keine Chance hatte? Außerdem spricht er offen über die Überraschungen, die auch nach 25 Jahren Beteiligungserfahrung nach jeder Übernahme warten: von der Fehleinschätzung von Führungskräften bis hin zu Produktkalkulationen, die seit 15 Jahren nicht mehr aktualisiert wurden – und dazu geführt haben, dass ein Unternehmen unwissentlich mit seinen vermeintlich besten Produkten Verlust gemacht hat. Ergänzend gibt Jansenberger konkrete Einblicke, wie Digitalisierung und KI-Einsatz in Old-Economy-Betrieben gelingen – ohne Aktionismus, Schritt für Schritt – und warum eine Managementbeteiligung zwar Unternehmertum fördern, aber nie erzeugen kann. ‍Warum die Folge hörenswert ist: Jansenberger liefert keine Theorie, sondern 25 Jahre Praxiserfahrung – ohne Schönfärberei. Wer verstehen möchte, wie nachhaltige Unternehmensübernahmen im kleineren Mittelstand wirklich funktionieren, welche Datenlücken und Führungsrisiken dabei regelmäßig auftauchen, und wie Digitalisierung und KI in Old-Economy-Betrieben pragmatisch umgesetzt werden, bekommt in dieser Episode konkrete Antworten. Vertiefende Inhalte von Novemcore: Steuerungsqualität im Mittelstand: Wie aussagekräftig ist Ihr Reporting wirklich?Produktprofitabilität sichtbar machen: Deckungsbeitragsrechnung als FührungsinstrumentDigitalisierung priorisieren: Wie Sie Transformationsprojekte ohne Überforderung aufsetzen Feedback oder Fragen zur Folge? Wir freuen uns über Ihre Nachricht – direkt per Mail oder über LinkedIn. Kontakt: contact@novemcore.com

    Nachfolge im Mittelstand aus der unternehmerischen PE-Brille - mit Peter Jansenberger (Hohnhaus & Jansenberger Gruppe)
  4. Apr 26

    Wie KI den deutschen M&A-Markt neu sortiert — Kai Hesselmann (DealCircle)

    In Folge #14 von „Finance & Data" spricht Julian Molitor von Novemcore mit Kai Hesselmann, Co-Founder und Managing Partner von DealCircle, über die digitale Neuvermessung des deutschsprachigen M&A-Marktes. DealCircle vermarktet inzwischen jährlich rund 2.500 bis 3.000 Unternehmensverkäufe und betreibt eine Datenbank mit rund fünf Millionen Käuferprofilen — eine Infrastruktur, die das strukturelle Kernproblem des deutschen Mittelstands adressiert: einen extrem fragmentierten Beratungsmarkt, in dem fehlender Branchenfokus die Identifikation passender Käufer immer wieder zur Recherche bei Null macht. Im Gespräch wird sehr konkret, wie KI heute wirklich entlang der M&A-Wertschöpfungskette zum Einsatz kommt — von semantischer Suche statt klassischer Filter über einen Claude-basierten Prozess für die Erstellung von Longlists bis hin zu einer KI-Klassifizierung tausender ein- und ausgehender Käufer-E-Mails pro Tag. Hesselmann beschreibt, wie sein eigener Classifier, an dem ein Jahr gearbeitet wurde, mit dem Release von ChatGPT 3.5 quasi über Nacht obsolet wurde — und wie sich daraus eine grundsätzliche neue Bauweise für interne Tools ergeben hat. Dazu kommen organisatorische Lehren: Wie verankert man KI in einer Mannschaft von gut 60 Mitarbeitenden, ohne dass sie im Tech-Silo hängenbleibt? Welche Rolle spielt ein AI-Ambassador-Team, was leisten zwei Vollzeit-Process-Automation-Manager — und welcher persönliche Trade-off entsteht, wenn man parallel zum Call bereits Claude die nächste Aufgabe übernehmen lässt? Weitere Themen der Folge: Strukturelles Kernproblem im deutschsprachigen KMU-M&A-MarktAufbau und Pflege einer proprietären Datenbank mit rund fünf Millionen KäuferprofilenSemantische Suche, „digitale Zwillinge" und KI-gestütztes Scoring im Käufer-MatchingN8N-basierte Prozessautomation und KI-Klassifizierung tausender E-Mails pro TagAI-Ambassador-Team und Process-Automation-Manager als Blueprint für KI-Verankerung im MittelstandPersönlicher Umgang mit KI-Tools: Produktivität, Parallelarbeit und mentale BelastungKI in der Due Diligence: Datenraum-Chatbots, Harvey, Legora — und die ungelöste HaftungsfrageOff-Market-Deals: Signale aus öffentlichen Daten, Red-Ocean-Dynamik und realistische ErwartungenZukunftsbild: Matching als Commodity, M&A-Berater als Orchestrator, hochfinanzierte Tools im Wettbewerb mit Foundation Models Warum die Folge hörenswert ist: Wer wissen will, wie KI im deutschsprachigen M&A-Markt heute tatsächlich operativ eingesetzt wird — abseits von Buzzwords und Pitch-Decks —, bekommt in dieser Folge konkrete Tools, klare Zahlen und ehrliche Reflexion. Kai Hesselmann ordnet pointiert ein, was heute schon funktioniert, wo Haftungs- und Marktlogik die Geschwindigkeit bremsen und welche Geschäftsmodelle in zwei bis drei Jahren unter massivem Veränderungsdruck stehen werden — inklusive seines eigenen. Feedback oder Fragen zur Folge? Wir freuen uns über Anregungen, Fragen und Themenideen für kommende Episoden. Kontakt: contact@novemcore.com

    Wie KI den deutschen M&A-Markt neu sortiert — Kai Hesselmann (DealCircle)

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