Honigraum

Markus Habermehl

Honigraum — Bienen, Fragen, Antworten. Der ehrliche Imker-Podcast für Hobbyimker, die mehr wissen wollen als das, was im Imkerverein erzählt wird. Echte Praxis aus Markus Habermehls Imkerei seit 2025.

  1. 2d ago

    Sommer-Rückblick: was in dieser Saison funktioniert hat, und was nicht

    Eine Imkersaison nur am Honigertrag zu messen, greift zu kurz. Markus Habermehl zieht in dieser Honigraum-Folge eine ehrliche Bilanz über den ganzen Sommer, mit klarem Blick darauf, was er nächstes Jahr anders macht. Sein Maßstab für eine gute Saison geht deutlich über die Kilozahl hinaus: Volksgesundheit, Varroa-Last, Volksentwicklung, wie gut Ableger und Königinnenzucht gelaufen sind, wie hoch die Verluste waren, und ganz ehrlich auch persönliche Faktoren wie Überforderung oder Freude an der Arbeit. Was gut lief: die Tracht war stark, die Sonnenscheindauer hat mitgespielt, die selbst gebaute Ausrüstung hat sich bewährt, und das Einsammeln von Schwärmen hat gut funktioniert. Mit dem Honigertrag ist Markus zufrieden. Wo es geharkt hat, ist er genauso offen: Schwärme wurden nicht sauber behandelt, und die Schwarmkontrolle war insgesamt nicht zuverlässig genug. Bei der Vermehrung zeigt sich ein klares Bild: Brutwabenableger sind ihm mehrfach gescheitert, während Kunstschwärme mit Multiboxen und zugesetzter Königin verlässlich funktioniert haben. Die Konsequenz für ihn ist eindeutig: Er will künftig nur noch über Kunstschwärme vermehren. Für die nächste Saison nimmt er sich außerdem vor, den Beutenbock zu verbessern, das Futtermanagement systematischer anzugehen und sich auf mehr Völker vorzubereiten. Und er hat ein neues Ziel für das kommende Jahr: den Einstieg in die eigene Königinnenzucht. Tags: Imkersaison Bilanz, Sommer-Rückblick, Honigertrag, Volksgesundheit, Schwarmkontrolle, Kunstschwarm, Brutwabenableger, Königinnenzucht, Futtermanagement, Imkerei

  2. 5d ago

    Vespa velutina Bekämpfung: was rechtlich erlaubt ist

    "Nester überlässt du Profis." Das ist der Satz, auf den in dieser Folge alles hinausläuft, und Markus Habermehl braucht dafür trotzdem eine gute halbe Stunde. Denn bei der Asiatischen Hornisse hängt fast jede Frage daran, in welchem Land du stehst. Deutschland, Österreich und die Schweiz behandeln Vespa velutina rechtlich unterschiedlich, und wer das durcheinanderbringt, macht sich im schlimmsten Fall strafbar. Deshalb trennt Markus die drei Länder in dieser Folge sauber. Zuständigkeiten, Meldewege und was du selbst tun darfst, unterscheiden sich nicht nur zwischen den Staaten, sondern innerhalb Deutschlands auch noch von Bundesland zu Bundesland und in der Schweiz von Kanton zu Kanton. Deutschland. Seit März 2025 gilt die Asiatische Hornisse hier als weit verbreitet. Das klingt nach einer Formalie, ändert aber die ganze Logik dahinter: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr auf flächendeckender Beseitigung, sondern auf Management. Wer zuständig ist und wer die Kosten für eine Nestentfernung trägt, hängt vom Bundesland ab. Markus geht in der Folge durch, worauf du dich einstellen solltest, bevor du zum Hörer greifst. Österreich. Hier ist die Art noch nicht etabliert, und genau deshalb ist Melden wichtiger als anderswo. Sichtungen laufen zentral über velutina-melden.at. Von Selbstbekämpfung wird ausdrücklich abgeraten. Schweiz. Eigenes Recht, eigener Meldeweg: asiatischehornisse.ch. Auch dort gilt für Privatpersonen, Nester nicht selbst anzugehen. Ein Punkt zieht sich durch alle drei Länder: das Foto. Eine Meldung ohne Bild ist für die Behörden schwer zu bewerten, eine Meldung mit einem brauchbaren Foto ist sofort einzuordnen. Das ist der kleinste Aufwand mit dem größten Effekt, den du als Imker leisten kannst. Genauso wichtig ist die andere Richtung, und da wird Markus deutlich: Die heimische Hornisse und viele andere Insekten stehen unter Schutz. Sie dürfen nicht ohne Grund getötet, ihre Nester nicht zerstört werden. Verwechslungen passieren häufiger, als man denkt. Und unselektive Fallen, also die klassischen Bier- oder Saftfallen, lehnt er wegen des Beifangs klar ab. Da hängen am Ende mehr Nützlinge drin als Hornissen. Was bleibt, sind drei Regeln, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen funktionieren: die eigene Beute schützen, jede Sichtung sauber und mit Foto melden, und Nester den Fachleuten überlassen. Alles andere ist Ländersache. Tags: Asiatische Hornisse, Vespa velutina, Vespa velutina bekämpfen, Hornisse melden, velutina-melden.at, asiatischehornisse.ch, Rechtslage Deutschland Österreich Schweiz, Nestentfernung, Naturschutz, Imkerei

  3. 5d ago

    Mein Wintersitz: wie ich die Beuten vorbereite

    Mein Wintersitz: wie ich die Beuten vorbereite Der Winter entscheidet sich biologisch schon im August, das hat Markus Habermehl in einer früheren Folge erklärt. Diesmal geht es um das Handwerkliche: seinen kompletten Ablauf, wie er die Beuten selbst für den Winter herrichtet, von der Reinigung bis zum Umgang mit schwachen Völkern. Reinigung und saubere Waben im Herbst Bodenschieber und Windeln werden regelmäßig gesäubert, verschmutzte Randwaben sortiert Markus schon bei der letzten Durchsicht aus. Ein Detail, das viele erst im Frühjahr angehen: er schmilzt alte Waben bereits im Herbst aus, damit die Völker auf sauberen Waben überwintern und Winterbienen sowie Futter auf frischem Wabenwerk anlegen können. Trockenheit vor Wärme Beim Stockklima steht für Markus Trockenheit klar vor Wärme. Feuchte Böden und Schimmel vermeidet er unter anderem durch modifizierte Böden und eine Entkopplung der Beute vom Untergrund. Die genaue Umsetzung hängt von System und Standort ab, das Ziel bleibt aber immer dasselbe: trocken und gut belüftet. Mäuseschutz und Fluglochverkleinerung Ein Mäusegitter oder ein mäusesicher verengtes Flugloch muss rechtzeitig ran, aber nicht zu früh, solange noch starker Flugverkehr herrscht. Das verengte Flugloch erschwert gleichzeitig Räuberei und hält Wespen wie Mäuse fern, ein doppelter Nutzen aus einem Handgriff. Schwache Völker: auflösen und neu vereinigen Für schlecht entwickelte Völker hat Markus einen klaren Plan: auflösen, die Bienen als Kunstschwarm neu vereinigen und mit einer Ersatzkönigin versehen, damit das Volk gestärkt in den Winter geht, statt schwach durchzuhalten. Von drei auf zehn bis zwölf Völker Zum Schluss zieht Markus den Vergleich zu seinem ersten Winter: geschützter Standort, Südausrichtung und enge Fluglöcher haben damals bei drei Völkern gut funktioniert. Dieses Jahr geht er dieselbe Vorbereitung systematischer an und für deutlich mehr Völker gleichzeitig, aus Glück im ersten Jahr soll diesmal Plan werden. Tags: Wintersitz, Wintervorbereitung Bienen, Wabenhygiene, Mäuseschutz, Fluglochverkleinerung, Räuberei, Kunstschwarm, Bodenschieber, Beuten Winter, Imkerei

  4. Aug 18

    Die ersten 50 kg Honig: was machst du eigentlich damit?

    Deine erste größere Ernte ist im Eimer, und plötzlich steht die Frage im Raum, an die vorher kaum jemand denkt: was jetzt? Markus Habermehl nimmt sich in dieser Honigraum-Folge genau das vor, mit einer klaren Reihenfolge im Kopf: erst Eigenbedarf, dann Familie und Verwandte, danach Verschenken, und erst zum Schluss Verkaufen. Bevor überhaupt verteilt wird, muss der Honig richtig gelagert werden. Luftdicht, kühl, trocken, dunkel, in sauberen, lebensmittelechten Behältern mit gut schließendem Deckel, Wärme und Feuchtigkeit sind die größten Feinde. Wer schnell kristallisierende Sorten hat, sollte rechtzeitig abfüllen oder cremig rühren, sonst wird der Honig im Eimer steinhart. Bei der Gläserfrage stellt Markus DIB-Gläser mit ihren festen Vorgaben neutralen Twist-Off-Gläsern gegenüber. Wichtiger als die Glasform sind für ihn drei Dinge: einheitliche, saubere Gläser für einen wertigen Gesamteindruck, vollständige Pflichtangaben auf dem Etikett, und direktes Etikettieren nach dem Abfüllen, bevor Kondenswasser die Klebehaftung stört. Bedruckte Deckel sieht er kritisch, einheitliche Farben wirken seriöser. Beim Verkauf rät Markus zu einem einfachen, lokalen Start: Bekannte, Nachbarn, Hofverkauf, persönliche Kontakte. Verschenkte Gläser sind dabei die beste Werbung, aus ihnen werden später zahlende Kunden. Ein auskömmlicher Preis ist ihm wichtiger als Masse, gerade im ersten Jahr geht es vor allem um Erfahrung und Marktgefühl, nicht um Gewinnmaximierung. Zum Schluss zeigt er, wie sich Imker durch persönliche Übergaben an lokale Stellen, Vereine und Betriebe sichtbar machen, und empfiehlt eine Warteliste für Interessenten, falls die Ernte schneller ausverkauft ist, als gedacht. Tags: erste Honigernte, Honig verkaufen Anfänger, Honig lagern, Gläserwahl, DIB-Glas, Twist-Off-Glas, Etikett, Hofverkauf, Warteliste, Imkerei

  5. Aug 18

    Honig verkaufen rechtlich: was du wirklich wissen musst

    Ein falsches Etikett ist schnell gedruckt und genauso schnell eine Abmahnung wert. Markus Habermehl nimmt sich in dieser Honigraum-Folge die rechtliche Seite des Honigverkaufs vor: was aufs Glas muss, was typische Fehler sind, und eine brandaktuelle Änderung, die seit Juni 2026 gilt. Die Pflichtangaben zuerst: die Verkehrsbezeichnung (Honig oder besser die genaue Sorte), Name und volle Anschrift, die Nettofüllmenge, das Ursprungsland ausdrücklich benannt, das Mindesthaltbarkeitsdatum, bei Bedarf eine Loskennzeichnung, und ein Aufbewahrungshinweis. Klingt nach Formalität, ist aber genau da, wo Markus die häufigsten Fehler sieht: eine falsche Sortenbezeichnung, obwohl die Tracht gar nicht überwiegend von der genannten Pflanze stammt, eine fehlende volle Adresse, oder die Annahme, die eigene Anschrift würde die Herkunftsangabe schon mit abdecken. Tut sie nicht, die Herkunft muss explizit dastehen. Beim Mindesthaltbarkeitsdatum gilt: "Mindestens haltbar bis …" muss ausgeschrieben sein, die Abkürzung MHD reicht nicht. Als Imker legst du das Datum selbst fest, vorausgesetzt Lagerung und Wassergehalt stimmen, der Deutsche Imkerbund empfiehlt zwei Jahre als Richtwert. Genauso wichtig sind die Verbote: keine Heilversprechen, keine krankheitsbezogenen Aussagen, keine irreführenden Angaben wie "zuckerfrei" oder "kaltgeschleudert". Das ist die klassische Abmahnfalle, und Markus zieht hier eine klare Linie, egal wie harmlos eine Formulierung klingt. Und dann die brandaktuelle Änderung: Seit dem 14. Juni 2026 gelten verschärfte Herkunftsregeln für Mischhonig aus mehreren Ländern, alle Anteile müssen jetzt prozentual und sichtbar auf der Vorderseite stehen. Für deinen eigenen deutschen Honig ändert sich dadurch nichts, du gibst weiter einfach "Deutschland" als Ursprung an. Zum Schluss ein praktischer Rat, den viele erst denken, wenn es zu spät ist: Dokumentiere deine Chargen, und teste dein Etikett auf Wasserfestigkeit, bevor du eine ganze Serie druckst. Tags: Honig verkaufen, Honigetikett, Pflichtangaben, MHD Honig, Eichpflicht, Herkunftskennzeichnung, Mischhonig, Lebensmittelrecht Honig, Honigverordnung, Imkerei

  6. Aug 10

    Bienenkrankheiten erkennen: was du selbst diagnostizieren solltest

    Bienenkrankheiten erkennen: was du selbst diagnostizieren solltest "Ist das jetzt ernst, oder bilde ich mir das ein?" Genau diese Frage steht am Anfang dieser Honigraum-Folge, in der Markus Habermehl die wichtigsten Bienenkrankheiten durchgeht und erklärt, wann du selbst Verdacht schöpfen kannst und wann eine fachliche Diagnose nötig wird. Den Anfang macht die Varroose, der Dauerbrenner unter den Bienenkrankheiten. Sichtbare Milben, verkrüppelte Flügel, ein löchriges Brutbild und insgesamt geschwächte Völker sind die Warnsignale, kontrolliert wird über Puderzucker- oder Auswaschmethode. Danach folgt die amerikanische Faulbrut, die gefürchtetste unter ihnen: eingesunkene, durchlöcherte Zelldeckel und eine braune, fadenziehende Masse beim klassischen Streichholztest. Bei Verdacht gilt für Markus eine klare Regel, sofort das Veterinäramt informieren und eine Futterkranzprobe ins Labor schicken. Weiter geht es mit Nosema, Kalkbrut und Sackbrut. Nosema zeigt sich über Kotflecken, matte Bienen und einen schwachen Start ins Frühjahr, sicher diagnostizieren lässt sie sich nur im Labor. Kalkbrut erkennst du an kalkweißen, mumifizierten Larven, meist ein Zeichen für Feuchtigkeit und Volksschwäche statt eine eigenständige Katastrophe. Sackbrut und andere Viren ordnet Markus konsequent als Folge von Varroa oder allgemeiner Schwäche ein, nicht als eigenständige Baustelle. Einen klaren Schwerpunkt legt er auf Vorbeugung: starke Völker führen, Wabenhygiene einhalten, altes Material regelmäßig erneuern, trockene und sonnige Standorte wählen. Ein praktischer Tipp am Rande: Holzbeuten vom Untergrund entkoppeln, damit weniger Feuchtigkeit hochzieht. Sein Fazit bleibt einfach: früh erkennen, sauber reagieren, und im Zweifel Labor und Fachleute einschalten statt selbst herumzudoktern. Die Varroa konsequent im Griff zu halten, nimmt dabei den meisten Folgekrankheiten von vornherein den Nährboden. Tags: Bienenkrankheiten erkennen, Varroose, Amerikanische Faulbrut, Nosema, Kalkbrut, Sackbrut, Brutbild lesen, Futterkranzprobe, Veterinäramt, Imkerei

  7. Aug 10

    Zweiter Bienenstand: wann er sich wirklich lohnt

    Irgendwann wird der eine Standort zu eng, oder mehr Völker an einem Ort bringen plötzlich nicht mehr Honig. Markus Habermehl erklärt in dieser Honigraum-Folge, wann ein zweiter Bienenstand wirtschaftlich sinnvoll wird, und warum er selbst inzwischen findet, dass die Option auf einen zweiten Platz schon viel früher Sinn ergibt, als die meisten denken. Wenn die Tracht am ersten Standort nicht mehr reicht Stehen zu viele Völker an einem Ort, konkurrieren sie um dieselben Ressourcen, und jedes zusätzliche Volk bringt weniger. Ein zweiter Standort mit eigener Tracht kann dann mehr bringen als ein weiteres Volk am vollen ersten Stand. Dazu kommt: verschiedene Standorte ermöglichen verschiedene Sortenhonige und verteilen das Risiko, wenn an einem Ort die Tracht ausfällt. Der Grund, an den kaum jemand von Anfang an denkt Für Markus persönlich zählt noch etwas anderes, unabhängig von Trachtdruck oder Völkerzahl: die praktische Organisation. Ein eingefangener Schwarm gehört nicht direkt neben die bestehenden Völker, sondern erstmal in Quarantäne. Ein Ableger muss außerhalb des Flugkreises des Hauptstandorts stehen, sonst finden die Flugbienen zurück zum Muttervolk. Und wer langfristig eigene Königinnenzucht betreiben will, profitiert von einem zweiten, belegstellenähnlichen Platz für die Begattung. Diese Gründe haben mit Wachstum nichts zu tun, sie sprechen dafür, sich die Option auf einen zweiten Standort schon früh offen zu halten. Der Aufwand, den man ehrlich einplanen muss Ein zweiter Standort bedeutet auch mehr Arbeit. Jede Kontrolle, jede Behandlung, jede Fütterung braucht zusätzliche Fahrten. Gute Erreichbarkeit und realistische Zeitplanung entscheiden, ob ein zweiter Stand auf Dauer praktikabel bleibt oder zur Belastung wird. Wo überhaupt einen Platz finden Als mögliche Standorte nennt Markus Bahnflächen, Firmengelände, Gemeindeflächen, Forstflächen, Streuobstwiesen und private Grundstücke. Rechtlich braucht es die Zustimmung des Eigentümers, außerdem die Meldung beim Veterinäramt und die Anmeldung bei der Tierseuchenkasse, das gilt für jeden Standort.

  8. Aug 3

    Bienenflucht einsetzen: bekommt man das ohne Stress hin?

    Muss man vor der Honigernte wirklich jede einzelne Wabe abkehren, um den Honigraum bienenfrei zu bekommen? Markus Habermehl zeigt in dieser Honigraum-Folge, dass es mit der richtigen Bienenflucht deutlich stressfreier geht, für dich und für die Bienen. Die Bienenflucht funktioniert wie eine Einbahnstraße. Sie wird zwischen Honigraum und Brutraum eingebaut, sodass die Bienen über Nacht nach unten in den Brutraum wandern, aber nicht mehr zurückfinden. Am nächsten Morgen lässt sich der Honigraum weitgehend bienenfrei abnehmen, ganz ohne Abkehren jeder Wabe. Markus stellt verschiedene Bauformen vor: sternförmige, rhombische, runde und Eck-Bienenfluchten. Entscheidend ist das Timing. Eingelegt wird meist am Abend vor der Ernte, damit die Bienen über Nacht abwandern können. Zwei Bedingungen müssen stimmen: Der Honig muss reif sein, und im Honigraum darf keine Brut mehr sitzen. Wichtig auch: die Flucht nicht zu lange drinlassen, sonst drohen Wärmestau oder Feuchtigkeitsaufnahme im Honig. Typische Probleme entstehen bei zu hohen Temperaturen, Brut im Honigraum, undicht oder schräg eingelegten Fluchten sowie offenen Honigräumen. Dann funktioniert die Methode nicht sauber, oder es kommt zu Räuberei. Markus setzt deshalb auf die klassische Betriebsweise mit Absperrgitter als Grundlage für einen reibungslosen Ablauf. Wenn die Bienenflucht bei Hitze nicht funktioniert oder nur wenige Waben schnell raus sollen, greift Markus zur Alternative: Abkehren oder Abschütteln, am besten mit einem Perlonbesen mit harten Borsten.

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