Geldmeisterin

Der Finanzpodcast mit Julia Kistner

Der Finanz- und Börsenpodcast, der langfristig und nachhaltig mehr aus Deinem Vermögen macht, prominente Gäste aus der Finanzwelt zu Gast hat, Wert auf nachhaltige Geldanlagen legt und Dich obendrein mit Financial True Crime unterhält.

  1. 5d ago

    Emerging Markets zwischen KI-Boom, Ölpreis und Geopolitik

    Schwellenländer galten lange als die großen Wachstumshoffnungen der Weltwirtschaft. Aber nichtalle haben  geliefert. Das Akronym BRIC, das Jim O´Neill, Chefvolkswirt von Goldman Sachs 2001 für die damaligen Hoffnungsmärkte Brasilen, Russland, China und Indien schuf, greife heute zu kurz betont #KarinKunrath, Chief Investment Officer der #RaiffeisenCapitalManagement. Emerging Markets sind längst kein einheitlicher Block mehr. Während Technologie-Schwergewichte wie Taiwan und Südkorea vom anhaltenden KI-Boom profitieren, leiden ölimportierende Länder wie Indien unter steigendenEnergiepreisen Rohstoffexporteure wiederum wie  Peru und Chile ziehen daraus Vorteile, etwa bei Kupfer. Welche Schwellenländer bieten aktuell interessante Chancen? Wo liegen die größten Risiken? Und welche Rolle spielen Aktien, Anleihen und Währungen? Darüber spricht Geldmeisterin Julia Kistner mit RCM-Chefanalystin Karin Kunrath. Sie betont, dass auch Mittel- und Osteuropa teilweise noch zu den Emerging Markets zählt. Besonders interessant erscheint ihr derzeit der Kapitalmarkt in Polen: EU-Infrastrukturmittel, sinkende Zinsen und höhere Verteidigungsausgabenstützen die Wirtschaft. Auch Ungarn könnte bei einer Freigabe bisher blockierter EU-Mittel profitieren. Ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs könnte der gesamten Region zusätzliche wirtschaftliche Impulse und wieder mehr internationale Investoren bringen. Und Österreich? Nach der klassischen Indexdefinition zählt es nicht mehr zu den Emerging Markets. Doch der österreichische Aktienmarkt erhält Rückenwind vom „Aufschwung Ost“ bzw. dass heimische Unternehmen bei einer StabilisierungOsteuropas wirtschaftlich zu den Gewinnern zählen könnten. Bei Emerging-Markets-Anleihen ist das Bild differenzierter. Die absoluten Renditen sind wieder interessant. Gleichzeitig sind die Risikoaufschläge – die sogenannten Spreads – historischniedrig. Steigende US-Zinsen oder eine deutliche Abschwächung der Weltkonjunktur könnten hier zu Belastungen führen. Im Podcast geht es deshalb auch um den Unterschied zwischen Hartwährungs- und Lokalwährungsanleihen. Bei Anleihen in Dollar kann das Wechselkursrisiko für Euro-Anleger abgesichert werden. Bei Lokalwährungsanleihen ist dieEntwicklung der jeweiligen Landeswährung dagegen oft ein wesentlicher Teil der möglichen Rendite. Langfristig hält Karin Kunrath sogar merkliche Aufwertungen etwa des koreanischen Won, des Taiwan-Dollar oder auch des chinesischen Renminbis für möglich. Solche Währungsbewegungen könnten die Rendite für Anleger aus dem Euroraum zusätzlich unterstützen – allerdings mit entsprechend langem Anlagehorizont. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Fotos: RCMl/Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Emerging Markets zwischen KI-Boom, Ölpreis und Geopolitik
  2. Aug 9

    Österreich, Europa & Welt: 2 x 3 Investment-Ideen

    Christian´s Bullen: #BajajMobility, #AstaEnergy & #InnioGroup Julia´s Steckenpferde: #Frequentis, #RWE & #Microsoft Es ist wieder so weit. Zeit fürs Geldmeisterin-Aktienduell. Börsen- und Podcast-Enthusiastin #JuliaKistner trifft auf Kapitalmarktexperten, Podcaster und Medienunternehmer #ChristianDrastil. Beide steigen mit jeweils drei Aktien in den Ring: einem österreichischen, einem europäischen und einem internationalen Titel. Was Christian und Julia vereint ist ihr Spaß an Aktien. Was sie unterscheidet ist ihr Investmentstil.Julia investiert grundsätzlich langfristig und fragt sich bei der Auswahl einer Aktie vor allem, ob sie diese auch über Jahre im Portfolio halten möchte. Was nicht heißt, dass sie nicht den einen oder anderen Titel schon nach ein paar Monaten wieder verkauft, wenn die Aktie fü sie zu gut gelaufen ist. Christian stellt seine Positionen ständig auf den Prüfstand und passt deren Gewichtung laufend an, wenn sich Kurse, Risiken oder Rahmenbedingungen verändern. Entsprechend unterschiedlich ist auch die Wahl ihrer aktuellen österreichischen, europäischen und weltweiten Aktienlieblinge. Runde 1: Österreich – Bajaj Mobility gegen Frequentis Christian´s Österreich-Pick ist Bajaj Mobility, die frühere Pierer Mobility mit Marken wie KTM und Husqvarna. Nach den massiven Problemen der vergangenen Jahre setzt Christian auf eine Recovery-Story unter dem neuen Eigentümer Bajaj. DerKurs werde auch vom steigenden Interesse indischer Investoren beflügelt. Julias österreichischer Favorit ist Frequentis. Das Wiener Tech- Unternehmen ist ein „hidden champion“ in der Flugsicherung, Technik für Einsatzorganisationen und sicherheitskritischen Infrastruktur. Wachstumstreiber sind Digitalisierung der Flugsicherung, Remote-Tower-Systeme, Aktivitäten in den USA, mögliche neue Märkte in Asien sowie militärische und KI-Anwendungen. Julia gefallen der große Anteil der Eigentümerfamilie Bardach und auch die Charttechnik: Ende Juli durchbrach  die Frequentis-Aktie nach Gewinnmitnahmen die 200-Tage-Linie nach oben. Runde 2: Europa – ASTA Energy gegen RWE Für Europa wählt Christian erneut einen Wert mit rot-weiß-roten Wurzeln: ASTA Energy Solutions AG, ein Spezialist für Kupferkomponenten für Transformatoren und Generatoren. Asta Energy ging Anfang 2026 in Frankfurt an die Börse und profitiert von der Energiewende. Nach einem starken Börsendebüt und anschließenden Gewinnmitnahmen hält Christian die Aktie wieder für interessant. Julia kontert mit  RWE. Das Unternehmen profitiert vom steigenden weltweiten Strombedarf durch die Energiewende und Elektrifizierung und dem Stromhunger der KI-Rechenzentren. Runde 3: Welt – Microsoft gegen INNIO Hier wählt Julia einen Klassiker, der schon lange in ihrem Portfolio liegt: Microsoft. Das Unternehmen ist sehr breit aufgestellt: Azure und Cloud-Infrastruktur, Microsoft 365, Copilot und künstliche Intelligenz, Windows, Cybersecurity sowie Gaming mit Xbox und Activision. Der Tech-Riese punktet auch mit seiner starken Finanzkraft. Christian entscheidet sich mit INNIO Group erneut für ein Unternehmen mit österreichischen Wurzeln. Die ehemalige Gasmotorensparte von Jenbacher ist erst seit kurzer Zeit an der Nasdaq notiert. INNIO produziert unter anderem große Motoren und Energielösungen, die man benötigt für die Energiewende, Rechenzentren und KI: Stromnetze können den steigenden Energiebedarf nicht überall zuverlässig abdecken. Mehr zu den besprochenen Aktien in der aktuellen Folge der GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir hören uns! Eure Julia Kistner Ps: Auch die #WienerBörse-Party , der Podcast von Christian Drastil gehört gehört! Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Fotos: Christian Drastil/Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Österreich, Europa & Welt: 2 x 3 Investment-Ideen
  3. Aug 2

    Fritz Mostböck: Österreich-Aktien sind immer noch vergleichsweise günstig.

    Der österreichische Aktienmarkt hat seit Jahresbeginn über 20 Prozent zugelegt. Trotz des starken Anstiegs sieht #FritzMostböck, Chefanalyst der #ErsteGroup noch weiteres Potenzial für rot-weiß-rote Titel. Sie seien mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 für heuer und 11 für das kommende Jahr im internationalen Vergleich immer noch vergleichsweise günstig bewertet. Österreich-Aktien würden auch attraktive Dividendenrenditen bieten und profitierten vom aktuellen überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa. Im Podcast-Gespräch mit der #GELDMEISTERIN diskutierte Fritz Mostböck, welche heimischen Unternehmen von Infrastrukturprogrammen, künstlicher Intelligenz und steigenden Verteidigungsausgaben profitieren könnten. Entsprechende „Pure Player“  fände man in den Bereichen unter den heimischen börsennotierten Unternehmen nicht. Vom KI-Boom profitiere aber neben dem Chip-Hersteller #AT&S auch die hauptsächlich in der Schweiz notierte Austria Micro Systeme #AMS, so @FritzMostböck. Die gestiegenen Verteidigungsausgaben kurbeln wiederum das Gschäft von #Frequentis an. Viel Hörvergnügen wünscht #JuliaKistner Ps: Die aktuellen Erste-Einzeltitel-Empfehlungen findet man auf der Webseite der Erste Group Research in den Bereichen Aktienanalysen und Equity Weekly. Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #KI #Verteidigung #Anleihen #Aktien #Trader #Österreich #AI #Börse #Anstieg #Bewertun #Banken #Palfinger #Index #investieren Fotos: #Erste Group /Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Fritz Mostböck: Österreich-Aktien sind immer noch vergleichsweise günstig.
  4. Jul 25

    Geld fließt von den großen US-Hyperscalern in asiatische Zulieferer und in Cyber-Software

    Software wird unterschätzt - nicht alle wird durch „Vibe-Coding" ersetzt „Bullenfutter“ seien aktuelle die drastisch nach oben revidierten Unternehmensgewinnen im Technologiesektor. Solange die Gewinn- mit den Kursanstiegen mithalten, sei keine Blase in Sicht. Die Börsenbären sprechen wiederum von einer „Gewinn-Blase“, getrieben durch das sehr zyklische Geschäft von Halbleitern und Hardware. Dies war der Beginn einer spannenden Diskussion, organisiert von Martin Kwauka, Begründer des Finanzjournalistenforums. #ChristophOlbrich, Fondmanager Gutmann Pure Innovation und #BernhardRuttenstorfer , Fondmanager Erste Stock Tecno zeigten, wie sich Techfonds-Manager aktuell positionieren. Der Tenor: Der Markt blicke momentan gebannt auf die Erwartungen der großen Hyperscaler, Google, Amazon, Meta, Microsoft. Diese Aktien seien zwar immer noch sehr interessant, doch es fände gerade ein Favoritenwechsel im Technologiesektor statt, beschleunigt durch große Börsegänge und der Aufnahme von viel Fremdkapital in Form von Anleihen. Das ziehe Liquidität ab. Man schaue tiefer in die Wertschöpfungskette hinein, investiere auch in japanische Zulieferer, in Energieversorger, Security-Software, in japanische Zulieferer, Cyber Security-Software oder auch in Transceivers aus China, die man für die optische Verbindung von Server-Türmen benötigt. Geballtes KI- und IT-Wissen mit Einblicken in die Portfolios der Tech-Fondsmanager, in die diese auch selbst investiert sind. Viel Hörvergnügen mit der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN wünscht Julia Kistner. Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #Hyperscaler #Microsoft #Google #Apple #Aktien #Trader #KI #AI #Zulieferanten # #diversifizieren #Anleihen #Portfolio #Index #Themenfonds #investieren Fotos: #Erste Group #MartinKwauka #BankGutmann /Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Geld fließt von den großen US-Hyperscalern in asiatische Zulieferer und in Cyber-Software
  5. Jul 19

    Warum AnlegerInnen trotz der Krisen kräftig investieren

    ... und wie die Langfristvorsorge funktioniert. #ErnstHuber, Vorstand der beiden Broker #DADAT und #TradersPlace spricht im ersentHalbjahr 2026 von rund 20 Prozent mehr Transaktionen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 und 2025. Und schon damals sind die Märkte stark gelaufen. Hinzu gekommen seien vor allem viele junge Neukunden, die vor allem in Aktien-ETF-Sparpläne investierten, um ihr Vermögen langfristig zu sichern. Anleihen spielen in deren Portfolio eine vernachlässigbare Rolle , ebenso wie die bei Einsteigern früher so beliebten Mischfonds. Gold bleibe für viele Anleger ein sinnvoller Bestandteil eines breit aufgestellten Portfolios Beim Thema Technologie sollte man wegen der hohen Bewertungen Neueinstiege genau prüfen. Für das zweite Halbjahr 2026 bleibt Ernst Huber optimistisch. Wo er mehr, wo er weniger Potenzial sieht hört Ihr in dieser Podcastfolge der #GELDMEISTEIRN. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #Inflation #Vorsorge #Aktien #Trader #KI #Gold #defensiv # #diversifizieren #Anleihen #investieren Foto: #DADAT/Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Warum AnlegerInnen trotz der Krisen kräftig investieren
  6. Jul 11

    „Inflationsschutz ist momentan nicht notwendig“

    Jüngste EZB-Zinserhöhung sei ein Fehler gewesen! In der aktuellen Podcast-Folge der Geldmeisterin spricht JuliaKistner mit #Dr.HolgerSchmieding , Chefvolkswirt bei Berenberg,über Inflation, Zinsen, Kapitalmärkte und die Frage, welche Anlagen in einem inflationäre Umfeld wirklich Schutz bieten. Seine überraschende Antwort: Momentan sieht er gar keine Inflationstendenzen. Die jüngste Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank bezeichnet Holger Schmieding deshalb als Fehler. Der aktuelle Inflationsdruck in der Eurozone komme vor allem von außen,insbesondere durch höhere Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen. Auf solche Preisschocks könne die EZB mit höheren Zinsen kaum sinnvoll reagieren. Im Gegenteil: Höhere Finanzierungskosten könnten die ohnehin belastete Konjunktur zusätzlich schwächen. Für die kommenden Monate erwartet Schmieding keine weiteren Zinserhöhungen der EZB. Die Inflation in der Eurozone dürfte seiner Einschätzung nach im kommenden Frühjahr wieder inRichtung zwei Prozent zurückgehen. Mittelfristig könne sie allerdings wieder etwas höher liegen, insbesondere wenn Arbeitskräfte knapper werden und dadurch der Lohndruck steigt. Die KI könne den Arbeitskräftemangel nicht komplett kompensieren. Auch international sieht Schmieding unterschiedliche Inflationsbilder. In den USA sei der Inflationsdruck stärker hausgemacht: Zölle, höhere Staatsausgaben und eine restriktivere Einwanderungspolitik könnten Preise und Löhne länger oben halten. In China hingegen gebe es eher deflationäre Tendenzen, weil massive Überkapazitäten bei Industriegütern auf die Preise drücken. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das laut Schmieding: Die Kapitalmärkte könnten davon profitieren, dass die Zentralbanken weniger stark straffen müssen als manche Marktteilnehmer erwarten. Aktien sieht er grundsätzlich weiterhin positiv, während Anleihen kurzfristig von stabileren Renditen profitieren könnten. Langfristig sei bei Staatsanleihen aber Vorsicht geboten, falls dieRenditen in einigen Jahren wieder steigen. Gold, inflationsgeschützte Anleihen, Bitcoin und Fiatgeld Gold könne zwar davon profitieren, dass die Zinsen doch nicht so stark steigen. Aber aus Inflationssicht für Schmieding sei Gold derzeit kein zwingender Kauf. Inflationsgeschützte Anleihen hält Ökonom Holger Schmieding nur bedingt attraktiv. Es sei zu viel Inflationsangst bereits eingepreist. Bitcoin sieht er nicht als Inflationsschutz, sondern als hochvolatile Wette. Beim Thema Währungen bleibt Volkswirt Holger Schmieding klar: Der Dollar werde zwar etwas an Marktanteil verlieren, bleibe aber Leitwährung Nummer eins. Weder der chinesische Yuan noch der Euro hätten derzeit die Voraussetzungen, den Dollarabzulösen. Europa fehle dafür unter anderem ein tiefer, einheitlicher Kapitalmarkt. Wo Holger Schmieding momentan vorsichtig wäre sei bei stark gestiegenen KI-Werten. Er warnt davor, jetzt unüberlegt auf den Zug aufzuspringen. Interessanter findet er in Europa Themen rund um Verteidigung, Luftfahrt, Raumfahrt, Drohnen undsicherheitsrelevante Technologien. Auch erneuerbare Energien hätten Zukunft, seien aber stark von politischen Rahmenbedingungen abhängig. Eine Podcast-Folge, die gehört gehört. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #Inflation #Gewinne #Aktien #Teuerung #KI #Arbeitskräfte #defensiv # #diversifizieren #Infrastruktur #Verteidigung #investieren Foto: #Berenberg/Bearbeitung GELDMEISTERIN

    „Inflationsschutz ist momentan nicht notwendig“
  7. Jul 4

    Stecken wir schon mitten in der KI-Blase?

    Bullen und Bären - beide haben berechtigte Argumente! Ist der KI-Boom an den Börsen noch gesund oder stecken wir schon mitten in der nächsten großen Blase? Das diskutiert Robert Karas, Chief Investment Officer und Partner der WienerPrivatbank Gutmann mit Julia Kistner im Podcast GELDMEISTERIN. Ob also die stark gestiegenen Bewertungen der Technologie- und KI-Werte noch durch echte Gewinne und reale Nachfrage gerechtfertigt sind. Das Fazit der Folge: Künstliche Intelligenz ist keine Eintagsfliege und wird Wirtschaft und Alltag nachhaltig verändern. Doch nicht jede Aktie, die irgendwie mit KI zu tun hat ist auch automatisch ein gutes Investment. Wichtig sei eine breit gestreuteAnlagestrategie zu haben, die man auch durchhält, wenn die Märkte korrigieren und dass man nicht nur aus Angst, etwas zu verpassen jetzt noch schnell auf eine Investmenttrend aufspringt. Wo es sich aktuell lohnt einzusteigen, dazu mehr in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner  Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #Blase #Gewinne #Aktien #Bubble #KI #Streuung #defensiv #investieren #diversifizieren Foto: #Gutmann /Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Stecken wir schon mitten in der KI-Blase?
  8. Jun 27

    Warum Kupfer, seltene Erden, Silber, Gold & Co. spannend bleiben

    Sind Rohstoffe in einem neuen Superzyklus? In dieser Folge der Geldmeisterin spricht Julia Kistner mit Kapitalmarktexperte #CarstenRoemheld, Kapitalmarktstratege bei #Fidelity darüber, warum Rohstoffe in den kommenden Jahren eine besonders wichtige Rolle spielen könnten. Was für einen Rohstoff-Superzyklus spricht: Momentan sehen wir gleichzeitig enorme Investitionswellen in mehreren Bereichen wie KI-Infrastruktur, Energiewende, Energieversorgung, Verteidigung und klassischer Infrastruktur. Diese Nachfrage trifft auf ein Rohstoffangebot, das in den vergangenen Jahren nur begrenzt ausgebaut wurde. Daraus könnte eine längere Phase steigender oder zumindest gutunterstützter Rohstoffpreise entstehen. Carsten Roemheld denkt  unter anderem um Kupfer, Lithium, Nickel, Kobalt, seltene Erden, Aluminium, Silber, Gold sowie Öl und Gas. Gold nimmt eine Sonderrolle als Absicherung gegen geopolitische Risiken, Schulden, Inflation und mögliche Schwächen klassischer Anlageklassen ein. Die meisten Anlegerinnen und Anleger kaufen Rohstoffe nicht physisch. Hier eigneten sich ETFs, ETCs, Rohstoffaktien, Rohstoffaktienfonds und thematische ETFs rund um die Themen  Energiewende, Elektrifizierung oder KI-Infrastruktur. Auch wenn Carsten Roemheld als soliden Portfolio-Teil oftmals Gold für attraktiver hält  als Staatsanleihen seien Rohstoffinvestments kein risikofreier Ersatz für Aktien oder Anleihen, sondern eher eine Beimischung im diversifizierten Portfolio. Bei Rohstoffen nicht zu vernachlässigen seien die politischen Risiken, die Rolle Chinas bei seltenen Erden und der Weiterverarbeitung wichtiger Rohstoffe sowie das Währungsrisiko durch den US-Dollar, in denen nach wie vor Rohstoffe zu einem erheblichen Teil fakturiert werden. Fazit: Für Rohstoffe spreche  in Summe derzeit die starkeNachfrage, das vergleichsweise geringe Angebot, der Inflationsschutz, die relativ niedrige Korrelation mit anderen Anlageklassen und die Absicherung von Assets, die besonders zinsempfindlich seien wie Aktien und vor allem auch Anleihen. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner, die sich für Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen des Podcasts im Voraus bedankt. Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte dieses Mediums. Musik- & Soundrechte:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ #Super-Zyklus #Gewinne #Aktien #Rohstoffe #Anleihen #Gold #Kupfer #SelteneErden #Silber #investieren #diversifizieren Foto: #Fidelity /Bearbeitung GELDMEISTERIN

    Warum Kupfer, seltene Erden, Silber, Gold & Co. spannend bleiben

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