KALIFORNISCHE TERRASSEN 🌞🌴

Systemischer Club

Systemik trifft auf Praxis, Haltung und echte Begegnungen. Im Podcast des Systemischen Zentrums der wispo sprechen wir mit Menschen, die systemisches Denken und Handeln leben: Lehrende, Praktiker*innen und spannende Gäste aus Beratung, Coaching, Therapie, Organisationsentwicklung und Führung. Jede Woche erwarten dich neue Gespräche über systemische Haltung, Methoden, aktuelle Themen und persönliche Erfahrungen aus der Praxis. Was bedeutet Systemik im Alltag? Wie entstehen neue Perspektiven? Und welche Fragen bewegen Menschen, die andere professionell begleiten? Ein Podcast für alle, die systemische Ansätze kennenlernen, vertiefen oder neu entdecken möchten. Jeden Freitag eine neue Folge.

  1. 4d ago

    #203 Haltung trägt weiter als Hierarchie

    Zur Ausbildung Systemische Führung (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Astrid Mehrfeld – Diplom-Verwaltungswirtin und Master of Public Management, seit vielen Jahren Führungskraft in kommunalen Verwaltungen, außerdem Moderatorin, Trainerin und Coach Johannes Paetzel – Systemischer Coach und Organisationsentwickler (DGSF), Lehrender am Systemischen Zentrum der wispo AG Instagram: johannes.paetzel.coaching LinkedIn: Johannes Paetzel Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Astrid Mehrfeld und Johannes Paetzel über Führung in der kommunalen Verwaltung – und darüber, was Haltung in einem System bewirkt, das von Regelwerk, Zuständigkeiten und Hierarchie geprägt ist. Astrid Mehrfeld hat vor ihrer Verwaltungslaufbahn Theologie und Philosophie studiert und beschreibt Führung bis heute mit einem Bild, das sie vom heiligen Benedikt übernommen hat: Menschen in großer Demut einen Rahmen geben, in dem sie wachsen und das tun können, wofür ihr Herz brennt. Wie eng Haltung und Wirkung zusammenhängen, zeigt sie an einer kleinen Szene. Eine Kollegin spiegelt ihr, dass die Mails am Sonntagabend etwas mit dem Team machen. Aus dieser Rückmeldung wird ein Gespräch, aus dem Gespräch ein Reflexionsprozess – und daraus die Erkenntnis, dass niemand so genau beobachtet wird wie die Führungskraft. Von dort führt das Gespräch zu Empowerment, das sie lieber als Befähigung übersetzt: Menschen wollen wirksam sein, und die Aufgabe von Führung ist es, sie in die Lage zu versetzen, sich selbst zu helfen. Dass das in Behörden schwerer fällt als anderswo, führt sie auf zwei Hürden zurück – auf den Spalt zwischen dem System Verwaltung und dem System Politik, den Führung übersetzend überbrücken muss, und auf eine formalistische Struktur, die Verlässlichkeit und Gleichbehandlung sichert, Eigeninitiative aber ausbremst. Psychologische Sicherheit nennt sie die Basis von allem. Sie erzählt vom Aufbau eines Impfzentrums, in dem 35 Freiwillige aus ganz unterschiedlichen Bereichen Verantwortung übernahmen – der gemeinsame Nenner war, dass niemand Ahnung hatte. Zum Schluss geht es um die weibliche Perspektive auf Führung und um eine Qualität, die sie für unterschätzt hält: Arbeitsfreude. In die kleinen, flüchtigen Momente zu investieren, die sie Seifenblasen nennt, hält sie für wirksamer als jeden Obstkorb. Dabei wird deutlich: Führung wirkt weniger über die Position als über die Haltung – und die zeigt sich in den kleinen, beobachteten Momenten des Alltags. Systemische Führung, Führung im öffentlichen Dienst, kommunale Verwaltung, Haltung, Selbstreflexion, Empowerment, psychologische Sicherheit, Fehlerkultur, Arbeitsfreude, weibliche Führung, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  2. Oct 16

    #202 Die Stimme als Zugang zu Gefühlen

    Zur Ausbildung Systemische Therapie und Beratung (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Alex Grimm – Chorleiter der Hamburg Voices, Gesangspädagoge mit eigenem Studio in Hamburg Website: hamburg-voices.de Laetitia – Sängerin im Tenor der Hamburg Voices Yasmin Brinkmann – Systemische Lehrtherapeutin am Systemischen Zentrum der wispo AG Instagram: yasmin.brinkmann LinkedIn: Yasmin Brinkmann Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Alex Grimm, Laetitia und Yasmin Brinkmann über die Stimme – und darüber, warum sie so viel enger mit Psyche und Gefühl verknüpft ist als andere Ausdrucksformen. Der Ausgangspunkt ist eine Beobachtung aus der Chorarbeit: Fast alle, die singen lernen wollen, bringen ein Urteil über ihre Stimme mit. Zu laut, zu leise, zu hoch, zu tief. Anders als bei einem Instrument lässt sich dieses Urteil nicht von der Person trennen – die Stimme ist Teil des Körpers, man hat das Instrument sozusagen verschluckt. Aus einem Kommentar über den Klang wird so leicht ein Kommentar über den Menschen, und daraus Scham. Von dort öffnet sich das Gespräch in mehrere Richtungen. Es geht um die körperliche Seite – Atmung, Vagusnerv, das Pendeln zwischen Übererregung und Erstarrung und die mittlere Zone, in der Menschen handlungsfähig bleiben. Es geht um das, was Generationen weitergeben: eine Erziehung, in der Gefühle gefährlich waren, eine Gesangskultur, die nach dem Nationalsozialismus verschwand, Körpernormen vom Korsett bis zum flachen Bauch, die tiefes Atmen und damit die eigene Kraft schwer erreichbar machen. Und es geht um Wut als Emotion, die Veränderung will und erst durch das Unterdrücken gefährlich wird. Deutlich wird auch, wie nah das am eigenen professionellen Handeln liegt. Wer berät, therapiert oder coacht, arbeitet den ganzen Tag mit der Stimme – und lernt selten, wie das gesund geht. Chor, Gesangsunterricht, Sprecherziehung erscheinen im Gespräch weniger als Hobby denn als eine Form von Selbsterfahrung, die konfrontativer ist, als man vermutet. Dabei wird deutlich: Wer die eigene Stimme wieder bewohnt, bekommt nicht nur einen besseren Klang, sondern einen Zugang zu Gefühlen, die lange hinter verschlossenen Türen lagen. Stimme, Singen, Emotionen, Scham, Selbsterfahrung, Chorgesang, Vagusnerv, Window of Tolerance, transgenerationale Weitergabe, Wut, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  3. Oct 9

    #201 Was Trauma ist und was nicht

    Zur Ausbildung Systemische Traumaberatung (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Dr. Tilman Staemmler – Therapeut, Supervisor und Trainer mit eigener Praxis „Systeme gestalten“ in Heidelberg, Dozent für systemische Therapie und Beratung am Systemischen Zentrum der wispo AG Instagram: systeme.gestaltenLinkedIn: Tilman StaemmlerWebsite: systeme-gestalten.deKevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin BaronBeschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Dr. Tilman Staemmler und Kevin Baron darüber, was Trauma ist – und was nicht – und wie sich traumatische Erfahrungen professionell begleiten lassen. Ausgangspunkt ist die alltägliche, oft inflationäre Rede vom Trauma. Tilman Staemmler unterscheidet zwischen einem subklinischen Sprachgebrauch, der schmerzhafte Erfahrungen benennt, und Traumatisierungen auf klinischem Niveau. Er beschreibt, wie Stress, der uns normalerweise wach und handlungsfähig macht, das Nervensystem überlasten kann – bis hin zum Shutdown und zur Dissoziation als Schutzmechanismus der Psyche. An einem Beispiel aus der Paartherapie wird sichtbar, wie frühe Erfahrungen in spätere Beziehungen hineinwirken: Ein brüchiger Selbstwert sucht Bestätigung beim Gegenüber, und wo sie ausbleibt, schaukelt sich eine Eskalationsdynamik hoch. Am Anfang der Arbeit stehen deshalb Stabilisierung und Sicherheit – vom vereinbarten Codewort, das einen Streit unterbricht, über die 5-4-3-2-1-Übung, die zurück ins Hier und Jetzt holt, bis zur Unterscheidung zwischen heißem und kaltem Gedächtnis nach Luise Reddemann. Zum Schluss geht es um Abgrenzungen und Haltung: wie sich Trauer, Trauma, Depression und Sucht zueinander verhalten, warum Integration ein langsamer Prozess ist, der den Schmerz zuerst ernst nimmt, und wie die Idee des guten Grundes im Alltag zu mehr Gelassenheit beitragen kann. Das Gespräch entstand im Vorfeld des Fachtags Trauma- & Trauerbegleitung am 23.10.2026 in Stuttgart. Die Teilnahme ist vor Ort und im Livestream kostenfrei möglich, alle Informationen und die Anmeldung findest du auf der Veranstaltungsseite. Dabei wird deutlich: Nicht jede schmerzhafte Erfahrung ist ein Trauma – doch wo sie es ist, beginnt Hilfe mit Sicherheit, nicht mit der Deutung des Erlebten. Keywords Trauma, Traumaberatung, Dissoziation, Stabilisierung, Emotionsregulation, Paartherapie, 5-4-3-2-1-Übung, Trauer und Trauma, guter Grund, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen?Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  4. Oct 2

    #200 Mentale Stabilität beginnt im Körper

    Zur Ausbildung Systemisches Coaching (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Timo Bartel – „Connecting Self“, Coach für Unternehmer:innen und Führungskräfte, Physiotherapeut; Schwerpunkte Stress, Gesundheit und Führung Instagram: timo_bartelWebsite: timo-bartel.de Kevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin Baron Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Timo Bartel und Kevin Baron darüber, was der Körper zur mentalen Stabilität beiträgt – und warum ein ganzheitlicher, systemischer Blick ohne ihn nicht auskommt. Timo Bartel beschreibt mentale Stabilität nicht als Panzer, sondern als Zugriff auf die eigenen Werte, Stärken und Kompetenzen. Werte sind Leitplanken, die durch Herausforderungen tragen – solange man sie regelmäßig auf den Prüfstand stellt. Anhand der Lebensgeschichte von J. M. Barrie zeigt er, wie Bedeutung Biochemie erzeugt: Was wir denken, verändert den Körper, und der Körper verändert, was wir denken können. In der Arbeit mit Klientinnen und Klienten werden deshalb Bewegungsaufgaben wie Kniebeugen oder Boxen zur Diagnostik: Wie jemand an ein Gewicht herangeht, erzählt oft mehr als jedes Gespräch. Deutlich wird, wie Regulation im Alltag gelingen kann: Raum halten, eine Metaposition einnehmen, wieder in einen neutraleren Zustand kommen – und dann mit Abstand auf die Emotion schauen. Es geht nicht um Erschlaffung und nicht um Überspannung, sondern um das optimale Verhältnis, aus dem Flow entsteht. Verdrängung hat ihren Sinn, meldet sich aber über den Körper zurück: als Gereiztheit, Schlafstörung, Energiemangel oder Symptom. Loslassen ist für Timo Bartel dabei schon wieder ein Tun am Problem; hilfreicher ist, die Aufmerksamkeit erst einmal zu sich selbst zurückzuholen. Dass all das messbar ist – über Herzratenvariabilität oder Cortisol – hilft besonders Menschen, die Zahlen und Fakten brauchen. Am Ende geht es um die Frage, was Menschen nach einer Begleitung anders machen: Werte abgleichen, Inseln schaffen, Unterstützer ins Boot holen, den eigenen Körper ernst nehmen – und der Rat, mutig und verantwortungsvoll einfach mal loszulegen. Dabei wird deutlich: Wer mentale Stabilität aufbauen will, kommt am Körper nicht vorbei – er ist Frühwarnsystem, Diagnostik und Zugang zugleich. mentale Stabilität, Körper und Psyche, Werte, Regulation, Nervensystem, Flow, Stress, Resilienz, Verdrängung, Metaposition, Herzratenvariabilität, Coaching für Unternehmer, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen?Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  5. Sep 25

    #199 Supervision, wenn niemand freiwillig kommt

    Zur Ausbildung Systemische Supervision (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Sabine Zschüttig – Systemische Therapeutin, Coachin und Supervisorin, Dozentin am Systemischen Zentrum der wispo AG; langjährige Erfahrung in forensischer Beratung und Supervision LinkedIn: Sabine Zschüttig Kevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin Baron Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Sabine Zschüttig und Kevin Baron über Supervision in Zwangskontexten: Was passiert, wenn ein Team zur Supervision geschickt wird? Und wie gehen Supervisorinnen und Supervisoren mit dem eigenen Druck um, wenn die Kooperation ausbleibt? Den Einstieg macht ein Fall aus der Teamsupervision: Eine Führungskraft hat gegen die Verabredung des Teams entschieden, ein Teil des Teams holt eine externe Supervisorin, der andere sitzt skeptisch daneben. Sabine Zschüttig beschreibt, wie sie Erwartungen und No-Gos sammelt, den zeitlichen Rahmen realistisch hält und Druck aus der Gruppe nimmt. Ein Team muss keine Familie sein – es braucht eine tragfähige Arbeitsbeziehung. Ein zweiter roter Faden ist der Umgang mit denen, die schweigen. Anwesenheit ist bereits ein Beitrag, Schweigen darf legitim sein, und wer mit dem Fuß wippt, kann eingeladen werden, den Fuß sprechen zu lassen. Gleichzeitig hält Sabine Zschüttig an Struktur fest: Vorgespräche, Visualisierung, Zeitmarken und die Frage, wer für wen spricht, geben Orientierung und Sicherheit. Bricht ein Konflikt zwischen Leitung und Mitarbeitenden aus, gibt sie die Frage zurück ans Team. Zum Schluss geht es um die Supervisorin selbst – um Scham im Raum, um Themen wie Verlust und Suizid eines Klienten, die ein Team nicht besprechen wollte, und um die Entscheidung, welchen Auftrag man annimmt und welchen man qualifiziert weiterverweist. Dabei wird deutlich: Supervision wirkt weniger über die richtige Methode als über echte Wertschätzung für die Arbeit derer, die da sitzen – auch wenn sie nicht freiwillig gekommen sind. Literaturhinweise: ​Conen, Marie-Luise (Hrsg.): Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familientherapie. Mit Vorworten von Jorge Colapinto und Jochen Schweitzer-Rothers. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag, 2. Aufl. 2004 ​ Conen, M.-L., Cecchin, G. (2020). Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Heidelberg: Carl-Auer. ​ Conen , M.-L. (2007). Eigenverantwortung, Freiwilligkeit und Zwang, S.370 375. In: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) . Heft 4 ​Conen, M.-L. (2005). Zwangskontexte konstruktiv nutzen, Psychotherapie im Dialog, 6(2). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. Conen, M.-L.: Zurück in die Hoffnung. Systemische Arbeit mit​ „Multiproblemfamilien", 2015​⁠Dinger, Wolfgang: Ein Doppelleben. In: Supervision, 43. Jahrgang, Nr. 3, 2025, Seite 7–10; DOI: 10.30820/1431-7168-2025-3-7; Psychosozial-Verlag • Huber, A. (2003). Möglichkeiten des konstruktiven Umgangs mit Widerstand in erwachsenendidaktischen Veranstaltungen, Zeitschrift: Gruppendynamik und Organisationsberatung, Verlag für Sozialwissenschaften , Wiesbaden. ​Kähler, H. (2005). Soziale Arbeit in Zwangskontexten. Wie unerwünschte Hilfeerfolgreich sein kann. München: Ernst Reinhardt. ​ Klug, W., Zobrist, P. (2021). Motivierte Klienten trotz Zwangskontext. München: Ernst Reinhardt.​⁠Liechti, J. (2010). Dann komm ich halt, sag aber nichts. Heidelberg: Carl-Auer.​⁠ Zobrist , P.: Methodische Ansätze zur wirkungsvollen Betreuungsarbeit im Zwangskontext, VBK --/VSAV Fachtagung vom 4./5. September 2008. Wirksame Handlungskonzepte im Kindes und Erwachsenenschutz, http://www.vbkcat.ch/assets/pdf/de/aktuell/Unterlagen_Zobrist_gesamt.pdf23.7.2009. Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen?Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  6. Sep 18

    #198 Es gibt keine unmotivierten Klienten

    Zur Ausbildung Systemische Therapie und Beratung (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Sabine Zschüttig – Systemische Therapeutin, Coachin und Supervisorin, Dozentin am Systemischen Zentrum der wispo AG; langjährige Erfahrung in forensischer Beratung und Supervision LinkedIn: Sabine Zschüttig Kevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin Baron Beschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen“. Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Sabine Zschüttig und Kevin Baron über Beratung in Zwangskontexten – über Menschen, die vom Jugendamt, vom Gericht oder vom Chef geschickt werden und zu Beginn sagen: Ich brauche keine Hilfe, ich bin nur hier, weil ich muss. Sabine Zschüttig räumt zuerst mit einer Zuschreibung auf: Unmotivierte Klientinnen und Klienten gibt es nicht. Wer geschickt wird, hat eine Motivation – vielleicht die, die Zeit abzusitzen oder die Beraterin wieder loszuwerden. Genau daran lässt sich anknüpfen, etwa mit der Frage, wie sie helfen kann, sie wieder loszuwerden. Voraussetzung ist Transparenz: Wer beauftragt hier wen, was wird berichtet und was bleibt im Raum, welche Bedingungen gelten und welche Wahl hat das Gegenüber? Ein heimlicher Auftrag, den der Auftraggeber im Hintergrund mitgibt, stört jede Beziehung – also wird er offengelegt oder gar nicht erst angenommen. Am Beispiel eines Führungskräfte-Coachings zeigt sich, wie das konkret klingt: nach den Fantasien fragen, die jemand über den Auftrag des Chefs hat, offen die Vermeidungsstrategien benennen, an denen sich Unbehagen zeigen würde, und die Entscheidung, was berichtet wird, beim Coachee lassen. Dazu kommt die Frage nach früheren Beratungserfahrungen, nach No-Gos und danach, was jemand überhaupt mit dem Wort Veränderung verbindet – denn Scham und Angst spielen in diesen Kontexten eine große Rolle. Zum Schluss geht es um die Beraterinnen und Berater selbst, die trotz allem nicht an ihre Klienten herankommen, um implizite Aufträge an sich selbst, um Tempo und Selbstwert – und um einen Satz aus der Mailänder Schule: Wenn es keine Hoffnung gibt, muss man sie erfinden. Dabei wird deutlich: Unfreiwilligkeit ist kein Motivationsproblem, sondern eine Auftrags- und Beziehungsfrage – und Transparenz ist der erste Schritt zu einer Arbeitsbeziehung. Zwangskontext, unfreiwillige Klienten, Auftragsklärung, Triangulation, heimlicher Auftrag, Transparenz, Beziehungsaufbau, Jugendhilfe, Führungskräftecoaching, Scham, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen?Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  7. Sep 11

    #197 Werkzeugkoffer Supervision: Wenn Konflikte auftauchen

    Zur Ausbildung Systemische Supervision (SystCert) Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Dr. Daniela Rieß – Lehrende am Systemischen Zentrum der wispo AG, Systemische Supervisorin und verantwortlich für das Curriculum der Ausbildung Systemische Supervision Instagram: danielariess.systemischepraxisLinkedIn: Dr. Daniela RießKevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin BaronBeschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Dr. Daniela Rieß und Kevin Baron darüber, was zu tun ist, wenn eine Supervision angefragt wird – und vor Ort etwas ganz anderes im Raum steht. Das Telefon klingelt, eine Teamleitung schildert Dringlichkeit, es brennt. Wer dann ankommt, merkt manchmal: Hier geht es nicht um Reflexion des beruflichen Handelns, sondern um einen Konflikt, der seit Langem gewachsen ist. Daniela Rieß beschreibt, welche Frage sie sich schon am Telefon stellt – nämlich, ob sie überhaupt die Kapazität für die Auftragsklärung hat, die dahintersteckt, und wie viel Prozessklarheit ein solches Setting fordert. Ein zentrales Hilfsmittel ist dabei eine Unterscheidung von Zuständen, in denen sich ein Team befinden kann. Zwischen einem Zustand, in dem alles besser läuft als gedacht, und einer Situation, in der Arbeitsbeziehungen aufgelöst werden müssen, liegen mehrere Stufen – und jede von ihnen legt ein anderes Format nahe. Bei einer Aufgabe oder einem Problem kann Supervision viel bewirken, weil die Beteiligten trotz Verunsicherung arbeitsfähig bleiben. Sobald Positionen umkämpft sind und Emotionen in den Vordergrund treten, verschiebt sich die Frage von „Wie reflektieren wir das?" zu „Wie stellen wir überhaupt Arbeitsfähigkeit wieder her?". Am Systembrett wird sichtbar, warum das so folgenreich ist. Sobald zwei Personen in einen Konflikt geraten, schauen zwei Nasen nicht mehr auf die gemeinsame Aufgabe – und meist bleibt es nicht bei zweien. Ein Team ist Team, weil es eine Aufgabe gibt; gerät sie aus dem Blick, leidet die Qualität der Arbeit. Daniela Rieß erklärt, warum sie Konflikte deshalb nicht im Gesamtteam bearbeitet, sondern in ein gesondertes, stärker strukturiertes Setting bringt – und wie ein Zusammenkommen danach gelingen kann. Deutlich wird auch, wo die eigene Rolle endet. Wo eine Atmosphäre vergiftet ist und nicht einmal mehr der kleinste gemeinsame Nenner trägt, braucht es Entscheidungen der Führung, nicht mehr externe Begleitung. Genau darum geht es beim Formatwechsel: zu wissen, was man anbieten kann – und was nicht. Dabei wird deutlich: Die eigenen Grenzen zu kennen ist keine Einschränkung der Professionalität, sondern ein Teil von ihr. Systemische Supervision, Konflikteskalation, Mediation, Konfliktmoderation, Auftragsklärung, Formatwechsel, Arbeitsfähigkeit, Teamkonflikt, Systembrett, Führung und Verantwortung, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen? Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

  8. Sep 4

    #196 Dreieckskontrakte in der Supervision

    Zur Ausbildung Systemische Supervision (SystCert)Jetzt kostenfreie Online-Events entdecken Personen: Dr. Daniela Rieß – Lehrende am Systemischen Zentrum der wispo AG, Systemische Supervisorin und verantwortlich für das Curriculum der Ausbildung Systemische Supervision Instagram: danielariess.systemischepraxisLinkedIn: Dr. Daniela RießKevin Baron – Systemischer Club / Systmeta GmbH Instagram: hausdesbaronsLinkedIn: Kevin BaronBeschreibung Herzlich willkommen bei „Kalifornische Terrassen". Hier geht es um psychologischen und systemischen Austausch – und darum, guten Ideen Gehör zu verschaffen. Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Dr. Daniela Rieß und Kevin Baron über Dreieckskontrakte in der Supervision und darüber, wie sich Auftragsklärung gestalten lässt, wenn mehrere Beteiligte Unterschiedliches wollen. Der Ausgangspunkt ist eine Situation, die viele aus dem Beratungsalltag kennen: Eine Führungskraft fragt Supervision an, kurz darauf meldet sich ein Teammitglied mit dem Wunsch, lieber ohne Leitung zu arbeiten. Damit liegen zwei Aufträge auf dem Tisch – und im Hintergrund oft noch die Organisation als dritter oder vierter Auftraggeber. Daniela Rieß beschreibt Supervision als Einladung, gemeinsam die Flughöhe zu wechseln und das eigene berufliche Tun von oben zu betrachten, statt lineare Ursachen zu suchen. Wechselwirkungen rücken damit vor Erklärungen. Deutlich wird, wie viel Arbeit vor der eigentlichen Arbeit liegt. Wer eigentlich zum Team gehört, wer welche Aufgabe hat, wo die Sitzungen stattfinden und wer wann dabei sein sollte – all das ist keine Vorabklärung von Rahmendaten, sondern bereits Intervention. Schon der Raum kann ein Muster unterbrechen. Und die Frage nach guten Gründen – für die Anwesenheit der Leitung ebenso wie für einen geschützten Teamraum – verwandelt scheinbare Gegensätze in verhandelbare Positionen. Ein zweiter roter Faden ist die Allparteilichkeit. Wo Emotionen im Spiel sind, gibt es Einladungen, sich auf eine Seite zu stellen – manchmal so beiläufig wie ein Stuhl, der ein Stück näher steht. Daniela Rieß erzählt, wie sie Positionen sichtbar macht, ohne dass jemand Gesichtsverlust erleidet, wie sie Leitungsthemen als solche benennt und zurückgibt, und woran sie merkt, dass ein Auftrag rund ist – oder dass es noch eine Schleife braucht. Zum Schluss geht es um das, was Erfahrung wirklich verändert: die Unterscheidung zwischen Verantwortung für den Prozess und Verantwortung für die Lösung. Dabei wird deutlich: Auftragsklärung ist keine Vorstufe der Supervision – sie ist bereits der Raum, in dem sich entscheidet, ob alle Beteiligten handlungsfähig bleiben. Systemische Supervision, Dreieckskontrakt, Auftragsklärung, Kontrakt, Allparteilichkeit, Haltung des Nichtwissens, Teamsupervision, Fallsupervision, Führung und Team, Prozessverantwortung, Systemisches Zentrum, wispo, Systemischer Club, Kalifornische Terrassen Hast du Fragen, Gedanken oder willst deiner Idee Gehör verschaffen?Schreib uns gerne an: support@systemischer-club.de

About

Systemik trifft auf Praxis, Haltung und echte Begegnungen. Im Podcast des Systemischen Zentrums der wispo sprechen wir mit Menschen, die systemisches Denken und Handeln leben: Lehrende, Praktiker*innen und spannende Gäste aus Beratung, Coaching, Therapie, Organisationsentwicklung und Führung. Jede Woche erwarten dich neue Gespräche über systemische Haltung, Methoden, aktuelle Themen und persönliche Erfahrungen aus der Praxis. Was bedeutet Systemik im Alltag? Wie entstehen neue Perspektiven? Und welche Fragen bewegen Menschen, die andere professionell begleiten? Ein Podcast für alle, die systemische Ansätze kennenlernen, vertiefen oder neu entdecken möchten. Jeden Freitag eine neue Folge.

You Might Also Like