Tales From The Needle - Tattoo Podcast

Sebastian Heering

Willkommen bei Tales From The Needle! Ich bin Seb Fury One, und hier dreht sich alles um die Tattoo-Branche. Jeden Montag sprechen Künstler*innen über ihren Werdegang, Herausforderungen und Erlebnisse. Der Podcast inspiriert mit spannenden Geschichten und bietet abwechslungsreiche Einblicke für alle Tattoo-Interessierten.

  1. 6d ago

    Lucas Wagner: „Ich war irgendwann so ausgebrannt von diesem einen Motiv”

    Diesmal meldet sich Seb live vom Neon Gallery Tattoo Jam in Tübingen, und neben ihm sitzt Lucas Wagner, den viele als Wasted Happy Youth kennen. Der gebürtige Regensburger, aufgewachsen zwischen Allgäu und Bietigheim-Bissingen, hat erst Grafikdesign gelernt, nach drei Wochen eine Kochausbildung geschmissen bekommen und dann ein Jahr lang allein in seiner Wohnung tätowiert. Was er in diesem Jahr ohne Austausch alles falsch gemacht hat, erzählt er mit entwaffnender Ehrlichkeit. Bei Inkas Paradise in Stuttgart und später bei Forever St. Pauli fand er Mentoren und eine Szene, die ihn Richtung Traditional geschoben hat. Heute arbeitet er bei Immer und Ewig in Hamburg. Die beiden reden darüber, wie früh aufgebaute Instagram-Reichweite eine ganze Karriere tragen kann und warum viele Follower heute trotzdem keinen vollen Kalender mehr garantieren. Es geht um Mail gegen DM, um Telefon-Anxiety und um fünf Jahre fast ohne Farbe. Lucas erzählt auch, wie ihm ein einziges Lieblingsmotiv irgendwann den Spaß am Job geraubt hat. Zwischendurch wird es herrlich selbstironisch, mit einem 6.200-Euro-Rennrad, einer weggetauschten Siebträgermaschine und dem Fazit, dass Kraftsport mehr für den Tattoo-Rücken tut als jede Ausrede. Am Ende steht ein Satz, den man sich merken sollte: Er mag sein heutiges Ich lieber als den Typen, der er mit Anfang 20 war. Instagram: @wasted.happy.youth ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Lucas Wagner: „Ich war irgendwann so ausgebrannt von diesem einen Motiv”
  2. Oct 6

    Pat Golden Days: „Wenn ich so nicht denken würde, würde ich heute nicht tätowieren"

    Live von der Neon Gallery Tattoo Jam in Berlin: Seb sitzt mit Patrick Staudt aus Mannheim auf der Bühne, besser bekannt als Pat Golden Days. Ein paar Zuschauer*innen und die Tauben vor der Tür hören zu. Pat kommt nicht mit leeren Händen, sondern bringt Seb einen Print seines Ausstellungsbilds mit: ein maritimer Totenkopf-Oktopus, der sich einen Hai einverleibt. Von da aus geht es zurück zu seinen Anfängen. 2009 tätowiert er im Kinderzimmer mit einem eBay-Koffer voller Schrott, inklusive Maschine mit Anker-Frame. Ende 2011 kommt dann eine Chance, für die andere jahrelang Klinken putzen: Er wird ganz einfach gefragt, ob er den freien Ausbildungsplatz haben will. Pat erzählt, warum er beim Malen auf Pinsel und Spit Shading schwört und weshalb das Papier fast wichtiger ist als alles andere. Er gibt offen zu, wo er sich auch mal überschätzt hat. Ehrlich wird es bei Contests, beim bröckelnden Guest-Spot-Game und bei einer Publikumsfrage, die mitten ins Herz der Branche trifft: Wo sind eigentlich die alten Tätowierer*innen? Daraus wird ein Gespräch über unsichere Zeiten, die Freiheit der Selbstständigkeit und Pats Lebensmotto, einfach mal zu machen. Am Ende steht eine kleine Liebeserklärung an die Tattoo-Bubble, in der man sich zufällig in Frankfurt wiedertrifft, nachdem man sich in Nepal kennengelernt hat. @pat_goldendays ⁠⁠⁠[ WERBUNG ] Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Pat Golden Days: „Wenn ich so nicht denken würde, würde ich heute nicht tätowieren"
  3. Sep 28

    Tattoo Funk Fest Special

    Diesmal läuft einiges anders: Seb meldet sich live vom Tattoo Funk Fest in Saalfeld, das nach langer Pause endlich zurück ist, und feiert gleich eine Premiere. Statt eines einzelnen Gastes schickt ihm Mitveranstalter Clemens der Dritte einfach Leute vom Festivalgelände ans Mikro. Heraus kommt ein wildes, herzliches Kommen und Gehen mit Sammler:innen, Kund:innen, Orgacrew und Artists, die alle eine Geschichte unter der Haut tragen. Auffällig dabei: Erstaunlich viele von ihnen arbeiten im sozialen Bereich, und alle haben sichtlich Bock auf diesen Abend. Die Storys haben es in sich. Einer hat eine ganze Wohnung nur für 17.000 Schallplatten angemietet und Ikea mit einem Kallax-Tattoo gedankt. Ein anderer zieht nach einem Rollerunfall eine vierstündige Session durch und erfährt erst danach im Krankenhaus, dass seine Rippe gebrochen ist. Philipp bekommt mit 17 einen kompletten Japan-Arm, während seine Mutter im Auto weint. Außerdem gibt es ein Urlaubs-„F**k off", einen Elefanten an einer Stelle, über die wir hier lieber schweigen, und King Dracula Sebastian Gögel mit einer steilen These: Tätowieren sei eigentlich gar kein Beruf. Zum Schluss erzählt Ronja Block nach Jahren der Pause, wie ein aufgezwungenes Shrimp-Tattoo sie gelehrt hat, dass Demut für Artists wichtiger ist als jedes Ego. Eine Folge voller Leben, Punkrock und echter Menschen. Tattoo Funk Fest auf Instagram. ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Tattoo Funk Fest Special
  4. Sep 21 ·  Bonus

    Hitta: „Ich bin mehr auf Ablehnung als auf positive Antworten gestoßen"

    Diese Folge erschien ursprünglich im Mai 2025 und war damals in voller Länge nur für TFTN+ Mitglieder zu hören. Jetzt gibt es das komplette Gespräch mit Hitta für alle. Eigentlich heißt sie Larissa, aber das hat sich schon als Kleinkind erledigt. Bevor sie in Siegen ihr eigenes Studio aufgebaut hat, stand sie als Zahnarzthelferin im OP einer Kinderklinik. Die Kunst hat sie nie losgelassen. Irgendwann hat sie ihrer Tätowiererin mitten in der Session die Maschine aus der Hand genommen und sich selbst Farbe ins Bein gestochen. Danach war die Sache klar. Es folgten Schweinehaut vom Metzger, eine Mappe voller Absagen und viele skeptische Blicke nach dem Motto „Was willst du denn hier, Kleine?". Heute ist sie seit sieben Jahren Studioinhaberin, monatelang ausgebucht und holt mit ihrem eigenen Event über 500 Leute in die Stadt. Hinter dem Erfolg steckt aber auch eine Geschichte, die sie ungewohnt offen erzählt: Burnout-Symptome, die sie lange nicht wahrhaben wollte, bis Körper und Kopf die Notbremse gezogen haben. Seb und Hitta sprechen darüber, wie sie ihre Woche danach komplett neu aufgestellt hat, warum Delegieren überlebenswichtig ist und weshalb Tierporträts für sie der eigentliche Kern ihrer Arbeit sind. Außerdem teilt sie deutlich gegen überteuerte Fineline-Sternchen, gekaufte Follower und Tattoos aus, die nach einem halben Jahr schon wieder verblasst sind. Ein ehrliches Gespräch über Leidenschaft, Grenzen und darüber, abends noch in den Spiegel schauen zu können. Hitta findet ihr auf Instagram unter @hitta_7_ ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Hitta: „Ich bin mehr auf Ablehnung als auf positive Antworten gestoßen"
  5. Sep 14

    Klaus Kummer: „Die Kalender sind nicht mehr so voll wie noch vor sieben Jahren"

    Diese Woche geht's nach Hessen: Klaus Kummer tätowiert seit fast 18 Jahren – und ist trotzdem heute zum allerersten Mal in einem Podcast. Dabei hätte sein Weg beinahe gar nicht in die Branche geführt. Tattoos gab es in seiner Familie nicht, einen Berufswunsch hatte er auch keinen, und erst beim eigenen ersten Tattoo fiel der Groschen: Wenn es Menschen mit Tätowierungen gibt, muss es ja auch die geben, die sie machen. Was folgte, war ein herrlich unglamouröser Start – Erzieherausbildung als Sicherheitsnetz, ein 1.100-Euro-Starterset aus den Kleinanzeigen, lose Single Needles, die er mangels Lötkenntnissen erstmal mit Sekundenkleber bearbeitete, und eine WG in Darmstadt voller geduldiger Punks, die sich für „wenn's scheiße wird, sieht's ja keiner" tätowieren ließen. Erst Jahre später merkte er, dass in dem Billig-Set eine Micky-Sharpz-Maschine lag. Nach 17,5 Jahren im selben Shop in Gießen ist er seit einem halben Jahr in Marburg bei Strange Fantasy Tattoo – und hat in den ersten vier Wochen dort mehr gezeichnet als im gesamten Jahr davor. Seb und Klaus sprechen über das, was zwischen Romantik und Realität liegt: über eine Branche, deren Niveau so hoch ist wie nie, in der aber gleichzeitig jedes Konzept nur ein schickes Label braucht, um als Stil durchzugehen. Über volle Kalender, die keine mehr sind, und über den Satz, dass einmal Tanken mittlerweile so viel kostet wie ein kleines Tattoo. Klaus erklärt, warum er sich ein bisschen mehr Gatekeeping und ein bisschen weniger Academy-Content wünscht, ohne dabei jemandem die Tür zuzuhalten, der wirklich brennt. Es geht um KI als Werkzeug statt als Abkürzung, um seine Arbeitsweise fast ohne Vorzeichnen („wenig Vorbereitung und viel Intuition"), um Home-Tattooing auf WG-Partys, das er ausdrücklich gut findet, und um die Frage, warum „Hast du Bock drauf?" eine nettere Frage ist, als es der Branche guttut. Dazwischen: Patchwork-Familie mit vier Kindern, Wasserfarbkleckse als Motivgenerator, Ringe aus Messing, Schmuck aus zerbrochenen Skate-Decks – und ein Mann, der jede Welle reitet, solange sie trägt, aber beim Tätowieren nie wieder aussteigen will. @klauskummervsb ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Klaus Kummer: „Die Kalender sind nicht mehr so voll wie noch vor sieben Jahren"
  6. Sep 7

    Pino Cafaro: „Die einen, die sind gut genug und die anderen arbeiten"

    Es beginnt mit einer Sommergrippe und endet bei der Frage, was einen Menschen eigentlich zu einem Tätowierer macht. Pino Cafaro ist seit 31 Jahren in der Branche, geboren in Neapel, mit sieben Jahren nach Braunschweig gezogen – in einen „Urlaub", von dem seine Eltern ihm damals verschwiegen, dass er nie enden würde. Kein Strand, kein Sand, kein Wort Deutsch. Heute betreibt er dort mit seiner Frau Marijana die White Fox Gallery und hat sich einen Namen mit japanischer Tätowierung gemacht: großflächig, brachial, gewachsen aus Zeitschriftenbildern der 90er und zwanzig Jahren voller Japanreisen. Seb spricht mit ihm über den Hintergrund als Königsdisziplin – jenen Mörtel, den niemand sieht, ohne den aber kein Backsteinhaus steht –, über den goldenen Schnitt als unbewusstes Naturgesetz und darüber, warum Freiheit für Pino nicht heißt, an keine Regeln gebunden zu sein, sondern sich aussuchen zu dürfen, welchen man dient. Dann wird es unbequem. Pino erzählt von einer Ausbildung, die 1994 noch bedeutete: Telefonnummern für Nadel-Lieferanten kosteten 4.000 Mark, es gab keine Tür zum Anklopfen, und wer trotzdem reinkam, hat gewischt, gelötet, Kaffee geholt und den Pool des Chefs ausgeschachtet – nicht als Demütigung, sondern als Gegengewicht. Von dort ist es nicht weit zu seinem schärfsten Gedanken der Folge: dass jemand, der ein gutes Tattoo stechen kann, damit noch lange kein Tätowierer ist, sondern erstmal nur eine „Inking Person". Die beiden reden über Selbstkritik als möglicherweise seltene Begabung, über Menschen, die immer nur Applaus bekommen haben und es irgendwann glauben, über Social Media als Spiegelkabinett, in dem man sich nicht mehr spiegelt, sondern verliert – und über den Satz, an dem sich die Folge aufhängt: Es geht nicht um dich. Es geht darum, was du zurückgibst. Ihr findet Pino auf Instagram unter @pino_cafaro und sein Studio unter @whitefoxgallery. ⁠⁠⁠ [ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Pino Cafaro: „Die einen, die sind gut genug und die anderen arbeiten"
  7. Aug 31

    Fabian Langes: „Wir sind alle ohne Kontext geboren"

    22:26 Uhr, Mittwochabend, ein ganzer Tag Tätowieren in den Knochen – und trotzdem sitzen Seb und sein Gast noch im Studio und reden sich um Kopf und Kragen. Fabian Langes, von Seb liebevoll als „The Beast from Südtirol" angekündigt, ist frisch von der Nadel gestiegen und hat offensichtlich keine Lust auf Smalltalk. Was folgt, ist eine der wildesten Studio-Episoden bisher: ein Gespräch, das bei Wim-Hof-Atmung und kalten Duschen beginnt, sich durch Fabians Anfänge als Autodidakt frisst – zurück in die Zeit, als er sich Nadeln noch selbst gelötet hat und jede einzelne davon heilig war – und dann so richtig Fahrt aufnimmt. Fabian redet Klartext über Traditional als den ehrlichsten aller Stile, über ein Neo-Traditional, das ihm mittlerweile zu weichgespült ist, und über den Fineline-Boom, in dem er vor allem eins sieht: sehr viel Arbeit für die Cover-up-Abteilung der nächsten Jahre. Bitter ehrlich wird's, als er von einem preisgekrönten Tattoo erzählt, dessen feine Linien Jahre später schlicht nicht mehr da waren – und was ihn das über Detailverliebtheit gelehrt hat. Dazwischen ein Mann, der einfach nicht stillsitzen kann: Comics mit dem Bruder, Tiroler Tischkegelbretter, die er zusammen mit seinem Vater von Hand baut, Krampusmasken schnitzen, Aschenbecher modellieren, Gesangsunterricht, Laufen, Billard im Studio. Alles getrieben von dem Satz, der diese Folge trägt – Talent kommt von Wiederholung, Wiederholung kommt von Interesse – und von einer sehr ehrlichen Angst: stehenzubleiben. Dass die zweite Hälfte des Abends dann in Religionskritik, Simulationstheorie, Multiversen, die perfekte Pizza, Death Metal, Power Metal und eine wahre Geschichte über ein Meet & Greet mit David Hasselhoff abbiegt, ist genau das, was diese Folge so besonders macht. Zwei Leute, viel zu viele gemeinsame Interessen und ein Abend, der so voll war, dass ein zweiter Teil praktisch schon beschlossene Sache ist. Wer Fabian live erleben will: Ende Oktober ist er beim Invitational in Jena. Fabian findet ihr auf Instagram unter @fabianlanges ⁠⁠⁠[ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Fabian Langes: „Wir sind alle ohne Kontext geboren"
  8. Aug 25

    Ben Schwarzmaler: „Die Welt ist voll mit Blendern und Genies"

    Bevor Ben Schwarzmaler zur Maschine gegriffen hat, hatte er die Dose in der Hand. Graffiti in Frankfurt, Wände in Kassel, Workshops mit Kids aus Vierteln, die man gerne „sozial schwach" nennt – „Kanalarbeiter" haben sie sich damals selbst genannt, weil es darum ging, Frust in etwas Produktives umzuleiten. Eine Ausbildung zum Mediengestalter hatte er auch, nur war ihm der Job zu unehrlich: einem Teufel eine Maske bauen, damit ihn alle für einen Engel halten – das wollte er nicht. Heute, gut zwölf Jahre und etliche Studios später, macht er Black & Grey Realistik und Lettering, führt zwei Läden im hessischen Nirgendwo und bildet aus, weil er das Lehrersein ehrlich feiert. Seb und er reden über Freehand und Stencil, über KI als Werkzeug statt als Feindbild, über die Frage, wo Inspiration aufhört und Klauen anfängt, über Conventions von der familiären Invite-only-Runde in Dublin bis zum Testosteron-Backofen in Rom – und über die Sorte Kollegen, die die ersten zwei Google-Seiten „kleine Tattoos" ausdruckt und damit Häuser bezahlt. Dabei wird es auch unbequem: übersättigter Markt, zerfressene Preiskultur, Studios, die niemanden anmelden, und ein Publikum, das kein Unikat will, sondern einen Look, den schon jemand anders trägt. Bens Prognose ist trotzdem erstaunlich versöhnlich – der Markt siebt sich aus, übrig bleibt, wer es liebt. Eine Folge über Handwerk, Haltung und die Frage, was von einem Tattoo bleibt, wenn der Hype weg ist. @ben_schwarzmaler ⁠⁠⁠ [ WERBUNG ]Bei unseren Werbepartnern könnt ihr richtig sparen - darunter bei Neonsfeer, Murostar, Killer Ink, Cheyenne Tattoo Equipment, CoalBlack oder Caos Nero! Alle Infos auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.tftn-podcast.com⁠⁠⁠⁠.

    Ben Schwarzmaler: „Die Welt ist voll mit Blendern und Genies"

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Willkommen bei Tales From The Needle! Ich bin Seb Fury One, und hier dreht sich alles um die Tattoo-Branche. Jeden Montag sprechen Künstler*innen über ihren Werdegang, Herausforderungen und Erlebnisse. Der Podcast inspiriert mit spannenden Geschichten und bietet abwechslungsreiche Einblicke für alle Tattoo-Interessierten.

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