SONNTAGs-Jause

Der SONNTAG

Jeden SONNTAG serviert Chefredakteurin Sophie Lauringer mit ihren Gästen eine Jause mit Kuchen, Kaffee und manchmal auch mit Schlagobers. Wir erinnern uns an die Jausen unserer Kindheit, wo immer Zeit für Gespräche, Neuigkeiten und ein bisschen Tratsch war. Unsere Hörerinnen und Hörer bitten wir mit an den Jausentisch, das Rezept gibt es zu jeder Folge dazu. Credit: Rechte für den Podcast-Jingle der Sonntagsjause gehören dem SONNTAG.

  1. 4d ago

    Welttag des Podcasts

    Am 4. Oktober 2026 erzählt Tatjana Lukáš, Podcasterin und Geschäftsführerin des Forum Journalismus und Medien, in der SONNTAGs-Jause über ihre Begeisterung für Podcasts und die Tiroler Küche. Podcastformate sind gekommen, um zu bleiben. Das Audioformat, das über Streamingplattformen einfach auf dem Smartphone zeit- und ortsunabhängig gehört werden kann, feiert auch der 2014 ausgerufene Welt-Podcast-Tag am 30. September. Rezept: Kasknödel Zutaten:  25 Dekagramm KnödelbrotSalzgut ein Achtel Liter Milchzwei bis drei Eiervier Dekagramm Buttereine gehackte Zwiebelgewiegte PetersilieKümmel20 Dekagramm Käse (Graukäse, Bergkäse, evtl. gemischt mit bröseligem Topfen)zwei bis drei Esslöffel Mehl  Zubereitung:  Kleinwürfelig geschnittene Semmeln salzen, mit Eiermilch übergießen, durchmischen und ziehen lassen. Butter heiß werden lassen, die Zwiebel darin anrösten und mit der Petersilie und dem Kümmel zum Brot geben. Käse reiben, würfeln oder verbröseln und zugeben. Die Masse mit Mehl binden, nochmals etwa zehn Minuten ziehen lassen. Gegendweise werden diese Knödel unterschiedlich weiterverarbeitet. Die Knödel mit nassen Händen zu formen und in Suppe oder Salzwasser zu kochen, ist die einfachste Art. Manchmal gibt man zur Flüssigkeit geröstete Zwiebel und gebröselten Graukäse.     Tipp: Es ist auch gebräuchlich, zwei gekochte geriebene Erdäpfel unter die Masse zu geben. Häufig werden die Kasknödel in Butterschmalz herausgebacken oder flachgedrückt herausgepresst und dann erst in der Suppe gekocht oder ungekocht zu Sauerkraut gegessen.  Die gebackenen Kasknödel werden in Salzwasser mit Zieger kurz aufgekocht und dick mit Schnittlauch bestreut serviert. Als Beilage zu diesem Gericht eignen sich die verschiedensten Salate. Besonders gut schmeckt dazu das hausgemachte Rübenkraut. Dazu isst man beliebige Suppen, Salate oder trinkt Milch. Im Zillertal werden diese Kaspressknödel als „Zerggl“ bezeichnet. Manche mischen zum Teig noch etwas gebröselten „Grauen Kas“, geriebenen Bergkas oder bereiten ­eine Fülle aus gewiegtem und überdünstetem Spinat. Das Rezept stammt aus dem Buch "Tiroler Küche".

    Welttag des Podcasts
  2. Sep 27

    Die Seele Italiens – Welttag des Kaffees

    Vor dem Welttag des Kaffees am 1. Oktober spricht Autorin und Kaffeliebhaberin und -expertin Elisabetta De Luca in der SONNTAGs-Jause über guten Kaffee und die Kaffeetradition in Italien und Wien. Passend dazu hat sie uns ein Rezept für Tiramisu mitgebracht. Die Seele Italiens ist – nein, nicht immer der Vatikan – sondern una tazza di caffè; zumindest sieht das Elisabetta De Luca so. Aufgewachsen mit einem neapolitanischen Vater und einer Wiener Mutter wurde ihr die Liebe zum Kaffee in die Wiege gelegt – bis zu zehn Tassen trinkt sie täglich.Rezept: Tiramisu Zutaten (für vier Personen): 500 Gramm Mascarponevier Eier180 Gramm ZuckerSchale einer unbehandelten Zitrone und/oder Orangezwei Packungen Savoiardi (Biskotten)250 Milliliter cafféZucker für den cafféRumPrise SalzKakaopulver (bitter) zum Betreuen  Zubereitung: Das Eiweiß vom Dotter trennen und zu Schnee schlagen. Danach den Dotter gemeinsam mit dem Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren. Den Mascarpone hinzufügen und zu einer dicken Creme verrühren. Mit geriebener Zitronen- und/oder Orangenschale verfeinern. Abschließend den Eischnee unterheben. Nun einen starken caffé machen, zuckern und auskühlen lasen. Dann mit Rum vermischen und die Savoiardi oder Biskotten darin tränken. In einer Form auflegen, mit einer Schicht Creme bestreichen, nochmals eine Schicht getränkter Savoiardi darauflegen und mit einer Schicht Creme abschließen. Danach mindestens drei Stunden (besser über Nacht) kaltstellen. Vor dem Servieren mit bitterem Kakaopulver bestreuen.    Das Rezept stammt aus dem Buch "Una Tazza di Caffé - Die Seele Italiens in einer Tasse".

    Die Seele Italiens – Welttag des Kaffees
  3. Sep 20

    Der Vielschreiber

    Am 20. September 2026 ist Pater Andreas Batlogg, Priester, Jesuit und Publizist in der SONNTAGs-Jause zu hören. Die Publikationsliste des Vielschreibers umfasst 55 Seiten. Nun hat Pater Batlogg eine Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl geschrieben. Der aus Vorarlberg stammende Pater Andreas Battlog ist ein Vielschreiber. Jetzt widmete er sich in einer biographischen Annäherung dem Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Er bezeichnet ihn als Glücksfall für die Wiener Kirche. Warum? Weil Josef Grünwidl die Erzdiözese gut kennt und weil er ein erfahrener Seel-Sorger im wahresten Sinn des Wortes ist. Rezept: Jesuitentee   Hinter dem Namen verbirgt sich der Mexikanische Drüsengänsefuß (Dysphania ambrosioides), in seiner Heimat auch als Epazote bekannt. Schon lange bevor europäische Entdecker die Neue Welt erreichten, nutzten indigene Völker das aromatische Kraut als Heil- und Gewürzpflanze.   Es galt als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und fand zugleich seinen festen Platz in der Küche, etwa als Gewürz für Bohnen- und Maisgerichte. Mit den spanischen Eroberern und Missionaren gelangte das Wissen über die Pflanze nach Europa. Die Jesuiten waren dafür bekannt, Heilpflanzen aus fernen Ländern zu erforschen und ihre Anwendung weiterzugeben. In Europa wurde das Kraut vor allem als Heiltee geschätzt. Gleichzeitig blieb die Pflanze ein Gewürz und verbindet bis heute Genuss und Heilkunde.   Zutaten:  zwei Teelöffel getrockneter Jesuitentee (Epazote, bio)zwei Tassen WasserNach Belieben etwas Agavensirup oder frischer Zitronensaft zum Verfeinern Zubereitung: Das Wasser in einem kleinen Topf oder mit dem Wasserkocher zum Kochen bringen. Den Jesuitentee hinzugeben und die Hitze reduzieren. Das Ganze fünf bis zehn Minuten bei niedriger Temperatur ziehen lassen. Den Tee durch ein feines Sieb abseihen. Nach Wunsch mit Agavensirup oder einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.    Hinweis: Jesuitentee enthält ätherische Öle und sollte wegen des Wirkstoffs Ascaridol nur in Maßen und nicht dauerhaft getrunken werden. In der Küche wird er traditionell auch als Gewürz für Bohnengerichte genutzt, um Blähungen zu verringern.Buchtipp: Für euch ­Bischof, mit euch Christ Der Jesuiten-­Publizist Andreas R. Batlogg erstellt ein einfühlsames theologisches Porträt des Wiener Erzbischofs, das sein bisheriges Wirken und seine Vision für die Kirche aufzeigt.  Andreas R. Batlogg SJ, Für euch ­Bischof, mit euch Christ, 192 Seiten, EUR 25,00 ISBN 978–3–7022–4369–2, ISBN 978-3-85351-341-5, Tyrolia Verlag & Wiener Dom-Verlag.   Das Buch erscheint am 1. Oktober 2026.    Hier bestellen!

    Der Vielschreiber
  4. Sep 3

    ME/CFS in der Familie

    Gerhard Ströck, Unternehmer und Familienvater, nimmt den Kampf gegen ME/CFS auf. In der SONNTAGs-Jause erzählt er von seinem Engagement gegen die Krankheit, von der zwei seiner Söhne betroffen sind. 2016 hat Gerhard Ströck, Bäckermeister, Unternehmer und Familienvater, erstmals von ME/CFS gehört. Sein Sohn Christoph wurde mit dieser Diagnose konfrontiert, nachdem er zwei Jahre lang erfolglos gegen Depressionen behandelt wurde. So kritisiert Gehrhard Ströck die fehlende Ausbildung im medizinischen Bereich. Seine Erfahrung im Umgang mit ME/CFS: „Man darf nicht erwarten, dass einem jemand hilft. Man muss sich selbst informieren. Ich kenne aber noch keinen Erfolg“, bedauert Gerhard Ströck. Dafür starten nun Schulungen für das medizinische Personal – ein Schritt, über den sich der Vater freut. Die Ströcks haben gelernt, mit der wenig bekannten Krankheit umzugehen, die die Betroffenen ausbremst wie den tatkräftigen Christoph, der viele Ideen für den Großbetrieb hatte. Die Söhne Philipp und Christoph sind nicht arbeitsfähig. Die Enkel sind zwischen neun und 13 Jahren alt und wachsen mit der Krankheit des Vaters und Onkels als Selbstverständlichkeit auf. Die Situation ist „ganz schwer“ für Gerhard Ströck. „Wenn ich die Hoffnung nicht hätte, würde ich nicht hier sitzen“, sagt der Vater. Rezept Scheiterhaufen Zutaten (für etwa 8 Portionen) Für den Scheiterhaufen 750 Gramm trockene Briochekipferl (ca. 8 Stück)ein Liter Milch120 Gramm ZuckerZimtsechs EierFür die Kanarimilch 500 Milliliter Milchsechs Dotter80 Gramm ZuckerVanilleschoteFür das Erdbeer-Rhabarber-Kompott 400 Gramm Erdbeeren300 Gramm junger roter Rhabarber150 Gramm ZuckerSaft einer halben ZitroneFür die Hollerschneehaube sechs Eiweiß400 Milliliter Hollersirup  Zubereitung Für den Scheiterhaufen die Briochekipferl in Scheiben schneiden. Milch, Zucker und Zimt am Herd lauwarm werden lassen und die Eier einrühren. Nach und nach über die Kipferl gießen und zirka 30 Minuten stehen lassen. Bei 170 Grad Celsius zirka 35 Minuten backen. Für das Kompott den Rhabarber und die Erdbeeren in mundgerechte Stücke schneiden. Mit dem Zucker und dem Zitronensaft vermengen und 15 Minuten stehen lassen, dann etwa zehn Minuten einkochen – bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Für die Kanarimilch zirka 50 Milliliter der Milch mit Zucker und den Dottern verrühren. Den Rest der Milch mit der Vanilleschote erhitzen. Kurz bevor sie siedet, die Vanilleschote entfernen und langsam die Dottermasse einrühren. Danach das Dotter-Milch-Gemisch langsam unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Kanarimilch eindickt. Für die Hollerschneehaube das Eiweiß zu Schnee schlagen. Währenddessen den Hollersirup zirka bis zur Hälfte einkochen (zirka 120 Grad Celsius). Danach in das aufgeschlagene Eiweiß nach und nach einrühren. So lange weiterschlagen, bis alles ausgekühlt ist – zirka zehn Minuten.   Eiweiß gleichmäßig auf dem fertig gebackenen Scheiterhaufen verteilen und mit einem Bunsenbrenner abflämmen. Optional kann man die Schneehaube auch bei Oberhitze im Ofen bräunen.   Ein Ströck-Feierabend-Rezept von Gastronomieleiter Christopher Schramek.

    ME/CFS in der Familie
  5. Jun 28

    In der Tanzstunde

    Am 28. Juni 2026 ist Benimmpapst und Tanzlehrer Thomas Schäfer-Elmayer in der SONNTAGs-Jause zu Gast! Vor dem Ball mag er zum Essen am liebsten traditionelle österreichischer Küche wie Wiener Schnitzel oder Käsknöpfle aus Vorarlberg. Den Elmayer, die bekannteste Wiener Tanzschule, führt Thomas Schäfer-Elmayer in dritter Generation. Die einzigartige Institution ist nach wie vor beliebt, die Jugend­tanzkurse sind auch 2026 schnell ausgebucht.  Rezept: Käsknöpfle   Wir danken Schwester Christine Felder vom „Werk“, die als Vorarlbergerin das Rezept für Käsknöpfle geschickt hat. Schwester Christine hat viele Jahre lang Papst Benedikt begleitet und ihm jährlich eine viel gelobte Nusstorte zum Geburtstag gebacken.   Käsknöpfle-Rezept für vier Personen   Zutaten: 300 Gramm Glattes Mehl200 Gramm Griffiges Mehl (man kann auch 500 Gramm Spätzlemehl verwenden)vier Eierzwei Teelöffel Salz350 Milliliter Wasser300 Gramm geriebenen Käse (Mischung ist wichtig: Berkgäse, Räßkäse, Gouda oder Tilsiter…)drei Zwiebeln (nach Geschmack)reichlich geschmolzene Butter  Zubereitung:Zwiebel ringlig schneiden, mit Mehl bestäuben, in heißer Butter goldbraun braten und auf die Seite stellen, bis die Knöpfe gemacht sind. Mehl, Eier und Salz mit Wasser vermengen bis ein fester Teig entsteht (so wenig wie möglich rühren, sonst wird der Teig zäh). Dann durch einen Spätzlehobel oder ein Spätzlesieb in kochendes Salzwasser streichen. Wenn die Knöpfle an der Oberfläche schwimmen, abschöpfen und dann abwechslungsweise eine Schicht Knöpfle und geriebenen Käse in eine Käsknöpflepfanne (oder beliebige hitzebeständige Schüssel) geben. Sofort servieren.   Tipp: Dazu wird, je nach Tradition in den verschiedenen Regionen, ein Kartoffelsalat, ein Blattsalat oder Apfelmus serviert.

    In der Tanzstunde
  6. Jun 21

    Wien, Wien nur du allein...

    In der SONNTAGs-Jause zu Gast ist diese Woche Gabriele Hasmann, Schriftstellerin und Podcasterin! Die Wiener feiern einfach gerne“, davon ist Gabriele Hasmann überzeugt. „Das ist in uns drinnen.“ Menschen sind gerne bei Events dabei. Bei religiösen Veranstaltungen gab man sich in früheren Zeiten gerne fromm – öfter mehr aus Kalkül denn aus Glaubensgründen. Wien im Mittelalter Im Mittelalter war der Stadtumgang zu Fronleichnam eine Art Seitenblicke, ein Treffen der wichtigen Persönlichkeiten Wiens – übrigens ebenso bei Hinrichtungen. Da wurden auch Henkerwürstel und Galgenbier verkauft. Kardinal "Plauscher" Ein Massenevent war der Besuch von Papst Pius VI. im Jahr – da verlor sogar eine Frau im Gedränge ihr Leben. Oder Kaiserin Elisabeth, die bei ihrer Hochzeit 1854 in Ohnmacht gefallen ist. Denn der damalige Kardinal Othmar Rauscher predigte so lange, dass er den Spitznamen „Kardinal Plauscher“ bekam.  Podcast: „Badener Zeitspur.“ Die Journalistin widmet ihrer Heimatstadt den Podcast: „Badener Zeitspur.“ In die Jause bringt die Autorin figurfreundliche Ananastaschen aus Reispapier mit, die Gabriele Hasmann sehr gut schmecken. Rezept: Ananastaschen Zutaten für vier Stück: vier Ananasscheiben im eigenen Saft (Dose)vier Reispapierblätter100 Gramm Frischkäse (0,2 Prozent Fettanteil)300 Gramm Griechisches Joghurt (0,1 Prozent Fettanteil)10 Gramm Mandelmehl entöltÖl zum Einsprühen  Zubereitung: Ananasscheiben zehn Minuten bei 195 Grad im Backrohr vorbacken. Reispapier durch den Ananassaft und das Mandemehl ziehen. Frischkäse darauf verteilen und in acht Streifen schneiden. Den Teig um die Ananas wickeln und im Airfryer bei 195 Grad etwa 13 Minuten backen. Die fertigen Ananastaschen auf Joghurt servieren.Tipp: Das Joghurt kann auch gesüßt werden. Gewinnspiel Machen Sie mit und gewinnen Sie ein Exemplar des Buches "Wien, Wien nur du allein... - Sepktakel, Geselligkeit, Lebenslust" von Gabriele Hasmann. Beantworten Sie dazu folgende Frage und schicken Sie uns Ihre Antwort per E-Mail mit dem Betreff "Gewinnspiel SONNTAGs-Jause" an gewinnspiel@dersonntag.at: Wie hieß jene Geliebte von Kaiser Franz Joseph I. mit der er sich auf einem Bankerl in Schönbrunn heimlich traf?

    Wien, Wien nur du allein...

About

Jeden SONNTAG serviert Chefredakteurin Sophie Lauringer mit ihren Gästen eine Jause mit Kuchen, Kaffee und manchmal auch mit Schlagobers. Wir erinnern uns an die Jausen unserer Kindheit, wo immer Zeit für Gespräche, Neuigkeiten und ein bisschen Tratsch war. Unsere Hörerinnen und Hörer bitten wir mit an den Jausentisch, das Rezept gibt es zu jeder Folge dazu. Credit: Rechte für den Podcast-Jingle der Sonntagsjause gehören dem SONNTAG.

You Might Also Like