robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Dietmar Gumprecht

Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist. Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit. Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.

  1. 2d ago

    Alle haben ADHS! - Die Selbstetikettierungsfalle

    Alle haben ADHS. Hochsensibel, traumatisiert, neurodivers, ein unsicherer Bindungstyp, ein Narzisst in der Familie: Die Sprache der Diagnose ist zur Sprache der Selbstbeschreibung geworden. Diese Folge fragt, was passiert, wenn aus einem Wort, das etwas beschreibt, ein Wort wird, das man ist. Wann ein Etikett Halt gibt und wann es zum Käfig wird. Und was die Stoa dem entgegenzusetzen hat: eine Praxis ohne Identität, die vor jedem Begriff die Aufmerksamkeit setzt. Erleben vor Benennen. Es geht um die vier Bedürfnisse, die jedes Etikett bedient, um die Ökonomie einer Bewegung, die keine Produkte verkauft, sondern Identitäten, um Hybris und Standeserhebung, und um die Frage, wie man sich selbst kennt, ohne sich zu etikettieren. Mit einem ehrlichen Wort auch an die andere Seite: an alle, für die eine Diagnose kein Käfig war, sondern der erste Schritt ins Freie. Der Song zu BeginnDas Intro stammt aus einem Stück des Kabarettisten und Musikers Friedemann Weise. Mit freundlicher Genehmigung. Mehr von ihm auf Instagram. Quellen und Studien zur FolgeDie in der Folge genannten Zahlen und Befunde stammen aus den folgenden Arbeiten. Wer nachlesen möchte, findet hier die Originale. Zur Zahl, dass ein Viertel der Erwachsenen bei sich ein unerkanntes ADHS vermutet, während tatsächlich nur ein Bruchteil diagnostiziert ist: eine landesweite Befragung von 1.006 Erwachsenen der Ohio State University (2024). wexnermedical.osu.edu Zur Beobachtung, dass sich fachlich saubere und fachlich irreführende Videos gleich gut verbreiten und dass häufiger Konsum solcher Inhalte mit einer verzerrten Wahrnehmung von ADHS einhergeht: eine Analyse der hundert meistgesehenen ADHS-Videos auf TikTok, zwei vorab registrierte Studien von Karasavva und Kollegen, PLOS ONE (2025). doi.org/10.1371/journal.pone.0319335 Zum Befund, dass Menschen, die sich selbst ein Etikett geben, sich als weniger fähig erleben, ihre eigenen Zustände zu beeinflussen, und zwar bei gleicher Symptomschwere: eine Untersuchung zur Selbstetikettierung mit Depression von Ahuvia und Kollegen, Journal of Affective Disorders (2024). Der Zusammenhang ist ein statistischer, kein bewiesen ursächlicher. doi.org/10.1016/j.jad.2024.01.229 Zum Gedanken, dass die Deutung einer Erfahrung diese Erfahrung selbst verändern kann, und dass mehr Wissen über psychische Not zugleich die Bereitschaft erhöht, Hilfe zu suchen: die Arbeit von Foulkes und Andrews zur sogenannten Prevalence-Inflation-Hypothese, New Ideas in Psychology (2023). doi.org/10.1016/j.newideapsych.2023.101010 Mehr zum ThemaWenn dich das Thema Hochsensibilität weiter beschäftigt, findest du dazu zwei frühere Folgen: Hochsensibilität ist keine Superkraft — wie ein Begriff dich kleiner macht und Du bist nicht zu sensibel. Du bist zu verfügbar. Weiterführende AngeboteWebsite | Coaching & Beratung | Audio-Masterclass | Meditations-Abo Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Das Song-Intro stammt von Friedemann Weise und wird mit seiner Genehmigung verwendet.

  2. Aug 16

    Wähle dein Bedauern — Entscheiden heißt Abschied

    Wer sagt „ich bereue nichts", meint es meist ehrlich — und sagt trotzdem etwas, das zu viel behauptet. Denn wer wirklich nie etwas bereut, hat entweder nie eine Wahl getroffen, die ihm teuer war, oder er hört den Teil von sich nicht mehr, der noch am Verlorenen hängt. Diese Folge nimmt das Entscheiden beim Wort. Das lateinische decidere heißt abschneiden, und genau das tut jede Wahl: Sie trennt eine Möglichkeit ab und lässt sie liegen. Wähle ich diese Stadt, sterben die anderen Städte. Wähle ich diesen Weg, bleiben die ungegangenen für immer ungegangen. Entscheiden ist eine Form von Abschied, und Abschied kostet. Im Zentrum steht eine Unterscheidung, die im Alltag ständig verschwimmt: Bedauern ist nicht dasselbe wie Reue. Reue sagt, ich hätte anders gekonnt und sollen. Bedauern weiß, dass die Wahl richtig war, und trauert trotzdem dem nach, was sie gekostet hat. Man kann beides zugleich haben. Man kann eine Entscheidung für richtig halten und den Verlust darin dennoch spüren. Daraus wird eine andere Art zu fragen. Nicht mehr: Wie wähle ich so, dass ich nichts bereue? Sondern: Welchen Verlust kann ich tragen? Das Bedauern gehört in die Entscheidung eingerechnet, bevor man wählt — und nach der Wahl gehört es nicht mehr gegen ein Leben aufgerechnet, das es nie gegeben hat. Wähle dein Bedauern. Nicht als Formel gegen den Schmerz, sondern als Einladung, ihn vorher zu kennen. Website | Coaching | Audio-Masterclass | Meditations-Abo Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  3. Aug 9

    Was alle über dich wissen – nur du nicht.

    Ein Video von sich selbst, ein Mensch, der nicht sieht, was Fremde sofort erkennen – und ein Befund, der sich seit Jahrzehnten wiederholt: Genaues Hinschauen hilft an dieser Stelle nichts. Diese Folge geht der unbequemen Frage nach, wo Selbsterkenntnis wirklich an ihre Grenzen stößt. Ausgangspunkt ist ein Satz, der auf Kaffeetassen und in Instagram-Kacheln steht: Niemand weiß besser als du, was gut für dich ist. Woher er stammt, was Carl Rogers tatsächlich gemeint hat und wie aus einer Haltungsregel für Therapeuten eine Behauptung über die Beschaffenheit von Menschen wurde – das ist der erste Teil dieser Folge. Der zweite Teil zeichnet eine Landkarte: Wo bist du dir selbst die zuverlässigste Quelle, und wo sind es die anderen? Zwei einfache Fragen entscheiden darüber. Und ein Satz zieht sich durch die gesamte Folge: Je wichtiger dir eine Eigenschaft ist, desto unzuverlässiger ist dein Blick darauf. Diese Folge nimmt auch den Gegeneinwand ernst – die Geschichte testimonialer Ungerechtigkeit, verzögerter Diagnosen, jahrelang nicht geglaubter Erfahrung. Und sie trifft eine Unterscheidung, an der, wenn sie stimmt, alles hängt: die zwischen Erfahrung und Deutung. Am Ende stehen zwei sehr alte Stimmen. Epiktet, der beobachtet, welche Fehler Menschen zugeben und welche nie. Und Galen von Pergamon mit einer Anleitung aus dem zweiten Jahrhundert: Such dir jemanden, der dir sagt, was du nicht siehst – und wenn er schweigt, glaube ihm nicht. stoicmind.at | Coaching | Audio-Masterclass | Meditations-Abo Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  4. Aug 2

    Du fühlst dich minderwertig? – Gut so!

    Es gibt eine Aufgabe, an der manche Menschen ein halbes Leben arbeiten: sich endlich genug wert zu fühlen. Sie lesen die Bücher, sie besuchen die Seminare, sie arbeiten mit Disziplin an ihrem Selbstwert. Und sie kommen nie an. Kaum ist ein Ziel erreicht, wird es leiser, und die alte Frage meldet sich wieder: Ja, aber bin ich wirklich? Diese Folge schlägt eine unbequeme Erklärung vor. Nicht, dass du die Aufgabe noch nicht gelöst hast. Sondern dass sie keine Lösung hat, weil in ihr selbst ein Denkfehler steckt. Das Gefühl, nicht zu genügen, ist kein Defekt, den man reparieren muss. Der Versuch, ihn zu reparieren, verschlimmert ihn oft erst. Ein Wiener Arzt hat das vor hundert Jahren beschrieben, lange bevor die Selbstwert-Industrie erfunden war. Alfred Adler trennte zwei Dinge, die in der Alltagssprache zu einem verschwimmen: das Minderwertigkeitsgefühl, das normal und sogar gesund ist, und den Komplex, der daraus entsteht, wenn man das Gefühl loswerden will. Die Folge geht dieser Unterscheidung nach, sie fragt, woran Menschen ihren Wert überhaupt hängen und warum die äußeren Quellen so verlässlich in die Unruhe führen, und sie zeigt, wo Adler sich mit der Stoa trifft und wo die beiden getrennte Wege gehen. Am Ende steht keine Aufforderung, sich mehr wertzuschätzen, sondern die Frage, ob man die Frage nach dem eigenen Wert nicht ganz weglegen kann. Wer seinen Wert an die Anerkennung anderer geknüpft hat, ist auf sie angewiesen und damit erpressbar. Genau an dieser Stelle, an der Ablösung von der äußeren Bewertung, setzt die Audio-Masterclass "Mehr bei dir" an. Wer daran arbeiten möchte, findet sie hier: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Mehr von Dietmar Gumprecht Website: https://www.stoicmind.at/ Coaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass "Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  5. Jul 26

    Schon wieder enttäuscht? – Warum dieses Gefühl nie lügt.

    Enttäuschung behandeln wir wie einen Fehler, den man möglichst schnell hinter sich bringt. Dabei ist sie eines der ehrlichsten Signale, die wir haben. Sie trifft uns nie dort, wo uns etwas gleichgültig ist, sondern immer dort, wo wir vorher etwas investiert haben – eine Hoffnung, ein Bild davon, wie es kommen würde. Diese Folge geht dem nach, was im Moment der Enttäuschung eigentlich endet. Warum wir nicht um die Sache selbst trauern, sondern um eine Zukunft, die nur in unserem Kopf existiert hat. Warum die Enttäuschung genau dort am härtesten zuschlägt, wo wir am stärksten sind – und was sie damit über unseren heimlichen Selbstwert verrät. Und warum der bequeme Ausweg, einfach nichts mehr zu erwarten, keine Gelassenheit ist, sondern eine Betäubung. Worum es gehtWas im Wort „Ent-Täuschung" steckt. Die Unterscheidung zwischen dem, was in unserer Verfügung liegt, und dem, was nicht. Warum wir kränkbar sind, wo wir stark sind. Die Falle des Nichts-mehr-Erwartens. Und die soziale Seite: milder werden mit der Enttäuschung anderer und mit der Angst, selbst zu enttäuschen. Wer der Frage weiter nachgehen möchte, woran der eigene Selbstwert hängt und wie man ihn aus fremden Händen zurückholt, findet in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir" den ausführlichen Weg dorthin. Mehr von Dietmar Gumprecht Website: https://www.stoicmind.at/ Coaching & Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Audio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  6. Jul 19

    Lust und Verzicht – Die Kunst des Genießens

    Vor dir steht etwas Schönes – ein Glas Wein, ein Abend, ein Ort, den du dir lange gewünscht hast. Und während du es genießt, ist dein Kopf schon woanders. Warum geht uns das Genießen so oft durch die Finger, obwohl wir alles dafür hätten? Diese Folge ist ein Nachdenken über das Genießen, kein Ratgeber mit fünf Schritten. Sie nimmt dich mit zu zwei Männern, die sich zu Lebzeiten aufs Bitterste verachteten und an einer einzigen Stelle trotzdem dasselbe rieten: Epikur, dem angeblichen Lustphilosophen, dessen Ruf einer der erfolgreichsten Rufmorde der Philosophiegeschichte ist, und Seneca, dem reichsten Römer seiner Zeit, der über Genügsamkeit schrieb und am eigenen Reichtum scheiterte. Es geht um die Abstumpfung, die wir für einen Defekt halten und die in Wahrheit ein Schutz ist. Um Senecas Kargheitsübung, die den Genuss schärft, indem sie ihn für ein paar Tage wegnimmt. Und um eine Übung in die andere Richtung, die weder Seneca noch Epikur in dieser Form kannten: die Luxusübung, das bewusste Genießen von etwas, das nie dein Standard werden kann. Mit der ehrlichen Frage, ob das wirklich gelingt oder ob es einen nur unzufriedener zurücklässt. Am Ende stehen drei Menschen im selben Hotelzimmer, und nur einer von ihnen ist frei. Den biologischen Mechanismus hinter dem Ganzen – warum die Vorfreude größer ist als die Erfüllung und was Dopamin damit zu tun hat – habe ich in einer früheren Folge ausführlich behandelt. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du sie hier: Dopamin und Seneca. Wer beim Genießen frei bleiben will, stößt früher oder später auf eine verwandte Frage: Wie viel von dem, was wir tun und ertragen und mit uns machen lassen, gehört eigentlich uns – und wie viel geben wir nur her, weil wir nicht Nein sagen können? Genau darum geht es in meiner Audio-Masterclass Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit. Sie vermittelt die stoischen Prinzipien direkt und ohne historischen Umweg, für alle, die bei sich bleiben wollen, ohne hart zu werden. Du findest sie hier: stoicmind.at/audiomasterclass. Jeden Mittwoch erscheint außerdem eine neue geführte Meditation im Meditations-Abo – ein wachsendes Repertoire aus thematischen und grundlegenden Übungen, monatlich kündbar. Wenn du das Innehalten, von dem diese Folge spricht, nicht nur denken, sondern üben willst, findest du das Abo hier: Meditations-Abo. Mehr über meine Arbeit, das Coaching und das Buch findest du auf stoicmind.at. Schreib mir gern, wenn dir zu dieser Folge etwas durch den Kopf geht. Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  7. Jul 12

    Und du bist schuld! – Scham, Reue, Verantwortung

    Schuld ist ein schweres Wort, und wir vermeiden es, wo wir können. Wir sagen lieber, wir hätten ein schlechtes Gewissen. Doch hinter diesem freundlichen Etikett steckt fast immer das stärkere Gefühl – und es meldet sich oft genau dann, wenn wir eigentlich nichts falsch gemacht haben. Nach einem Nein. Nach einer Entscheidung, die für jemand anderen schlecht ausging, obwohl sie vernünftig war. In dieser Folge sehen wir uns an, warum sich so viele Menschen schuldig fühlen, wo kein Gericht der Welt ein Urteil sprechen würde. Wir trennen drei Dinge, die im Gefühl ständig verschwimmen: etwas verursacht zu haben, schuld zu sein und für etwas verantwortlich zu sein. Und wir gehen der unbequemen Frage nach, warum etwas in uns die Schuld geradezu sucht – warum wir uns lieber zum Täter machen, als ein kleines Rad im Getriebe der Ursachen zu sein. Im Zentrum steht eine Unterscheidung, die alles verändert: der Unterschied zwischen Schuld und Scham. Zwischen dem Satz „Ich habe einen Fehler gemacht“ und dem Satz „Ich bin ein Fehler“. Das eine lässt sich bearbeiten, das andere legt uns lahm. Und genau an der Schwelle, an der das eine ins andere kippt, entscheidet sich, ob ein schlechtes Gewissen uns mit den anderen verbindet oder von ihnen trennt. Eine Folge über das nächtliche Kreisen, über die heimliche Größe, die in der Selbstanklage steckt, und über einen Rückweg, der nicht über mehr Strenge führt, sondern über die schlichte Frage: Würde ich mit einem Freund so reden, wie ich gerade mit mir selbst rede? Wer mit diesen Gedanken tiefer arbeiten und lernen möchte, eine Grenze zu ziehen, ohne sich dafür innerlich anzuklagen, findet das in meiner Audio-Masterclass „Mehr bei dir“: stoicmind.at/audiomasterclass Mehr zu meiner Arbeit, zu Coaching und Beratung: stoicmind.at und stoicmind.at/coaching-beratung Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  8. Jul 5

    Die Perfektions-Lüge. – Warum du nicht deine Leistung bist

    Du verschickst eine Mail, und in der zweiten Zeile fehlt ein Wort. Niemand würde stolpern. Und trotzdem kriecht eine Hitze den Nacken hoch, und ein Satz meldet sich, der gar nicht der Mail gilt, sondern dir: Wie konnte mir das passieren. Vierzig Dinge sind gelungen, eines nicht, und das eine gewinnt. Jedes Mal. In dieser Folge geht es um den Unterschied, den der Alltag ständig verwischt: zwischen hohen Ansprüchen und der Angst, die hinter ihnen sitzt. Wer hohe Standards hat und sie erreicht, lebt oft erstaunlich gut damit. Das Leiden beginnt woanders – dort, wo der eigene Wert an die Leistung gekoppelt ist und beim kleinsten Fehler einstürzt. Die Psychologie nennt das den bedingten Selbstwert. Du erfährst, woher diese Kopplung kommt, warum der gängige Ratschlag „sei einfach milder zu dir" ins Leere läuft, und was Tory Higgins' Modell der Diskrepanz mit dem Alarm zu tun hat, der dich beim verfehlten Detail überfällt. Und du erfährst, was die Stoa dem entgegensetzt – nicht als schneller Trost, sondern als Übung. Warum dein Wert nicht am Ergebnis hängen kann, das dir ohnehin nie ganz gehört. Warum die vier Kardinaltugenden zusammen ein Gegengewicht bilden. Und warum eine Philosophie, die ausgerechnet mit dem Schiffbruch eines Mannes begann, der alles verlor, das Scheitern nicht als Panne behandelt, sondern als den eigentlichen Weg. Wenn du an dem Thema dieser Folge weiterarbeiten möchtest – am Abstand zwischen dem, was du leistest, und dem, was du dir selbst zugestehst –, dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei dir. Stoische Abgrenzung & innere Freiheit" der nächste Schritt; alles dazu findest du unter https://www.stoicmind.at/audiomasterclass. Mehr über meine Arbeit, Texte und Angebote gibt es auf https://www.stoicmind.at/, und wenn du mit mir an deinen eigenen Themen arbeiten willst, findest du die Möglichkeiten zur Beratung und zum Coaching unter https://www.stoicmind.at/coaching-beratung. Wer den Podcast mag und tiefer einsteigen möchte, findet die wöchentlichen Meditationen im Meditations-Abo unter https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe. Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

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Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist. Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit. Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.

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