Wiener Wissen

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Wiener Wissen ist ein Podcast über die Forscher:innen und die Wissenschaft in der Weltstadt Wien. Woran wird geforscht, wo ist Österreichs Metropole führend - und was sind die neuesten Erkenntnisse in interessanten Bereichen? Hier bekommen Sie die Antworten. Alle 14 Tage gibt es eine neue Episode.

  1. Jul 26

    ME/CFS-Expertin Corinna Geiger: "Die Versorgung muss einmal beginnen"

    Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS, einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung, steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen. Internistin und Gastroenterologin Corinna Geiger hat deshalb eine Online-Klinik gegründet, um Betroffenen den oft kräftezehrenden Weg in die Ordination zu ersparen. Im Podcast „Wiener Wissen“ spricht die Expertin über Versorgungslücken, Forschung und warum Telemedizin für viele Erkrankte der einzig machbare Weg ist. Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS, einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung, steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen. Internistin und Gastroenterologin Corinna Geiger hat deshalb eine Online-Klinik gegründet, um Betroffenen den oft kräftezehrenden Weg in die Ordination zu ersparen. Im Podcast „Wiener Wissen“ spricht die Expertin über Versorgungslücken, Forschung und warum Telemedizin für viele Erkrankte der einzig machbare Weg ist. Neben der Versorgung sieht Geiger auch großes Potenzial für die Forschung. Die pseudonymisierten Langzeitdaten könnten künftig helfen, wirksamere Therapien zu entwickeln und Patientengruppen besser zu unterscheiden. Denn zugelassene Medikamente für ME/CFS gibt es bislang nicht. Gleichzeitig mahnt sie, die Diskussion über die genaue Zahl der Betroffenen dürfe nicht vom eigentlichen Problem ablenken. „Alle Spezialistinnen und Spezialisten, die sich damit auskennen, sind ausgebucht und haben teilweise jahrelange Wartezeiten„, betont sie. Ob es 80.000 Erkrankte seien oder mehr, spiele letztlich eine untergeordnete Rolle: „Es sind auf jeden Fall zu viele – und die Versorgung muss irgendwie mal beginnen.“

  2. Jul 12

    Bürgerbudget: Was Wien von Amsterdam lernen kann

    Wie können Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden? Der Mathematiker Jan Maly erklärt im „Wiener Wissen“-Podcast im Gespräch mit Elisabeth Oberzaucher, warum Bürgerbudgets die Demokratie stärken und Vertrauen in die Politik fördern können – und weshalb Wien bei der Umsetzung noch einiges von Amsterdam lernen könnte. Ob Spielplatz, Radweg oder Begrünung - bei sogenannten Bürgerbudgets entscheidet die Bevölkerung selbst mit, wofür öffentliche Gelder ausgegeben werden. Besonders wichtig sei dabei, dass möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen fair repräsentiert werden. Genau daran arbeitet der Informatikwissenschaftler gemeinsam mit Politikwissenschaftlern im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Digitalen Humanismus. Verbesserungspotenzial sieht Maly bei der praktischen Umsetzung. Während die Wienerinnen und Wiener sich erst auf der dafür eingerichteten Plattform registrieren und die ID Austria nutzen müssen, setzt Amsterdam auf einfache QR-Codes, mit dem Bürger direkt auf die Abstimmungsseite kommen. Zusätzlich werde dort gezielt in Stadtteilen geworben, in denen die Beteiligung noch niedrig ausfällt. „Niederschwelligkeit ist eigentlich das Wichtigste, es muss für die Leute so einfach wie möglich sein, da mitzumachen und sie müssen wissen, dass sie mitmachen können“, betont Maly. Kein Zufall also, dass Amsterdam weltweit zu den Städten mit den höchsten Beteiligungszahlen bei Bürgerbudgets zählt.

  3. Jun 14

    Thomas Starlinger: "Krisen können nur von Gesellschaft gemeinsam bewältigt werden"

    Pandemie, Blackout, Klimakrise oder KI: Österreich müsse sich deutlich besser auf kommende Krisen vorbereiten, fordert der sicherheitspolitische Berater Thomas Starlinger. Im Podcast „Wiener Wissen“ bei Elisabeth Oberzaucher spricht der ehemalige Verteidigungsminister über verlorenes Vertrauen nach der Corona-Pandemie, die Bedeutung von Bürgerbeteiligung und warum Resilienz nur gemeinsam mit der Bevölkerung entstehen kann. Die Corona-Pandemie habe schonungslos offengelegt, wo Österreichs Krisenmanagement Schwächen aufweist, sagt Thomas Starlinger. Besonders problematisch seien widersprüchliche Botschaften aus Politik und Behörden gewesen. „Wir hatten während der Krise fast zwei Strategien zu begegnen – eine vom Gesundheitsministerium, eine vom Bildungsministerium“, erinnert sich der Sicherheitsexperte. Die Folge sei ein massiver Vertrauensverlust gewesen – nicht nur in politische Entscheidungsträger, sondern teilweise auch in die Wissenschaft. Für künftige Krisen brauche es daher eine abgestimmte Gesamtstrategie und eine transparente Kommunikation darüber, was man wisse und was noch unklar sei. Einen zentralen Baustein sieht Starlinger in der stärkeren Einbindung der Bevölkerung. Krisen aller Art könnten „nur von der Gesellschaft gemeinsam bewältigt werden“. Als positives Beispiel nennt er Bürgerforen, bei denen Menschen unterschiedlichster Berufs- und Lebenswelten gemeinsam Bedrohungen und Lösungsansätze diskutierten. Das Ergebnis habe ihn beeindruckt: „Ich habe es als Schwarmintelligenz bezeichnet.“ Die Teilnehmer hätten nicht nur Risiken von geopolitischen Konflikten bis zur Künstlichen Intelligenz erkannt, sondern auch konkrete Vorschläge für die eigene Rolle in der Krisenvorsorge entwickelt. Mit Blick auf künftige Herausforderungen – von der Klimakrise über neue Pandemien bis hin zu möglichen Blackouts – plädiert Starlinger für mehr wissenschaftliche Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg. Wissenschaftler müssten frühzeitig mit Behörden, Organisationen und der Bevölkerung zusammenarbeiten. Sein Ziel: nicht nur neues Wissen schaffen, sondern konkrete Lösungen entwickeln, damit Österreich die nächste Krise besser bewältigen kann als die letzte.

  4. May 17

    Maria Zahlbruckner über Start-up-Gründung: „Traut euch - und fragt viele Leute“

    Start-up statt Konzernkarriere, KI statt klassischer Planung: In der aktuellen Folge des Podcast „Wiener Wissen“ gibt Maria Zahlbruckner, Co-Gründerin und CEO des Wiener Deep-Tech-Start-ups „Factorymaker“ Einblicke in die Gründung eines Industrie-Design-Startups. Bei Wiener-Wissen-Podcasterin Elisabeth Oberzaucher erklärt die Bauingenieurin, wie „Factorymaker“ mit einer KI-basierten Plattform die Frühphasenplanung von Industriebauten revolutioniert und digitale Zwillinge von Fabriken erstellt, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Zahlbruckner spricht über ihren persönlichen Weg von der Uni zur Gründerin, über Schnelligkeit, Vorteile, aber auch Herausforderungen im Start-up-Alltag – und darüber, warum dieser Weg für sie erfüllender ist, als eine klassische Anstellung in großen Unternehmen: „Wenn wir uns im Team zusammensetzen und eine Entscheidung treffen, dann wird die morgen umgesetzt. Und wo ist das so? Wo hat man diesen Speed, diesen Drive, diese Leidenschaft?“ Und wir erfahren von ihr mehr über Frauen in der Start-up- und Tech-Szene. Warum sind Gründerinnen noch immer deutlich in der Minderheit? Gründen Frauen anders? Welche Hürden gibt es - und wo liegen auch Chancen durch Netzwerke und Diversität in Teams? Zu den Personen:  Elisabeth Oberzaucher ist Verhaltensbiologin und studierte Zoologie an den Universitäten Wien und Würzburg. Sie promovierte in Anthropologie mit Spezialisierung auf das menschliche Verhalten. Forschungsschwerpunkte: Mensch-Umwelt-Interaktionen, nonverbale Kommunikation sowie evolutionäre Gender Studies: www.oberzaucher.eu  Maria Zahlbruckner studierte Bauingenieurwesen an Universitäten in Innsbruck und Wien sowie in Melbourne, Australien. Während ihres Masterstudiums nahm Maria an einem Forschungsprojekt teil, das die Grundlage für ihr unternehmerisches Vorhaben wurde und zur Gründung von factorymaker führte: https://factorymaker.at/

  5. May 3

    Katrin Vohland: „Citizen Science bereichert Forschung ganz stark“

    Forschung zum Anfassen statt verstaubter Vitrinen: Im Naturhistorischen Museum Wien zeigt Direktorin Katrin Vohland, wie Bürgerinnen und Bürger selbst Teil der Wissenschaft werden – und warum das für Klima, Natur und Gesellschaft immer wichtiger ist. Bei so genannten Citizen-Science-Projekten wirken Menschen – oft ohne wissenschaftliche Ausbildung – aktiv an Forschung mit. In der neuen Podcast-Folge von „Wiener Wissen“ verrät Katrin Vohland bei Elisabeth Oberzaucher, wie das konkret aussieht.  Denn das Naturhistorische Museum Wien versteht sich längst nicht mehr nur als Ort zum Anschauen, sondern als aktiver Forschungsraum. Mit interaktiven Angeboten im multifunktionalen Raum „Deck 50“ können Besucherinnen und Besucher Wissenschaft hautnah erleben - von Shows bis hin zu kleinen Laboren, in denen Fossilien bestimmt oder Tierknochen untersucht werden. Ziel ist es, Wissen verständlich zu vermitteln und gleichzeitig Neugier für Forschung zu wecken. „Citizen Science“ ist aber noch viel mehr. Ob beim Beobachten von Tieren per App oder bei großen Zählaktionen: Laien liefern wertvolle Daten, die Wissenschaftler allein nie sammeln könnten. So lassen sich etwa Veränderungen in der Natur früh(er) erkennen. Gleichzeitig profitieren auch die Teilnehmenden, weil sie Natur bewusster wahrnehmen und besser verstehen. Mehr dazu und wie Sie ein Teil von „Österreich forscht“ werden können, erfahren Sie im Podcast!

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Wiener Wissen ist ein Podcast über die Forscher:innen und die Wissenschaft in der Weltstadt Wien. Woran wird geforscht, wo ist Österreichs Metropole führend - und was sind die neuesten Erkenntnisse in interessanten Bereichen? Hier bekommen Sie die Antworten. Alle 14 Tage gibt es eine neue Episode.

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