Steil & Kahl – Der Internationale Politik Talk

Sören Keil und Bernhard Stahl

Globale Krisen, Machtspiele und diplomatische Spannungen: Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl von der Universität Passau bringen Ordnung ins internationale Chaos. Mit scharfem Blick, theoretischer Tiefe und hin und wieder einem Augenzwinkern gehen sie der Frage nach: Wer trifft welche Entscheidungen – und wieso? Ein Podcast für alle, die internationale Politik nicht nur verstehen, sondern auch hinterfragen wollen (ohne dabei einzuschlafen). Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

  1. Jun 16

    #30 - Verneinte oder Verweinte Nationen: Wer braucht noch die UNO?

    „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren.“ Mit diesen Worten beginnt die Charta der UNO von 1945. Achtzig Jahre später wirkt dieses Versprechen zunehmend fragil. Angesichts der zunehmenden Massenverbrechen und Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und anderswo stellt sich die Frage: Braucht die Welt die UNO überhaupt noch? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ diskutieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil die Rolle der Vereinten Nationen in einer Zeit wachsender Großmachtrivalitäten. Warum wirkt der Sicherheitsrat oft handlungsunfähig? Welche Verantwortung tragen die USA, China und Russland für die Krise der UNO? Und wie schwer wiegt der Widerspruch zwischen den sichtbaren Misserfolgen und den oft übersehenen Erfolgen der Vereinten Nationen in Entwicklung, Bildung und humanitärer Hilfe? Die beiden analysieren, warum die internationale Organisation trotz finanzieller Engpässe und politischer Blockaden weiterhin unverzichtbar erscheint, und welche Reformen die UNO möglicherweise zukunftsfähig machen könnten. Reicht eine Reform des Sicherheitsrats aus? Sollte die Generalversammlung gestärkt werden? Oder braucht die Welt langfristig ganz neue Formen internationaler Zusammenarbeit? „Steil & Kahl“ ist eineProduktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau.Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oderAnmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

    27 min
  2. Apr 21

    #26 – Die Erweiterungspolitik der EU als aktivistische Ratlosigkeit

    Der Ukraine-Krieg hat der Erweiterungspolitik der Europäischen Union neuen Schwung verliehen: Mit der Ukraine, Moldau und Georgien rücken gleich mehrere Staatenin den Kreis der Beitrittskandidaten, auch auf dem Westbalkan gewinnt der Prozess an Dynamik. Doch ist diese Entwicklung Ausdruck strategischer Weitsicht oder eher politischer Aktionismus? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil, warum die Erweiterung plötzlich wieder zu einer Priorität in Brüssel geworden ist. Lange galt sie als eines der erfolgreichsten außenpolitischen Instrumente der EU – gerade, weil sie Staaten dazu bewegt, normative Standards und den europäischen Rechtsrahmen zu übernehmen. Gleichzeitig stellen sich grundlegende Fragen: Werden Beitrittsperspektiven vorschnell vergeben, obwohl zentrale Voraussetzungen noch fehlen? Droht die EU, durch beschleunigte Aufnahmeverfahren politische und institutionelle Probleme zu „importieren“? Und wie kann das politische Momentum über Jahre hinweg aufrechterhalten werden, obwohl Reformfortschritte in vielen Kandidatenländern nur schleppend vorankommen? „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.  Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

    31 min
  3. Mar 24

    #24 – Der „Boulevard of Broken Dreams“ – Tunesien 15 Jahre nach dem Arabischen Frühling

    Im Januar 2026 jährt sich zum 15. Mal der Rücktritt des damaligen tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali und damit die erste erfolgreiche Revolution einer größeren Welle, die als Arabischer Frühling in die Geschichte einging. Lange Zeit galt Tunesien als dessen große Erfolgsgeschichte – bis zum Präsidentencoup im Jahr 2021 durch Kais Saied. In dieser Folge von „Steil & Kahl“ blicken Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil auf die Entwicklung Tunesiens seit der Revolution zurück. Warum wurde das Land zunächst als Modellfall für erfolgreiche Demokratisierung in der arabischen Welt gesehen? Welche Faktoren haben zur autoritären Wende seit 2021 beigetragen – die Corona-Pandemie, der dschihadistische Terrorismus oder strukturelle Schwächen der jungen Demokratie? Während Saieds Regierung außenpolitisch auf Kooperation mit der Europäischen Union in der Migrationspolitik setzt, ist sie innenpolitisch mit erheblichen Problemen konfrontiert. Aber warum bleibt der gesellschaftliche Widerstand in Tunesien bislang begrenzt? Und könnte womöglich gerade Syrien eines Tages doch noch zu einer späten Erfolgsgeschichte des Arabischen Frühlings werden? „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen. Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

    33 min

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Globale Krisen, Machtspiele und diplomatische Spannungen: Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl von der Universität Passau bringen Ordnung ins internationale Chaos. Mit scharfem Blick, theoretischer Tiefe und hin und wieder einem Augenzwinkern gehen sie der Frage nach: Wer trifft welche Entscheidungen – und wieso? Ein Podcast für alle, die internationale Politik nicht nur verstehen, sondern auch hinterfragen wollen (ohne dabei einzuschlafen). Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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