Unmuted Conversations

Unmuted Collective

In offenen Gesprächen erzählen uns Führungspersönlichkeiten, Kreative, Unternehmer:innen, öffentlichen Stimmen und Expert:innen von mentaler Gesundheit zwischen Leistung, Druck und Verantwortung.

  1. 7h ago

    Folge 14: Michi Buchinger über Antidepressiva, Therapie und Selbstoptimierung | S3E2

    Michi Buchinger macht seit 2009 Content im Internet und gehört zu den bekanntesten und ehrlichsten Stimmen Österreichs, wenn es um mentale Gesundheit geht. Im Gespräch erzählt er offen über Zwangsgedanken im Kindesalter, eine Essstörung, die mehrfach zurückkam, und seinen aktuellen Umgang mit Antidepressiva, inklusive der Frage, wie viel davon tatsächlich das Medikament ist und wie viel die eigene Arbeit an sich selbst. Es geht um den wiederkehrenden Novemberblues, um klare Grenzen zwischen öffentlicher und privater Person, und um Michis Weg vom überzeugten Selbstoptimierer zum Autor eines Buchs, das genau diese Kultur hinterfragt. Er spricht darüber, warum er aufgehört hat, jeden Trend mitzumachen, warum Erholung selbst zur Leistung werden kann, wenn man sie nur noch über Fitnesstracker misst, und warum seine Therapeutin ihm nicht auf Social Media folgen darf. Ein Gespräch über Hate im Netz, dicke Haut als zweischneidiges Schwert, Authentizität als bewusst gesetzte Grenze statt als Dauerperformance, und darüber, warum man nicht jeden Marathon mit einem Ironman toppen muss. Themen dieser Folge: Content Creator Dasein und mentale Gesundheit, Medikamente und Therapie, Selbstoptimierung und ihre Kehrseite, Grenzen zwischen privat und öffentlich, Umgang mit Kritik und Hate. Wenn es dir selbst gerade nicht gut geht: Telefonseelsorge 142 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr) und Rat auf Draht 147.

    Folge 14: Michi Buchinger über Antidepressiva, Therapie und Selbstoptimierung | S3E2
  2. Sep 24

    Folge 12: Matthias Gaeta über Hate im Netz, Therapie und Body Positivity | S2E6

    Matthias Gaeta ist österreichischer Content Creator und einer der bekanntesten Stimmen im Bereich Body Acceptance im deutschsprachigen Raum. Im Gespräch erzählt er, wie ein Video über gewichtsneutrale Medizin zu einem öffentlichen Schlagabtausch mit einem bekannten deutschen Fitness-Influencer wurde, wie sich das für ihn angefühlt hat, und wie die Wiener Creator-Community in dieser Zeit für ihn zusammengehalten hat. Es geht um den ständigen Performance-Druck als Content Creator, um den Unterschied zwischen der Online-Welt und der Realität, und darum, warum Hate für ihn längst Teil des Berufs geworden ist, ohne dass er ihn deshalb hinnehmen muss. Matthias spricht offen über seine Kindheit in einem religiösen Elternhaus, sein Coming-out, seine erste Therapieerfahrung mit Anfang 20 in München, und darüber, wie Psychotherapie bis heute ein fixer Bestandteil seines Lebens und seiner Inhalte ist. Ein Gespräch über Grenzen setzen, Wut zulassen statt wegrationalisieren, den Unterschied zwischen Fühlen und sofort Teilen, und warum er glaubt, dass die Creator-Branche in Sachen offenem Umgang mit mentaler Gesundheit vielen anderen Berufsfeldern voraus ist. Themen dieser Folge: Body Positivity und Hate im Netz, Coming-out und Familie, Therapie als fixer Bestandteil des Alltags, Performance-Druck als Content Creator, Grenzen setzen und Nein sagen. Wenn es dir selbst gerade nicht gut geht: Telefonseelsorge 142 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr) und Rat auf Draht 147.

    Folge 12: Matthias Gaeta über Hate im Netz, Therapie und Body Positivity | S2E6
  3. Sep 10

    Folge 11: Julia Röder: Was Depression wirklich bedeutet | S2E5

    Was unterscheidet eine Depression von einer erschöpften, schlechten Phase? Julia Röder, Psychotherapeutin, Mediatorin und langjährige People-and-Culture-Executive aus Wien, ordnet ein: Die Hauptmerkmale sind Antriebslosigkeit, anhaltende Niedergeschlagenheit und das Gefühl, dass alles sinnlos ist, über einen längeren Zeitraum hinweg. Im Gespräch geht es um den Unterschied zwischen Depression und Erschöpfung, um das sogenannte Morgenpessimum als typisches Warnsignal, und um die Frage, warum High-Functioning-Menschen ihre depressive Symptomatik oft besonders lange verstecken können. Julia erklärt das biopsychosoziale Modell anhand eines vierbeinigen Käfers, spricht über hormonelle Faktoren bei Frauen, über den Umgang mit Medikamenten und Therapie, und darüber, warum Sätze wie "Reiß dich zusammen" bei einer echten Depression schlicht nicht funktionieren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Arbeitskontext: Wie sollten Führungskräfte reagieren, wenn jemand ausfällt? Was hilft beim Wiedereinstieg nach einem Langzeitkrankenstand? Und warum ist Vulnerabilität am Arbeitsplatz oft so schambehaftet, obwohl sie alle Menschen betrifft? Themen dieser Folge: Depression erkennen, biopsychosoziales Modell, Depression vs. Burnout, Umgang mit Medikamenten, Führung und psychische Gesundheit, Wiedereinstieg nach Krankenstand. Wenn es dir selbst gerade nicht gut geht: Telefonseelsorge 142 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr) und Rat auf Draht 147.

    Folge 11: Julia Röder: Was Depression wirklich bedeutet | S2E5

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