Blick in die Bibel

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Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann.

  1. 3h ago

    "Bei Gott ist kein Mensch vergessen" - Gespräch mit Norbert Bauer

    Im Lukasevangelium (10,17–24) berichten die Jünger begeistert, dass ihnen sogar die Dämonen gehorchen. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, versteht diese Dämonen als Bilder für das, was Menschen unfrei macht: "Dinge, die gefangen halten, niederdrücken und unglücklich machen". Besonders eindrücklich findet er Jesu Satz: „Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ Der französische Philosoph René Girard hat dieses Bild zum Titel eines Buches gemacht und darin die Gewaltverstrickungen der Gesellschaft untersucht. Für Bauer liegt darin eine wichtige Botschaft: "Wenn das Böse seine Macht verliert, muss Gewalt nicht länger mit Gewalt beantwortet werden".Auch die Zusage, dass die Namen der Jünger im Himmel verzeichnet sind, hat für Bauer eine besondere Bedeutung. Sie steht für die Gewissheit: Bei Gott ist kein Mensch vergessen. Namen bewahren Identität – auf einem Grabstein ebenso wie im „Himmel“.Aus dem Evangelium nach Lukas: In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und sagten voller Freude: Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen. Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. (Lk 10,17-24)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  2. 1d ago

    "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder" - Gespräch mit Norbert Bauer

    „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder“ – das Tagesevangelium aus Mt 18,1–5 stellt eine ungewöhnliche Forderung. Doch was bedeutet es, wie ein Kind zu werden? Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, warnt zunächst vor einem allzu romantischen Kinderbild: Kinder seien keineswegs immer brav, vernünftig oder angenehm. Entscheidend sei vielmehr, was sie uns beim „Umkehren“ zeigen können. Im griechischen Original gehe es um ein neues, anderes Denken. Kinder hätten die Fähigkeit, Gewohntes zu verlassen, Neues auszuprobieren und die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.Zugleich sei die Botschaft Jesu gesellschaftlich und kirchlich höchst provozierend. Zur Zeit Jesu hatten Kinder kaum Rechte und standen nicht im Mittelpunkt. Dass Jesus sie dennoch in die Mitte stellt, mache deutlich, wie schützenswert und wichtig sie sind. Gerade vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche bekomme dieser Evangelientext eine besondere Bedeutung. Dass Kinder trotz dieser klaren Botschaft missbraucht und Fälle vertuscht werden konnten, zeige einen massiven Widerspruch zur eigenen Botschaft der Kirche. Das Evangelium könne deshalb auch heute als Warnschild verstanden werden: Kinder müssen ernst genommen und geschützt werden.Aus dem Evangelium nach Matthäus: In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist denn im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters. (Mt 18,1-5.10)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  3. 2d ago

    "Die Welt ist von Gott gewollt" - Gespräch mit Norbert Bauer

    Das Evangelium nach Lukas klingt zunächst befremdlich: Jünger sollen ohne Geldbeutel und Schuhe und ohne zu grüßen aufbrechen, Häuser betreten und dort schlicht sagen: „Friede diesem Haus.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, steckt darin jedoch eine wichtige Botschaft: „Ihr sollt nicht alleine sein.“ Jesus schickt die Jünger zu zweit los. Christlicher Auftrag ist demnach kein einsamer Weg, sondern gemeinsames Unterwegssein.Zugleich begegnen die Jünger den Menschen mit grundsätzlichem Vertrauen. „Friede diesem Haus“ bedeutet: Ich komme in guter Absicht. Gerade im Umgang mit Fremden könne man daraus heute lernen, so Bauer, zunächst davon auszugehen, dass auch der andere das Gute will.Auch die Aufforderung, unterwegs niemanden zu grüßen, versteht Bauer nicht als Aufruf zur Unhöflichkeit. Vielmehr gehe es darum, sich nicht vom eigenen Auftrag ablenken zu lassen. Jesus spricht dabei durchaus streng: Die Welt ist nicht frei von Gefahren. Dennoch widerspricht Bauer der Vorstellung, die Welt sei grundsätzlich böse. Schließlich habe Gott seinen Sohn gerade in diese Welt gesandt. Darin liege das grundlegende Vertrauen: Diese Welt ist von Gott gewollt – und deshalb lohnt es sich, in ihr Frieden zu bringen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe! Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt. (Lk 10,1-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  4. 3d ago

    "Jesu Nachfolge ist eine Herausforderung" - Norbert Bauer im Gespräch

    Jesus erscheint in Lukas 9,57–62 als ein ungewöhnlich strenger Lehrer. Drei Menschen wollen ihm folgen, doch seine Antworten sind zunächst einmal irritierend. Dem ersten sagt er: „Der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Für Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie, wird darin deutlich: Nachfolge Jesu ist keine bequeme Veranstaltung. Wer sich zu Jesus bekennt, muss damit rechnen, dass dieser Weg herausfordernd und unbequem sein kann.Besonders verstörend ist die Aufforderung an einen anderen, die Beerdigung des eigenen Vaters zurückzustellen. Gerade für eine Kirche, der eine würdige Trauer- und Erinnerungskultur wichtig ist, bleibt diese Aussage schwer verständlich. Bauer sieht darin einen Hinweis darauf, dass Jesus den Blick nach vorn lenkt: Die Vergangenheit soll nicht das Entscheidende sein, wenn eine neue Zukunft beginnt. Zugleich, so Bauer, lässt sich die Sperrigkeit des Textes nicht einfach auflösen. Die Evangelien seien häufig nicht eins zu eins in die Jetztzeit zu übertragen, sondern wurden für Menschen geschrieben, die unter anderen Bedingungen lebten. Die Herausforderung besteht deshalb darin, diese alten Worte ernst zu nehmen und zugleich auszuloten, was sie uns heute sagen können.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger auf ihrem Weg nach Jerusalem weiterzogen, sagte ein Mann zu Jesus: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst weggehen und meinen Vater begraben! Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich Abschied nehmen von denen, die in meinem Hause sind. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes. (Lk 9,57-62)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  5. 4d ago

    "Gott sei Dank ist der Himmel offen" - Norbert Bauer im Gespräch

    Jesus erkennt Nathanael, der unter einem Feigenbaum sitzt und betet. Norbert Bauer, Leiter der Karl Rahner Akademie in Köln sagt, der Feigenbaum könne für den Ort stehen, an dem fromme Menschen die Tora studierten. Nathanael erscheint so als ein Mensch, der tief in der jüdischen Tradition verwurzelt ist. Überhaupt, betont Bauer, darf die Szene nicht aus dem Blick verlieren, dass Jesus und seine ersten Jünger Juden waren.Am Ende der Begegnung spricht Jesus von Engeln, die über dem Menschensohn auf- und niedersteigen. Das erinnert Bauer an die Himmelsleiter aus dem Alten Testament: ein Bild dafür, dass der Himmel offen und die Erde nicht alles ist. Für Bauer liegt darin auch eine persönliche Botschaft: „Gott sei Dank ist der Himmel nach oben offen.“ Denn der Blick nach oben könne helfen, sich nicht ausschließlich an das Diesseits zu binden, sondern die Hoffnung auf eine Wirklichkeit wachzuhalten, die über diese Welt hinausweist.Aus dem Johannes Evangelium: In jener Zeit sah Jesus Natánaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Sieh, ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist. Natánaël sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philíppus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natánaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah; du wirst noch Größeres als dieses sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn. (Joh 1,47-51)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  6. 5d ago

    "Wer der Kleinste ist, der ist groß" - Norbert Bauer im Gespräch

    Wer ist wirklich groß? Das fragen die Jünger im Tagesevangelium – und damit sind sie uns erstaunlich nah. Auch heute geht es oft darum, wer wichtig ist, wer gesehen wird, wer etwas zu sagen hat. Jesus beantwortet die Frage nicht mit einer langen Erklärung. Er stellt ein Kind neben sich. Für Norbert Bauer, Leiter der Kölner Karl Rahner Akademie, liegt darin eine starke Botschaft: „Das Neben-sich-Stellen eines Kindes finde ich so ein schönes Bild.“ Jesus macht damit aufmerksam, wie wichtig Kinder für unsere Gesellschaft sind. Wahre Größe zeigt sich deshalb nicht darin, selbst möglichst groß zu werden, sondern darin, sich den Kleinen und Schwachen zuzuwenden.„Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns, sagt Jesus. Karl Rahner habe diese Einstellung als "anonymes Christentum" verstanden, sagt Norbert Bauer, und er habe damit Menschen gemeint, die im Sinne des Evangeliums handeln, auch ohne sich selbst als Christen zu verstehen. So öffnet das Evangelium den Blick – auf die Kinder und auf alle, die anderen Freiheit, Zuversicht, Mitmenschlichkeit und Hoffnung schenken.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kam unter den Jüngern der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte sei. Jesus sah den Gedanken in ihren Herzen. Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß. Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen nachfolgt. Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch. (Lk 9,46-50)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  7. Sep 26

    "Was, wenn wir Gott nicht verstehen?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Zum letzten Mal in dieser Woche ist Sandra Schnell zu Gast bei "Blick in die Bibel". Die Pfarrbeauftragte aus Altena erzählt in der Samstagsfolge, wie sie am Wochenende Kraft tankt: mit ihrer Familie, beim Spaziergang in der Natur und bei kreativen Hobbys. Dazu gehört auch ihre Hobby-Imkerei. Von den Bienen können wir lernen, was Gemeinschaft bedeutet: Jede hat ihren Platz, jede ihre Aufgabe – und alle arbeiten zusammen. Im Evangelium kündigt Jesus seinen Jüngern seinen Tod an. Sandra Schnell versteht seine Worte als Einladung, die gemeinsame Zeit bewusst zu nutzen. Doch wie gehen wir damit um, wenn wir Gottes Wege nicht verstehen? Musik, Stille und Gebet helfen Sandra, zur Ruhe zu kommen und ihr Leben in Gottes Hände zu legen. Auch die Gemeinschaft kann stärken. Zum letzten Mal gibt sie den Zuhörerinnen und Zuhörern eine "Frage des Tages" mit auf den Weg: Was hilft dir, auf Gott zu vertrauen, wenn du Gott und die Welt nicht mehr verstehst? Ein berührender Abschluss der Woche mit Sandra Schnell – und ein Impuls, der vielleicht noch lange nachklingt. Ab Montag geht es mit einem neuen Gast weiter.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit staunten alle Leute über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern: Behaltet diese Worte in euren Ohren: Der Menschensohn wird nämlich in die Hände von Menschen ausgeliefert werden. Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte. (Lk 9,43b-45)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

  8. Sep 25

    "Bist du offen für Gottes Überraschungen?" - Gespräch mit Sandra Schnell

    Nachhaltig und fair – dafür steht die Pfarrei St. Matthäus in Altena. Die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell erzählt am Freitag im Podcast "Blick in die Bibel", welche Regeln ihre Gemeinde deswegen eingeführt hat: kein Einweggeschirr, fairer Bio-Kaffee und Recyclingpapier. Dazu kommen Tauschbörsen, gemeinsame Gartenaktionen und Ideen, wie Dinge weiterverwendet werden können. Auch privat lebt Sandra Schnell Nachhaltigkeit. Aus alten Handtüchern macht sie waschbare Küchenrollen, aus Jeans Taschen und aus Papier Grußkarten. Im Tagesevangelium fragt Jesus seine Jünger: Für wen halten mich die Leute? Petrus erkennt in ihm den Christus Gottes. Sandra Schnell erklärt, dass Jesus anders kam, als die Menschen erwartet hatten – nicht als mächtiger Herrscher, sondern als Wegbegleiter. Vielleicht zeigt sich Gott auch heute anders, als wir denken. Das erlebt sie insbesondere beim "Matthäus-Treff" in ihrer Gemeinde, einem Angebot für bedürftige Menschen. Die Begegnungen dort haben sie auch zu ihrer heutigen "Frage des Tages" inspiriert: Würdest du es merken, wenn Gott ganz unerwartet in dein Leben tritt? Eine Folge über Überraschungen, Nachhaltigkeit und die Frage, wo uns Gott begegnet.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen. Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. (Lk 9,18-22)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

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Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann.

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