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Trends und Hintergründe aus der Kulturszene

  1. 2d ago

    Şeyda Kurts „Zeit der Monster“

    „Wie unser Viertel heißt? Das spielt keine Rolle. Wir nennen es: Sumpf. Unser Glück ist, dass Sümpfe mit hohem Torfgehalt konservierende Eigenschaften haben. […] So kann es geschehen, dass man in unserem Viertel noch nach Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden Dinge findet: Geschenke, Erinnerungen und Abfall, Träume und Namen.“ So heißt es in Şeyda Kurts Debütroman "Zeit der Monster" über den Schauplatz ihrer Geschichte. Was sich dort ankündigt, ist die Apokalypse. Das behauptet zumindest eine Prophezeiung, die im Internet viral geht. Durch den „Sumpf“ dieses Viertels streift die junge Sanya, im Rucksack eine Pistole und einen Silberbecher mit mysteriöser Keil-Inschrift… Was geschieht hier, in dieser „Zeit der Monster“, an diesem Ort, den es in jeder Großstadt geben könnte? Darüber spricht Andrea Geißler in dieser Sendung mit der Autorin Şeyda Kurt, die sich nun nach ihren Sachbuch-Bestsellern „Radikale Zärtlichkeit“ und „Hass“ einer epischen Erzähllust hingegeben hat. Dabei ist die Geschichte, die sie hier erzählt, zutiefst politisch und höchst aktuell - das macht schon der Titel „Zeit der Monster“ unmissverständlich deutlich. Im Gespräch erzählt Şeyda Kurt von dem Ort, der ihr Buch inspiriert hat: Das "Sumpf"-Viertel Köln-Kalk. Thema ist außerdem jene TikTok-Prophezeiung, die ihre Erzählung vorantreibt in die vermeintliche Apokalypse. Wir sprechen außerdem über die archäologischen Tiefen der Geschichte. Und Şeyda Kurt erzählt, wie ein Notizbuch sie während des Schreibens überallhin begleitete und nun ein neues Zuhause gefunden hat... Außerdem zu hören in der Sendung: Der Song „Gulê xewnê“ von Elif Küçük, Soundtrack des offiziellen Trailers zum Buch. Eine Sendung von und mit Andrea Geißler.

    Şeyda Kurts „Zeit der Monster“

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