9 Folgen

Willkommen bei Lesezeichen, dem STANDARD-Buchclub für Literatur, die uns bewegt. Hier lesen und besprechen wir ab 5. März alle 14 Tage Bücher von Autor*innen, die für hitzige gesellschaftspolitische Debatten sorgen oder uns so sehr inspirieren, dass wir darüber reden müssen. Unser Buchclub lädt zum Mitlesen und Debattieren ein. Wir sind aber auch die genau richtige Adresse für alle, die einfach auf der Suche nach gutem Lesestoff und interessanten Neuerscheinungen sind. Wer unsere Diskussionen und Empfehlungen nicht verpassen will, abonniert Lesezeichen am besten gleich bei Apple Podcasts oder Spotify.

Lesezeichen DER STANDARD

    • Kunst
    • 5.0 • 13 Bewertungen

Willkommen bei Lesezeichen, dem STANDARD-Buchclub für Literatur, die uns bewegt. Hier lesen und besprechen wir ab 5. März alle 14 Tage Bücher von Autor*innen, die für hitzige gesellschaftspolitische Debatten sorgen oder uns so sehr inspirieren, dass wir darüber reden müssen. Unser Buchclub lädt zum Mitlesen und Debattieren ein. Wir sind aber auch die genau richtige Adresse für alle, die einfach auf der Suche nach gutem Lesestoff und interessanten Neuerscheinungen sind. Wer unsere Diskussionen und Empfehlungen nicht verpassen will, abonniert Lesezeichen am besten gleich bei Apple Podcasts oder Spotify.

    "Im Land der Anderen": Frausein im Marokko der Fünfzigerjahre

    "Im Land der Anderen": Frausein im Marokko der Fünfzigerjahre

    "Das Land der Anderen" ist die Geschichte der jungen, abenteuerlustigen Elsässerin Mathilde, die sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Amine, einen marokkanischen Offizier der französischen Armee verliebt, ihn heiratet und mit ihm von Frankreich nach Marokko geht und dort mit ihm auf einem abgelegenen Hof bei Meknès ihre beiden Kinder großzieht.

    Leila Slimani nimmt uns mit in die Biografie ihrer Großmutter, erzählt über den Kolonialismus in Marokko und über die Zerrissenheit eines Landes auf dem Weg zur Unabhängigkeit, einer Familie und einer Frau zwischen Tradition und Moderne, zwischen Umbruch und Aufbruch. Mit der österreichischen Schriftstellerin Tanja Paar, die lange für den STANDARD als Reiseredakteurin tätig war, sprechen wir über diesen spannenden historischen Stoff, Slimanis ersten Teil einer Roman-Trilogie.

    • 21 Min.
    "Auf dem Sonnenstrahl": Zukunft ohne Männer

    "Auf dem Sonnenstrahl": Zukunft ohne Männer

    Die Geschichte von Mia spielt in der fernen Zukunft. Heterosexualität als der Standard schlechthin ist passé, die klassische Kernfamilie gibt es nur mehr im hintersten Winkel des Weltalls, die Erde ist längst nicht mehr bewohnbar. Die erst 25-jährige Comic-Künstlerin Tillie Walden legte mit ihrer ursprünglich als Webcomic angelegten Geschichte eine Space-Opera vor, in der es ums Erwachsenwerden und die erste Liebe Grace geht.

    Und in Mias Fall ist es offenbar auch die ganz große Liebe: Sie kann sie nicht vergessen und macht sich mit ihrer Wahlfamilie auf die Suche nach Grace. Die US-Amerikanerin Tillie Walden nimmt die Leser*innen mit in eine atmosphärische Science-Fiction-Geschichte, über die wir in "Lesezeichen" mit Karin Krichmayr, Wissenschaftsjournalistin beim STANDARD und Comicexpertin, sprechen. Welche Rolle spielt Geschlecht in Waldens Entwurf einer fernen Zukunft, und wie lässt sich Waldens verwendete Jugendsprache auf Deutsch übersetzen?

    • 20 Min.
    "Daheim": "Fräuleinwunder" mit 50 gut zuhause angekommen

    "Daheim": "Fräuleinwunder" mit 50 gut zuhause angekommen

    Als Judith Hermann mit ihrem Kurzgeschichtenband "Sommerhaus, später" 1998 schlagartig berühmt wurde, war sich das deutschsprachige Feuilleton einig, dass sie damit den Sound einer ganzen Generation getroffen hat und hat Hermann zum "Fräuleinwunder" der deutschen Literatur gestempelt. Jetzt ist mit "Daheim" der erst zweite Roman der mittlerweile 50-jährigen Berlinerin erschienen, der von der Literaturkritik und auch hier im Standard-Buchklub durchaus positiv aufgenommen wurde. Zu Gast bei "lesezeichen" ist die österreichische und ausgesprochen feministische Schriftstellerin Gertraud Klemm, die sich mit ihren Romanen "Muttergehäuse", "Aberland" oder zuletzt "Hippocampus" einen fixen Platz in der österreichischen Literaturlandschaft gesichert hat. Mit Mia Eidlhuber bespricht sie den Aufbau und die tragenden Personen von "Daheim" und auch darüber, dass es Judith Herman im deutschen Literaturbetrieb nicht immer ganz einfach hatte.

    • 21 Min.
    Wortverliebter und wortkarger "Vati"

    Wortverliebter und wortkarger "Vati"

    Nach ihrem Erfolgsroman aus dem Vorjahr, "Die Bagage", legte die 73-jährige Autorin Monika Helfer Anfang dieses Jahres einen weiteren autobiographischen, oder besser: autofiktionalen, Roman vor. In "Vati" erzählt sie von ihrer eigenen Kindheit, ihrem wortkargen, verwitweten und Bücher liebenden Vater, der früh verstorbenen Mutter und dem Rest einer Familie, die einspringt, wenn sich die Eltern nicht kümmern konnten. Helfer wechselt dabei zwischen ihren Erinnerungen im Hier und Jetzt, denen sie selbst nicht immer ganz traut, und weit zurückliegenden Familiengeschichten virtuos hin und her, wie Doris Knecht, ebenfalls Romanautorin, über "Vati" feststellt.

    • 20 Min.
    "Vom Aufstehen": Harter Mutter-Tochter-Tobak

    "Vom Aufstehen": Harter Mutter-Tochter-Tobak

    "Vom Aufstehen", so hieß schon der Text, mit dem Helga Schubert 2020 den Bachmannpreis gewonnen hat und damit für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat, nicht nur, weil die deutsche Autorin damit als 80-Jährige ein literarisches Comeback hingelegt hat, sondern auch eine bemerkenswerte Geschichte über eine äußerst schwierige und komplexe Mutter-Tochter-Beziehung erzählt. Sage und schreibe 40 Jahre zuvor wurde Helga Schubert als 40-Jährige schon einmal nach Klagenfurt eingeladen, durfte damals aber aus der DDR nicht ausreisen. In 29 autofiktionalen Geschichten, in denen zunächst vieles nicht gut ist, erzählt sie uns aus den Zeiten der DDR-Diktatur, der Wende und den Wende-Jahren, und vor allem auch von ihrem traurigen Dasein als Kriegskind, das mit nur einem Jahr den Vater verliert und mit der Mutter eine dramatische Fluchtgeschichte erleben muss. Schuberts Buch handelt schließlich viel davon, wie aus so vielen biografischen Widrigkeiten doch noch ein gelingendes Leben werden kann, an dessen Ende gilt: Alles ist gut.

    • 21 Min.
    "Komplett Gänsehaut": Alte weiße Männer - Next Generation

    "Komplett Gänsehaut": Alte weiße Männer - Next Generation

    Die Ich-Erzählerin ist 27, also genau in dem Alter, in dem Janis Joplin, Jimi Hendrix und viele andere Musiker*innen gestorben sind, Stichwort Klub 27.

    In "Komplett Gänsehaut" geht das Leben allerdings erst so richtig los. Es gibt keinen wilden bis lebensbedrohlichen Lebenswandel, stattdessen macht die Erzählerin eine Art Transformation von ihrem bisherigen Selbstentwurf als Jugendliche in eine Art Erwachsenenleben durch. Neue Wohnung, neue Gegend, neues Leben?

    Sophie Passmann wurde vor allem durch ihren Bestseller "Alte weiße Männer. Ein Schlichtungsversuch" (2019) bekannt, in dem sie mit dem mächtigen Mann ins Gespräch kommen wollte. Mit "Komplett Gänsehaut" fühlt sie nun – wenngleich in einem völlig anderen Stil – den Kindern dieses privilegierten Milieus auf den Zahn.

    Die Musikerin und Autorin (zuletzt "Du bist dran!") Doris Mitterbauer aka Mieze Medusa ist am 2. April unser Buchklubgast und verrät uns, ob und warum wir dieses Buch lesen sollten.

    • 20 Min.

Kundenrezensionen

5.0 von 5
13 Bewertungen

13 Bewertungen

Top‑Podcasts in Kunst