Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

Leela Sutter, mit Sarah Staub

Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Leela Sutter und Sarah Staub (in den ersten Folgen mit Patrick Schwarzenbach), Reportagen und Expert*innen aus diesem weiten Feld dienen uns als Kompass für diese Reise.

  1. vor 11 Std.

    Sommerreprise: Wieviel Tod hält ein Leben aus?

    Irgendwann hat man doch genug Scheisse erlebt, irgendwann muss es doch reichen. Zumindest denken wir häufig so, gerade in Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem Tod. Jetzt ist doch langsam mal genug gestorben um mich herum. Doch was, wenn das Schlimmste eintrifft, das man sich vorstellen kann? Wenn der Tod einem die Person raubt, die einem die ganze Welt bedeutet? Was hält mich dann noch zusammen, wenn alles um mich herum zerbricht? Die Frage habe mir meine Kollegin Janna Horstmann gestellt, in ihrer «I feel you»-Serie zum Thema Tod. Erstmal waren da diese grosse Leere und das Leid in einem unvorstellbaren Mass. Eine Trauer, die mich in ihrer unglaublich körperlichen Form umgehauen hat. Es gibt vermutlich gar nicht genug Freunde und Begleiterinnen um das Leid eines am Leben verzweifelten Menschen tragen zu können. Am Ende aber steht da die echte, vollständige Versöhnung mit meiner Geschichte. Etwas, was mich selbst immer wieder berührt. Im Oktober bietet Leela Sutter, Theologin, Yogini und spirituelle Begleiterin einen Kurs im Kloster Kappel an, hier findest du alle Infos: https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/ Als Leelas Vater 2025 starb, schrieb sie über den Abschied einen berührenden Blogpost (https://www.reflab.ch/wenn-der-papi-stirbt/). Ein Jahr später blickte sie nochmals zurück (https://www.reflab.ch/ein-jahr-ohne-meinen-vater/). Und hier hat Leela 5 Tipps gesammelt, wie man mit Menschen umgehen kann, die trauern (https://www.reflab.ch/wie-mit-trauernden-umgehen-5-tipps/).

    51 Min.
  2. 12. Juni

    Kleider als Spiegel deines Innern

    Warum ziehen wir eigentlich an, was wir anziehen? Kleider können Zugehörigkeit signalisieren, Schutz geben, Individualität ausdrücken oder einfach Freude machen. Doch sie erzählen oft auch Geschichten über unser Innenleben – darüber, wie wir gesehen werden möchten, wo wir dazugehören wollen und was wir vielleicht lieber verbergen. In dieser Folge von Holy Embodied sprechen wir über Mode, Identität und Spiritualität. Wir fragen uns: Was sagt meine Kleidung über mich aus? Weshalb greifen wir morgens zu genau diesen Kleidern und nicht zu anderen? Und verändert sich unser Verhältnis zu Kleidung, wenn wir tiefer in Präsenz und Verbundenheit ankommen? Heisst spirituell sein, dass einem Äusserlichkeiten irgendwann egal werden? Nei. Voll nöd. Du kannst tief in der Stille zuhause sein und gleichzeitig Freude an schönen Kleidern haben. Vielleicht verändert sich dabei aber etwas anderes: Je verbundener wir mit uns selbst werden, desto weniger müssen Kleider etwas für uns leisten. Sie werden weniger Mittel zum Zweck und mehr authentischer Ausdruck dessen, was wir ohnehin sind. Diese Folge von Holy Embodied ist das monatliche Gespräch zwischen Sarah Staub, evangelisch-methodistischer Pfarrerin, und Leela Sutter, nondualer Theologin, Journalistin und spiritueller Begleiterin. Wenn du uns auf deiner Podcast-Plattform eine Bewertung hinterlässt, freuen wir uns sehr. Das hilft anderen Menschen, Holy Embodied zu entdecken. Und wenn du Gedanken, Fragen oder eigene Erfahrungen zum Thema teilen möchtest, schreib uns gerne an contact@reflab.ch

    43 Min.
  3. 1. Mai

    Moritz Haegi über sein Jahr in Palästina

    Wir waren letztes Jahr beide an der Schule des Friedens in Kappel am Albis (https://www.reflab.ch/andreas-nufer-und-seine-schule-des-friedens/): Moritz Haegi und ich. Er ist Doktorand für für Nahoststudien an der Uni Basel und Rapper. Als MzumO rappt er über den Krieg in Gaza, über sein Jahr in Palästina und die Unterdrückung, die er dort tagtäglich beobachtet hat. Seine Musik sei seine Art, Eindrücke und Gefühle, ja sein Leiden über die Situation zu verarbeiten, auf eine sehr körperliche Weise. «Sumud»* ist dabei ein Begriff, den ihn inspiriert: Standhaftigkeit, ja vielleicht ein gewisser Trotz, weiterzumachen. Moritz Haegi spricht nicht über seine Spiritualität oder seine Erfahrungen von All-Einheit – sondern gibt uns einen tiefen Einblick ins Leben der Menschen in einem Gebiet der Welt, in dem Gewalt und Unterdrückung leider an der Tagesordnung sind. Seine Perspektive als Forscher und als Künstler ist dabei eine einzigartige, die den Konflikt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. *Arabisch für Standhaftigkeit, steht auch für einen Wert, der in der palästinensischen Kultur hochgehalten wird. Wir bilden im RefLab unterschiedliche Perspektiven auf den Nahost-Konflikt ab und sind uns der Komplexität des Themas bewusst. Hier eine Auswahl weiterer Beiträge dazu: https://www.reflab.ch/zwei-jahre-gaza-krieg-empathie-vertraegt-kein-aber/ https://www.reflab.ch/anita-haviv-ziviles-engagement-in-israel/ https://www.reflab.ch/verlorene-zeit-und-fluechtige-freiheitsmomente/ https://www.reflab.ch/wolfgang-kraushaar-wie-man-ueber-den-israel-palaestina-konflikt-diskutieren-sollte/

    43 Min.
  4. 17. Apr.

    Leben als Zumutung

    Wenn sich Holy Embodied dem Thema Leben und Lebendigkeit widmet, dann wird das keine lieblich-süsse Frühlingsfolge. Sondern eine über die Wucht des Lebendigseins: über den Trotz der Lebenslust und – ja – auch über die Aggressivität des Lebenshungers. Sarahs Start ins Leben ist dafür ein eindrückliches Beispiel. In dieser Folge erzählt sie ihre haarsträubende Geburtsgeschichte. Wir sprechen darüber, warum Leben immer auch eine Zumutung ist – wie jeder Entwicklungsschritt uns etwas Neues zumutet und uns zugleich einlädt, uns selbst neu zu zeigen. Vom ersten Aufstehen als Baby bis hin zu der Herausforderung, in Beziehungen authentische Grenzen zu setzen: Jeder Schritt in Richtung «mehr Leben» braucht Mut, Neugier – und auch die Lust zu spielen. In jeder zweiten Folge von Holy Embodied sprechen Sarah Staub, evangelisch-methodistische Pfarrerin, und ich, Leela Sutter – nonduale Theologin, Journalistin und Begleiterin für Menschen in Zeiten von Erschöpfung, Übergängen oder nach Traumata. Wenn ihr unseren Podcast bewertet oder abonniert helft ihr uns sehr, auch von anderen gefunden zu werden. Danke dafür! Euer Feedback, eure Fragen oder persönlichen Geschichten erreichen uns jederzeit gerne per Mail an: contact@reflab.ch 3 Weiterführende Links: Mehr zu Ohad Naharin: https://www.arte.tv/de/videos/076157-000-A/mr-gaga/ https://www.youtube.com/watch?v=-rjjU9TVVLM Infos zu Sarahs Geschichtenabend im Hirschli: https://www.reflab.ch/events/auf-hoffnung-hoffen-poesie-klavier/ Mehr zu Leela und ihrer Arbeit: www.leelasyoga.com

    40 Min.

Bewertungen und Rezensionen

5
von 5
14 Bewertungen

Info

Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Leela Sutter und Sarah Staub (in den ersten Folgen mit Patrick Schwarzenbach), Reportagen und Expert*innen aus diesem weiten Feld dienen uns als Kompass für diese Reise.

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