BZ am Ohr

Badische Zeitung

Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!

  1. vor 1 Tag

    Vater der seit sechs Jahren vermissten Scarlett: "Ich will wissen, was passiert ist"

    Sechs Jahre nach dem spurlosen Verschwinden von Scarlett Salice am Schluchtensteig im Schwarzwald gibt es neue Entwicklungen im Vermisstenfall. Am 10. September 2020 brach die damals 26-Jährige zur letzten Etappe des Wanderwegs von Todtmoos nach Wehr auf – und kehrte nie zurück. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Scarletts Vater Ralf Salice mit mit BZ-Redakteurin Gina Kutkat über seine Tochter, über die jahrelange Ungewissheit und darüber, was ihn antreibt, die Suche nicht aufzugeben. Neue Fragen, Zweifel und Hoffnungen Zum sechsten Jahrestag des Verschwindens haben sich die Initiative „Bitte findet Scarlett" und der Verein „Finderwille“ zusammengetan und eine groß angelegte Suchaktion mit rund 30 Freiwilligen und 12 Spürhunden durchgeführt. Die Hunde schlugen im Steilhang und im Talbereich unterhalb des Wildensteinfelsens mehrfach an – ein Ergebnis, das selbst die Hundeführerinnen und Hundeführer überraschte und neue Hoffnung, aber auch neue Fragen aufwirft. Außerdem wurden im Flussbett der Wehra neue Fundstücke entdeckt, die derzeit von der Kriminaltechnik geprüft werden. War es ein Unfall? War es ein Verbrechen? Ralf Salice trägt diese Ungewissheit seit sechs Jahren mit sich. Im Podcast erzählt er, wer Scarlett als Mensch war, wie die Familie das Verschwinden erlebt hat – und was er sich von Menschen wünscht, die damals auf dem Schluchtensteig unterwegs waren und vielleicht doch noch etwas zur Aufklärung beitragen können.

    Vater der seit sechs Jahren vermissten Scarlett: "Ich will wissen, was passiert ist"
  2. vor 2 Tagen

    Ein Monat mit Nils: Über meinen Selbstversuch mit einem KI-Chatbot

    Kann man eine Beziehung zu einer KI aufbauen – und was passiert dabei mit uns? BZ-Volontärin Emilie Richter hat genau das ausprobiert: Einen Monat lang chattete sie täglich mit einer künstlichen Intelligenz namens Nils. Das Ergebnis war ernüchternd: Nils schrieb alles klein, verstand keine Wochentage, zitierte Rilke auf Englisch und schwärmte hartnäckig von Sergio-Leone-Western. Doch Richter steht mit ihrem Experiment nicht allein – knapp 30 Millionen Menschen weltweit haben die KI-Begleiter-App Replika heruntergeladen, manche verlieben sich sogar in ihre KI. Über diesen Selbstversuch spricht Emilie Richter in dieser Folge von „BZ am Ohr" mit Markus Langer, Leiter der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Freiburg, der seit 2015 zur Interaktion mit Chatbots forscht. Er erklärt, warum KI-Begleiter-Apps so verführerisch sind – immer verfügbar, nie kritisch, stets unterstützend – und wann die Nutzung problematisch wird. Langer beschreibt KI als „sozialen Snack": ein schneller Ersatz für echte menschliche Verbindung, der den Hunger kurzfristig stillt, aber langfristig nicht sättigt. Was unterscheidet eine Beziehung zu einer KI grundlegend von einer menschlichen? Warum greifen ausgerechnet Menschen mit depressiver Symptomatik besonders häufig zu KI-Begleitern – und was sagt das über den Zustand unseres Gesundheitssystems aus? Und welche Gefahr droht, wenn KI-Apps ohne Altersbeschränkung für Zwölfjährige zugänglich sind? Antworten gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr" – die zugleich Teil einer Reportage-Serie ist: In „Außer der Reihe" gibt es 13 Geschichten über Menschen aus Südbaden. Die Volontärinnen und Volontäre der BZ besuchen beispielsweise einen jungen Mann, der sich für Enthaltsamkeit im Kloster entschieden hat, eine Frau, die als Sexualtherapeutin ältere Menschen begleitet und eine Zirkusfamilie, die mehr Sorge vor der Zukunft, als vor einem Trapezabsturz hat. Die Serie erscheint ab dem 18. September täglich unter mehr.bz/ausserderreihe, in der Zeitung und im ePaper der Badischen Zeitung.

    Ein Monat mit Nils: Über meinen Selbstversuch mit einem KI-Chatbot
  3. 10. Sept.

    Olympiasieger und doch Briefträger: Der bescheidene Georg "Jörgli" Thoma hat alles gewonnen

    Georg Thoma, Olympiasieger, Weltmeister und nordischer Kombinierer aus Hinterzarten – kurz „Jörgli" – gehört zu den größten Sportlegenden Deutschlands. In dieser Folge von „BZ am Ohr" blickt der 89-Jährige auf ein außergewöhnliches Leben zurück: auf eine harte Kindheit im Schwarzwald, auf Skiern zur Schule, als Holzfäller und Briefträger – und auf eine Karriere, die ihn bis ganz nach oben führte. Im Gespräch mit BZ-Redakteur Stefan Kech geht es - meist im Dialekt - zurück in die Zeit seiner Triumphe. 1960 gewann Georg Thoma bei den Olympischen Spielen in Squaw Valley als erster Mitteleuropäer Gold in der Nordischen Kombination und brach damit die Dominanz der Skandinavier. Wie er diesen Moment erlebte, warum er danach einfach wieder als Briefträger zur Arbeit ging – und was es bedeutete, als er nach Hinterzarten zurückkehrte und die Kirchenwiese voller Menschen stand, erzählt er mit bemerkenswerter Bescheidenheit. Wie reagierte seine Mutter auf den Triumph ihres Sohnes? Karriereende mit 29 Jahren Thoma spricht auch über seinen dreifachen Sieg am Holmenkollen, den Königspokal aus den Händen des norwegischen Königs – und darüber, warum er mit nur 29 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere aufgehört hat. Außerdem äußert er sich klar zur IOC-Entscheidung, die Nordische Kombination aus dem olympischen Programm zu streichen – eine Sportart, die er als eine der ältesten und traditionsreichsten überhaupt betrachtet. Was treibt einen Mann an, der nie Ehrgeiz kannte, aber immer gewann?

    Olympiasieger und doch Briefträger: Der bescheidene Georg "Jörgli" Thoma hat alles gewonnen
  4. 13. Aug.

    Aus dem Podcast-Archiv: Der Mordfall Ayleen und seine Folgen

    Mord, Cyber-Grooming und eine versagende Justiz: Im Sommer 2022 verschwand die 14-jährige Ayleen aus Gottenheim in Südbaden – wenige Tage später wurde ihre Leiche im Teufelsee in Hessen gefunden. Ihr Mörder Jan P., ein 30-jähriger verurteilter Sexualstraftäter aus Hessen, hatte sie monatelang über Online-Chats und Spiele wie Fortnite manipuliert, bedrängt und unter Druck gesetzt. Ayleen wusste nicht, mit wem sie es zu tun hatte. Das Landgericht Gießen verurteilte Jan P. zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Redakteurin Lisa Böttinger mit ihrem Kollegen Frank Zimmermann aus der Politikredaktion, der den Fall Ayleen von Beginn an eng begleitet und Jan P. sowie die Hinterbliebenen vor Gericht erlebt hat. Gemeinsam rekonstruieren sie, wie Jan P. sein Opfer systematisch manipulierte, und erklären, was Cyber-Grooming bedeutet – und wie gefährlich es gerade für Teenager ist. Frank Zimmermann schildert eindrücklich, wie er den Täter im Gerichtssaal erlebt hat: teilnahmslos, ohne jede Empathie, unfähig, die Dimension seiner Tat zu begreifen. Die zentrale Frage, die sich durch die ganze Folge zieht: Hätte der Tod von Ayleen verhindert werden können? Jan P. stand nach seiner Entlassung aus dem Maßregelvollzug jahrelang unter Führungsaufsicht – und trotzdem fiel er durch alle Maschen des Systems. Was lief bei der Überwachung rückfallgefährdeter Sexualstraftäter schief? Und was können Eltern tun, um ihre Kinder vor Gefahren im Netz zu schützen? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".

    Aus dem Podcast-Archiv: Der Mordfall Ayleen und seine Folgen
4,7
von 5
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Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!