Die Primadonnen

Die Primadonnen

Große Gefühle und kleine Gemeinheiten. Der Opernpodcast von Georg Kasch und Salif Nimaga

  1. 26. MÄRZ

    Zugabe "L'Italiana in Algeri": Alla Turca

    Warum gibt's eigentlich so viele Opern, die im Orient spielen? In unserer Zugabe zur "L'Italiana in Algeri" sammeln wir Gründe und stellen von den hunderten Werken "alla turca" vier kurz vor: Georg Friedrich Händels "Tamerlano", Wolfgang Amadeus Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", Pablo Lunas "Benamor" und John Coriglianos "The Ghosts of Versailles". Dabei schauen wir uns den Orientbezug genauer an: Sind die Opern klischeehaft? Rassistisch? Oder erzählen sie vielleicht in erster Linie etwas über das europäische Selbstbild? Wer wirklich nicht genug bekommen kann, findet mehr in den Büchern, die auch die Folge inspiriert haben: Larry Wolff (2018): The Singing Turk. Ottoman Power and Operatic Emotions on the European Stage from the Siege of Vienna to the Age of Napoleon. Stanford University PressPeter Kivy (1999): Osmin's Rage. Philosophical Reflections on Opera, Drama, and Text. Cornell University PressUnd wie immer gibt es eine Playlist zur Folge. Zitierte Musikbeispiele: Usku Dara, gesungen von Eartha Kitt aus dem Album “That Bad Eartha“Fremi, minaccia aus "Tamerlano" von Georg Friedrich Händel, gesungen von Rolando Villazon (Bajazet) mit den Gabrieli Players dirigiert von Paul McCreeshSolche hergelauf’ne Laffen aus „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart, gesungen von Kurt Moll (Osmin) mit der Staatskapelle Dresden dirigiert von Karl BöhmRondo alla Turca, aus der Klaviersonate No. 11 in A-Dur, KV 331 von Wolfgang Amadeus Mozart, gespielt von Lang Lang         Ya que tanto me estimáis aus "Benamor" von Pablo Luna, gesungen von Federico Fiorio (Dario) und David Oller (Juan debLeón) mit dem RSO Wien dirigiert von José Miguel Perez-Sierra hier auf VideoAusschnitt aus der Samira-Arie aus John Coriglianos Oper "Ghost of Versailles" 1991 an der New Yorker Met mit Marilyn Horne unter James Levine, Mitschnitt auf Youtube. Das Video von Preisverleihung der Oper! Awards 2026 findet sich hier.

    36 Min.
  2. 15. MÄRZ

    Rossini: L'Italiana in Algeri

    Algier oder Mexico City? Egal, Hauptsache Italien! Die Primadonnen schauen sich Gioachino Rossinis frühes Meisterwerk „L’Italiana in Algeri“ an der Deutschen Oper Berlin an. Rolando Villazón siedelt diese opera buffa (komische Oper) im goldenen Zeitalter des lucha libre, der mexikanischen Version des Catchens, an und lässt es ordentlich krachen. Das Publikum der Premiere brach in Begeisterungsstürme aus. Ob sich die Primadonnen auch von der Titelheldin Isabella um den Finger wickeln ließen? Hatten am Ende vielleicht doch die Männer die Nase vorn? Wie steht es um Orientalismus in der Oper? Und ist Catchen nicht das bessere Theater? Wie immer geht es Schlag auf Schlag. Hier gibt es den Trailer zur Aufführung und eine Playlist zur Folge. Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 08. März 2026 Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi Inszenierung: Rolando Villazón Bühnebild: Harald Thor Kostüme: Brigitte Reiffenstuel Licht: Stefan Bolliger Choreografie: Ramses Sigl Wrestling-Einstudierung: Ahmed Chaer Chöre: Jeremy Bines Chor der Deutschen Oper Berlin Dramaturgie: Konstantin Parnian Mustafà: Tommaso Barea Elvira: Hye-Young Moon Zulma: Lucy Baker Haly: Benjamin Dickerson Lindoro: Jonah Hoskins Isabella: Nadezhda Karyazina Taddeo: Misha Kiria Wrestler: El Comandante Rambo & Pascal Spalter Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin Tänzer*innen des Opernballett der Deutschen Oper Berlin Zitierte Musikbeispiele Alle Musikbeispiele aus L’Italiana in Algeri kommen aus der Einspielung mit I Solisti Veneti unter Claudio Scimone mit Marilyn Horne (Isabella), Ernesto Palacio (Lindoro), Samuel Ramey (Mustafa), DomenicoTrimarchi (Taddeo), Kathleen Battle (Elvira) usw.

    46 Min.
  3. 2. MÄRZ

    Zugabe "Dialogues des Carmélites": Sister Act

    Die Primadonnen machen einen Abstecher ins Kloster und treffen dort jede Menge musikalischer Nonnen. Aus einem Zeitraum von fast 1000 Jahren. Wir lernen dabei viel über Schwesternschaft, weibliches Begehren, aber auch etwas über sozialen Ausschluss. Manuel Pollinger gesellt sich als Ehrenprimadonna hinzu und schwärmt von Florentina Holzinger. Und selbst wenn sich am Ende des Regenbogens vielleicht kein Traum erfüllt, so bleibt kein Auge trocken. Vor Lachen und vor Weinen. Wie immer gibt es die ganze Musik auf der Playlist zur Folge. Mehr über Manuel kann man auf seiner Homepage (www.manuelpollinger.com) erfahren.  Zitierte Musikbeispiele Richard Rodgers & Oscar Hammerstein: Climb ev‘ry mountain aus “The Sound of Music”, gesungen von Peggy Wood (Filmversion) bzw. von Anne Sofie von Otter (aus dem Album “A Simple Song”)“Hail Holy Queen”, Original Soundtrack Sister ActHildegard von Bingen: “Ordu Virtutum”, gesungen von The Song Company unter Antony PittsGiacomo Meyerbeer: Bacchanale aus “Robert le Diable“, Orchestre Nationale Bordeaux Aquitaine, dirigiert von Marc MinkowskiGiacomo Puccini: Senza mamma aus „Suor Angelica“, gesungen von Leontyne Price unter Francesco Molinari-PradelliPaul Hindemith: Sancta Susanna, gesungen von Susan Bullock und Della Jones unter Yan Pascal TortelierGiachino Rossini: Ah! quel respect aus „Le Comte Ory“, gesungen von Annick Massis und Marc Laho, dirigiert von Andrew Davis aus einer Liveproduktion aus Glyndebourne

    36 Min.
  4. 15. FEB.

    Poulenc: Dialogues des Carmélites

    Wie weit ist man bereit zu gehen, um für seine Überzeugungen einzustehen? Die Nonnen in Francis Poulencs Oper „Dialogues des Carmélites“ von 1957 finden: bis in den Tod. Jedenfalls wenn die Alternative ist, mitten im Terrorregime der Jakobiner während der französischen Revolution alles aufzugeben, woran sie glauben: Die Kirche. Ihr Gelübde. Gott. Die Primadonnen besuchen die Produktion der Semperoper Dresden (Regie: Jetske Mijnssen, Musikalische Leitung: Marie Jacquot). Sie erzählen, warum die „Dialogues“ zu ihren Lieblingsopern gehören, streiten sich über den Schluss der Inszenierung und überlegen, was diese Oper mit der aktuellen Wehrpflichtdebatte gemein hat.   Hier gibt es den Trailer der Semperoper und hier die Playlist zur Folge auf Spotify.   MusikalischeLeitung: Marie Jacquot Inszenierung: Jetske Mijnssen Bühnenbild: Ben Baur Kostüme: Gideon Davey Choreografie: Lillian Stillwell Licht: Franck Evin Choreinstudierung: Jan Hoffmann Dramaturgie: Kathrin Brunner, Dorothee Harpain Sächsischer Staatsopernchor Dresden Sächsische Staatskapelle Dresden   Le Marquis de la Force: Michael Kraus Blanche, seine Tochter: Marjukka Tepponen bzw. Tara Erraught Le Chevalier, sein Sohn: Julien Dran Madame de Croissy: Evelyn Herlitzius Madame Lidoine: Sinéad Campbell Wallace Mère Marie: Julie Boulianne Sœur Constance: Rosalia Cid Mère Jeanne: Michal Doron Sœur Mathilde: Nicole Chirka Beichtvater: Simeon Esper Erster Kommissar: Jürgen Müller Zweiter Kommissar: Vladyslav Buialskyi Kerkermeister: Martin-Jan Nijhof Offizier: Anton Beliaev Thierry: Yu He   Zitierte Musikbeispiele Aufnahme mit dem Chœurs et Orchestre Du Théatre National De L'Opéra unter Pierre Dervaux mit Denise Duval (Blanche de la Force),  Denise Scharley (Madame De Croissy), Régine Crespin (Madame Lidoine), Rita Gorr (Mère Marie), Liliane Berton (Sœur Constance) bzw.Originalbeispiele mit freundlicher Genehmigung der Semperoper

    54 Min.
  5. 9. JAN.

    Saariaho: Innocence

    Auch in dieser Spielzeit widmen sich die Primadonnen einer Komponistin: Kaija Saariaho. Wir erzählen, was wir an ihrer letzten Oper “Innocence” von 2021 über die Folgen eines Schul-Amoklaufs so schätzen und berichten von gleich zwei Inszenierungen: der der Uraufführung 2021 in Aix-en-Provence (Regie: Simone Stone, ML: Susanna Mälkki) und der aktuell in Nürnberg laufenden (Regie: Jens-Daniel Herzog, ML: Roland Böer). Es geht um Schuld, Mehrsprachigkeit, Volksmusik in einer Opernpartitur – und die Frage: Wie hättest du reagiert? - Innocence: Aix en Provence (2021) - L'Amour de loin: Finnish National Opera - Saariaho – Hush  - Interview Kaija Saariaho und Aleksi Barrière mit Kirill Gerstein - Homepage Miika Hyytiäinen Besetzung: Aix-en-Provence (2021); Nürnberg (Dezember 2025) Regisseur: Simon Stone; Jens-Daniel Herzog  Bühnenbild: Chloe Lamford; Mathis Neidhardt Kostüme: Mel Page; Sibylle Gädeke Licht: James Farncombe; Fabio Antoci Dirigent: Susanna Mälkki; Roland Böer Orchester: London Symphony Orchestra; Staatsphilharmonie Nürnberg Chor: Estonian Philharmonic Chamber Choir; Chor des Staatstheater Nürnberg Kellnerin (Tereza): Magdalena Kožená; Almerija Delic Schwiegermutter (Patricia): Sandrine Piau; Chloë Morgan Schwiegervater (Henrik): Tuomas Pursio; Jochen Kupfer Braut (Stela): Lilian Farahani; Julia Grüter Bräutigam (Tuomas): Markus Nykänen; Martin Platz Priester: Jukka Rasilainen; Philipp Kranjc Lehererin (Cecilia): Lucy Shelton; Fredrika Brillembourg Schülerin 1 (Marketa): Vilma Jää; Erika Hammarberg Schülerin 2 (Lilly): Beate Mordal; Caroline Ottocan Schülerin 3 (Iris): Julie Hega; Lou Denès Schüler 4 (Anton): Simon Kluth; Manuel Ried Schüler 5 (Jeronimo): Camilo Delgado Díaz; Emanoel Velozo Schülerin 6 (Alexia): Marina Dumont; Martha Sotiriou

    48 Min.
  6. 07.12.2025

    Offenbach: Les Contes d'Hoffmann

    Was hat Jacques Offenbachs Oper “Les Contes d’Hoffmann” (Hoffmanns Erzählungen) mit Whitney Houstons „I'm EveryWoman“ zu tun? Wie passt der reale Universalkünstler E.T.A. Hoffmann ins Bild, der nicht nur die Titelfigur ist, sondern auch Ideengeber für die Handlung? Und können wir etwas mit Lydia Steiers Inszenierung an der Berliner Staatsoper Unterden Linden anfangen mit seinem so gar nicht jugendfreien Teufel und Weihnachten in der Konsumhölle? Übrigens begegnen wir erneut dem Pariser Jockey Club, außerdem einem Fluch, der angeblich auf der Oper lastete.   Musikalische Leitung: Bertrand de Billy Inszenierung: Lydia Steier Spielleitung: Leander Teßmer, Caroline Staunton Bühne, Video: Momme Hinrichs Kostüme: Ursula Kudrna Licht: Olaf Freese Choreographie: Tabatha McFadyen Einstudierung Chor: Dani Juris Dramaturgie: Maurice Lenhard, Christoph Lang  Hoffmann: Pene Pati Olympia: Serena Sáenz / Nina Minasyan Antonia: Julia Kleiter Giulietta: Sonja Herranen Lindorf, Coppélius, Dr. Miracle, Dapertutto: Roberto Tagliavini La Muse, Nicklausse: Ema Nikolovska Cochenille, Frantz, Pitichinaccio, Andrès: Ya-Chung Huang Luther: Manuel Winckhler Hermann: David Oštrek Nathanaël: Álvaro Diana Spalanzani: Florian Hoffmann Crespel: Stefan Cerny Stimme aus dem Grab: Natalia Skrycka Schlémil: Jaka Mihelač Die alte Dame: Brigitte Eisenfeld Staatsopernchor Staatskapelle Berlin   Zitierte Musikbeispiele aus Jacques Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“: „Barcarolle“, Jeffrey Tate, Staatskapelle Dresden“Va pour Kleinzach”, Placido Domingo, Richard Bonynge, Choeur et Orchestre de la Radio Suisse Romande„Arie der Olympia“, Nathalie Dessay, Kent Nagano, Choeur etOrchestre de l’opera national de Lyon„Non, ne me tente plus…”, Joan Sutherland, Richard Bonynge, Orchestre de la Radio Suisse RomandeSzene aus dem 4. Akt, Jessye Norman, Neil Shicoff, Sylvain Cambreling, Choeur et Orchestre Symphonique de la Monnaie“Barcarolle”, Jessye Norman, Ann Murray, Sylvain Cambreling, Choeur et Orchestre Symphonique de la MonnaieSzene aus dem Pene Pati, Bertrand de Billy, StaatskapelleBerlin

    53 Min.

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