Esel und Teddy

Esel Müller und Teddy Krzysteczko

Es gibt auch schlechtere!

  1. VOR 4 TAGEN

    Die Entstehung von Esel und Teddy – Das Musical (Podstock 2026)

    Für Leni:  Wir planten groß, doch konnten kaum Wir wussten ja auch gar nicht, wie Dann kamst du und hast uns aufgebaut Aus Blödsinn wurde Harmonie Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden dir ewig dankbar sein. Podstock hielt uns sicher, machte alles leicht In unseren Herzen tragen wir euch heim Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast uns beruhigt: „Ihr schafft das schon“ Hast uns gezeigt, wie alles geht Am Ende hast du uns gere-re-rettet Ja, du, du hast uns gere-re-rettet Du hast uns in das Licht gehoben Und keiner lief davon Ein sicherer Raum, ein kleines Glück Aus Blödsinn hast du Musik gemacht Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden ewig dankbar sein. Podstock hielt uns sicher, machte alles leicht In unseren Herzen tragen wir euch heim Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast alles richtig eingesungen Mit uns geprobt, uns aufgestellt, Hast uns am Ende dann gere-re-rettet Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast uns gesagt: „Ihr zieht das durch“ Hast uns gezeigt, wie alles geht Hast uns am Ende dann gere-re-rettet Ja, du, du hast uns gere-re-rettet Wir wollten aus der Komfortzone Doch haben wir uns gar nicht getraut Das war schon ein bisschen groß für uns Doch du machtest Bühne draus Und Podstock ließ uns einfach rein Wir durften kurz auch Glitzer sein Podstock ließ uns einfach rein Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden dir ewig dankbar sein. Musik und Idee: https://www.youtube.com/watch?v=k2iN9WP0_K4

    1 Std. 22 Min.
  2. 19. APR.

    Der große Babo auf dem Pfeifenstrich

    Liebe Liebe, deine Schrift ist mir unbekannt. Dieser Abstand, dieser Abstand, er schmerzet und ist mir doch zugleich Arznei wider die Angst. Dieser Augenblick bei dir, tief in meine Seele eingeprägt. Ich wäre gerne ein Ganglehrer, doch, bei Gott, ich bin es nicht. Der Briefwechsel begann. Du erzähltest von dem Entwurf deines Lebens. Nunmehr blick ich durch den Tageleuchter, blicke auf den Gesichtsendiger und weiß, dass es dahinter weitergehe, doch sehen kann ich nicht, wie und wo. Oder liegt allda das Nirgendland? Diese Leidenschaft war sie Leidenschaft oder Sehnsucht? Du warst wie ein Liebesstein. Das Lustgetöne, so viele Überschneidungen im Lustgetöne, das wir mögen dies mag nicht Zufall allein sein. Oder bergen wir uns hinter Mummgesichtern? Deine Mundart, nuff und nunna könnt ich’s hören. Verliebtsein ist Scheidekunst im Körper, durch und durch. Es könnte der Grundstein sein für ein Schloß, eine Burg, für eine Kutsche, darinnen Bett und Küche. Verfasser dieser Zeilen bin ich nun. Die Zeitblicke vergehen, ich schaue ihnen nach, zähle sie. Was aber ist deine Zeugemutter? (Phillip von Zesen an Maria Becker, 1672) Zu erratende Begriffe (Achtung, Spoiler!): Allbegriff (entspr. Kosmos) Entgliederkunst (Anatomie) Gesichtsendiger (Horizont) Heilandin (Ärztin) Liebesstein (Magnet) Lustgetöne (entspr. Musik) Meuchelpuffer (Pistole) Nirgendland (Utopia) Obererzvater (Papst) Prunktücher (Teppiche) Schauburg (Theater) Scheidezeichen (Komma) Schiffhalter (Anker) Schweisslöcher (Poren) Tageleuchter (Fenster) weltselig (politisch) Wohllebenskunst (Hygiene) Wortgepränge (Komplimente) Zeitblick (Minute) Zeugemutter (Natur)

    47 Min.
  3. 12. APR.

    Feuer, Zähne, Kaffee, Bier

    Teddy Paella kommt natürlich gar nicht aus Spanien, er kommt aus Ulmenhorst, einem kleinen Städtchen in Niedersachen. Aber das ist seinen Fans egal. Sie lieben ihn. Heute steht er auf, greift zur Zahnbürste und putzt sich die Zähne mit dem Gesichtsausdruck eines Mannes, der später wieder „Alle Handylampen an“ in ein Mikrofon hauen wird. Noch schnell auf Klo, dann zündet er sicherheitshalber noch ein Streichholz an, damit sein Mitbewohner nichts merkt. Er packt einen Stapel mit Papieren, seine Setlist, lose Zettel, notdürftig mit einer Büroklammer zusammengeheftet. Dann macht er sich ein alkoholfreies Bier mit einem Kronkorken auf, zieht geschniegelt den Reißverschluss seiner Hose hoch und klappt das Revers seines glänzenden Sackos um. In der Küche holt er einen Kaffeefilter aus dem Schrank, entscheidet sich dann aber doch für Kamillentee im Teebeutel. Wegen des Magens. (Er würde nie "wegen dem Magen" sagen, Sprache ist sowas wie sein Elixier.) Mit dem Kugelschreiber kritzelt er letzte Änderungen in seine Lyrics: „hier Hüfte“, „hier Augen zu“, „hier lasziv ins Publikum zeigen“. Dann macht er seine Schuhe mit Klettverschluss zu, weil Leidenschaft gut ist, aber Bücken schlecht. Zum Schluss klebt er noch ein paar Post-its an seine Liedtexte: „Sonnenbrille auf“, „Olé rufen“, „bedeutungsvoll schweigen“. Und dann fährt Teddy Paella los, der Mann, der klingt wie Benidorm und aussieht wie Ulmenhorst in Pink. Heute wir er es wieder mal sein, alles in einer Person: Bühne, Gott, Rebell.

    32 Min.
  4. 25. MÄRZ

    Das Einkaufszentrum von Sachsenotto

    Neunzehn Jahre. Es ist eine dieser Zahlen, die man ansieht und sofort wieder vergisst, weil sie unmöglich richtig sein kann. Als hätte jemand die Zeit unbemerkt gefaltet. Die Jahre mit Teddy kommen mir nicht vor wie eine Strecke, eher wie ein Zustand: ein langer, heller Durchzug aus Unsinn, Treue und sehr speziellen Gedanken. Und nun stehe ich in dieser stillen Ladenpassage, in der alles ein wenig aufgeladen wirkt, als hielte die Welt selbst den Atem an vor diesem 19-jährigen Jubiläum. Links das Partygeschäft mit seinem übermütigen Kitsch aus Ballons, Kerzen und Dingen, die für einen Abend gemacht sind und dann für immer in Erinnerung bleiben. Daneben der Bäcker, warm, golden, leicht erschöpft, als hätte auch er all die Jahre mitgezählt. Weiter der Blumenladen, kühl und feierlich, voller Sträuße, Vasen und jener schönen Vergänglichkeit, die immer so tut, als sei sie nur Dekoration. Irgendwo glänzen Flaschen im Getränkeladen hinter verschlossenen Dingen, und im Musikgeschäft scheint selbst das Schweigen auf etwas zu warten. Alles ist vertraut und zugleich seltsam entrückt, als läge über den Geschäften ein Rätsel, das nur heute sichtbar wird. Ich gehe durch diese kleine Welt mit echter Vorfreude und einer Dankbarkeit, die sich kaum verbergen lässt. Denn hinter der Glasfront ist Teddy, und endlich will ich zu ihm. Man spürt, dass hier nichts zufällig platziert wurde. Jedes Schaufenster, jede Tür, jeder Laden scheint ein leises Geheimnis zu kennen. Ein Bäcker bewahrt mehr als Backwaren, ein Blumenladen mehr als Blüten, und selbst die unscheinbarsten Gegenstände wirken, als hätten sie auf diesen Tag gewartet. Vielleicht ist das das Merkwürdige an neunzehn Jahren: dass sie im Rückblick wie im Flug vergangen sind und trotzdem überall Spuren hinterlassen haben. In Räumen. In Stimmen. In Blicken durch Glas. Und in dieser freudigen Gewissheit, dass hinter all dem Teddy wartet. Hier zum Nachspielen der Link zum Spiel: https://www.esel-und-teddy.de/wp-content/uploads/2026/03/eut_19_jahre_adventure.zip

    1 Std. 21 Min.
4,7
von 5
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