Friedensreiter

Ludwig-Windthorst-Haus (LWH | Lingen) und Institut für Theologie und Frieden (ithf | Hamburg)

Die Welt ist aus den Fugen. Kriege, Konflikte und Spannungen sorgen für Unfrieden. Dieser Podcast begibt sich auf die Suche nach Wegen für den Frieden. Er stellt sich in das Zeichen der Friedensreiter, die bei den Verhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges als Vermittler zwischen den Delegationen in Münster und Osnabrück pendelten. Friedensreiter - Das Friedens-Lab von Ludwig Windthorst-Haus, der Katholisch-sozialen Akademie des Bistums Osnabrück in Lingen, und dem Institut für Theologie und Frieden in Hamburg.

  1. Folge 29 | Sudan - Der ignorierte Krieg | Gast: Ralf E. Krüger

    15. APR.

    Folge 29 | Sudan - Der ignorierte Krieg | Gast: Ralf E. Krüger

    Sudan – Der ignorierte Krieg und die Hoffnung der Menschen Der Sudan gilt laut den Vereinten Nationen als Schauplatz einer der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit – und steht dennoch kaum im Fokus der Weltöffentlichkeit. In dieser Folge von *Friedensreiter* sprechen wir über einen Konflikt, der oft übersehen wird, obwohl er Millionen Menschen betrifft. Zu Gast ist der Journalist und ehemalige Leiter des dpa-Afrikabüros Ralf Krüger, der gerade erst aus dem Sudan zurückgekehrt ist. Er berichtet eindrücklich von seinen Erfahrungen vor Ort: von der zerstörten Hauptstadt Khartum, die an Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert, von gezielten Angriffen auf Infrastruktur und Zivilbevölkerung – und von einem komplexen Krieg, in dem zahlreiche internationale Akteure und Interessen verwoben sind. Gemeinsam beleuchten wir die Hintergründe des Konflikts, seine historischen Wurzeln und die geopolitischen Dimensionen. Warum wird dieser Krieg im Westen so wenig beachtet? Welche Rolle spielen Ressourcen, Machtinteressen und externe Einflussnahme? Und was bedeutet das alles für die Menschen im Land? Trotz aller Zerstörung bleibt auch Raum für Hoffnung: Krüger schildert die beeindruckende Resilienz der sudanesischen Bevölkerung und ihren Willen zum Neuanfang. Was können wir von dieser Haltung lernen – und welche Perspektiven gibt es für Frieden und Wiederaufbau? Eine Folge über einen „ignorierten Krieg“, über globale Verantwortung – und über die Kraft der Menschen, selbst im Chaos Zukunft zu gestalten.

    40 Min.
  2. Folge 26 | Iran: Heiligt der Zweck die Mittel?

    4. MÄRZ

    Folge 26 | Iran: Heiligt der Zweck die Mittel?

    Wenn die Macht das Recht ersetzt – Heiligt der Zweck die Mittel? Warum findet dieser Krieg um den Iran gerade jetzt statt? Und vor allem: Darf man ihn führen? In dieser Folge des Friedensreiters, dem Friedens-Lab von LWH und ithf, analysieren wir nicht die militärische Lage, sondern die entscheidende Frage dahinter: Ist diese Intervention völkerrechtlich legitim – oder erleben wir die Rückkehr einer Welt, in der Macht das Recht ersetzt?** Wir ordnen die wechselnden Begründungen aus Washington ein, prüfen die Kriterien des Präventivschlags und fragen: * Liegt eine „unmittelbar bevorstehende Bedrohung“ vor? * Sind die Motive tatsächlich uneigennützig? * Trägt die Rechtfertigung? Dabei geht es um mehr als den Einzelfall Iran. Es geht um eine Grundsatzfrage internationaler Ordnung: => Was passiert mit dem Völkerrecht, wenn wir beginnen, es situativ auszulegen – oder zu ignorieren, sobald das Ziel moralisch überzeugend erscheint? „Wenn wir das zum Kriterium machen, die Welt von Diktatoren zu befreien, dann können wir noch in ganz viele Länder dieser Welt militärisch intervenieren.“ Ist der mögliche Sturz eines repressiven Regimes den Preis wert, den eine Erosion des Völkerrechts nach sich zieht? Und in welcher Welt wachen wir auf, wenn militärische Intervention wieder zum normalen Instrument der Politik wird? Eine Folge über Macht, Moral, Realpolitik – und die gefährliche Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt.

    25 Min.
  3. Folge 24 | Realismus zwischen Macht und Moral | Gast: Staatsministerin Serap Güler

    6. FEB.

    Folge 24 | Realismus zwischen Macht und Moral | Gast: Staatsministerin Serap Güler

    Realismus statt Selbstberuhigung – Serap Güler über deutsche Außenpolitik Lange lebte die deutsche Außenpolitik von der Annahme, Werte und Interessen würden sich fast automatisch decken. Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, hält diese Sicht nicht für falsch – aber für unvollständig. In diesem Gespräch wirbt sie für eine realistische Außenpolitik, die Glaubwürdigkeit zurückgewinnt, ohne in Zynismus zu verfallen. Wir sprechen darüber, warum interessengeleitete Politik nie neu war, weshalb Deutschland lange gezögert hat, das offen auszusprechen – und warum Außenpolitik heute bis an die Supermarktkasse wirkt. Güler erklärt, weshalb internationales Recht gerade in Zeiten von Machtpolitik und Annexionen unverzichtbar bleibt, warum Europa Grenzen markieren muss – auch gegenüber engen Verbündeten – und weshalb „mehr Europa“ keine Floskel, sondern strategische Notwendigkeit ist. Ein weiterer Schwerpunkt: Sicherheit und Verteidigung. Warum ein gesundes Maß an Sorge angebracht ist, weshalb Abschreckung nichts mit Kriegsrhetorik zu tun hat und warum Diplomatie kein Selbstzweck ist, sondern Ergebnisse braucht. Auch der Blick auf die Ukraine, auf Syrien und auf die Rolle der Vereinten Nationen zeigt: Wertepolitik entsteht nicht durch moralische Distanz, sondern durch Klarheit, Bedingungen und Handlungsfähigkeit. Ein Gespräch über Außenpolitik ohne Illusionen – über Realismus ohne Zynismus, Werte ohne Selbstgerechtigkeit und Interessen ohne Verdrängung. 🎧 Jetzt reinhören.

    59 Min.

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Die Welt ist aus den Fugen. Kriege, Konflikte und Spannungen sorgen für Unfrieden. Dieser Podcast begibt sich auf die Suche nach Wegen für den Frieden. Er stellt sich in das Zeichen der Friedensreiter, die bei den Verhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges als Vermittler zwischen den Delegationen in Münster und Osnabrück pendelten. Friedensreiter - Das Friedens-Lab von Ludwig Windthorst-Haus, der Katholisch-sozialen Akademie des Bistums Osnabrück in Lingen, und dem Institut für Theologie und Frieden in Hamburg.

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