Meilensteine – Alben, die Geschichte machten

SWR1 Rheinland-Pfalz

Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor. Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge. Dabei schaut das Team der SWR1 Musikredaktion hinter die Kulissen. Was war los in der Zeit, als dieser Meilenstein der Musikgeschichte veröffentlicht wurde – bei den Musikern und in der Welt. Was macht gerade dieses Album so besonders? Was sind die Hintergründe und wie sind sie produziert worden, die Platten, die uns immer wieder über den Weg laufen? Welche jungen Künstler haben sie beeinflusst und von wem wurden sie selbst beeinflusst? Bei uns gibt’s die Geschichten hinter den Alben, die Geschichte machten. Haben Sie Anregungen für die nächste Folge, Fragen oder Kritik? Sie erreichen die Redaktion per E-Mail unter meilensteine@swr.de.

  1. vor 5 Tagen

    Bob Seger – "Night Moves"

    Nach 15 Jahren im Musikbusiness und neun vorherigen Alben gelingt Bob Seger mit "Night Moves" 1976 endlich der internationale Durchbruch. Bis heute zählt es zu den Klassikern des Heartland Rocks. Heartland Rock ist ein Genre, das Ende der 1970er Jahre in den USA entsteht. Es ist eine Mischung aus Folk, Rock ’n’ Roll und Country. Richtig populär wurde es in den 1980er Jahren vor allem durch Bruce Springsteen. Neben Springsteen und Bob Seger gehören auch Tom Petty, Jackson Browne und John Mellencamp zu den bekanntesten Vertretern des Heartland Rock. Bob Seger hat schon sehr früh angefangen, Musik zu machen. Bereits mit 16 Jahren schrieb Seger, der in Detroit geboren und aufgewachsen ist, seinen ersten Song, der kurz darauf sogar schon im lokalen Radio lief. Beeinflusst wurde er von den Beatles und den Rolling Stones. Er selbst fühlte sich dem R&B stark verbunden und ist ein großer Fan von James Brown. Auch von Chuck Berry ließ er sich inspirieren. Besonders gut zu hören ist das auf "Night Moves" im ersten Song "Rock And Roll Never Forgets". "Night Moves" ist inhaltlich eine Mischung aus Tagebuch und Kurzgeschichten, erzählt aus einer beobachtenden Perspektive. Seger nutzt dabei einen ganz besonderen Erzählstil: Er ist der Beobachter, steht aber trotzdem meistens im Mittelpunkt. In "The Fire Down Below" berichtet er zum Beispiel nur von seinen Eindrücken eines Abends im Rotlichtviertel. In "Rock And Roll Never Forgets" oder "Mainstreet" hat man dagegen eher das Gefühl, dass er aus eigenen Erinnerungen schöpft. Das Schöne daran: Diese Blicke zurück, die oft in seine Jugend führen, klingen nie verbittert. Sie wirken wie warme und positive Erinnerungen an früher, mit einer gewissen Wehmut, die auch dazu gehört. __________ Über diese Songs vom Album "Night Moves" sprechen wir im Podcast • (18:27) – "Rock And Roll Never Forgets" • (23:10) – "Night Moves" • (39:50) – "The Fire Down Below" • (46:57) – "Mainstreet" • (57:43) – "Mary Lou" __________ Shownotes • Blog-Eintrag von Zach Burchill: Was Night Moves mit japanischer Philosophie zu tun hat: https://www.zachburchill.ml/nightmoves/ • Alles über die Aufnahmen von "Night Moves" in Toronto bei Mix Classic-Tracks: https://www.mixonline.com/recording/classic-tracks/classic-tracks-bob-segers-night-moves-372131 • Das Video zu "Night Moves" auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=xH7cSSKnkL4&list=RDxH7cSSKnkL4&start_radio=1 • ARD Podcast-Tipp: ARD Ikonen - die Geschichten der größten Musik-Stars "Sturm und Funkstille | Sportfreunde Stiller": https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3978975adf0d6966/

    Bob Seger – "Night Moves"
  2. 12. Okt.

    A Tribe Called Quest – "The Low End Theory"

    "The Low End Theory" von A Tribe Called Quest erschien am 24. September 1991 als zweites Studioalbum der Band. Bis heute zählt es zu den besten Hip-Hop-Alben aller Zeiten. A Tribe Called Quest gründeten sich 1988 und bestanden aus den drei MCs (Master of Ceremonies) Q-Tip (Kamaal Ibn John Fareed), Phife Dawg (Malik Isaac Taylor) und Jarobi White sowie dem DJ und Produzenten Ali Shaheed Muhammad. Bis zu ihrer endgültigen Auflösung im Jahr 2017 war die New Yorker Hip-Hop-Band vor allem für ihre philosophischen und teilweise sozialkritischen Texte sowie ihre für den damaligen Hip-Hop ungewöhnlichen Jazz-Samples bekannt. Mit ihren politischen und gesellschaftskritischen Themen wird A Tribe Called Quest dem Conscious Rap zugeordnet. Charakteristisch dafür sind bei der Gruppe vor allem durchdachte Texte, in denen sie sich auch immer wieder mit gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinandersetzen. "The Low End Theory" zeigt, wie A Tribe Called Quest den Hip-Hop der 1990er-Jahre entscheidend mitprägten. Eine Besonderheit des Albums liegt in der Verwendung von Jazz-Samples, die nicht nur vereinzelt eingesetzt werden, sondern einen Grundbestandteil des Sounds bilden. Vor allem Q-Tip war bereits früh von Jazz und Bebop geprägt, da sein Vater ein großer Fan dieser Musik war. Die Samples auf "The Low End Theory" stammen jedoch nicht ausschließlich aus dem Jazz, sondern auch aus Soul und Funk. Dabei wurden sie gezielt ausgewählt, neu zusammengesetzt und mit den Beats und dem Rap der Gruppe verbunden. Auf diese Weise greift das Album auf unterschiedliche Traditionen afroamerikanischer Musik zurück und überführt sie in den Hip-Hop der frühen 1990er-Jahre. __________ Über diese Songs vom Album "The Low End Theory" sprechen wir im Podcast • (19:00) – "Excursions" • (29:13) – "Jazz (We've Got)" • (46:36) – "Buggin' Out" • (54:50) – "Check The Rhime" • (01:01:36) – "Scenario" __________ Shownotes • ARD Podcast-Tipp: "Mutterstadt 0711 - HipHop-Hauptstadt Stuttgart!?!": https://www.ardsounds.de/sendung/mutterstadt-0711-hiphop-hauptstadt-stuttgart/urn:ard:show:f8c72aee02263e48/

    A Tribe Called Quest – "The Low End Theory"
  3. 4. Okt.

    ABBA – "Arrival"

    "Arrival" ist nicht nur das vierte Album von ABBA – es enthält auch eine der erfolgreichsten Singles der Popgeschichte und machte die schwedische Popgruppe zu internationalen Superstars. ABBA – bestehend aus den beiden damaligen Paaren Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus sowie Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad – hatten 1974 mit "Waterloo" den Eurovision Song Contest in Brighton gewonnen. Als sie im August 1975 mit den Arbeiten an "Arrival" begannen, konnten sie mit Songs wie "Mamma Mia" und "SOS" bereits weitere internationale Erfolge feiern. Die Aufnahmen zu "Arrival" dauerten für ABBA ungewöhnlich lange, unter anderem weil die Bandmitglieder zunehmend private Verpflichtungen hatten. Doch das Warten sollte sich lohnen: Am 11. Oktober 1976 veröffentlichte ABBA schließlich ein Album, das sich weltweit millionenfach verkaufte und zu den erfolgreichsten ihrer Karriere zählt. Mit "Arrival" bewies die Band, dass sie längst auch auf dem internationalen Musikmarkt angekommen war. Gleichzeitig behauptete sie sich in einer Zeit, in der so unterschiedliche Genres wie Disco, Rock und Punk die Musikwelt der 1970er-Jahre prägten. __________ Über diese Songs vom Album "Arrival" sprechen wir im Podcast • (21:10) – "When I Kissed The Teacher" • (28:22) – "Dancing Queen" • (59:00) – "Fernando" • (01:13:26) – "Knowing Me, Knowing You" • (01:22:25) – "Money, Money, Money" __________ Shownotes • Buchtipp: "Fernando and the Flute" von Philip Tagg. Was euch in diesem musikwissenschaftlichen Standardwerk erwartet, erfahrt ihr hier: https://abbaomnibus.com/books/fernando-the-flute-analysis-of-musical-meaning-in-an-abba-mega-hit/ • Das Video zu "When I Kissed The Teacher" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=jGj8oM9NUZk&list=RDjGj8oM9NUZk&start_radio=1 • Das Video zu "Dancing Queen" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=xFrGuyw1V8s&list=RDxFrGuyw1V8s&start_radio=1 • Das Video zu "Knowing Me Knowing You" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=iUrzicaiRLU&list=RDiUrzicaiRLU&start_radio=1 • Das Video zu "Fernando" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=dQsjAbZDx-4&list=RDdQsjAbZDx-4&start_radio=1 • Das Video zu "Monoey, Money, Money" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=ETxmCCsMoD0&list=RDETxmCCsMoD0&start_radio=1 • Die ABBA-Doku auf Arte: "ABBA: Das größte Pop-Phänomen der Welt": https://youtu.be/0-Rft4oVkUo?si=wGQUlPr1TLq4rIvB • Björn im Interview mit Rick Beato auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=wy6ZO1e4W3U • ARD Podcast-Tipp: "Zwischen Hamburg und Haiti": https://www.ardsounds.de/sendung/zwischen-hamburg-und-haiti/urn:ard:show:9d4c11d743094a7e/

    ABBA – "Arrival"
  4. 27. Sept.

    Run-D.M.C. – "Raising Hell"

    Mit ihrem Album "Raising Hell" bringt die New Yorker Hip-Hop-Gruppe Run-D.M.C. 1986 nichts Geringeres auf den Markt als eine musikalische Revolution. DJ Jam Master Jay, Reverend Run und D.M.C. – das ist das Hip-Hop-Trio aus dem New Yorker Stadtteil Queens. 1982 hat die Gruppe sich gegründet und mit Songs wie "It’s Like That" und "King Of Rock" schon erste Erfolge gefeiert. Mit ihrem dritten Album "Raising Hell" leisten Run-D.M.C. wirkliche Pionierarbeit. Sie legen die Disco- und Funkbeats ab und machen den Hip Hop rauer – mit DJ und Drumcomputern wie zum Beispiel dem legendären "808". Mit ihrer Art von Hip Hop schaffen es Run-D.M.C. als erste Gruppe dieses Genres in die Top 10 der amerikanischen Billboard-Charts und auch als erste Hip-Hop-Formation auf das Cover des "Rolling-Stone"-Magazins. Sie verbinden Rap und Rock und haben zusammen mit Aerosmith und dem Song "Walk This Way" den ersten Crossover-Hit zwischen diesen beiden Genres aufgenommen. Der Song hat es in den 80ern bei vielen amerikanischen Radiostationen zum meist nachgefragten Song geschafft. Ihre Finger mit im Spiel haben dabei Russell Simmons und Starproduzent Rick Rubin. Die beiden betreiben 1986 schon seit zwei Jahren das erfolgreiche Plattenlabel "Def Jam" und produzieren das Album von Run-D.M.C. Rapper Chuck D. von der erfolgreichen Rap-Kombo "Public Enemy" hat Run-D.M.C. mal beschrieben als "die Beatles des Hip Hop". Diese Aussage polarisiert, beinhaltet aber viel Wahres, denn sie haben den Hip Hop, der vorher hauptsächlich in den Blockparties und der schwarzen Community stattgefunden hat, mainstreamtauglich gemacht. So haben sie dafür gesorgt, dass ein breiteres Publikum Zugang zum Hip Hop gefunden hat. Patrick Schütz aus dem Meilensteine-Team findet: "Ihr Vermächtnis ist einfach der Hip Hop, wie wir ihn heute kennen! Den würde es ohne Run-D.M.C. gar nicht geben!" __________ Über diese Songs vom Album "Raising Hell" sprechen wir im Podcast • (16:07) – "Peter Piper" • (26:04) – "It’s Tricky" • (36:10) – "My Adidas" • (42:40) – "Walk This Way" __________ Shownotes • Artikel "Die Geburtsstunde des Hip Hop" bei "The Circle": https://thecircle.de/blogs/features/11-august-1973-die-geburtsstunde-des-hip-hop • Das Musikvideo zu "Walk This Way" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=4B_UYYPb-Gk&list=RD4B_UYYPb-Gk&start_radio=1 • Das Musikvideo zu "It's Tricky" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=l-O5IHVhWj0&list=RDl-O5IHVhWj0&start_radio=1 • Interview mit Rapper D.M.C. zur Geschichte hinter "Walk This Way" auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=5ikJrtxRovI • ARD Podcast-Tipp: Das Wissen: "Faszination Oktoberfest – Mehr als Massenrausch in Tracht": https://www.ardsounds.de/sendung/das-wissen/urn:ard:show:ffbe53ea2c26eb21/

    Run-D.M.C. – "Raising Hell"
  5. 21. Sept.

    Janis Joplin – "Pearl"

    "Pearl”, das Soloalbum von Janis Joplin, hat einen traurigen Beigeschmack, es ist ihr erfolgreichstes Album geworden. Sie selbst hat das aber nie erfahren können. Gestorben ist Janis Joplin Ende 1970 an einer Überdosis Heroin, nur wenige Stunden nachdem sie noch im Tonstudio gestanden hat. Mit ihrem frühen Tod gehört Janis Joplin auch zum traurigen "Club 27", in dem viele Rock- und Popstars durch ihr frühes Ableben sind. Neben Janis Joplin gehören zum Beispiel auch Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Jim Morrison oder auch Brian Jones in den "Club 27". Aufgenommen hatte Janis Joplin das Album mit "ihrer" neuen Band, der Full Tilt Boogie Band, die sich für sie auch nach der Band angefühlt hat, die fest zu ihr dazugehören sollte. Vorher hatte Janis Joplin schon mit anderen Bands zusammengespielt, aber die Full Tilt Boogie Band war auf dem Weg, ihre feste Band zu werden. Und dass das Zusammenspiel zwischen Janis Joplin und der Band gut funktioniert, das hört man auch, findet Musikredakteur Benjamin Brendebach. Die Songs, die Janis Joplin auf ihrem Album "Pearl" singt, hat sie größtenteils nicht selbst geschrieben – genauer gesagt ist nur der Song "Move Over" von ihr geschrieben worden. Aber dennoch macht sie mit ihrer Art zu singen die Songs zu ihren eigenen, findet auch Musikredakteurin Katharina Heinius: "Sie macht jeden Song zu ihrem eigenen Song!" Die Songwriter, mit denen sie für "Pearl" zusammengearbeitet hat, waren überzeugt von Janis Joplin, erklärt Katharina Heinius. Das ist alleine schon daran zu erkennen, dass sie ihr die Songs überhaupt angeboten haben. Insgesamt sind zehn Songs auf dem Album von Janis Joplin, darunter auch einige ihrer größten Hits. Es gibt Blues-Momente, Folk-Momente und noch ganz viel mehr. Aber eine Frage bleibt: Es gibt keinen Song auf dem Album mit dem Titel "Pearl". Warum also trägt das Album diesen Titel – das erfahrt ihr im Podcast! __________ Über diese Songs vom Album "Pearl" sprechen wir im Podcast • (04:01) – "Move Over" • (08:33) – "Can’t Turn You Loose" • (11:43) – "Cry Baby" • (17:19) – "A Woman Left Lonely" • (24:18) – "Me And Bobby McGee" • (31:46) – "Buried Alive In The Blues" • (34:56) – "Mercedes Benz" __________ Shownotes: • Die Manson-Morde (Tate-Morde): https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Charles-Manson-Die-Tate-Morde-machten-ihn-zur-duesteren-Ikone,manson136.html • Informationen zum Kent State Massaker: https://www.kent.edu/may-4-historical-accuracy • Podcastfolge von "Der Stichtag – Die Chronik der ARD" zum Altamont Free Concert: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f8c7154bf271dd3c/ • Dokumentation: "The Day the Rock Star Died – Janis Joplin": https://www.zdf.de/portraits/the-day-the-rock-star-died-100#focus=the-day-the-rock-star-died-janis-joplin-100 • Die Meilensteine Live in Sinsheim am 24.9. – Hier könnt ihr euch anmelden: https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html

    Janis Joplin – "Pearl"
  6. 14. Sept.

    Spice Girls – "Spice"

    1996 hat die britische Girlgroup "Spice Girls" ihr Debütalbum "Spice" herausgebracht. Darauf befindet sich mit "Wannabe" auch der größte Hit der Popgruppe. Der größte Hit der Band "Wannabe", ist bei den Streamingplattformen inzwischen im "Club der Milliardäre", was die Abrufzahlen betrifft – und ist auch nach 30 Jahren noch auf so gut wie jeder Partyplaylist zu finden. Auch den Songtext kennen die meisten auswendig, zumindest aus der Generation der Millenials. Für damals junge Mädchen waren die Spice Girls Vorbilder, weil sie der jungen Generation gezeigt haben, dass man auch als Mädchen bzw. Frau "cool sein", "albern" und "laut sein" darf, erklärt Musikjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda im Podcast. Mit dieser starken Botschaft, verpackt in einem hervorragend produzierten Popsong, schaffen es die Spice Girls mit der ersten offiziellen Single in ihrer Heimat Großbritannien, in Deutschland und auch in den USA auf Platz 1 der Single-Charts. Aber nicht nur mit "Wannabe" haben die Spice Girls es in ihrer Heimat an die Spitze der Charts geschafft. Gleich vier Singles des Debütalbums schaffen es an die Spitze der Charts: "Wannabe", "Say You’ll Be There", "2 Become 1" und "Mama". Ein Rekord! Und auch wenn die Spice Girls eine gecastete Band sind, haben sie mit ihrer Musik und diesem Album "ihr eigenes Ding draus gemacht", wie Katharina Heinius es beschreibt. Und "sie verkörpern eine Form von Selbstbewusstsein", fügt sie hinzu. Bianca Hauda findet, dass die Spice Girls mit ihrem Debüt gezeigt haben, dass "Mädchen sind nicht nur die Fans sind […], sie können auch selbst die Hauptfiguren sein – und das ist wichtig!" __________ Über diese Songs vom Album "Spice" sprechen wir im Podcast • (21:45 ) – "Wannabe" • (45:51) – "Say You'll Be There" • (54:09) – "2 Become 1" • (59:03) – "Mama" __________ Shownotes • Seite von Songwriter Richard "Biff" Stannard auf Spotify: https://open.spotify.com/playlist/37i9dQZF1EFAu0bePhLMSX?go=1&sp_cid=d38882b75d8f32df4f473b839791fd3a&t=2&utm_source=embed_player_p&utm_medium=desktop&nd=1&dlsi=93304f807cf04377 • Hier ist das Artwork zu "Spice" entstanden: https://form.uk.com/ • Das Musikvideo zum Song "Wannabe" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=gJLIiF15wjQ&list=RDgJLIiF15wjQ&start_radio=1 • Das Musikvideo zum Song "Say You'll Be There" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=9ro0FW9Qt-4&list=RD9ro0FW9Qt-4&start_radio=1 • Das Musikvideo zum Song "2 Become 1" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=FA5jsa1lR9c&list=RDFA5jsa1lR9c&start_radio=1 • Das Musikvideo zum Song "Mama" von den Spice Girls: https://www.youtube.com/watch?v=VsNbhwSXDB8&list=RDVsNbhwSXDB8&start_radio=1 • Die Meilensteine live bei der SWR1 Regiotour: https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html • ARD Podcast-Tipp: "Fuck You Very, Very Much!": https://www.ardsounds.de/sendung/fuck-you-very-very-much-die-groessten-beefs-im-musikbiz/urn:ard:show:5e38c56cdbb15089/

    Spice Girls – "Spice"
  7. 6. Sept.

    Lynyrd Skynyrd – "One More From The Road"

    Das Livealbum "One More From The Road" von Lynyrd Skynyrd feiert in diesem Jahr 50. Geburtstag. Mit dabei: Die legendäre Live-Version von "Free Bird". Am 13. September 1976 erschien "One More From The Road" als Doppel-Livealbum. Bereits Ende desselben Jahres erreichte es in den USA seine erste Platin-Auszeichnung. Bis 1987 verkaufte es sich mehr als 1,5 Millionen Mal. Das Album zeigt Lynyrd Skynyrd auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs und ist gleichzeitig das Vermächtnis der ursprünglichen Besetzung rund um Sänger Ronnie Van Zant. Nur ein Jahr später kamen er, Gitarrist Steve Gaines und dessen Schwester Cassie Gaines bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Cassie Gaines ist auf "One More From The Road" als Background-Sängerin zu hören. Die Geschichte von Lynyrd Skynyrd begann bereits Mitte der 1960er-Jahre in Jacksonville, Florida. Nach einigen Jahren als lokale Band sammelten sie 1971 erste richtige Studioerfahrungen, bevor sie 1973 von Produzent Al Kooper unter Vertrag genommen wurden. Der Plattenvertrag brachte ihnen einen Vorschuss von gerade einmal 9.000 Dollar ein. Mangels anderer Angebote nahm die Band den Deal trotzdem an. Den bescheidenen Plattendeal verarbeitete die Band später im Song "Workin’ For MCA". Auf "One More From The Road" eröffnet der Song das Livealbum. "One More From The Road" zeigt, wie mitreißend und voller Energie ein gut produziertes Livealbum sein kann. Es bringt das Gefühl, live dabei zu sein, zu den Fans nach Hause. Zusätzlich lässt es erahnen, wie die Stimmung bei den drei Konzerten im Juli 1976 im Fox Theatre in Atlanta gewesen sein muss, bei denen die Aufnahmen für das Album entstanden. __________ Über diese Songs vom Album "One More From The Road" sprechen wir im Podcast • (11:03) – "Workin' For MCA" • (18:32) – "Saturday Night Special" • (23:45) – "Whiskey Rock-a-Roller" • (31:32) – "Sweet Home Alabama" • (44:13) – "T For Texas" • (47:30) – "Crossroads" • (49:03) – "Call Me The Breeze" • (50:23) – "Free Bird" __________ Shownotes • "Sweet Home Alabama" Live 1976 in Knebworth: https://www.youtube.com/watch?v=L_LirXfFxOM • Für Gitarristen, die etwas über das "Free Bird" Solo lernen wollen: https://www.premierguitar.com/lessons/how-freebird-taught-me-everything-i-need-to-know-about-rock-guitar-soloing • Doku über Lynyrd Skynyrd: https://www.youtube.com/watch?v=ZS0WvzRVByg • Hintergrundinformationen zu "One More From The Road" von Cameron Crowe: http://www.theuncool.com/journalism/lynyrd-skynyrd-one-more-from-the-road/ • SWR Regiotour 2026: ARD-Musikpodcast "Meilensteine – Alben, die Geschichte machten": https://www.swr.de/unternehmen/events/regiotour-bw-meilensteine-2026-100.html • ARD-Podcast-Tipp: "Amerika, wir müssen reden! ": https://www.ardsounds.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/urn:ard:show:4bc59488d0e4c9bb/

    Lynyrd Skynyrd – "One More From The Road"
  8. 31. Aug.

    R.E.M. – "New Adventures In Hi-Fi"

    Im September 1996 erschien "New Adventures In Hi-Fi" von R.E.M. Auf ihrem zehnten Album klingt die Band mal rau und direkt, mal melancholisch und nachdenklich. Entstanden ist ein vielseitiges Rockalbum, das R.E.M. mitten auf dem Höhepunkt ihrer Karriere zeigt. Die US-amerikanische Band um Michael Stipe, Bill Berry, Peter Buck und Mike Mills hatte kurz zuvor einen neuen Plattenvertrag abgeschlossen, der ihr für die nächsten fünf Alben rund 80 Millionen Dollar einbringen sollte. Das war eine Risikoinvestition, aber nach vorherigen Erfolgsalben wie "Out Of Time" (1991) mit dem Megahit "Losing My Religion” oder dem Album "Monster" (1994) gehörten R.E.M. zu den größten Rockbands der Welt. Die Band war also in einer komfortablen Position und nutzte diese Freiheit, ohne sich dem Massengeschmack anzupassen. Auch auf "New Adventures In Hi-Fi" finden sich außergewöhnliche Songs, die nicht unbedingt nach den Regeln des Musikmarkts funktionieren. Viele davon entstanden bereits unterwegs während ihrer großen "Monster"-Tour. Zu den Besonderheiten von R.E.M. gehören die Songtexte von Sänger und Songschreiber Michael Stipe, auf die er sehr großen Wert legt. Er hat mal erzählt, dass er immer ein kleines Buch bei sich trägt, in dem er einzelne Wörter sammelt und sich sogar selbst welche ausdenkt. "New Adventures In Hi-Fi" blieb in den USA zwar etwas hinter dem Erfolg des Vorgängers "Monster" zurück, stürmte in Europa aber an die Spitze der Albumcharts. Trotz des enormen Erfolgs und eines millionenschweren Plattenvertrags bewahrte sich die Band ihre künstlerische Freiheit. R.E.M. machten weiterhin authentische und eigenwillige Musik - so wie sie es wollten. Darauf konnten sich die Fans auch bei "New Adventures in Hi-Fi" verlassen. __________ Über diese Songs vom Album "New Adventures In Hi-Fi" sprechen wir im Podcast: • (17:44) – "How The West Was Won And Where It Got Us" • (32:44) – "E-Bow The Letter" • (48:35) – "Leave" • (01:04:45) – "Be Mine" • (01:09:45) – "Electrolite" __________ Shownotes • Der ARP ODYSSEY Synthesizer, mit dem die Sirene in "Leave" gestaltet wurde: https://www.youtube.com/watch?v=2Khm0whVuz0 • Video zu "E-Bow The Letter": https://www.youtube.com/watch?v=5cnIQHJ169s • Pittis Popcast, der Podcast unseres Gastes Stefan (Pitti) Pitterling: https://open.spotify.com/show/2mELkpHHnGBl9CfpGg7C8U • Artikel zum 25. Jubiläum von "New Adventures In Hi-Fi" auf "The Circle": https://thecircle.de/en/blogs/features/r-e-m-album-25-jahre-new-adventures-in-hi-fi • Buchtipp: "R.E.M. – Life And How To Live It” https://www.verlag-reiffer.de/produkt/rem/ • Meilensteine On Tour bei der SWR Regiotour 2026: ARD-Musikpodcast Meilensteine – Alben, die Geschichte machten • ARD-Podcast-Tipp: "Philipps Playlist" https://www.ardsounds.de/sendung/philipps-playlist/urn:ard:show:08551fdc33d443ab/

    R.E.M. – "New Adventures In Hi-Fi"
4,5
von 5
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