alles muss raus - mit Thilo Mischke

Pqpp2 Audio

Was lernt man wohl, wenn man die Welt sieht? Wenn man nicht nur die Fjorde der Arktis, die Straßen Neapels oder die Strände Mexikos kennt, sondern auch die Regionen, in denen niemand Urlaub macht? Der Journalist Thilo Mischke hat diese Kriegs-, und Krisengebiete, die Schatten- und Parallelwelten kennengelernt und findet eine klare Antwort: Man muss mit den Menschen sprechen, sich mit ihnen unterhalten. Denn uns verbindet mehr, als uns voneinander trennt. In „Alles Muss Raus“ macht Thilo genau das. Er spricht mit Menschen. Menschen die er auf seinen Reisen trifft, mit den Protagonisten seiner Filme, mit Mitgliedern seines Teams. Mit Menschen die Teil seiner Heimat, seiner Vergangenheit oder seiner Gegenwart sind. http://www.pqpp2audio.de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast

  1. vor 1 Tag

    "Wir haben es verlernt, nah bei den Menschen zu sein" (m. Ministerpräsident Sven Schulze)

    Warum erreicht die AfD in Sachsen-Anhalt so viele Menschen – und weshalb gelingt das den etablierten Parteien immer weniger? Auf seiner Reise durch Sachsen-Anhalt trifft Thilo Mischke den CDU-Politiker und Ministerpräsidenten Sven Schulze. Im Gespräch geht es um verlorenes Vertrauen, politische Versäumnisse und die Frage, ob die CDU zu lange an einem Wahlkampf aus einer anderen Zeit festgehalten hat. Schulze räumt ein, dass seine Partei wieder näher an die Menschen heranrücken muss – auch dort, wo Gespräche unbequem werden und keine einfachen Lösungen existieren. Die beiden sprechen über den Einfluss sozialer Medien, die emotionale Strategie der AfD und einen Wahlkampf zwischen realistischen Versprechen und zugespitzten Botschaften. Kann Sachpolitik gegen Angst, Wut und Zukunftsunsicherheit bestehen? Braucht die CDU eine neue Identität? Und wie will Schulze verhindern, dass Sachsen-Anhalt zum politischen Experimentierfeld für AfD und BSW wird? Ein Gespräch über die Zukunft Ostdeutschlands, die Grenzen politischer Kommunikation und die entscheidende Frage: Wie lässt sich verlorenes Vertrauen zurückgewinnen? Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus" werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus

  2. vor 2 Tagen

    „Ich habe selber mal AfD gewählt" (m. Hannes Kreschel)

    Thilo spricht in dieser Folge mit Hannes Kreschel - er ist aufgewachsen in Sachsen-Anhalt und politischer Content Creator. Mit seinen Videos und Gesprächen setzt er sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein. Dafür geht er unter anderem auf Demonstrationen und AfD-Veranstaltungen, spricht mit den Menschen vor Ort und konfrontiert sie mit ihren Aussagen. Im Gespräch geht es um Ostdeutschland, politische Identität und die Frage, warum die AfD gerade dort so erfolgreich ist. Hannes erzählt auch von seiner eigenen politischen Entwicklung: Mit 16 wählte er die AfD aus Protest – später führten Gespräche und neue Perspektiven dazu, dass er seine Haltung änderte. Außerdem sprechen Thilo und Hannes über TikTok, Instagram und YouTube, über die Grenzen zwischen Journalismus und Aktivismus und darüber, wie man Menschen erreicht, die sich bisher kaum für Politik interessieren. Eine Folge über Sachsen-Anhalt, Social Media, politische Kommunikation und die Frage, wie demokratischer Diskurs heute funktionieren kann. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus" werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus

  3. vor 3 Tagen

    Sachsen-Anhalt - das Experimentierlabor der AfD (m. Der Dunkle Parabelritter)

    Was passiert, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt tatsächlich an die Macht kommt – und was kann der Rest Deutschlands daraus lernen? Am letzten Tag seiner Reise trifft Thilo Mischke Alexander Prinz, bekannt als „Der Dunkle Parabelritter“. Er lebt in Sachsen-Anhalt, beschäftigt sich seit Jahren mit ostdeutscher Identität und politischer Radikalisierung und beobachtet den Aufstieg der AfD aus nächster Nähe. Die beiden sprechen über ein Bundesland, auf das kurz vor der Landtagswahl plötzlich wieder ganz Deutschland schaut. Warum ist die AfD gerade im ländlichen Raum so stark? Welche Rolle spielen wirtschaftlicher Strukturwandel, die Erfahrungen der Nachwendezeit und das Gefühl fehlender Perspektiven? Und warum wollen gleichzeitig so viele Menschen auf keinen Fall ihre Heimat verlassen? Alexander befürchtet, Sachsen-Anhalt könnte zum „Experimentierlabor“ für die AfD werden: ein Ort, an dem sich erstmals zeigen könnte, was passiert, wenn die Partei tatsächlich politische Verantwortung übernimmt. Was würde das für Bildung, Medien und Pressefreiheit bedeuten? Und wäre ein solches Experiment eine Warnung für den Rest Deutschlands – oder der Beginn einer Entwicklung, die sich anschließend kaum noch aufhalten lässt? Doch es geht auch um die Verantwortung von Medien. Haben Journalistinnen und Journalisten zu einem Bild vom Osten beigetragen, das Sachsen-Anhalt auf AfD, Rechtsextremismus und Frust reduziert? Alexander beschreibt, wie sich seine eigene ostdeutsche Identität erst ab 2015 stärker entwickelt hat – auch als Reaktion auf die Berichterstattung über Pegida und „den Osten“. Und immer wieder kommen die beiden auf eine Frage zurück: Wie erreicht man Menschen, die sich von Politik und Medien längst verabschiedet haben? Alexander plädiert dafür, AfD-Wähler nicht zu Feinden zu erklären, sondern verstehen zu wollen, woher ihre Wut und Enttäuschung kommen – ohne deshalb ihre politischen Positionen zu übernehmen. Ein Gespräch über AfD und Landtagswahl, Heimat und Nachwendezeit, die Fehler der Medien und darüber, warum Zuhören nicht dasselbe ist wie Zustimmen. Und über die Hoffnung, dass Sachsen-Anhalt nicht nur als politisches Warnsignal gesehen wird, sondern auch als eine Heimat, auf die Menschen stolz sein können.

  4. vor 4 Tagen

    Kann eine Katze Sachsen-Anhalt versöhnen? (m. Christoph und Cosimo Sannahcat)

    Was erzählt eine Katze mit fast 400.000 Instagram-Followern über die politische Stimmung in Sachsen-Anhalt? Mehr, als man zunächst denken würde. Thilo Mischke trifft Christoph und seinen Kater Cosimo in Lutherstadt Wittenberg. Cosimo ist eine Savannah-Katze, fährt auf Christophs Schulter Fahrrad und ist in der Stadt längst eine kleine Berühmtheit. Wo die beiden auftauchen, bleiben Menschen stehen, machen Fotos – und freuen sich. Doch Sachsen-Anhalt steht vor der Landtagswahl. Und so wird aus einem Spaziergang mit Katze schnell ein Gespräch über die Stimmung im Land. Christoph hat lange als Gerüstbauer gearbeitet und erzählt von steigenden Preisen, harter Arbeit und dem Gefühl, dass vom eigenen Lohn immer weniger übrig bleibt. Politik sei ständig Thema, meistens verbunden mit Unzufriedenheit. Er selbst geht trotzdem nicht mehr wählen. Ein Grund dafür ist für Christoph das Internet. Er sagt, es falle ihm immer schwerer zu erkennen, welche Informationen wahr und welche falsch sind. Gleichzeitig erlebt er als Content Creator selbst, welche Inhalte soziale Netzwerke belohnen: Ein Video, in dem Cosimo ihn beißen will, erreicht Millionen Menschen. Die liebevoll produzierten Gute-Laune-Videos laufen deutlich schlechter. Was bedeutet das für einen Wahlkampf, der zunehmend auch in sozialen Medien stattfindet? Warum funktionieren Wut, Provokation und Zuspitzung so gut? Und haben manche Parteien diese Mechanismen besser verstanden als andere? Thilo und Christoph sprechen über Nichtwählen und Politikverdrossenheit, über die AfD, die Polarisierung zwischen „links“ und „rechts“ und über den Blick auf Sachsen-Anhalt. Denn während im politischen Diskurs häufig das Bild eines Landes in der Krise entsteht, erlebt Christoph seine Heimat ganz anders: Wittenberg habe sich seit den 90er-Jahren stark verändert, die Stadt sei saniert, es gebe Arbeit und viel, das gut funktioniere. Wie passen diese beiden Bilder zusammen? Und was sagt es über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wenn jemand unzufrieden mit der Politik ist – aber keiner Partei mehr genug vertraut, um überhaupt wählen zu gehen? Ein Spaziergang durch Wittenberg über Politikfrust, Algorithmen und die Frage, warum eine Katze manchmal leichter Menschen zusammenbringt als Politik.

  5. vor 5 Tagen

    Sollte man die AfD mit Humor nehmen? (m. Hendrik Brehmer)

    Thilo Mischke trifft den Comedian **Hendrik Brehmer**, der aus Sachsen-Anhalt stammt und heute in Berlin lebt. Beim Minigolf sprechen die beiden darüber, warum die AfD gerade im Osten so erfolgreich ist, wie rechte Positionen gesellschaftlich normaler werden und warum die üblichen Erklärungen über „den Osten“ oft zu kurz greifen. Dabei wird das Gespräch schnell persönlich: Brehmer erzählt von seiner Kindheit in Halberstadt, von Mobbing, seiner Familie und davon, dass auch in seinem eigenen Umfeld Menschen AfD wählen. Es geht um die Frage, wie man mit Menschen redet, die man liebt, deren politische Ansichten man aber fundamental ablehnt – und was passiert, wenn man nach Jahren des Streitens irgendwann einfach keine Kraft mehr für dieselben Diskussionen hat. Im Zentrum steht schließlich die Rolle von Humor. Was bringen Witze gegen rechts, wenn darüber vor allem Menschen lachen, die ohnehin derselben Meinung sind? Verstärken politische Jokes auf Social Media womöglich sogar die Polarisierung? Und wie macht man Comedy über Menschen mit rechten Ansichten, ohne ihre Positionen zu verharmlosen – aber auch ohne sie nur als Karikaturen darzustellen? Brehmer beschreibt Humor als Möglichkeit, Schmerz, Widersprüche und die eigene Sozialisation zu verarbeiten. Gleichzeitig stellt er infrage, ob klassische „Jokes gegen rechts“ überhaupt Menschen außerhalb der eigenen politischen Bubble erreichen. Aus dem Gespräch entsteht deshalb eine Idee: Comedy dort auszuprobieren, wo AfD-Wähler tatsächlich im Publikum sitzen. Nicht um ihnen zu erklären, dass sie falsch liegen, sondern um über gemeinsames Lachen vielleicht wieder einen Raum für Zuhören und Selbstreflexion zu schaffen. Ein Gespräch über Sachsen-Anhalt, ostdeutsche Erfahrungen, Familie, politische Bubbles und die Frage: **Können wir Menschen wieder erreichen, bevor wir versuchen, sie zu überzeugen?**

  6. 14. Aug.

    Habe ich Matthias Lieschke (AfD) falsch interviewt? (m. Wiebke Hollersen)

    Nach seiner Reise durch Sachsen-Anhalt trifft Thilo Mischke die Journalistin Wiebke Hollersen. Sie hat alle Folgen der Reise gehört – und einiges daran zu kritisieren. Im Zentrum steht Thilos Gespräch mit dem AfD-Politiker Matthias Lieschke. War Thilo zu voreingenommen? Hat er zu sehr versucht, seinen Gesprächspartner mit dessen Partei zu konfrontieren, statt herauszufinden, warum er überhaupt Teil dieser Partei ist? Und was passiert mit einem Interview, wenn ein Politiker von Beginn an spürt, wie der Journalist ihm gegenübersteht? Thilo und Wiebke sprechen offen über journalistische Haltung, Fehler und die Grenzen politischer Interviews. Es geht um die Frage, ob Journalistinnen und Journalisten ihre Gesprächspartner überzeugen oder „entlarven“ wollen sollten – oder ob ihre eigentliche Aufgabe darin besteht, so lange nachzufragen, bis das Publikum selbst verstehen kann, wie ein Mensch denkt. Dabei diskutieren die beiden auch konkrete Fehler und Zuspitzungen aus Thilos Gespräch mit Lieschke: etwa beim Frauenbild der AfD, bei Schwangerschaftsabbrüchen und beim Homeschooling. Wie präzise muss Kritik sein, damit sie funktioniert? Und verliert Journalismus an Glaubwürdigkeit, wenn er Positionen des Gegenübers stärker zuspitzt, als dessen Programm sie tatsächlich formuliert? Anhand eines aktuellen Spiegel-Covers über AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund geht es schließlich um die Medien insgesamt: Was bewirken Schlagzeilen wie „der gefährlichste Mann Deutschlands“? Warnen sie vor politischen Entwicklungen – oder liefern sie Politikern genau das Material, mit dem diese sich gegenüber ihren Anhängern inszenieren können? Und dann ist da noch der Blick auf Sachsen-Anhalt. Warum wird der Erfolg der AfD so häufig als spezifisch ostdeutsches Problem erzählt, obwohl rechtspopulistische Parteien international erfolgreich sind und die AfD auch im Westen Deutschlands hohe Ergebnisse erzielt? Welche Rolle spielen soziale und demografische Strukturen – und was übersehen wir, wenn wir politische Entwicklungen vor allem mit „dem Osten“ erklären? Ein selbstkritisches Gespräch über Haltung und Neugier, über AfD und Medien – und darüber, welchen Journalismus es braucht, wenn politische Gräben immer größer werden.

  7. 13. Aug.

    Frühstück mit Landfrauen: „Wer Kinder hat, ist aufgeschmissen“

    Thilo Mischke sitzt an der Elbe und frühstückt mit den Landfrauen. Was als Gespräch über Handarbeit, Gemeinschaft und die Frage beginnt, was Landfrauen eigentlich machen, wird schnell zu einer Reise durch ostdeutsche Biografien und die Gegenwart Sachsen-Anhalts. Die Frauen erzählen von ihrem Leben in der DDR, von Arbeit und Gleichberechtigung, von der Wende und davon, was sich seitdem verbessert hat – aber auch davon, wo sie sich bis heute missverstanden fühlen. Es geht um Bildung und fehlenden Nachwuchs, um Ehrenamt, politische Resignation und die Erfahrung, dass sich Politik gerade in kleinen Orten oft weit weg anfühlt. Natürlich geht es auch um die AfD und ihre hohen Umfragewerte. Die Landfrauen sprechen über Protest, Frust und darüber, warum sie sich den Erfolg der Partei selbst nicht vollständig erklären können. Gleichzeitig wehren sie sich gegen ein Bild von Sachsen-Anhalt, das das Bundesland auf Rechtsextremismus und politische Unzufriedenheit reduziert. Auch beim Thema Migration wird es persönlich: Die Frauen erzählen von ihrem eigenen Engagement für Geflüchtete, von Hilfsbereitschaft, aber auch von Enttäuschung und Resignation. Dabei wird deutlich, wie kompliziert Erfahrungen werden, sobald man sie nicht mehr in politische Lager sortiert. Und immer wieder geht es um Ost und West. Wie viel dieser Trennung steckt 35 Jahre nach der Wiedervereinigung noch in den Köpfen? Was geht verloren, wenn über „die Ostdeutschen“ gesprochen wird, als wären Millionen Menschen eine homogene Gruppe? Und warum fällt ein differenzierter Blick auf die DDR und die Nachwendezeit bis heute so schwer? Ein Gespräch über Heimat und Vorurteile, über das Älterwerden und die nächste Generation – und über ein Sachsen-Anhalt, das viel mehr ist als seine aktuellen Umfragewerte.

Moderation und Gäste

4,6
von 5
813 Bewertungen

Info

Was lernt man wohl, wenn man die Welt sieht? Wenn man nicht nur die Fjorde der Arktis, die Straßen Neapels oder die Strände Mexikos kennt, sondern auch die Regionen, in denen niemand Urlaub macht? Der Journalist Thilo Mischke hat diese Kriegs-, und Krisengebiete, die Schatten- und Parallelwelten kennengelernt und findet eine klare Antwort: Man muss mit den Menschen sprechen, sich mit ihnen unterhalten. Denn uns verbindet mehr, als uns voneinander trennt. In „Alles Muss Raus“ macht Thilo genau das. Er spricht mit Menschen. Menschen die er auf seinen Reisen trifft, mit den Protagonisten seiner Filme, mit Mitgliedern seines Teams. Mit Menschen die Teil seiner Heimat, seiner Vergangenheit oder seiner Gegenwart sind. http://www.pqpp2audio.de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast

Das gefällt dir vielleicht auch