Helle Panke

Helle Panke

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  1. 9. Sept.

    Italien unter Giorgia Meloni - Wenn die extreme Rechte an der Regierung ist

    Derzeit richten sich viele Augen auf Sachsen-Anhalt. Ist es doch möglich, dass hier zum ersten Mal seit 1945 eine Partei der extremen Rechten in einem Bundesland an die Regierungsmacht kommt. Damit würde sich in Sachsen-Anhalt vollziehen, was in vielen Ländern der EU längst Alltag geworden ist: Extrem rechte Parteien sind an Regierungen beteiligt oder führen diese an – wie etwa im Lieblingsurlaubsland der Deutschen, Italien. Giorgia Meloni ist seit Oktober 2022 Ministerpräsidentin Italiens und führt die Regierung für die Partei Fratelli d’Italia (FdI) – auf Deutsch „Brüder Italiens“. Bereits als fünfzehnjährige Jugendliche trat Meloni der Jugendorganisation der (post-)faschistischen Partei Movimento Sociale Italiano (MSI) bei und machte anschließend in der Partei und deren verschiedenen Nachfolgeparteien Karriere. Diese politische Karriere führte sie schließlich in das italienische Regierungsamt, das sie zumindest in außenpolitischen Fragen relativ geräuschlos ausübt. Aber wie sieht Melonis Regierungsstil in Italien aus? Was hat sie in den drei Jahren und zehn Monaten ihrer Regierungszeit konkret in der italienischen Politik und Gesellschaft verändert? Ist die politische Landschaft Italiens mit der in Deutschland zu vergleichen, und was können wir von dort lernen? Darüber wollen wir mit dem Journalisten und Kulturkritiker Georg Seeßlen sprechen. Er lebt teilweise in Ligurien (Italien), von wo aus er zu unserer Online-Veranstaltung zugeschaltet wird. Moderation: Fabian Kunow

    Italien unter Giorgia Meloni - Wenn die extreme Rechte an der Regierung ist
  2. 16. Aug.

    Against Tradition

    In each of their books, Libman, Lerman, and Loftin ask what it means to belong to a tradition in the wake of that tradition’s moral collapse. As Loftin wrestles with Christianity amid the resurgence of fascism, Libman wrestles with Judaism amid the destruction in Gaza, and Lerman wrestles with philosophy and literature's complicity in the creation of the pacified, helpless contemporary subject, all three explore whether standing against one’s tradition might in fact be the only way left of remaining faithful to that tradition. Mac Loftin is a theologian, writer, and teacher at Harvard University, where he earned his PhD. His research explores the intersection of Christian theology and politics in the modern West. His new book is In the Twilight of the Christian West: A Theology of Mourning and Resistance. Benjamin Libman is a writer and translator based in Paris. His book, The Third Solitude, A Memoir Against History, was published in 2025. His next book, Voyeur, will be published in 2027. He holds a PhD in English from Stanford University. Lindsay Lerman is a writer and translator. Her first book, I'm From Nowhere, was published in 2020. Her second book, What Are You, was published in 2023. She is the translator of François Laruelle's first book. She holds a PhD in Philosophy from the University of Guelph in Ontario, Canada. Her short stories, essays, and interviews have been published in the Los Angeles Review of Books, New York Tyrant, The Creative Independent, and elsewhere. She lives in Berlin.

    Against Tradition
  3. 16. Aug.

    Roter Säkularismus - Philosophische Gespräche

    Aus welchen Quellen schöpfte die radikale Tradition der deutschen Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert? Die Linie von Marx und Engels über Bebel, Kautsky und Rosa Luxemburg ist bekannt. Aber was ist mit der Linie, die sich durch die naturwissenschaftliche Weltanschauung und den Antiklerikalismus inspirierte? Die Ausleihekataloge der sozialistischen Arbeiterbibliotheken zeigen, dass die Leser viel lieber populärwissenschaftliche Werke von Ernst Haeckel oder Ludwig Büchner, als die Klassiker des Marxismus, entliehen. Und in Arbeiterbiographien waren es oft die Lektüre dieser materialistisch-monistisch Autoren und ein Konflikt mit einem Pfarrer, die den ersten Schritt hin zur Opposition markierten. In der Weimarer Republik nahmen hunderttausende Sozialisten und Kommunisten an der freigeistigen Bewegung, vor allem als Mitglieder der Freidenkervereine teil. In einem neuen Buch argumentiert der in den Niederlanden lehrende amerikanische Historiker Todd H. Weir, dass viele deutsche Linke aus zwei miteinander verwobenen, jedoch distinkten Traditionen schöpften, die sozialistische und die freigeistige. Er nennt die Schnittstellen zwischen den beiden den "roten Säkularismus". In dem Vortrag geht es darum, die These des roten Säkularismus auszuleuchten und zu debattieren. Todd H. Weir hat sich als Historiker an der Humboldt-Universität und Columbia University ausgebildet. Er hat zwei Monographie zur Kultur- und Politikgeschichte des Säkularismus in Deutschland geschrieben. Er lehrt an der Universität Groningen (NL) und leitet dort ein Forschungsprojekt über die globale Geschichte des Begriffs „Weltanschauung“. Wer sich vorab in das Buch vertiefen will, kann es hier kostenlos downloaden oder online lesen. Moderation: Falko Schmieder

    Roter Säkularismus - Philosophische Gespräche
  4. 7. Aug.

    Vom Unwesen des Menschen - Negative Anthropologie und kritische Gesellschaftstheorie nach Ulrich Sonnemann

    Der Sozialphilosoph, Schriftsteller und Psychologe Ulrich Sonnemann (1912–1993) zählt zu den markantesten und zu Unrecht wenig rezipierten Denkern der Kritischen Theorie. Sein Hauptwerk Negative Anthropologie (1969) entwirft eine Bestimmung des Menschen, die vom Nichtgewordenen ausgeht: vom Unterdrückten, Verdrängten, Abwesenden und noch Ungelebten. Zugleich entzündet sich die Kritik am bestehenden Unheil gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Vortrag rekonstruiert diesen Ansatz anhand konkreter Geschichtserfahrungen, die das Menschliche in seiner Deformation und unabgegoltenen Möglichkeit zeigen. Im Mittelpunkt steht dabei Sonnemanns Kritik an der positivistischen Anthropologie Arnold Gehlens sowie seine Verschränkung von Sprachkritik, Psychoanalyse und kritischem Humanismus. Kann dieser Ansatz – auch angesichts aktueller Debatten um künstliche Intelligenz und die Zukunft des Humanen – dazu beitragen, am Menschlichen festzuhalten? Referent: Dr. Martin Mettin ist Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humanistischen Hochschule Berlin, wo er zu Ästhetik, Ethik und philosophischer Bildung lehrt und forscht. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen Echo im Sprachwald (Neofelis, 2019) über Walter Benjamin und Kritische Theorie des Hörens. Untersuchungen zur Philosophie Ulrich Sonnemanns (Metzler, 2021), das mit dem Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ausgezeichnet wurde. Zudem ist er Mitherausgeber des Briefwechsels zwischen Sonnemann und Theodor W. Adorno (Zeitschrift für Kritische Theorie, 2019) und eines Sammelbandes zur Negativen Anthropologie (Neofelis, 2021).

    Vom Unwesen des Menschen - Negative Anthropologie und kritische Gesellschaftstheorie nach Ulrich Sonnemann

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