Regalplatz

Lebensmittel Praxis

Regalplatz – Der Podcast der Lebensmittel Praxis. In "Regalplatz" diskutiert LP-Redakteurin Elena Kuss gemeinsam mit Experten der Branche die aktuellen Trends im Lebensmitteleinzelhandel. Sie beleuchten Hintergründe und geben wertvolle Tipps für Handel und Hersteller. Schreiben Sie uns gerne an: redaktion@lebensmittelpraxis.de

  1. vor 12 Std.

    Die Verpackung sieht nachhaltig aus. Ist sie es auch? Koehler-Vorstand Philipp Prechtl über Papieroptik, Recycling und das Vertrauen der Verbraucher

    Schokolade, Nudeln, Mehl und Zucker liegen längst in Papierverpackungen im Regal. Bei Chips und Keksen wird es schwieriger. Hier entscheidet der Schutz vor Feuchtigkeit darüber, wie weit Papier noch kommen kann. Wie viel Kunststoff lässt sich im Supermarkt sinnvoll durch Papier ersetzen? Diese Frage zieht sich durch das Gespräch von Elena Kuss mit Philipp Prechtl, Strategievorstand der Koehler-Gruppe. Der Papierhersteller sieht weiteres Potenzial, muss dafür aber noch technische Aufgaben lösen. Eine davon ist die Wasserdampfbarriere. Sie soll verhindern, dass empfindliche Lebensmittel Feuchtigkeit ziehen. Prechtl berichtet, woran Koehler arbeitet, welche Anwendungen bereits möglich sind und warum Papier für manche Produkte an Grenzen stößt. In dieser Folge von Regalplatz geht es um die Zukunft der Lebensmittelverpackung und die Entscheidungen auf dem Weg dorthin: Was müssen Hersteller testen? Wie aufwendig ist die Umstellung einer Verpackungsanlage? Und welche Rolle spielen Recyclingfähigkeit, Entsorgungskosten und das Image von Papier? Außerdem ordnen wir zwei Abkürzungen ein: PPWR steht für die europäische Verpackungsverordnung, EmpCo für eine EU-Richtlinie, die Verbraucher unter anderem vor irreführender Umweltwerbung schützen soll. Beide beschäftigen die Branche. Aber beschleunigen die Regeln den Materialwechsel oder machen sie ihn komplizierter?

  2. 27. Okt.

    Jeder Zweite spielt am Bildschirm: Wie Händler jetzt vom Gaming-Boom profitieren

    Eine Konsole im Supermarkt kann junge Kunden anlocken. Doch wie wird aus einem Gaming-Turnier mehr als ein gut besuchter Nachmittag? Und was haben Lebensmittelmarken davon, wenn sie mit Spieleentwicklern, E-Sport-Teams oder Gaming-Creatorn zusammenarbeiten? In dieser Folge von „Regalplatz“, dem Podcast der Lebensmittel Praxis, spricht Elena Kuss mit Constantin Rittmann von der Gaming-Marketingagentur MYI. Es geht um die Frage, wie Lebensmittelhändler und Hersteller über Gaming Kunden erreichen und welche Voraussetzungen sie dafür schaffen müssen. Rittmann erklärt, warum regelmäßige Veranstaltungen im Markt mehr bewirken können als eine einmalige Aktion. Er beschreibt, wie Händler mit lokalen E-Sport-Vereinen zusammenarbeiten können, die Räume für ihre Treffen suchen, und wie sich Veranstaltungen mit Produktproben, Treueprogrammen oder der eigenen App verbinden lassen. Dabei muss es nicht gleich das Turnier mit einem Profi sein. Auch für Hersteller reicht das Thema weit über Energy-Drinks und Chips hinaus. Rittmann berichtet von Erfahrungen mit veganen Produkten auf einer LAN-Party und erklärt, warum beim Spielen mit Maus und Tastatur selbst die Frage zählt, ob ein Snack die Finger schmutzig macht. Am Beispiel von Monster Energy und Call of Duty sprechen wir darüber, wie sich Produkte im Regal mit Vorteilen im Spiel verknüpfen lassen. Weitere Themen der Folge: • Warum „Gamer“ als Zielgruppenbeschreibung zu ungenau ist und was der Vergleich mit Musikfans verdeutlicht.• Welche Spiele sich für Veranstaltungen im Supermarkt eignen.• Was E-Sport-Sponsoring leisten kann und wie sich lokale, nationale und internationale Partnerschaften unterscheiden.• Wie Rittmann den eingestellten Spiele-Shop von Aldi einordnet.• Warum selbst ein aufwendig produzierter Werbespot bei Spielern durchfallen kann.• Wie Händler und Marken vor dem Einstieg das Wissen ihrer eigenen Mitarbeiter nutzen können. Eine Folge für alle, die Gaming für ihren Markt oder ihre Marke nutzen möchten und wissen wollen, welche Ziele, Partner und Formate dafür passen.

    Jeder Zweite spielt am Bildschirm: Wie Händler jetzt vom Gaming-Boom profitieren
  3. 20. Okt.

    TikTok lockt mit dem Shop: Snap will Händler mit Verkäufen im Markt überzeugen

    Über TikTok-Shop verkauft Edeka-Händler Pascal Seifert Waren für 100.000 Euro im Monat. Snap-Manager Jan Müller hält dagegen: Auch Snapchat soll Verkäufe auslösen, direkt im Supermarkt. Doch wie lässt sich beweisen, dass die Werbung den Kunden an die Kasse gebracht hat? In dieser Folge von Regalplatz spricht Elena Kuss mit Jan Müller, der bei Snap große Werbekunden im deutschsprachigen Raum betreut. Er erklärt, wie Lebensmittelhändler über Snapchat Kunden erreichen und in ihre Märkte bringen sollen. Dabei geht es um Einblicke hinter den Pfandautomaten, interaktive Kameraeffekte und die Möglichkeit, den eigenen Supermarkt auf der Snap Map zu bewerben. Ein besonders persönlicher Bereich der App steht Unternehmen inzwischen ebenfalls offen: der Chat. Zwischen Nachrichten von Freunden können Werbebotschaften auftauchen. Wie verhindert Snap, dass diese Nähe die Nutzer verärgert? Und welche Inhalte passen zu einer Plattform, auf der Menschen vor allem mit Freunden und Familie kommunizieren? Müller hält Snapchat im Lebensmittelhandel für unterschätzt. Nach seinen Angaben nutzen monatlich mehr als 19 Millionen Menschen in Deutschland die App, 80 Prozent davon sind volljährig. Trotzdem konzentriert sich etwa Rewe inzwischen stärker auf Meta und Tiktok. Wir sprechen darüber, was aus Müllers Sicht dafür spricht, Werbebudgets auf mehrere Plattformen zu verteilen. Entscheidend bleibt die Frage nach dem zusätzlichen Verkauf. Müller erläutert, wie Kundenkarten, Datenabgleiche sowie Test- und Kontrollgruppen helfen können, die Wirkung einer Kampagne zu prüfen. Denn wenn nach einer Anzeige mehr Ware über das Kassenband geht, muss das noch lange nicht an Snapchat liegen.

    TikTok lockt mit dem Shop: Snap will Händler mit Verkäufen im Markt überzeugen
  4. 21. Sept.

    Warum derselbe Kunde heute spart und morgen Premium kauft – mit Marktforscherin Anna-Katharina Kraus

    Der Kunde spart und gönnt sich gleichzeitig etwas. Er kauft Handelsmarke und Premium. Er achtet auf seine Gesundheit und will trotzdem genießen. Widersprüchlich? Nicht unbedingt. Anna Kraus von YouGov sagt: Der Shopper ist nicht so fragmentiert, wie es auf den ersten Blick scheint. Vielmehr zeigt ein und derselbe Mensch je nach Situation eine andere Version seiner selbst. Entscheidend ist der Kontext, in dem eine Kaufentscheidung fällt. Auf der ECR in Motion in Bonn hat Elena Kuss mit der Marktforscherin direkt nach ihrem Vortrag gesprochen, mitten im Trubel der Veranstaltung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie können Händler und Hersteller diese unterschiedlichen Bedürfnisse erkennen und ihre Sortimente darauf ausrichten? Denn der Markt verändert sich. Handelsmarken kommen inzwischen auf einen Umsatzanteil von 46 Prozent. Gleichzeitig wachsen gerade Premium-Handelsmarken stark. Gesundheitsorientierte Produkte legen zu, aber auch der Genuss bleibt wichtig. Und 29 Prozent der Kunden suchen aktiv nach Produkten, die besser zu ihren Bedürfnissen passen. Im Podcast geht es deshalb um sogenannte Kontexträume: Muss der Handel Produkte künftig weniger nach klassischen Kategorien und stärker nach konkreten Situationen wie Feierabend, Energie oder Entspannung denken? Wie könnte eine solche Platzierung im Supermarkt aussehen, ohne dass der Kunde die Orientierung verliert? Außerdem sprechen Anna Kraus und Elena Kuss über zwei Entwicklungen, die das Einkaufsverhalten weiter verändern könnten: Longevity und GLP-1. Laut den von YouGov präsentierten Daten nutzen bereits 1,7 Millionen Haushalte GLP-1-Präparate. Gemeinsam stehen sie für rund fünf Milliarden Euro FMCG-Ausgaben. Welche Produkte landen in diesen Haushalten im Einkaufswagen und welche Kategorien könnten davon profitieren? Und schließlich geht es um KI. Schon heute nutzen Verbraucher künstliche Intelligenz im Zusammenhang mit Lebensmitteln und Konsumgütern. Was passiert, wenn künftig nicht mehr nur Regalplatzierung, Preis und Marke darüber entscheiden, welches Produkt in die engere Auswahl kommt, sondern auch die Empfehlung einer KI? Eine Folge über den Shopper der Zukunft und darüber, was Händler und Hersteller heute über ihn wissen sollten.

    Warum derselbe Kunde heute spart und morgen Premium kauft – mit Marktforscherin Anna-Katharina Kraus
  5. 15. Sept.

    Aldi USA: Warum der wichtigste Wachstumsmarkt die ganze Gruppe verändert

    Aldi ist seit 50 Jahren in den USA. Heute ist dasUS-Geschäft der größte Ländermarkt von Aldi Süd und der Discounter will weitermassiv wachsen: Bis Ende 2028 sollen es 3.200 Standorte sein. Doch selbst daskönnte erst der Anfang sein. Warum funktioniert Aldi ausgerechnet in den USA so gut? Wieschafft es der Discounter, in einem stark markengetriebenen Markt mit rund 90Prozent Eigenmarken eine Fangemeinde aufzubauen? Und warum gelingt Lidl, das2017 mit großen Ambitionen in den US-Markt gestartet ist, bislang nichtdasselbe? Darüber spricht Elena Kuss in dieser Folge von „Regalplatz“mit Markus Schröder. Der Handelsexperte kennt Aldi auch von innen: Er hatselbst als Einkäufer für den Discounter gearbeitet und sich zuletzt vor Ortangesehen, wie Aldi in den USA aufgestellt ist. Schröder erklärt, warum das reduzierte Sortiment, dieEigenmarken, die kleinen Flächen und eine über Jahrzehnte aufgebauteMarkenstärke zusammenspielen. Er nimmt die Hörer mit in einen Aldi-Markt in LasVegas und zeigt am Beispiel des Käseregals, wie es Aldi gelingt, auf deutlichweniger Fläche ein aus seiner Sicht attraktiveres Sortiment zusammenzustellenals Walmart. Auch Lidl USA kommt zur Sprache. Schröder analysiert, warumder Konkurrent trotz großer Investitionen bis heute Schwierigkeiten hat, in denUSA ausreichend Größe aufzubauen und weshalb regionale Übernahmen zumentscheidenden Hebel werden könnten. Der Blick geht aber auch zurück nach Europa und Deutschland.Denn während das US-Geschäft wächst, sieht Schröder Aldi in einigeneuropäischen Märkten unter Druck. Gleichzeitig versucht Aldi Süd, internationalstärker zu bündeln und Synergien zu heben. Genau darin sieht Schröder einRisiko: Wenn lokale Geschmacksprofile bei den Eigenmarken verloren gehen,könnte Aldi an einer seiner wichtigsten Stärken rütteln. Eine Folge über Aldis größten Wachstumsmarkt, denschwierigen US-Weg von Lidl und die Frage, welche Weichen Aldi Süd jetzt fürdie kommenden Jahre stellt.

    Aldi USA: Warum der wichtigste Wachstumsmarkt die ganze Gruppe verändert
  6. 31. Aug.

    Podcast aus dem Supermarkt: Wie Kraftling-Gründer Friedrich Kalthoff seinen Regalplatz gegen die Großen verteidigt

    Diese Folge „Regalplatz“ klingt anders als sonst. Denn aufgenommen wurde sie mitten im Supermarkt, zwischen Kunden, Durchsagen und piependen Kassen. Und zwar genau an dem Ort, an dem für den Ingwer-Shot-Hersteller Kraftling vor acht Jahren vieles angefangen hat. 2018 durften die beiden Gründer ihre Ingwer-Shots zum ersten Mal bei Edeka Fett in Linz am Rhein verkosten. Acht Jahre später ist Mitgründer Friedrich Kalthoff für „Regalplatz“ dorthin zurückgekehrt. Im Gespräch geht es darum, wie es eine vergleichsweise kleine Marke schafft, sich mit ihren Ingwer-Shots im Regal gegen große Wettbewerber zu behaupten. Kalthoff spricht darüber, was am Regal wirklich zählt, welche Rolle Drehung spielt und was eine Marke tun muss, damit sie ihren Regalplatz nicht nur bekommt, sondern auch behält. Dabei erzählt er offen von den vergangenen acht Jahren als Food-Unternehmer. Von verschiedenen Designversuchen und der Frage, wie stark die Verpackung über den Erfolg am Regal mitentscheidet. Von der Expansion ins Ausland und den Herausforderungen, die entstehen, wenn aus einer Idee Schritt für Schritt ein größeres Unternehmen wird. Auch Finanzierung ist Thema. Kalthoff spricht über externe Finanzierungsrunden, die Entscheidungen dahinter und darüber, was Wachstum für ein Unternehmen wie Kraftling bedeutet. Entstanden ist ein sehr offenes Gespräch über acht Jahre Ingwer-Shots, Lebensmittelhandel und Unternehmertum. Und gleichzeitig eine kleine Rückkehr zu den Wurzeln: an den Ort, an dem Kraftling zum ersten Mal zeigen durfte, ob Kunden den Ingwer-Shot überhaupt kaufen wollen. Mit dem unverwechselbaren Sound eines laufenden Supermarkts im Hintergrund.

    Podcast aus dem Supermarkt: Wie Kraftling-Gründer Friedrich Kalthoff seinen Regalplatz gegen die Großen verteidigt
  7. 25. Aug.

    „Ich musste Mitarbeiter entlassen“: Was Food-Unternehmerin Josefine Staats heute anders macht und wie ihr Unternehmen durch KI produktiver wird

    Wenn der Handel in einer Warengruppe verstärkt aufEigenmarken setzt, kann das für kleinere Hersteller existenzielle Folgen haben.Kulau-Gründerin und CEO Josefine Staats hat genau das erlebt. Ihr Unternehmenwuchs mit Kokosprodukten, beschäftigte zeitweise 20 Mitarbeiter und verlor dannerheblich an Umsatz. Staats verkleinerte Kulau, entließ Mitarbeiter und stelltedas Unternehmen neu auf. Heute verkauft die Marke unter anderem Algenproduktewie Nori-Snacks und arbeitet wieder profitabel. Im Gespräch mit LP-Redakteurin Elena Kuss spricht Staatsüber die Macht der Eigenmarken, schmerzhafte unternehmerische Entscheidungenund die Frage, wie KI kleinen Herstellern dabei helfen kann, mit deutlichweniger Mitarbeitern wieder zu wachsen. Sie erklärt, in welche FallenFood-Unternehmen geraten und warum Gründer nicht zu sehr in ihre eigenenProdukte verliebt sein dürfen. Entscheidend sei, den Blick auf die Kunden zurichten: Was erwarten die Einkäufer und was wollen die Shopper tatsächlich? Josefine Staats erzählt, was sie in mehr als einem Jahrzehntals Food-Unternehmerin über den Einkauf gelernt hat und welche AnforderungenHersteller erfüllen müssen, um für Einkäufer interessant zu sein. Sie erklärt,warum der Biohandel derzeit der stärkste Vertriebskanal für Kulau ist, weshalbsich der klassische Lebensmitteleinzelhandel mit dem Ausprobieren neuerProdukte häufig schwertut und warum ihm mehr Experimentierfreude guttun könnte. Außerdem verrät Staats, wie sie heute ein neuesFood-Unternehmen aufbauen würde und was für sie das wichtigste Erfolgsrezeptist. Ihre Erfahrungen gibt sie inzwischen auch als Beraterin an Unternehmenweiter, die wachsen und ihr Geschäft skalieren wollen.

    „Ich musste Mitarbeiter entlassen“: Was Food-Unternehmerin Josefine Staats heute anders macht und wie ihr Unternehmen durch KI produktiver wird

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