TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft

Julia Hobohm, Tom Wilfer

Trash Talk ist der Podcast für alle Themen rund um die Abfallwirtschaft. DGAW-Vorständin Julia Hobohm und EUWID-Chefredakteur Tom Wilfer beleuchten ein Mal im Monat die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um die Entsorgungs- und Recyclingbranche. Auch darüber hinausgehende Aspekte zur Kreislaufwirtschaft wie Produzentenverantwortung und „Design for Recycling“ werden diskutiert. Im zweiten Teil einer jeder Ausgabe gehen die beiden Moderatoren im Gespräch mit wechselnden Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf spezielle Sonderthemen rund um Abfall, Recycling und Kreislaufwirtschaft ein. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für die Branche sowie die Themen Abfallwirtschaft, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit etc. interessieren. Mögliche Interessenten finden sich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Behörden, Umweltverbänden.

  1. 25. Sept.

    Folge 54: „Wir brauchen eine Bestandsaufnahme der EPR-Systeme“ – Georgios Chryssos zu Gast

    Der TrashTalk ist aus dem Sommer zurück! Die Themen des ersten Teils der neuen Folge erscheinen nur auf den ersten Blick etwas sperrig. Aber vorher gibt Julia noch spannende Einblicke in eine Delegationsreise mit Bundesumweltminister Schneider nach Indien. Im Anschluss spricht sie mit Tom über die geplante Neuordnung des europäischen Vergaberechts und die unterschiedlichen Sichtweisen von privater und kommunaler Seite darauf. Streit und Aufregung gibt es auch weiterhin um mögliche Exportbeschränkungen für Aluminiumschrott und die Bürokratie rund um die neue EU-Verpackungsverordnung. Im zweiten Teil ist Georgios Chryssos zu Gast, Vorstand der Stiftung GRS Batterien und Vorsitzender der neuen Altbatteriekommission. Er erklärt, welche Aufgaben das Gremium hat und wie es an der Verbesserung der Batteriesammlung mitwirken soll. Im Gespräch geht es zudem um Brandrisiken durch falsch entsorgte Batterien, ein Pilotprojekt zur Erfassung von Einweg-E-Zigaretten und Schwächen der geteilten Produktverantwortung im Elektrogesetz. Grundsätzlicher wird es bei der Frage, ob die erweiterte Herstellerverantwortung ihre Umweltziele tatsächlich erreicht – oder ob sie vor allem immer neue Bürokratie hervorbringt. Auch bei der Ökomodulation sieht Chryssos erheblichen Nachholbedarf. Als Konsequenz fordert er eine umfangreiche und belastbare Bestandsaufnahme der bisherigen Systeme für Verpackungen, Batterien und Elektrogeräte. Anregungen, Kritik und Hinweise bitte wie immer an trashtalk@euwid.de oder über unser Linkedin-Portal.

  2. 27. Aug.

    Folge 53: „Wir sind Lichtjahre von den Ludolfs entfernt“ – Autorecycling Kempers zu Gast

    Urlaub hin, sonstige freie Zeit her! Die Themen gehen Julia und Tom auch im August nicht aus – das Sommerloch ist jedenfalls auch in diesem Jahr für die Entsorgungs- und Recyclingbranche ausgefallen. Ursache dafür ist auch die Aktivität des Gesetzgebers. So schauen die beiden TrashTalker im ersten Teil der aktuellen Folge auf die zahlreichen Stellungnahmen zum Entwurf für das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz. Grundsätzlich kommt die neue Ausrichtung auf Kreislaufwirtschaft und Rohstoffsicherung bei vielen Wirtschafts- und Branchenverbänden gut an – über den richtigen Weg wird allerdings munter gestritten. Es geht unter anderem um chemisches Recycling, Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Produktverbote und dabei natürlich auch mal wieder um Lithiumbatterien. Und weil Gesetzgebung allein noch keinen TrashTalk macht, wird es nach einem kurzen Abstecher zu den neuesten Übernahmen in der Branche auch noch etwas abseitiger. So fördert das aktuelle Niedrigwasser im Rhein neben Müll auch jahrtausendealte „Schätze“ zutage. Im Hamburg verteilte ein Lkw Klärschlamm und Gestank auf der Autobahn und ein in Italien versehentlich entsorgter Lottoschein mit einem Millionengewinn sorgt nach einer ziemlich hartnäckigen Müllsortierung doch noch für ein Happy End. In der zweiten Hälfte wird es dann ganz praktisch: Oliver Hallstein und Robin Sander von Autorecycling Kempers erklären, was mit einem Fahrzeug passiert, wenn es bei einem professionellen Autoverwerter landet – und warum der moderne Betrieb mit dem klassischen Bild vom Schrottplatz kaum noch etwas gemein hat. Rund 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge verarbeitet Kempers jährlich, etwa 70.000 gebrauchte Ersatzteile lagern am Standort in Meppen. Im Gespräch geht es um Demontage und Wiederverwendung, steigende Ersatzteilpreise, Elektroautos und Hochvoltbatterien sowie die neue EU-Altfahrzeugverordnung. Dabei wird auch deutlich, wo es noch hakt: Gebrauchte Hochvoltbatterien könnten für den Markt interessant sein, regulatorische Hürden erschweren aber ihre Wiederverwendung. Und während die Branche über Digitalisierung spricht und Produktpässe herbeisehnt, muss der Verwertungsnachweis heute tatsächlich noch ausgedruckt, von Hand unterschrieben und anschließend wieder eingescannt werden. Willkommen in der Kreislaufwirtschaft 2026. Anregungen, Kritik und Hinweise bitte wie immer an trashtalk@euwid.de oder über unser Linkedin-Portal.

  3. 30. Juli

    Folge 52 - 100 Jahre EUWID! Der TrashTalk feiert mit!

    Die neue Folge von TrashTalk steht ganz im Zeichen großer Feierlichkeiten. Im zweiten Teil! Zunächst sprechen Julia und Tom über eine ganze Reihe aktueller Gesetzgebungsvorhaben für die Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft. Im Fokus steht vor allem die geplante Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes mit der Aufnahme des chemischen Recyclings in die Abfallhierarchie, Zielvorgaben zur Abfallreduzierung sowie neuen Aufgaben für kommunale Entsorger. Die Ersatzbaustoffverordnung soll ebenfalls überarbeitet werden. Während zu diesen beiden Entwürfen ausreichend Zeit für Stellungnahmen bleibt, war die Frist beim Umweltschutzmodernisierungsgesetz deutlich knapper bemessen und die Kritik der Verbände entsprechend laut. Bei der geplanten nationalen Plastiksteuer ist die Bundesregierung sogar der Zeit voraus. So sind die Einnahmen daraus im Haushalt schon eingeplant, alle sonstigen Details aber noch offen. Konkreten Fortschritt gibt es aus Österreich zu berichten. Dort wurde das Verbot von Einweg-E-Vapes beschlossen. Zur Brandbekämpfung wird in der Alpenrepublik außerdem ein Cash-Back-System für Batterien diskutiert. Von Bränden ist es dann nicht mehr weit bis zur Kostenexplosion für das ZRE-Projekt in Hamburg. Und wer sich hierüber zu sehr aufgeregt, der könnte sich in Rage Rooms abreagieren. Aber ohne E-Schrott! Kurzum: Es ist wieder viel drin! Und manches läuft sogar im Kreis. In der zweiten Hälfte der Folge steht dann das 100-jährige Verlagsjubiläum von EUWID im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den langjährigen EUWID-Redakteuren Eva Riebeling und Ralf Armbruster blicken Julia und Tom auf die Entwicklung der Berichterstattung über die Recycling- und Entsorgungswirtschaft zurück. Die Gäste erzählen von ihren Anfängen bei EUWID, den prägenden Themen der vergangenen Jahrzehnte und von einer Zeit, als dpa-Meldungen noch im Briefumschlag ankamen, Artikel per Diskette in die Setzerei gebracht wurden und ein leeres Faxgerät den Arbeitsalltag durcheinanderbringen konnte. Dazu gibt es persönliche Erinnerungen, schonungslose Einschätzungen zur Anfangszeit von EUWID Recycling und einen Blick auf die Frage, warum Kreislaufwirtschaft, Recycling und der internationale Rohstoffmarkt auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden.

  4. 29. Juni

    Folge 51: Mehr Kreislaufwirtschaft, weniger Vorschlaghammer – Christina Dornack und Leonie Dahlmann zu Gast

    Nach der längsten TrashTalk-Pause seit immer sind Julia und Tom endlich zurück am Mikrofon – und natürlich gibt es einiges aufzuarbeiten. Die beiden blicken zunächst noch einmal auf die IFAT zurück, sprechen über Begegnungen mit Hörern, Podcastgästen und Messemachern, werfen dann aber einen ausführlichen Blick auf aktuelle Entwicklungen der Abfall-, Recycling- und Entsorgungsbranche. Im Fokus stehen unter anderem der neue Statusbericht Kreislaufwirtschaft, das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sowie die jüngsten Beschlüsse zum Verpackungsrechtsdurchführungsgesetz. Dabei geht es um Wachstum und wirtschaftliche Herausforderungen der Branche, die Diskussion um öffentliche Beschaffung als Hebel für mehr Kreislaufwirtschaft, den neuen „Ansparansatz“ für Kunststoffrezyklate und die von vielen Beteiligten lang ersehnte Einführung der Ökomodulierung im Verpackungsrecht. Im zweiten Teil sind Professorin Christina Dornack, Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), und Leonie Dahlmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim SRU und der TU Dresden zu Gast. Gemeinsam sprechen sie über die neue Stellungnahme des Sachverständigenrats zur Kreislaufwirtschaft im Bau- und Gebäudesektor. Warum verursacht dieser Bereich mehr als die Hälfte des deutschen Abfallaufkommens und spielt trotzdem in der öffentlichen Debatte nur eine Nebenrolle? Welche Chancen liegen im Erhalt von Bestandsgebäuden, in der Wiederverwendung von Bauteilen und im recyclinggerechten Rückbau? Und welche Hürden stehen einer stärkeren Zirkularität bislang im Weg? Die beiden Expertinnen erläutern, warum Daten über verbaute Materialien, rechtliche Klarheit, öffentliche Beschaffung und neue wirtschaftliche Anreize entscheidend sein könnten, um den Bausektor stärker in Richtung Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Außerdem geht es um die Rolle von Recyclingunternehmen, mögliche neue Geschäftsmodelle und die Frage, wo das zirkuläre Bauen in einigen Jahren stehen sollte.

  5. 7. Mai

    IFAT-Spezial 2026 – Folge 6: Claas Oehlmann, Matthias Harms und Andreas Bruckschen zur BDI-Studie und BDE-Zukunft

    Der TrashTalk wartet auch am vierten Tag der IFAT mit spannenden Gesprächen auf. Claas Oehlmann von der BDI-Initiative Circular Economy berichtet über die Ergebnisse der auf der IFAT vorgestellten BDI-Studie, welche Potenziale für industrielle Wertschöpfung durch Kreislaufwirtschaft aufzeigt – insgesamt 700 bis 800 Milliarden € Bruttowertschöpfung könnten gehoben werden. Außerdem blickt er auf seine Highlights der Messe zurück. Im Gespräch mit Julia und Tom gibt er dann auch noch echte Pro-Tipps für die Terminplanung auf der IFAT. Zusammen stellen alle drei fest, dass es einerseits manchmal fast zu viele Gespräche und Begegnungen auf der Messe sind (Toilettenarbeitsplätze sind natürlich trotzdem keine Lösung!), man aber nach der IFAT trotzdem in große soziale Löcher fällt. Im zweiten Teil schaut das neue Führungsduo des BDE im TrashTalk vorbei: Der neue ehrenamtliche Präsident Matthias Harms und Hauptgeschäftsführer Andreas Bruckschen sprechen über ihre Rollenverteilung bei der künftigen Verbandsarbeit, die Ziele und Schwerpunkte des BDE in den kommenden Monaten und natürlich ihre ganz persönlichen IFAT-Höhepunkte. Sie betonen ebenfalls die in der BDI-Studie aufgezeigten Potenziale der Kreislaufwirtschaft und heben in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Kooperationen über alle Wertschöpfungsketten hinweg hervor.

  6. 7. Mai

    IFAT-Spezial 2026 – Folge 5: Sammlung und Verwertung von Textilien – Neue Ideen mit Crcl und Turns

    Textilien sind auch in diesem Jahr eines der Hauptthemen auf der IFAT. Die Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung sorgt weiterhin für spannende Diskussionen. Gleichzeitig wächst die Zahl an Start-ups, die mit neuartigen Ideen die Sammlung und Verwertung von Alttextilien verbessern wollen. Grund genug für Julia und Tom, das Thema auch im TrashTalk aufzugreifen. Im ersten Teil dieser Spezialfolge hatten sie Timur Oruz und Thomas Kyriakis von Crcl zu Gast. Das Unternehmen hat neuartiges Verfahren zur Verwertung verschiedener Alttextilien entwickelt. Der Mitgründer und der Business Angel berichten über die Anfänge und Ziele des Unternehmens und betonen den Wert von Teamplay – intern wie auch bei Kooperationen mit externen Partnern. Gleichzeitig kritisieren sie das geringe Tempo bei der Umsetzung von politischen Vorhaben zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft und plädieren deshalb erst recht für mutiges Unternehmertum. Die zweite Hälfte gehört dann Angelique Thummerer von TURNS und Jonas Stracke vom Gesamtverband Textil + Mode. Angelique berichtet von der Motivation zur Gründung des Start-ups und erklärt, warum vor allem im Bereich der Unternehmensbekleidung noch große Potenziale für Sammlung und Verwertung liegen. Jonas macht deutlich, dass die Hersteller mit den Eckpunkten zur EPR-Umsetzung für Textilien in Deutschland nicht zufrieden sind. Er vermisst vor allem neue innovative Ideen. Viele Vorschläge würden lediglich den Status Quo und bestehende Systeme unhinterfragt festigen. Gleichzeitig gab es aber nicht zuletzt in den vergangenen Tagen auf der Messe auch einige Fortschritte bei der Fortentwicklung der Herstellerverantwortung.

3,5
von 5
18 Bewertungen

Info

Trash Talk ist der Podcast für alle Themen rund um die Abfallwirtschaft. DGAW-Vorständin Julia Hobohm und EUWID-Chefredakteur Tom Wilfer beleuchten ein Mal im Monat die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um die Entsorgungs- und Recyclingbranche. Auch darüber hinausgehende Aspekte zur Kreislaufwirtschaft wie Produzentenverantwortung und „Design for Recycling“ werden diskutiert. Im zweiten Teil einer jeder Ausgabe gehen die beiden Moderatoren im Gespräch mit wechselnden Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf spezielle Sonderthemen rund um Abfall, Recycling und Kreislaufwirtschaft ein. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für die Branche sowie die Themen Abfallwirtschaft, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit etc. interessieren. Mögliche Interessenten finden sich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Behörden, Umweltverbänden.

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