Veränderungsstabil

Holger Heinze

"Veränderungsstabil" ist ein Podcast für Führungskräfte, Organisations- und Personalentwickler*innen sowie Unternehmer*innen, die in einer volatilen, unsicheren und komplexen Welt erfolgreich und gesund bleiben wollen. Holger bringt komplexe Zusammenhänge unterhaltsam und umsetzbar auf den Punkt. Ob mit Gästen oder in Soloepisoden, ich höre mir einfach gerne die endlosen Beispiele aus dem echten Leben an, die mir zeigen: Ich bin nicht allein, andere haben die selben Herausforderungen und es gibt Hoffnung - jenseits von Systemtheorie und naivem Trendgehopse." - Petra Mustermann Neue Folgen erscheinen wöchentlich auf Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify und Amazon. Weitere Infos unter: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil

  1. Ep. 132: Müssen sich Mitarbeitende heute noch unterordnen?

    vor 5 Tagen

    Ep. 132: Müssen sich Mitarbeitende heute noch unterordnen?

    In dieser Frag-Holgi-Folge geht es um eine Frage, die mir in letzter Zeit immer häufiger begegnet: Warum wollen sich Bewerber und Mitarbeitende eigentlich nicht mehr unterordnen? Die Klage kennt wahrscheinlich jede Führungskraft. Früher sei man dankbar gewesen, überhaupt einen Job zu bekommen. Heute werde schon beim ersten Gespräch über Homeoffice, Arbeitszeiten und Ausstattung verhandelt. Aber geht es dabei wirklich um Generationen? Ich glaube nicht. Wir sprechen darüber, warum der vermeintliche Generationenkonflikt oft eine falsche Erklärung ist. Und warum hinter vielen dieser Diskussionen eigentlich etwas anderes steckt: die Erwartung von Unterordnung. Denn lange Zeit war Arbeit geprägt von klaren Hierarchien, festen Rollen und Autorität. Wer neu war, hat sich angepasst. Wer unten stand, hat zugehört. Das war der gesellschaftliche Vertrag. Nur funktioniert dieser Vertrag heute immer schlechter. An seine Stelle tritt etwas anderes: Aushandlung. Menschen formulieren Bedürfnisse. Unternehmen formulieren Anforderungen. Und dann wird gemeinsam geklärt, ob das zusammenpasst. Das klingt simpel. Ist aber für viele Organisationen eine echte Umstellung. Denn moderne Führung bedeutet nicht mehr, Unterordnung durchzusetzen. Sondern Erwartungen, Bedürfnisse und Grenzen transparent zu machen. Für mich bleibt am Ende eine einfache Erkenntnis: Das Problem ist nicht, dass Menschen sich nicht mehr unterordnen wollen. Das Problem ist, dass wir oft noch mit einem Führungsverständnis arbeiten, das aus einer anderen Zeit stammt. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Bücher: Shop.Haufe

    19 Min.
  2. Ep. 131: Veto statt Gehorsam (Talk mit Anna Maria Weber)

    1. Juni

    Ep. 131: Veto statt Gehorsam (Talk mit Anna Maria Weber)

    In dieser Folge spreche ich mit Anna Maria Weber vom Veto-Institut über eine Frage, die viele Organisationen gerade beschäftigt: Wie führt man Menschen, die nicht einfach nur funktionieren wollen? Denn klassische Führung stößt immer öfter an Grenzen. Druck erzeugt Widerstand. Zu viel Harmonie macht Teams langsam. Und irgendwo dazwischen verlieren Organisationen ihre Handlungsfähigkeit. Anna bringt mit dem Veto-Prinzip einen Ansatz mit, der erstmal ungewohnt klingt: Menschen brauchen ein echtes Vetorecht. Nicht als Einladung zur Verweigerung. Sondern als Grundlage für Verantwortung und echte Kooperation. Ein zentraler Gedanke aus dem Gespräch ist für mich: Menschen machen sowieso Veto. Die Frage ist nur, ob offen oder heimlich. Dann eben durch Rückzug, innere Kündigung oder destruktive Konflikte. Wir sprechen darüber, warum Widerstand oft wichtige Information ist. Warum viele angeblich partizipative Kulturen in Wahrheit nur Pseudo-Mitbestimmung sind. Und warum gerade jetzt wieder so viele Menschen nach autoritärer Führung rufen, weil sie einfacher wirkt. Aber eben oft nur kurzfristig. Für mich bleibt am Ende eine klare Erkenntnis: Führung heißt nicht, Widerstand zu verhindern. Sondern ihn so zu integrieren, dass Zusammenarbeit überhaupt möglich wird. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- So erreicht Ihr Anna Maria Weber: LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/anna-maria-weber-ba1984172/ Homepage: https://vetoinstitut.de/ --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

    1 Std. 14 Min.
  3. Säulen #9: Daniel H. Pink: Mehr Bonus, weniger Zusammenarbeit

    25. Mai

    Säulen #9: Daniel H. Pink: Mehr Bonus, weniger Zusammenarbeit

    In dieser Folge geht es um eine der unbequemsten Wahrheiten für Führung. Du kannst Menschen nicht motivieren. Ich nehme dich mit in die Welt von Daniel H. Pink und der Frage, was Motivation in Organisationen wirklich antreibt. Und was sie kaputt macht. Denn vieles von dem, was wir in Unternehmen immer noch tun, basiert auf einem alten Verständnis. Mehr Druck. Mehr Bonus. Mehr Kontrolle. Und die Hoffnung, dass dann schon Leistung entsteht. Das Problem ist: Genau das funktioniert in moderner Arbeit oft nicht mehr. Sobald Arbeit komplex wird, kreativ, sozial verflochten, kippt das System. Individuelle Boni führen plötzlich dazu, dass Wissen gehortet wird. Dass Menschen auf ihren eigenen Score optimieren. Und dass Zusammenarbeit leise stirbt. Nicht im Konflikt. Sondern irgendwo in einem Excel. Ich spreche darüber, was Pink stattdessen zeigt. Motivation entsteht nicht durch Anreize. Sie entsteht durch Bedingungen. Durch Autonomie. Durch die Möglichkeit, besser zu werden. Und durch das Gefühl, dass die eigene Arbeit einen Unterschied macht. Und ich spreche darüber, warum genau das so oft schiefläuft. Warum wir Eigenverantwortung predigen und gleichzeitig Kontrolle ausüben. Warum wir Zusammenarbeit wollen und gleichzeitig Einzelkämpfer belohnen. Ein zentraler Gedanke für mich ist: Führung motiviert nicht. Führung gestaltet Kontexte. Und genau da wird es praktisch. Wir schauen uns an, was das für Anreizsysteme bedeutet. Warum Geld wichtig ist, aber nicht die Lösung. Und warum die Frage nicht ist: Bonus ja oder nein. Sondern: Für welche Art von Arbeit? Am Ende bleibt für mich eine ziemlich klare Erkenntnis: Verhältnisse schaffen Verhalten. Wenn dir das Verhalten in deiner Organisation nicht gefällt, dann liegt das Problem selten bei den Menschen. Sondern bei dem System, in dem sie arbeiten. Und genau dort musst du ansetzen, wenn du Veränderung wirklich ernst meinst. Viel Spaß beim Zuhören! --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt --------------------------------------------------------- Quellen: Pink, Daniel H.: Drive: The Surprising Truth About What Motivates Us. Riverhead Books, 2009. Primärquelle für die Episode und Pinks Verdichtung auf Autonomy, Mastery, Purpose. Ryan, Richard M.; Deci, Edward L.: Self-Determination Theory and the Facilitation of Intrinsic Motivation, Social Development, and Well-Being. American Psychologist 55(1), 2000. Theoretische Basis mit Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit. Deci, Edward L.; Koestner, Richard; Ryan, Richard M.: A Meta-Analytic Review of Experiments Examining the Effects of Extrinsic Rewards on Intrinsic Motivation. Psychological Bulletin 125(6), 1999. Schlüsselquelle zur Frage, wie extrinsische Belohnungen intrinsische Motivation untergraben können; Meta-Analyse von 128 Studien. Cerasoli, Christopher P.; Nicklin, Jessica M.; Ford, Michael T.: Intrinsic Motivation and Extrinsic Incentives Jointly Predict Performance: A 40-Year Meta-Analysis. Psychological Bulletin 140(4), 2014. Wichtig für die Unterscheidung: intrinsische Motivation eher Qualitätsleistung, Anreize eher Mengenleistung. Barnes, Christopher M.; Hollenbeck, John R.; Jundt, Dustin K.; DeRue, D. Scott; Harmon, Stephen J.: Mixing Individual Incentives and Group Incentives: Best of Both Worlds or Social Dilemma? Journal of Management 37(6), 2011. Kernquelle für die These, dass Individualanreize in Teamarbeit Hilfeverhalten und Genauigkeit beschädigen können. Wood, Stephen; Leoni, Silvia; Ladley, Daniel: Comparisons of the Effects of Individual and Collective Performance-Related Pay on Performance: A Review. Human Resource Management Review 33, 2023. Die beste Übersichtsquelle für den Vergleich individuelle vs. kollektive Leistungsanreize. Ariely, Dan; Gneezy, Uri; Loewenstein, George; Mazar, Nina: Large Stakes and Big Mistakes. Review of Economic Studies 76(2), 2009. Gute Ergänzung für die Pointe, dass hohe monetäre Anreize Leistung sogar verschlechtern können.

    28 Min.
  4. Ep. 130: Das Problem ist nicht fehlende Empathie Teil 2 (Talk mit Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann)

    18. Mai

    Ep. 130: Das Problem ist nicht fehlende Empathie Teil 2 (Talk mit Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann)

    In dieser Folge spreche ich wieder mit Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann. Und wir zoomen raus. Es geht um größere Zusammenhänge. Gesellschaft, Gesundheit, Konsum und die Frage, ob unser aktuelles Betriebssystem überhaupt noch passt. Wir starten mit Entscheidungsmüdigkeit. Entscheidungen kosten Energie. Und je mehr wir treffen, desto schlechter werden sie. Daraus entsteht Inkonsequenz. Kleine Abweichungen, die sich summieren und Organisationen ausbremsen. Eine mögliche Antwort darauf ist radikal. Weniger Entscheidungen. Oder bessere. Zum Beispiel mit Unterstützung von KI. Und genau da wird es spannend. Denn wenn Entscheidungen wegfallen, gerät ein zentrales Selbstverständnis von Management ins Wanken. Wir schauen auch auf die Gesellschaft. Auf ein System, das viel in Reparatur investiert, aber wenig in die Ursachen. Und auf eine Realität, in der wir wissen, was uns schadet und trotzdem nichts ändern. Das führt uns zum Thema Konsum. Warum er unser System antreibt. Und warum wir Dinge kaufen, die wir nicht brauchen, um Bedürfnisse zu bedienen, die wir nicht verstehen. Für mich bleibt eine klare Erkenntnis: Wir lernen langsam. Und meistens erst, wenn wir es selbst erleben. Deshalb beginnt Veränderung nicht im System. Sondern bei uns selbst. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- So erreicht Ihr Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann: LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-dr-oliver-hoffmann/ Homepage: https://thetaeos.com/ Bücher: https://thetaeos.com/b%C3%BCcher --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

    31 Min.
  5. Ep. 129: Das Problem ist nicht fehlende Empathie Teil 1 (Talk mit Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann)

    11. Mai

    Ep. 129: Das Problem ist nicht fehlende Empathie Teil 1 (Talk mit Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann)

    In dieser Folge spreche ich mit Oliver Hoffmann über ein Missverständnis, das ich in vielen Organisationen gerade sehe. Wir reden viel über Empathie, psychologische Sicherheit und positives Denken. Und verlieren dabei oft aus dem Blick, worum es eigentlich geht: Wertschöpfung. Oliver bringt eine klare These mit. Zu viel Empathie kann schaden. Sie verlängert Diskussionen, verwässert Entscheidungen und lenkt vom Ergebnis ab. Was es stattdessen braucht, ist eine zweite Fähigkeit: Ekpathie. Also die Fähigkeit, bewusst Distanz zu halten und nicht alles zu übernehmen. Ein zentraler Teil unseres Gesprächs dreht sich um das, was Oliver „negative Psychologie“ nennt. Ein bewusst provokativer Begriff. Es geht darum, Emotionen wie Angst, Wut oder Aggression nicht als Störung zu sehen, sondern als Signal. Als Hinweis darauf, dass etwas wichtig ist oder schiefläuft. Genau diese Emotionen werden in vielen Organisationen unterdrückt. Sie gelten als unprofessionell. Und genau das wird zum Problem. Denn ungelöste Konflikte verschwinden nicht. Sie werden teurer. Wir sprechen darüber, warum Unternehmen nicht nur kognitive Leistung einkaufen, sondern auch emotionale. Und warum es ein Fehler ist, diesen Teil auszublenden. Zum Schluss geht es um KI. Und auch hier zeigt sich: Die Herausforderung ist nicht die Technologie. Sondern unsere Fähigkeit, mit ihr umzugehen. Für mich bleibt eine klare Erkenntnis: Emotionen sind keine Störung. Sie sind Teil der Wertschöpfung. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- So erreicht Ihr Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann: LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-dr-oliver-hoffmann/ Homepage: https://thetaeos.com/ Bücher: https://thetaeos.com/b%C3%BCcher --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

    44 Min.
  6. Ep. 128: Endlich geklärt: Holschuld oder Bringschuld?

    4. Mai

    Ep. 128: Endlich geklärt: Holschuld oder Bringschuld?

    In dieser Frag-Holgi-Folge geht es um eine Frage, die ich ständig höre. Im Coaching, in Teams, in Mails: Ist das eigentlich eine Holschuld oder eine Bringschuld? Und ich sage direkt vorweg: Die Frage führt fast immer in die falsche Richtung. Denn so sachlich sie klingt, steckt dahinter oft etwas ganz anderes. Eine Schuldfrage. Wer ist verantwortlich, dass etwas nicht funktioniert hat? Wer hätte liefern müssen? Wer hätte nachfragen müssen? Und genau da verlassen wir die Sachebene. Wir sprechen dann nicht mehr über das Ergebnis. Sondern über Positionen, Zuständigkeiten und Selbstentlastung. Ich will nachweisen, dass ich es nicht war. Das Problem: Das bringt uns keinen Schritt weiter. Ich teile in der Folge eine andere Perspektive. Weg von Schuld. Hin zu Wirksamkeit. Was ist nötig, damit wir unser Ziel erreichen? Und plötzlich wird es ganz praktisch. Dann geht es nicht mehr darum, wer etwas hätte tun müssen. Sondern darum, was jetzt getan werden kann. Ich bringe Beispiele aus dem Alltag. Von der berühmten „Wurst auf dem Einkaufszettel“ bis hin zu schlechten Briefings im Job. Und es wird schnell klar: Kommunikation scheitert selten an Holschuld oder Bringschuld. Sie scheitert daran, dass niemand wirklich sicherstellt, dass das, was gemeint war, auch verstanden wurde. Ein Gedanke, der für mich zentral ist: Verantwortung heißt nicht Zuständigkeit. Verantwortung heißt, eine Antwort geben zu können. Und das bedeutet manchmal, Dinge doppelt zu erklären. Nachzufragen. Dinge zu tun, die formal nicht „mein Job“ sind. Ich weiß, das triggert sofort die Frage: Soll ich jetzt alles machen? Nein. Aber wenn dein Ziel ist, ein Ergebnis zu erreichen, dann hilft es nicht, auf Zuständigkeiten zu warten, die offensichtlich nicht greifen. Am Ende bleibt für mich eine einfache Entscheidung: Will ich recht haben? Oder will ich wirksam sein? Beides gleichzeitig geht selten. Und genau deshalb lohnt es sich, beim nächsten Mal innezuhalten, wenn du dich fragst: Holschuld oder Bringschuld? Vielleicht ist das gar nicht die Frage, die dich wirklich weiterbringt. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

    21 Min.
  7. Ep. 127: Narrative für eine bessere Zukunft (Talk mit Anne M. Schüller)

    27. Apr.

    Ep. 127: Narrative für eine bessere Zukunft (Talk mit Anne M. Schüller)

    In dieser Folge spreche ich mit Anne M. Schüller über Narrative. Also die Geschichten, die wir uns über Arbeit, Unternehmen und Zukunft erzählen. Und schnell wird klar: Genau da liegt ein großes Problem. Wir bewegen uns in einer Welt voller negativer Geschichten. Meckern bekommt Aufmerksamkeit. Und Algorithmen verstärken genau das. Das wirkt. Auf unser Denken. Auf unser Handeln. Und am Ende auf das, was wirklich entsteht. Wir sprechen darüber, warum Narrative mehr sind als Storytelling. Sie prägen Kultur. Entscheidungen. Und Veränderung. Ein zentraler Punkt ist für mich die Unterscheidung zwischen Vorderbühne und Hinterbühne. Offiziell wird oft eine schöne Geschichte erzählt. Aber auf der Hinterbühne zeigt sich, was wirklich los ist. Und genau dort entscheidet sich, ob Veränderung gelingt. Wir schauen darauf, warum viele Organisationen in negativen Schleifen festhängen. Und was es braucht, um da rauszukommen. Mehr echtes Zuhören. Mehr ehrliche Geschichten. Und Führung, die Zukunft nicht nur plant, sondern verständlich und greifbar macht. Denn am Ende gilt: Menschen folgen nicht Zahlen. Sie folgen Geschichten. Und genau diese Geschichten entscheiden darüber, wie unsere Zukunft aussieht. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- So erreicht Ihr Anne M. Schüller: LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/anne-schueller/ Homepage: https://www.anneschueller.de/ Bücher: https://www.anneschueller.de/meine-buecher.html --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

    59 Min.
  8. Ep. 126: Achtsam geht die Welt zugrunde (Talk mit Kathrin Fischer)

    20. Apr.

    Ep. 126: Achtsam geht die Welt zugrunde (Talk mit Kathrin Fischer)

    In dieser Folge spreche ich mit Kathrin Fischer über ein Thema, das auf den ersten Blick harmlos wirkt. Und auf den zweiten ziemlich unbequem wird. Achtsamkeit. Oder genauer gesagt: die Ideologie der Achtsamkeit. Kathrin hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Achtsam geht die Welt zugrunde“. Und wir steigen direkt ein in die Frage, warum ausgerechnet etwas, das so positiv besetzt ist, zum Problem werden kann. Wir sprechen darüber, warum Achtsamkeit oft nicht dort ansetzt, wo die eigentlichen Ursachen liegen. Sondern beim Individuum. Beim Einzelnen. Bei dir. Du hast Stress? Dann meditiere. Du bist erschöpft? Dann arbeite an dir. Du kommst mit deinem Job nicht klar? Dann brauchst du mehr Resilienz. Und genau da wird es kritisch. Denn viele Probleme, über die wir reden, sind keine persönlichen Probleme. Es sind systemische. Schlechte Führung. Kaputte Strukturen. Überlastete Systeme. Und trotzdem wird die Verantwortung immer wieder zurück ins Individuum geschoben. Wir sprechen darüber, warum das nicht nur unfair ist, sondern auch gefährlich. Weil es uns den Zugang zu etwas nimmt, das wir eigentlich dringend brauchen: unsere Gefühle. Wut. Frustration. Ärger. All das sind keine Störungen. Das sind Signale. Und oft auch der Anfang von Veränderung. Wenn wir lernen, diese Gefühle wegzuatmen, statt sie ernst zu nehmen, dann passiert etwas Entscheidendes: Wir hören auf, das System zu hinterfragen. Und fangen an, uns selbst zu optimieren. Ein zentraler Gedanke aus dem Gespräch ist für mich: Wir schauen fast nur noch auf uns selbst. Und kaum noch auf die Welt. Wir fragen: Was stimmt mit mir nicht? Statt zu fragen: Was stimmt hier eigentlich nicht? Und genau das macht Achtsamkeit, in ihrer heutigen Form, zu einer Ideologie. Zu einer Antwort auf alles. Egal ob sie passt oder nicht. Wir sprechen auch darüber, warum das so gut funktioniert. Warum Achtsamkeit anschlussfähig ist für Coaching, Führung und LinkedIn. Und warum sie gleichzeitig Kritik leiser macht. Am Ende bleibt für mich keine einfache Lösung. Aber ein Perspektivwechsel: Vielleicht bin ich nicht das Problem. Vielleicht ist meine Reaktion sogar ziemlich gesund. Und vielleicht beginnt Veränderung genau da, wo ich aufhöre, alles bei mir selbst zu suchen und anfange, die Welt wieder mit in den Blick zu nehmen. Viel spaß beim hören. --------------------------------------------------------- So erreicht Ihr Kathrin Fischer: LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kathrin-fischer-05825286/ Homepage: https://kathrinwandafischer.de/ Bücher: https://kathrinwandafischer.de/buecher Podcast: https://kathrinwandafischer.de/podcast --------------------------------------------------------- Und so erreicht Ihr mich: Homepage: https://www.odonovan.de/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/holgerheinze/ Buch: https://shop.haufe.de/prod/dramafreie-arbeitswelt

    1 Std. 1 Min.
5
von 5
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"Veränderungsstabil" ist ein Podcast für Führungskräfte, Organisations- und Personalentwickler*innen sowie Unternehmer*innen, die in einer volatilen, unsicheren und komplexen Welt erfolgreich und gesund bleiben wollen. Holger bringt komplexe Zusammenhänge unterhaltsam und umsetzbar auf den Punkt. Ob mit Gästen oder in Soloepisoden, ich höre mir einfach gerne die endlosen Beispiele aus dem echten Leben an, die mir zeigen: Ich bin nicht allein, andere haben die selben Herausforderungen und es gibt Hoffnung - jenseits von Systemtheorie und naivem Trendgehopse." - Petra Mustermann Neue Folgen erscheinen wöchentlich auf Plattformen wie Apple Podcasts, Spotify und Amazon. Weitere Infos unter: https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil

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