Politischer Pausen Podcast

Dr. Julia Schwanholz

Im Politische Pausen Podcast diskutiert Dr. Julia Schwanholz mit ihren Gästen über Themen aus Politik und Wissenschaft.

  1. 4. Juni

    Generation Zweifel, Demokratie mit Zukunft? Ein Blick auf NRW | mit Prof. Dr. Susanne Pickel & Prof. Dr. Andreas Blätte

    Wie demokratiefest ist die gesellschaftliche Mitte? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Susanne Pickel und Prof. Dr. Andreas Blätte über zentrale Befunde des dritten Demokratieberichts Nordrhein Westfalen. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum die Zufriedenheit mit der Demokratie besonders unter jüngeren Menschen deutlich zurückgeht und weshalb demokratische Überzeugungen zunehmend mit autoritären Vorstellungen vermischt werden. Das Gespräch beleuchtet die Unterscheidung zwischen überzeugten, fragilen und antidemokratischen Demokratieorientierungen und diskutiert, welche Risiken daraus für die demokratische Stabilität entstehen. Ein weiterer Fokus liegt auf den Ursachen dieser Entwicklungen. Diskutiert wird die Bedeutung subjektiver Lebenslagen, von Zukunftssorgen, wahrgenommener Ungerechtigkeit und gesellschaftlicher Unsicherheit für das Demokratievertrauen. Dabei wird deutlich, dass politische Einstellungen nicht allein durch objektive Lebensbedingungen geprägt werden, sondern wesentlich von individuellen Wahrnehmungen und Krisenerfahrungen abhängen. Schließlich richtet sich der Blick auf mögliche Handlungsperspektiven. Das Gespräch thematisiert die Rolle politischer Bildung, digitaler Öffentlichkeiten und demokratischer Erfahrungsräume und fragt, wie demokratische Resilienz unter den Bedingungen multipler Krisen gestärkt werden kann.

    35 Min.
  2. 21. Mai

    Zu neuem Leben erweckt: Was Politikergedenkstiftungen leisten | mit Dr. Jacqueline Boysen

    Welche Rolle spielen Politikergedenkstiftungen für politische Bildung, Erinnerungskultur und demokratische Verständigung? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Dr. Jacqueline Boysen, der hauptamtlichen Geschäftsführerin der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung, über Auftrag, Selbstverständnis und gesellschaftliche Bedeutung dieser besonderen Institutionen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Demokratiegeschichte über politische Persönlichkeiten erzählt werden kann, ohne in Personenkult oder unkritische Heldenverehrung zu verfallen. Das Gespräch beleuchtet, warum biografische Zugänge in der politischen Bildungsarbeit weiterhin wirksam sind und wie sich historische Entwicklungen, politische Entscheidungsprozesse und demokratische Verantwortung über einzelne Personen vermitteln lassen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle von Politikergedenkstiftungen im Umgang mit gesellschaftlicher Polarisierung und wachsendem Misstrauen gegenüber Politik. Diskutiert wird, wie historische Persönlichkeiten als Ausgangspunkt dienen können, um demokratische Institutionen, politische Führung und Kommunikationsstil verständlich zu machen und warum gerade niedrigschwellige, inklusive Zugänge dabei zentral sind. Zugleich geht es um die Herausforderungen demokratischer Erinnerungskultur. Das Gespräch thematisiert den Umgang mit Ambivalenzen und Kontroversen, etwa rund um die CDU Spendenaffäre, sowie die Frage, wie staatlich organisierte Erinnerung zwischen Würdigung, historischer Einordnung und kritischer Aufarbeitung vermittelt. Ergänzend zeigt sich die überparteiliche Ausrichtung der Politikergedenkstiftungen auch in gemeinsamen Projekten, etwa im Berliner Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung. Ein Gespräch über politische Bildung, historische Narrative und die Frage, wie Demokratiegeschichte im öffentlichen Raum sichtbar und erfahrbar gemacht werden kann.

    30 Min.
  3. 7. Mai

    Was Menschen bewegt: Politische Dialoge in der S-Bahn | mit Kristina Krömer

    Wie lässt sich demokratischer Austausch jenseits klassischer Beteiligungsformate neu denken? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Kristina Krömer über das Demokratieprojekt metro_polis, das den öffentlichen Nahverkehr als Ort für gesellschaftliche Begegnung und politischen Dialog nutzt. Im Mittelpunkt steht die Idee, Demokratie als gelebte Praxis im Alltag zu verstehen. Statt formeller Beteiligungsverfahren setzt das Projekt auf spontane Gespräche in der Straßenbahn und knüpft an die Lebensrealitäten der Menschen an. Das Gespräch zeigt, warum gerade diese niedrigschwelligen Formate auch jene erreichen, die sich sonst selten politisch einbringen, und wie unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven miteinander in Austausch kommen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie aus individuellen Erfahrungen kollektive Erkenntnisse entstehen. Die Beiträge der Teilnehmenden werden systematisch erfasst, ausgewertet und so aufbereitet, dass sie als Stimmungs- und Erfahrungsbild in Politik und Verwaltung zurückgespielt werden können. Dabei geht es nicht um einzelne Meinungen, sondern um zugrunde liegende Bedürfnisse und Problemlagen, die in klassischen Beteiligungsformaten oft unsichtbar bleiben. Zugleich wird deutlich, welches Potenzial solche Ansätze für demokratische Verständigung haben. Das Gespräch beleuchtet, wie Dialogfähigkeit im Alltag gestärkt werden kann und wie Verwaltung und Politik von diesen unmittelbaren Einblicken in gesellschaftliche Erfahrungen profitieren können. Ein Gespräch über neue Formen politischer Begegnung, datenbasierte Beteiligung und die Frage, wie Demokratie im Alltag und im institutionellen Kontext zusammenwirken kann.

    28 Min.
  4. 23. Apr.

    Wählermärkte im Wandel: Wie stabil ist die politische Mitte? | mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte

    Wie verändert sich der politische Wettbewerb in einer Zeit wachsender Unsicherheit und steigender Zustimmung für rechtsextreme Parteien? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte über aktuelle Entwicklungen im Wählermarkt und zentrale Thesen seines Buches. Im Mittelpunkt stehen die von Korte beschriebenen vier Ms: Markt, Mitte, Mehrheit und Moderation. Das Gespräch beleuchtet, wie politische Kommunikation und fehlende Gesprächsräume zur Entfremdung zwischen Politik und Gesellschaft beitragen und warum analoge Begegnungen für demokratische Verständigung weiterhin zentral sind. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle der politischen Mitte. Diskutiert wird, warum sie trotz zugespitzter Konflikte stabil bleibt, gleichzeitig aber zu wenig adressiert wird und stärker über Zukunftsangebote mobilisiert werden müsste. Dabei geht es auch um die Frage, wie Parteien auf Unzufriedenheit reagieren und welche Erwartungen Wählerinnen und Wähler an Problemlösungen im Alltag haben. Ebenfalls richtet sich der Blick auf politische Entscheidungsfähigkeit unter Bedingungen wachsender Komplexität. Das Gespräch zeigt, warum Mehrheiten aktiv hergestellt werden müssen, welche Rolle Verlässlichkeit für demokratisches Vertrauen spielt und wie politische Führung zwischen Zumutung und Sicherheit vermitteln kann. Ein Gespräch über die Logik moderner Wählermärkte und die Frage, wie Demokratie unter Druck handlungsfähig bleibt.

    34 Min.
  5. 9. Apr.

    Koalitionen am Limit? Flexible Mehrheiten in der Demokratie | mit Prof. Dr. Christian Stecker

    Starre Koalitionen prägen die parlamentarische Demokratie in Deutschland seit Jahrzehnten. Doch passt dieses Modell noch zu einem zunehmend fragmentierten und pluralisierten Parteiensystem? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Christian Stecker über sein neues Buch und die Idee flexibler Mehrheiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Entscheidungen jenseits fester Koalitionslogiken organisiert werden können. Statt vorab festgelegter Mehrheiten plädiert Stecker für themenbezogene Kooperationen im Parlament, die sich an konkreten politischen Streitfragen orientieren. Das Gespräch beleuchtet, warum der klassische Koalitionszwang zunehmend unter Druck gerät und welche Folgen dies für Parteien, Programme und politische Kompromisse hat. Ein weiterer Fokus liegt auf den demokratietheoretischen Implikationen. Diskutiert wird, inwiefern flexible Mehrheiten zu einer stärkeren Repräsentation gesellschaftlicher Vielfalt beitragen können, aber auch, welche Herausforderungen sie für politische Verantwortung, Verständlichkeit und Stabilität mit sich bringen. Dabei geht es auch um den Umgang mit Parteien an den politischen Rändern und die Frage, welche Rolle Brandmauern in einem solchen System spielen. Ein Gespräch über neue Formen des Regierens, veränderte Konfliktlinien und die Zukunft parlamentarischer Demokratie.

    39 Min.

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Im Politische Pausen Podcast diskutiert Dr. Julia Schwanholz mit ihren Gästen über Themen aus Politik und Wissenschaft.

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