Mut zum Risiko | AGES Podcast

Roland Achatz & Elisabeth Dottolo

Wir leben in einer Welt voller Ungewissheit, aber auch voller Wissen. Mit unseren Expertinnen und Experten besprechen wir vermeintliche und tatsächliche Risiken, liefern wissenschaftliche Lösungen und wertvolle Tipps. So können Sie Risiken im Alltag besser einschätzen. Lassen Sie uns gemeinsam mutig sein!

  1. 28. Aug.

    Legionellen - Unsichtbare Gefahr aus der Dusche (018)

    Fast 80 Prozent aller Legionellen-Infektionen entstehen nicht im Hotel oder Schwimmbad, sondern zu Hause unter der eigenen Dusche. Mikrobiologe Florian Heger von der AGES erklärt, wie die Bakterien ins Wasser gelangen, wer besonders gefährdet ist und mit welchen zwei einfachen Maßnahmen sich das persönliche Risiko deutlich senken lässt. 1976 sterben in Philadelphia 29 Menschen an einer rätselhaften Atemwegserkrankung. Erst Monate später gelingt es dem Epidemiologen Joseph McDade, den Auslöser zu identifizieren: Legionellen in einem Kühlturm. Die Entdeckung des bis dahin unbekannten Erregers gilt bis heute als Meilenstein der Infektionsepidemiologie. Knapp 50 Jahre später sind Legionellen weiterhin ein relevantes Gesundheitsthema. In Österreich wurden 2025 rund 400 Fälle gemeldet, etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren.  Gleichzeitig lässt sich das persönliche Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Florian Heger, Leiter der Abteilung Mikrobiologie am Zentrum für anthropogene Infektionen der AGES. Gemeinsam beleuchten sie die Geschichte der Legionellen, erklären die biologischen Besonderheiten der Bakterien und zeigen anhand des Legionellen-Ausbruchs in Vorarlberg 2024/25, wie moderne Ausbruchsaufklärung mit CSI Methoden und Detektivarbeit funktioniert. Themen  Philadelphia 1976: Wie ein Legionärskongress, 182 Erkrankte und ein beharrlicher Epidemiologe zur Entdeckung eines neuen Erregers führten und was davon heute noch gilt. Biologie: Warum sich Legionellen in Amöben verstecken, in klassischen Kulturen kaum wachsen und viele Antibiotika gegen sie kaum wirken. Risikozone Zuhause: Der Boiler, die Kellerdusche, das Ferienhaus, fast 80 Prozent der Infektionen in den eigenen vier Wänden, nur 1 Prozent in Krankenhäusern. Vorarlberg-Ausbruch 2024/25: Detektivarbeit mit CSI Methoden, Onlinekarten, Windprofile, Wetterdaten und ein kontaminierter Kühlturm in Bregenz. Klimakrise & steigende Fallzahlen: Warum die Erkrankungszahlen steigen? Wärmere Temperaturen, Energiesparen auf Kosten der Gesundheit, komplexere Wassersysteme. Gartenschlauch, Solardusche, Geschirrspüler, Autowaschanlagen: Welche Alltagsquellen ein Risiko sind und welche nicht. Fazit Legionellen im Griff mit zwei einfachen Maßnahmen: Warmwasser-Boiler auf mindestens 60 Grad Celsius und nach dem Urlaub ungenutzte Leitungen vor dem Duschen 3 bis 5 Minuten mit heißem Wasser durchspülen. Kapitel 00:00 – 07:50 Begrüßung & Zeitreise USA: die mysteriöse Epidemie in Philadelphia 1976 beim Legionärskongress mit 29 Toten. 07:51 – 11:14 Biologie: Warum Legionellen so schwer zu fassen sind. Wie sich Legionellen im Wasser vermehren. Amöben als Wirt. 11:15 – 15:05 Übertragungsweg: Aerosole, Dusche, Kühltürme und Risikogruppen: Wer ist besonders gefährdet? 15:06 – 17:20 Steigende Infektionszahlen, Ursachen, Klima: Wo steckt man sich an? 80 Prozent zu Hause, nur 1 Prozent im Krankenhaus.  17:21 – 18:53 Selbstschutz: Warmwassertemperaturen und Spülen 18:54 – 20:45 Saisonaler Verlauf: Zwei Infektionsgipfel im Jahr, Ausbrüche durch AGES-Überwachungssystem rasch aufgeklärt 20:46 – 23:16 Legionellen-Ausbruch Vorarlberg 2024/25: Detektivarbeit mit Online-Karten und Gesamtgenomsequenzierung  23:17 – 24:40 Selbst-Check: Wassertemperatur messen, Armaturen regelmäßig benutzen 24:41 – 27:05 Konkrete Tipps: Wie lange spülen? Wasser trinken, Wunden waschen – was wirklich riskant ist!  27:06 – 28:40 Gartenschlauch, Solardusche, Autowaschanlagen und Geschirrspüler – ein unterschätztes Risiko? Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

  2. 16. Juli

    Food Fake News auf Social Media im Faktencheck (017)

    20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub mit Proteinshakes und einem Schuss Sahne? Adaptogene, die Stress besiegen? Eine Kur, die die Leber auf Knopfdruck reinigt? Ernährungs-Influencer:innen versprechen auf Social Media Wunder. Ernährungsmediziner und AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner analysiert Videos aus dem Netz und erklärt, was dran ist, was fehlt und woran man Desinformation sofort erkennt. Proteinshakes statt Frühstück, Adaptogene gegen Stress, Saftkuren zum Entgiften der Leber, Darmreinigung über Nacht: Auf TikTok, Instagram und YouTube kursieren täglich Tausende Ernährungsvideos mit Heilsversprechungen, versteckter Werbung und Halbwahrheiten. Manche erreichen Millionen Menschen, die meist jung, sportbegeistert und auf der Suche nach dem schnellen Weg zur Wunschfigur sind.  In Folge 017 von “Mut zum Risiko” spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Ernährungsmediziner Johannes Pleiner und der Studentin Emily Kubera vom Wiener Uni-Projekt “Food Facts statt Fake News” am Podcast-Tisch Klartext. Gemeinsam nehmen sie fünf echte Social Media-Videos auseinander, nennen konkrete Warnsignale für Ernährungs-Fakenews und geben Hörer:innen das Werkzeug, das sie brauchen, um selbst zu erkennen: Fake News oder Food Fact !? Was steckt in den fünf Challenge-Videos? High-Protein-Diät & Proteinfasten: 16 kg in zwei Wochen – was wirklich passiert, wenn Muskelmasse schwindet statt Fett. Adaptogene & Biohacking: Ginseng, Reishi, Maca – die dünne Studienlage hinter dem großen Versprechen. Nahrungsergänzungsmittel: Warum ein Experte mit Medizin im Namen nicht automatisch ein Mediziner ist. Leber-Detox: Sellerie, Limette, Apfel – was die Leber wirklich kann und was Presssäfte daraus machen. Darmreinigung: Kefir, Leinsamen, Olivenöl – sinnvolle Lebensmittel in einem fragwürdigen Kontext. Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media  Extreme Versprechungen: 20 Kilo in 3 Wochen, garantiert Muskeln aufbauen – Extremversprechen sind fast immer ein Warnsignal. Versteckte Werbung: Greift die Person zufällig zum eigenen Produkt? Dann ist das kein Zufall. Falsche Autorität: Ein Medizin-klingender Profilname ersetzt keine abgeschlossene Ausbildung – Hintergrund immer überprüfen. Pseudowissenschaft: Studien belegen das – ohne Quellenangabe: Welche Studie? Bei wem? Mit welchem Effekt? Emotionaler Druck:  Du MUSST zu dieser Community gehören – Community-Appelle manipulieren statt zu informieren. Kapitel 00:00 - 03:59 Influencer-Video: 20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub. Ernährungsmediziner: Was stimmt, was fehlt, was ist gefährlich? 04:00 - 07:16 Wie erkenne ich Falschinformationen? Taktiken und Querchecks. Wie gefährlich können Desinformationen wirklich werden? 07:17 - 08:35 Warum treffen Food Fake News junge Zielgruppen besonders hart? 08:36 - 09:53 Warnsignale – Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media  0954 - 11:47 Challenge-Start: Emily Kubera & das Projekt Food Facts statt Fake News 11:48 - 13:42 Challenge Video 1: High-Protein-Diät & Proteinfasten 13:43 - 15:44 Challenge Video 2: Adaptogene & Biohacking 15:45 - 18:20 Challenge Video 3: Nahrungsergänzungsmittel & selbsternannte Expert:innen 18:21 - 21:24 Challenge Video 4: Detox & Leberreinigung 21:25 - 24:04 Challenge Video 5: Darmreinigung & Mikrobiom 24:05 - 27:00 Takeaways: Hinterfragen, Querchecken, Wundermitteln misstrauen 27:01 - 27:48 Abschluss & Verabschiedung Medienkompetenz als Schutz Der AGES Risikobarometer 2024 zeigt: Österreicher:innen vertrauen bei Ernährungsfragen häufig schnell verfügbaren, emotional aufgeladenen Quellen, auch wenn sie der Wissenschaft widersprechen. Diese Folge dreht das Verhältnis um: Evidenzbasierte AGES-Expertise erklärt, was hinter den Trends steckt, und stärkt die Medienkompetenz  besonders bei jungen Zielgruppen, die täglich mit diesen Inhalten konfrontiert sind. Seriöse Quellen zum Querchecken Österreichische Ernährungsempfehlungen Ernährungsempfehlungen auf einen Blick (AGES) Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) AGES Risikobarometer: Risikoeinschätzung verschiedener Berufsgruppen Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

  3. 10. Juni

    Im Kontext: Ebola (016)

    Vor wenigen Tagen zeigte eine 19-jährige Caritasmitarbeiterin nach ihrer Rückkehr aus Uganda Krankheitssymptome. Der Verdacht: Ebola – ein Wort, das sofort Bilder von schweren Krankheitsausbrüchen und hoher Sterblichkeit hervorruft. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich – vor allem jetzt, nach dem aktuellen Verdachtsfall in Österreich?  Was diese Krankheit eigentlich ist, wie in dem Fall der jungen Oberösterreicherin gehandelt wurde, und wieso nicht nur medizinische Faktoren entscheidend sind, ordnen wir in unserem neuen Format "Mut zum Risiko - Im Kontext" für euch ein – kurz, faktenbasiert und verständlich.     Vielen Dank an unsere Interviewpartner:innen: Dr. med. univ. Alexander Indra, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Hygiene in der AGES Marcus Bachmann, Berater für humanitäre Angelegenheiten von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen – Österreich Dr. Barbara Tucek, MSc, Leiterin der Abteilung Klinische Begutachtung Sicherheit & Wirksamkeit in der AGES   Kapitel: 0:50 - 2:47: Einordnung 2:48 - 3:23: Faktencheck & Risiko 3:24 - 6:35: Internationale Lage 6:36 - 8:20: Herausforderung Impfung & Behandlung 8:21 - 9:28: Fazit   Weiterführende Links: https://www.who.int/health-topics/ebola https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/ebola Ebola disease Ebola disease outbreak in the Democratic Republic of the Congo and Uganda Ebola | European Medicines Agency (EMA)   Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

    Im Kontext: Ebola (016)
  4. 29. Mai

    Unsichtbarer Parasit: Das wurmt nicht nur den Fuchs (015)

    Viele Menschen sind gerne draußen unterwegs, sammeln Pilze und pflücken Beeren, arbeiten im eigenen Garten oder spazieren mit dem Hund durch Wald und Wiese. In der Natur gibt es auch unsichtbare Begleiter: Parasiten wie die Echinokokken, besser bekannt als Bandwürmer. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ nimmt uns Dr. Walter Glawischnig, Leiter der Abteilung für Pathologie und Parasitologie der AGES in Innsbruck, mit in die faszinierende Welt dieser Organismen.  In Folge 015 reden wir über den kleinen Fuchsbandwurm, seinen Lebenszyklus und die Rolle von Füchsen und Nagetieren als End- bzw. Zwischenwirte. Vor allem im Westen Österreichs ist der kleine Fuchsbandwurm in der Fuchspopulation weit verbreitet.  Der Mensch kann im Lebenszyklus des kleinen Fuchsbandwurms als Fehlzwischenwirt fungieren, wenn er Eier des Parasiten aufnimmt, zum Beispiel über verunreinigte Lebensmittel aus dem Wald oder dem eigenen Garten. Dabei kann es zum Krankheitsbild der alveolären Echinokokkose kommen, bei dem die Leber langsam zerstört wird. Sie gilt als selten, kann jedoch schwer verlaufen und erfordert oft eine langwierige Behandlung. Walter erklärt, worauf man achten sollte, um das eigene Risiko zu reduzieren und gibt auch konkrete Tipps für Hundebesitzer:innen.    Kapitel: 01:08 - 08:31: Einleitung, Aufgaben der Pathologie und Parasitologie, Einführung Parasiten 08:32 - 12:03: Bandwürmer und kleiner Fuchsbandwurm 12:03 - 16:54: Mensch und Maus als (Fehl-) Zwischenwirt 16:55 - 36:24: Erkrankung, Diagnose, Krankheitsfälle, Behandlung 36:25 - 42:37: Wer erkrankt? Risikofaktoren und Infektionsweg  42:38 - 46:13: Rolle von Hunden 46:14 - 51:24: Konkrete Tipps und Abschied   Weiterführende Links: Fuchsbandwurm - AGES Zoonosen - AGES Bärlauch - AGES Fuchsbandwurm (alveoläre Echinokokkose)   Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

  5. 21. Apr.

    40 Jahre Tschernobyl – Wer uns heute vor Radioaktivität schützt (014)

    Am 26. April 1986 erschütterte der Reaktorunfall von Tschernobyl ganz Europa. 40 Jahre später stellen sich viele noch immer dieselben Fragen: Spüren wir die Folgen heute noch? Und wären wir auf einen ähnlichen Unfall vorbereitet? In dieser Folge sprechen wir mit Christian Katzlberger, dem Leiter des Strahlenschutzes in der AGES, darüber, was damals in Österreich passiert ist und was wir daraus gelernt haben. Wir erklären, warum Österreich durch die radioaktive Wolke besonders betroffen war, wie das Strahlenfrühwarnsystem Leben schützte und warum Cäsium heute fast nur noch im Waldboden messbar ist. Außerdem räumen wir mit einem Mythos auf: Der größte Teil unserer Strahlenbelastung kommt nicht von Atomkraftwerken oder Kernwaffentests, sondern aus ganz natürlichen Quellen. Eine Folge voller Wissen statt Angst – und darüber, wie Strahlenschutz heute funktioniert.  Kapitel: 00:00 - 04:41 Einleitung: Erinnerungen an Tschernobyl & Fukushima 04:42 - 06:44 Was ist im Atomkraftwerk Tschernobyl tatsächlich passiert? 06:45 - 08:49 Die radioaktive Wolke traf Österreich stärker als andere Länder 08:50 - 14:49 Strahlenfrühwarnsystem & Schutzmaßnahmen in Österreich  14:52 - 22:17 Cäsium‑Belastung in Böden, Pilzen & Wild damals und heute 22:18 – 27:49 Strahlenkuchen: Radioaktivität im Alltag vor allem natürliche Strahlung 27:50 – 31:25 Risikowahrnehmung: Warum wir Risiken oft falsch einschätzen 31:26 - 37:47 Strahlenschutz: Wie überwacht Österreich Radioaktivität heute? 37:48 - 42:16 Was passiert im nuklearen Notfall? Notfallpläne und Schutzmaßnahmen 42:17 - 46:00 Was haben wir aus Tschernobyl gelernt? 46:01 - 49:39 Take-Home-Messages und Abschluss Links:  40 Jahre Tschernobyl: Manche Pilze erinnern sich noch daran 40 Jahre Tschernobyl: Moderne Strahlenschutzsysteme schützen Österreich Nukleare Notfallvorsorge Radioaktivität und Strahlung in Österreich Radioaktivität in der Umwelt Cäsium-137-Belastung in Österreich Radon - Risiko, Radonmessung & Schutz  Gast: Mag. Dr. Christian Katzlberger, Leiter Strahlenschutz in der AGES Moderation: Roland Achatz Feedback: podcast@ages.at www.ages.at/podcast Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

  6. 13. März

    Sum, Sum, Sum – alles zur Biene und drum herum (013)

    Honig- und Wildbienen sind entscheidend für Bestäubung, Biodiversität und unsere Ernährung. Doch was brauchen sie für ein gesundes Leben und welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? AGES-Expertin Linde Morawetz bringt uns die Bienen näher, erklärt warum heimische Blütenpflanzen so wichtig sind und wie jede und jeder einen Beitrag zu deren Gesundheit leisten kann. Außerdem sprechen wir über Krankheiten und Schädlinge wie die Varroamilbe, die Amerikanische Faulbrut und die Asiatische Hornisse. Wir werfen einen Blick in aktuelle Projekte zum Bienenschutz und zeigen, wie Forschung und Imkerei zusammenarbeiten, um Bienen zu schützen. Kapitel: 00:00 - 04:40: Einleitung und Vorstellung Expertin, Abteilung Bienengesundheit 04:41 - 06:05: Was sind Bienen?  06:06 - 11:07: Projekt Zukunft Biene, Faktoren für die Gesundheit der (Honig)biene 11:08 - 15:25: Bienensterben 15:26 - 24:13: Bienenkrankheiten und Schädlinge: Varoamilbe, Asiatische Hornisse, Amerikanische Faulbrut 24:13 - 25:46: Was kann man als Privatperson für Bienen tun? 25:47 - 28:19: Citizen Science Projekte 28:20 - 35:49: Zuhörer:innen Fragen und Arbeit zum Bienenschutz 35:50 - 38:04: Take-Home-Messages und Abschluss Links:  Bienengesundheit & Bienenkrankheiten Warndienst Bienengesundheit Amerikanische Faulbrut Varroamilbe Vespa velutina - Bienengesundheit Tropilaelapsmilbe Kleiner Bienenstockkäfer Zukunft Biene Citizen Science-Projekt Urbanbee AGES Bienenstock Livestream Gast: Mag. Dr. Linde Morawetz, Senior Expert für Bienengesundheit, Abteilung für Bienenkunde und Bienenschutz in der AGES Moderation: Elisabeth Dottolo Feedback: podcast@ages.at www.ages.at/podcast Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

  7. 6. Feb.

    Hinter dem Beipackzettel: Wer für sichere Medikamente sorgt (012)

    Unerwünschte Nebenwirkungen, gefälschte Arzneimittel, dubiose Internetapotheken: Was macht ein Medikament wirklich sicher – und wer prüft das? In dieser Folge sprechen wir mit unserem Experten Günter Waxenecker darüber, wie Kontrolle, Zulassung und Überwachung zusammenwirken, um Patient:innen zu schützen. Arzneimittel retten Leben – aber nur, wenn sie sicher sind. In Österreich gibt es über 12.000 zugelassene Arzneimittel, fast 5.000 davon sind rezeptfrei erhältlich. Doch wer sorgt dafür, dass all diese Produkte sicher bleiben? Wer prüft Medikamente, bevor sie in Apotheken liegen? Und was passiert, wenn sie längst am Markt sind? In unserer neuen Podcast-Folge „Mut zum Risiko“ gehen wir diesen Fragen nach im Gespräch mit DI Dr. Günter Waxenecker, Leiter der AGES-Medizinmarktaufsicht und Verfahrensleiter des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Klar und verständlich erklärt Waxenecker, wie Arzneimittel geprüft, zugelassen und auch nach ihrer Markteinführung kontinuierlich überwacht werden. Er spricht über Verantwortung und Vertrauen, über ethische Standards in klinischen Studien, über Gendermedizin und die Lehren aus vergangenen Arzneimittelskandalen wie Thalidomid/Contergan.  Ein zentrales Thema ist die Pharmakovigilanz – also das wachsame Beobachten von Nebenwirkungen. Günter Waxenecker zeigt im Gespräch mit Podcast-Host Roland Achatz, wie aus jeder Meldung ein Beitrag zur Patient:innensicherheit wird. Die Botschaft: Sicherheit ist kein Zustand  – sie ist ein Prozess. Er erklärt, warum der verantwortungsvolle Umgang mit rezeptfreien Arzneimitteln so wichtig ist und was es mit dem Claim "Medikamente sind keine Bonbons" auf sich hat. Auch aktuelle Fragen kommen zur Sprache: Welche Arzneimittel werden am häufigsten gefälscht  – und welche Risiken bergen sie? Worauf können Verbraucher:innen insbesondere bei Internetapotheken achten? Mit Geschichten, Zahlen und persönlichen Einblicken zeigt die neue Folge von „Mut zum Risiko“, dass hinter jedem Beipackzettel Menschen stehen, die die Sicherheit unserer Arzneimittel im Blick haben. Mehr Informationen & Meldeportal für Nebenwirkungen: www.basg.gv.at / www.ages.at Kapitel: (00:57) Einleitung, Vorstellung Gast und Aufgaben in der AGES (02:32) Werdegang Günter Waxenecker (04:26) Medizinmarktaufsicht & Arzneimittelüberwachung (06:43) Vom Wirkstoff zum Medikament (12:51) Prüfung Arzneimittel (17:45) Contergan-Skandal (22:27) Zulassung Arzneimittel (27:01) Nebenwirkungen (33:36) Arzneimittelsicherheit als Community-Leistung (Med Safety Week) (37:13) Was passiert nach der Nebenwirkungsmeldung? (38:10) Beipackzettel (41:07) Rezeptpflichtig oder nicht? (43:34) Fehler in der Einnahme/am Etikett (45:43) Internetapotheken (47:43) Illegale Arzneimittel (53:27) Verbraucher:innen-Tipps   Hilfreiche Links:  „Medikamente sind keine Bonbons!“ - AGES#MedSafetyWeek: Gemeinsam für sichere Arzneimittel! - AGESOnline-Meldung von Nebenwirkungen human - BASGElektronisch einsehbare Fach-/Gebrauchsinformationen im ArzneispezialitätenregisterArzneimittel im Internet-Versandhandel Gast: DI Dr. Günter Waxenecker, Leiter der Medizinmarktaufsicht in der AGES Moderation: Roland Achatz Feedback: podcast@ages.at www.ages.at/podcast Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

  8. 28.11.2025

    Wie man Spielzeug professionell kaputt macht und warum (011)

    Kinder spielen gerne. Allerdings ist ihr Spielzeug nicht immer dafür geeignet, manchmal sogar gefährlich: Unsere Spielzeug-Expertin Daniela Schachner untersucht hunderte Spielzeuge im Jahr und findet regelmäßig Produkte, die die Gesundheit der Kinder gefährden können. Warum das so ist und wie sie Spielzeug auf Herz und Knopfzellen prüft, erzählt sie in Folge 11 unseres Podcasts. Die Anforderungen an Spielzeug sind in der EU umfangreich geregelt. Mit der unlängst beschlossenen neuen EU-Spielzeugverordnung wird das Schutzniveau für Kinder nochmals angehoben. Und dennoch werden diese Anforderungen von den Herstellern, vor allem im Billig-Spielzeug-Segment, oft nicht eingehalten. Um diese Produkte erst gar nicht in die Hände (oder auch in den Mund) von Kindern gelangen zu lassen, untersuchen AGES Expertin Daniela Schachner und ihre Kolleg:innen hunderte Spielsachen im Jahr, von der Plastikfigur über Plüschtiere bis hin zur Indoor-Rutsche. Wie sie das machen? Im Prinzip geht es darum, das Spielzeug auf verschiedene raffinierte Art und Weisen kaputt zu machen: Lösen sich Kleinteile, die leicht verschluckt werden können? Enthalten sie verbotene Weichmacher oder lösen sich Chemikalien aus dem Spielzeug, wenn ein Kleinkind darauf herumlutscht? Bricht das Klettergestell, wenn die Kinder darauf herumhüpfen? Bringt die Tröte das Trommelfell fast zum Reißen? Und, und und…. Kapitel: (00:55) Einleitung, Vorstellung Gästin und Aufgaben in der AGES (03:27) Wie sieht ein Tag in der Spielzeugkontrolle aus? (04:40) Definition Spielzeug (07:20) Spielzeugverordnung, rechtlicher Rahmen (08:12) Neue EU-Spielzeugrichtlinie (12:29) Wie kommt ihr zu den Produkten, die ihr kontrolliert? (15:52) Spielzeugprüfung auf Herz und Nieren (23:52) Produktrückrufe, Beanstandungsquote (28:23) Pflichten für Hersteller (30:44) Gefährlichste Beanstandungen (33:42) Tipps für Konsument:innen   Weiterführende Links:  Spielzeug-Empfehlungen Augen auf beim Spielzeugkauf   Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.

Info

Wir leben in einer Welt voller Ungewissheit, aber auch voller Wissen. Mit unseren Expertinnen und Experten besprechen wir vermeintliche und tatsächliche Risiken, liefern wissenschaftliche Lösungen und wertvolle Tipps. So können Sie Risiken im Alltag besser einschätzen. Lassen Sie uns gemeinsam mutig sein!

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