Zellgenossen - 20 Minuten länger leben

Silke Sturm · ZELLVITA

Salut und willkommen bei ZELLGENOSSEN. Ich bin Silke Sturm, Gründerin von ZELLVITA. Aus meiner eigenen Erfahrung mit einer Autoimmunerkrankung entstand der Wunsch, Gesundheitswissen klar und alltagstauglich zu machen. In diesem Podcast erfährst du, wie Gene, Ernährung und Lebensstil deine Gesundheit und Lebenserwartung beeinflussen. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt und direkt umsetzbar. Mit meinem Master in Molekularbiologie übersetze ich aktuelle Forschung in praktische Impulse, die dir helfen, bewusster und gesünder zu leben.

  1. TAURIN DAS UNTERSCHÄTZTE MOLEKÜL

    vor 5 Tagen

    TAURIN DAS UNTERSCHÄTZTE MOLEKÜL

    Taurin: Ein unterschätztes Molekül für Mitochondrien, Darm und gesundes Altern? Viele kennen Taurin vor allem als Bestandteil von Energydrinks. Dabei ist das schwefelhaltige Molekül an zahlreichen grundlegenden Prozessen unseres Körpers beteiligt – ganz unabhängig von Koffein und Marketing. Streng genommen ist Taurin keine klassische proteinbildende Aminosäure, sondern eine Aminosulfonsäure. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in Organen und Geweben, die viel Energie benötigen: im Gehirn, im Herzen, in der Muskulatur und in der Netzhaut. Unser Körper kann Taurin aus den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin selbst herstellen. Zusätzlich nehmen wir es über tierische Lebensmittel auf – insbesondere über Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und dunkles Geflügelfleisch. Taurin ist ein echtes Multitalent: Es stabilisiert Zellmembranen, reguliert den Flüssigkeits- und Ionenhaushalt und beeinflusst die Verteilung von Calcium innerhalb der Zellen. Diese Funktionen sind unter anderem für den Herzrhythmus, die Muskelkontraktion und die Reizweiterleitung im Nervensystem wichtig. Auch in den Mitochondrien spielt Taurin eine besondere Rolle. Dort unterstützt es die korrekte Bildung bestimmter Proteine der Atmungskette und kann dazu beitragen, oxidativen Stress zu begrenzen. Taurin ist also nicht einfach nur ein direktes Antioxidans – es hilft den Mitochondrien vielmehr Was macht Taurin im Körper? Darüber hinaus wird Taurin in der Leber an Gallensäuren gebunden. Diese sogenannten taurinkonjugierten Gallensäuren erleichtern die Fettverdauung und verbinden Leber, Darm und Mikrobiom miteinander. Im Darm können Bakterien taurinkonjugierte Gallensäuren wieder aufspalten und dadurch Taurin freisetzen. So entsteht ein komplexes Wechselspiel zwischen Ernährung, Leberstoffwechsel, Gallensäuren und Darmflora. Besonders spannend ist eine aktuelle Untersuchung zum Thema Schlafmangel: In einem Mausmodell veränderte chronischer Schlafentzug die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Gleichzeitig nahm die Menge an mikrobiell beeinflusstem Taurin ab. Die Folge war eine geschwächte Darmbarriere. Wichtige Verbindungsproteine zwischen den Darmzellen wurden vermindert, Entzündungsprozesse nahmen zu und auch die zirkadiane Regulation des Darmgewebes geriet aus dem Gleichgewicht. Eine Tauringabe verbesserte in diesem Tiermodell die Darmbarriere und stabilisierte Teile der gestörten zirkadianen Signalwege. Was hat das Darmmikrobiom damit zu tun?Ist Taurin ein Longevity-Molekül? Eine viel beachtete Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Taurin bei Mäusen die gesunde Lebensspanne und auch die Lebenserwartung verlängern konnte. Bei Affen verbesserten sich verschiedene Gesundheitsparameter. Die Forschenden beobachteten unter anderem weniger mitochondriale Störungen, DNA-Schäden, Zellalterung und chronische Entzündungsprozesse. Bei Menschen ist die Situation allerdings weniger eindeutig. Während die Studie von 2023 einen altersabhängigen Rückgang der Taurinspiegel beschrieb, kam eine große Untersuchung aus dem Jahr 2025 zu einem anderen Ergebnis: In mehreren Populationen blieben die Taurinspiegel mit zunehmendem Alter stabil oder stiegen sogar an. Taurin ist deshalb wahrscheinlich kein universeller Biomarker des Alterns. Seine Bedeutung könnte vielmehr davon abhängen, wie alt und aktiv ein Mensch ist, wie er sich ernährt und ob Erkrankungen oder tatsächliche Mangelzustände vorliegen. Lit: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41094491/ u. v . m.

    11 Min.
  2. WARUM DEIN GEHIRN IMMER WEITER SCROLLEN WILL.... DIE GENETIK HINTER DOPAMIN & CO

    3. Juni

    WARUM DEIN GEHIRN IMMER WEITER SCROLLEN WILL.... DIE GENETIK HINTER DOPAMIN & CO

    Wir leben in einer Welt voller Reize – von ständigen Benachrichtigungen auf dem Smartphone über 20-Sekunden-Videoclips bis hin zum Multitasking, das zur Normalität geworden ist. Ständige Dopamin-Kicks durch Likes, Benachrichtigungen usw. Handy-, Internet- und Videospielsucht sind real und beruhen auf der Dopamin-Ausschüttung.Warum sollte man die ständigen Dopamin-Schübe reduzieren? Jede Art von Reiz, der zu einem ständigen Dopamin-Schub führt, birgt Suchtpotenzial. Die Dopaminausschüttung im Nucleus accumbens steuert Belohnung und Lernen – sowohl im positiven als auch im süchtig machenden Sinne. Das Gehirn ist plastisch und kann so umprogrammiert werden, dass es zu vermehrtem Konsum anregt (mehr Zeit in sozialen Medien, mehr Süßigkeiten, mehr Kokain). Es kommt zu einer Anpassung an den höheren Dopaminspiegel, einer verminderten Hemmung durch GABA und Veränderungen in der Amygdala. Ein Mangel an Dopamin führt dann zu einem negativen emotionalen Zustand.Kann ein einzelnes Gen beeinflussen, wie gestresst du dich fühlst. Das COMT-Gen baut Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ab. Arbeitet es langsamer, bleiben diese Botenstoffe länger aktiv. Das kann Vorteile haben – aber auch Herausforderungen. Deine Gene sind kein Schicksal – sie sind eine GebrauchsanweisungJeder Like und jede Benachrichtigung aktiviert unser Dopaminsystem. Genetische Unterschiede können beeinflussen, wie stark wir auf solche Reize reagieren. Den Gentest auf Deine Stressgenetik gibt es bei uns in der Praxis: https://www.zellvita.de/ Lit.: unbedingt empfehlenswert: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9179985/

    17 Min.
  3. 20. Mai

    GABA die biochemische Bremse deines Gehirns warum sich GENAUER HINSEHEN lohnt

    GABA steht für Gamma-Aminobuttersäure. Es ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter im Gehirn. Das bedeutet: GABAhilft dabei, übermäßige neuronale Aktivität zu dämpfen. ABER :nicht im Sinne von „müde machen“. GABA sorgt eher dafür, dass das Gehirn Signale sortieren kann. Es hilft, Hintergrundrauschen herauszufiltern. Ohne GABA würden wir viel zu viele Reize ungefiltert aufnehmen. ​GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist ein hemmender Neurotransmitter, der die Erregung von Nervenzellen verhindert. Dies ist ein wesentlicher Mechanismus, mit dem das Gehirn Impulse reguliert.​Niedrige GABA-Werte stehen in Zusammenhang mit Angstzuständen und PTBS und können die Immunantwort beeinträchtigen.​Genetische Varianten können den GABA-Spiegel verändern und die Anfälligkeit für Stimmungsstörungen erhöhen.In diesem PODCAST erhaltet IHR einen kurzen Überblick darüber, wie Neuronen GABA produzieren, wie dies mit Angstzuständen und Immunreaktionen zusammenhängt und welche Genvarianten von GAD1, dem GABA-Rezeptor und dem GABA-Stoffwechsel vorliegen. Abschließend stellen wir natürliche Möglichkeiten zur Optimierung des GABA-Spiegels vor. Ich vertrete bodenständige Ansätze, mag Messbares und setze auf wissenschaftlich nachvollziehbare Konzepte. Gleichzeitig vergesse ich niemals, dass der Mensch kein rein technisches System ist. Wir sind lebendige Organismen — verbunden mit der Natur, mit Pflanzen, mit Nahrung, mit Licht, mit Bewegung und mit den Rhythmen des Lebens. Ein besonderer Fokus meiner Arbeit liegt darauf, individuelle Zusammenhänge sichtbar zu machen. Denn nicht jeder Mensch braucht dasselbe. Was dem einen hilft, kann für den anderen wenig passend sein. Genau hier können genetische und epigenetische Analysen wertvolle Hinweise geben. Ausgewählte Gentest gibt es zur Zeit in der Praxis: ⁠https://www.zellvita.de/⁠ ⁠https://www.tisso.de/de/produkte/?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=DACH_de_google_search_web_b2c_conv_prospecting_brand_lower&utm_term=tisso%20naturprodukte&gad_source=1&gad_campaignid=19584162902&gbraid=0AAAAADqoc589GBnE2Kqlm0dEU7iw3wyD6&gclid=Cj0KCQjwiJvQBhCYARIsAMjts3Keo3qQfakkjJbU6EOIkwQuL50mJLDlK7dJeLaE4jwPo-mpkySO99UaAtHDEALw_wcB⁠ DAS IST EUER TISSO CODE: Ihr bekommt 10% auf eure Produkte TPC492309034 Das ist Euer Naturtreu Code zellvita10 : https://naturtreu.de/pages/entdeckenaturtreu?sca_ref=280550.44TFZYtYJu&utm_source=google&utm_medium=ppc&ga_adcid=10618447564&ga_adgid=107467312520&ga_adid=698336856663&utm_term=naturtreu&matchtype=e&utm_product_id=&utm_random=8804372472744238285&gad_source=1&gad_campaignid=10618447564&gbraid=0AAAAAC61ZX_ &gclid=Cj0KCQjwzqXQBhD2ARIsAKrIeU96yK5KrERDcBgK1-IfKW6Td7jt7P3dp-v-TNGM8VgvdyKN0mEoIRkaAtTDEALw_wcB Hier bekommt ihr 10% auf eure FORSCHUNGSPEPTIDE : Primal peptides AYnH9Pu6d8 Literatur: Scoditti, E. (2020). Neuroinflammation and neurodegeneration: The promising protective role of the citrus flavanone hesperetin. Nutrients, 12(8). https://doi.org/10.3390/nu12082336 The extra virgin olive oil phenolic oleacein is a dual substrate-inhibitor of catechol-O-methyltransferase. (2019). Food and Chemical Toxicology, 128, 35–45. https://doi.org/10.1016/j.fct.2019.03.049 Wang, L.-J., Lee, S.-Y., Chen, S.-L., Chang, Y.-H., Chen, P. S., Huang, S.-Y., Tzeng, N.-S., Chen, K. C., Lee, I. H., Wang, T.-Y., Yang, Y. K., & Lu, R.-B. (2015). A potential interaction between COMT and MTHFR genetic variants in Han Chinese patients with bipolar II disorder. Scientific Reports, 5, 8813. https://doi.org/10.1038/srep08813 Wang, P., Heber, D., & Henning, S. M. Belenky, Michael A., et al. “Heterogeneous Expression of Gamma-Aminobutyric Acid and Gamma-Aminobutyric Acid-Associated Receptors and Transporters in the Rat Suprachiasmatic Nucleus.” The Journal of Comparative Neurology, vol. 506, no. 4, Feb. 2008, pp. 708–32. PubMed, https://doi.org/10.1002/cne.21553

    13 Min.
  4. 9. Mai

    Die schmutzigen 7 - was deine Gene über deinen Stoffwechsel verraten

    Die Episode vergleicht die klassischen „Holy Seven“ aus der Heilpraktiker-Ausbildung mit den modernen „Super-7“ der funktionellen Genetik. Während die Holy Seven auf Franz Alexander und die psychosomatische Medizin zurückgehen und sieben typische psychosomatische Erkrankungen beschreiben, beziehen sich die genetischen Super-7 auf sieben wichtige Gene: MTHFR, COMT, DAO, MAOA, GST/GPX, PEMT und NOS3. Diese Gene stehen für zentrale Stoffwechselbereiche wie Methylierung, Entgiftung, Neurotransmitter, Histaminabbau, Zellschutz und Gefäßregulation. Der Text macht deutlich, dass Gentests keine Diagnose ersetzen, sondern als eine Art Landkarte dienen. Erst im Zusammenhang mit Symptomen, Laborwerten, Lebensstil, Ernährung, Medikamenten und Anamnese können daraus individuelle Empfehlungen für Alltag, Ernährung und Supplementierung entstehen. Tolle Supplements , geprüft und in Deutschland hergestellt findet Ihr hier: Mit dem TPC Code erhaltet Ihr 10% auf alle Produkte. https://www.tisso.de/de/produkte/ persönlicher TISSO-Partner-Code TPC492309034 Ihr persönlicher TISSO-Partner-Code TPC492309034 Sichert euch 10% Rabatt auf eure gesamteBestellung bei pharmanord.de   Nutzt den Rabattcode: 1200P4 Mit dem Code gibt es 5-10% Rabatt auf EureForschungspeptide:   Nutzt den Rabattcode: AYnH9Pu6d8 hier funktioniert allerdings nureine Überweisung mit Kryptowährung oder Direktüberweisung Heilpilze gibt es hier : Sichert euch 10% Rabatt auf eure gesamteBestellung bei hifasdaterra.de   Nutzt den Rabattcode: 3210532 DEN GENTEST für EUREN STOFFWECHSEL GIBT ES BEIMIR IN DER PRAXIS - IN KÜRZE ABER AUCH IM SHOP - ZELLVITA.DE

    19 Min.

Info

Salut und willkommen bei ZELLGENOSSEN. Ich bin Silke Sturm, Gründerin von ZELLVITA. Aus meiner eigenen Erfahrung mit einer Autoimmunerkrankung entstand der Wunsch, Gesundheitswissen klar und alltagstauglich zu machen. In diesem Podcast erfährst du, wie Gene, Ernährung und Lebensstil deine Gesundheit und Lebenserwartung beeinflussen. Wissenschaftlich fundiert, verständlich erklärt und direkt umsetzbar. Mit meinem Master in Molekularbiologie übersetze ich aktuelle Forschung in praktische Impulse, die dir helfen, bewusster und gesünder zu leben.

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