Hasse mit Liebe

Kerstin Hasse

Klug, feministisch und mit Haltung.

  1. vor 21 Std.

    Wer nimmt Raum ein? (oder: Was man noch sagen darf – und wer das entscheidet)

    In dieser Folge fragt Kerstin: Wer nimmt eigentlich Raum ein – und mit welchen Privilegien? Gemeinsam mit der Soziologin, Autorin und Rassismus-Expertin Anja Glover spricht Kerstin über versteckten Rassismus in der Popkultur – von Louise from St. Louis in Sex and the City bis zu White Savior Narrativen und der Frage: Was haben Privilegien mit all dem zu tun. Anja nimmt dabei auch Office Romance auseinander – den neuen Netflix-Romcom mit Jennifer Lopez und Brett Goldstein, den Kerstin eigentlich empfehlen wollte. Für Anja ist der Film auch eine Liebeserklärung an den Kapitalismus: Die Airline-CEO trifft den Anwalt, die Chefetage wird zur Bühne für die grosse Romanze. Anja fragt: Was erzählen uns diese Bilder eigentlich darüber, wen wir begehrenswert finden – und warum? Ausserdem in dieser Folge: Emily Ratajkowski hat ein neues Essay veröffentlicht – und das Internet dreht sich wieder. Und im Liechtenstein hat Erbprinz Alois zum zweiten Mal in einer Generation ankündigt, den Volkswillen zu kippen und sich gegen eine Fristenlösung für Abtreibungen zu stellen. Tipps: Anja: Sinners Film Kerstin: You Made a Fool of Death with Your Beauty oder auf Deusch: Du bist so schön, sogar der Tod erblasst Ausserdem weitere tolle Tipps von Anja: Dear White People: ine US-amerikanische Comedy-Drama-Serie und erzählt von einer Gruppe junger Schwarzer Student:innen, die versuchen, kulturelle und rassistische Vorurteile zu überwinden. Insecure Diese Serie wirft einen ehrlichen und dennoch unterhaltsamen Blick auf das Leben von zwei Afroamerikanerinnen in Los Angeles. Queen Sono: Die erste afrikanische Netflix-Originalserie, die eine südafrikanische Geheimagentin in den Mittelpunkt stellt. Little Fires Everywhere: Die Serie beschreibt das scheinbar idyllische Leben einer amerikanischen Bilderbuchfamilie, deren Leben durch die Künstlerin Mia Warren und deren Tochter Pearl auf den Kopf gestellt wird. The White Lotus :Die Serie folgt den Erlebnissen der Gäst:innen und Angestellten eines exklusiven Resorts in Hawaii und übt Kritik daran, wie sich einige Menschen im Urlaub benehmen sowie welchen Einfluss ein solcher Tourismus auf die Einheimischen haben kann. Mrs. America Mrs. America erzählt die hürdenreiche Geschichte der Bewegung zur Ratifizierung des Equal Rights Amendment. Sorry to bother you: In dieser Science Fiction Komödie braucht ein junger Afroamerikaner dringend einen Job und tritt eine Telemarketing-Stelle an. Dort entdeckt er die Fähigkeit, seine Stimme «weiss» klingen zu lassen, was ihm zu ungeahntem Erfolg verhilft. Parasite: Der südkoreanische Film dreht sich um den Sohn einer armen Familie, der einen Job bei einer reichen Familie bekommt. Er gilt als Kritik an den südkoreanischen und westlichen Lebens-, Arbeits- und Konsumverhältnissen. Rafiki: Dieser kenianische Film erzählt die Liebesgeschichte zweier Frauen in Nairobi. Der Film trug zum Diskurs über Homosexualität in Kenia bei und war der erste kenianische Film, der auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. Get out: In diesem Horrorfilm besuchen ein afroamerikanischer Fotograf und seine weisseFreundin erstmals ihre Familie auf deren Landsitz, was für ihn nicht nur im übertragenen Sinn zum puren Horror wird. Roma: Dieser mexikanische Film zeigt das Leben einer indigenen Haushälterin in den 1970er Jahren in Mexiko-Stadt. Black Panther: Wakanda Forever - Dieser Film ist Marvels Superhelden-Fortsetzung, in welchem das Königreich nach T'Challas Tod angegriffen wird, weil es externe Kräfte auf das Vibranium des Landes abgesehen haben. The hate U give: Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: im verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

    1 Std. 16 Min.
  2. Deepfakes, Scham und Strafrecht (oder: Warum unser Recht mit der digitalen Welt überfordert ist)

    6. Mai

    Deepfakes, Scham und Strafrecht (oder: Warum unser Recht mit der digitalen Welt überfordert ist)

    Lena Dunham hat ein Memoir geschrieben. Es heisst «Fame Sick» – und es erzählt davon, was passiert, wenn das Internet nicht nur deinen Ruf zerstört, sondern deine Identität übernimmt. Genau das machen Deepfakes möglich. Und sie betreffen längst nicht mehr nur Prominente. Kerstin spricht in dieser Folge über Geburtstage und Host-Anxiety und über Lina Dunhams Memoiren, die sie sich gerade als Hörbuch anhört, was sich ein bisschen anhört, als hätte sie «Hannah» aus «Girls» in den Ohren. Ausserdem: Frankreich, Vincent Bolloré und was passiert, wenn ein Multimilliardär systematisch Medien aufkauft, um ein rechtsaussendes politisches Narrativ salonfähig zu machen. Sounds familiar, oder? Im Hauptteil spricht Kerstin mit zwei erfahrenen Juristinnen und Expertinnen für digitales Strafrecht: Sarah von Hoyningen-Huene und Jutta Oberlin. Sie arbeiten an der Schnittstelle von KI, Datenschutz, Strafrecht und digitaler Gewalt – und sie erklären, warum wir in der Schweiz rechtlich noch weit davon entfernt sind, Frauen vor Deepfakes wirklich zu schützen. Was tun, wenn man betroffen ist? Warum greift der neue Revenge-Porn-Artikel nicht? Wie sexistisch ist unser Rechtssystem – und was braucht es jetzt, um das zu ändern? Tipps der Folge: Jutta empfiehlt: Thomas-Gabriel Rüdiger, Professor und Polizist, der zu KI, Kinderpornografie und Strafrecht im digitalen Raum arbeitet – auf LinkedIn und über seine Homepage erreichbar. Sarah empfiehlt: Die Buchserie «Rebel Girls» – 100 Geschichten über 100 beeindruckende Frauen, die die Welt bewegen. Kerstin empfiehlt: «Mit Männern leben – Überlegungen zum Pelicot-Prozess» von der Philosophin Manon Garcia Hasse mit Liebe erscheint alle zwei Wochen. Abonniere den Newsletter auf hassemitliebe.com für noch mehr Inspiration, Haltung und Liebe.

    1 Std. 26 Min.

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Klug, feministisch und mit Haltung.

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