Wirkstoff Wort – Der Podcast für gute Kommunikation in der Medizin

SFB 289 Treatment Expectation

Schon seit der Antike wissen wir: Die Wirkung von Arzneien und Therapien wird vor allem durch gute Kommunikation unterstützt. Was TherapeutInnen sagen und wie sie es tun, aber auch die Gesprächssituation und das Ambiente prägen die Erwartungen von Patienten und Patientinnen ganz maßgeblich. Worte unterstützen die Wirkung von Therapien – oder reduzieren sie. In diesem Podcast führt das Team des Sonderforschungsbereichs 289 Treatment Expectation („Behandlungserwartung“) Gespräche mit ExpertInnen darüber, wie ein Arzt oder eine Ärztin, eine medizinische Fachkraft, ein Physio- oder Psychotherapeut die Genesung beeinflussen kann. Denn Kommunikation ist ein Vorgang im Gehirn – und beeinflusst damit unsere „körpereigene Apotheke“, unsere Gesundheit und Genesung. Doch wie läuft eine gute Kommunikation zwischen TherapeutIn und PatientIn? Wie können beide lernen und profitieren? Wie können wir Kommunikation nutzen, um die Wirkung von Therapien zu verstärken? Was eine gute Kommunikation in der Medizin tatsächlich ausmacht, besprechen wir in diesem Podcast.

Folgen

  1. 20. Aug.

    Zielkonflikte in der Behandlung

    Willkommen zu dieser neuen Folge Wirkstoff Wort – dem Podcast für gute Kommunikation in der Medizin. Im Bereich der sogenannten schwierigen Gesprächssituationen gibt es in Gesundheitsberufen viele kommunikative Phänomene, die Behandler:innen kennen sollten: Reaktionen auf schlechte Nachrichten, Konflikte, mangelndes Vertrauen, mangelnde Einsichten, Verständigungsprobleme – die Liste der schwierigen Situationen ist lang, denn Kommunikation in Behandlungssituationen ist besonders komplex und eine sensible Angelegenheit. In dieser Folge widmen wir uns einer ganz besonderen Problemstellung: Was passiert, wenn Patient:innen bewusst oder unbewusst eine andere Vorstellung von Zielen ihrer Therapie haben als ihre Behandelnden? Und was, wenn die Gesundung oder Linderung von Leiden gar nicht ihr wichtigstes Ziel ist? Mit der Diplompsychologin, Psychotherapeutin und Klinischen Psychologin Dr. Jule Frettlöh sprechen wir über eines ihrer beruflichen Lebensthemen: Zielkonflikte. Das ist ein Begriff, den sie als Alternative zu einem nicht mehr ganz zeitgemäßen Fachwort vorgeschlagen hat, dem “Sekundären Krankheitsgewinn”. Warum sie lieber von Zielkonflikten spricht, was ein Zielkonflikt ist, wie man ihn erkennt und mit Patient:innen kommunikativ auflöst, das erzählt sie uns in dieser Folge. Dr. Jule Frettlöh hat jahrzehntelang mit Patientinnen an der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil in Bochum gearbeitet und dabei viel über Zielkonflikte, ihre Ursachen und Auswirkungen gelernt. Und dieses Wissen teilt sie heute mit uns und unseren Zuhörer:innen. Viel Freude mit dem Gespräch und wie immer: Danke fürs Zuhören! Gästin: Dipl.-Psych. Dr. rer. nat. Jule Frettlöh Moderation & Redaktion dieser Folge: Prof. Dr. Katja Wiech, Philipp Blömeke Produktion: SFB 289 Treatment Expectation/Philipp Blömeke Web: https://treatment-expectation.de/ Social Media: YouTube Bluesky Instagram Facebook Fragen? Anmerkungen? Feedback? Mail: info@treatment-expectation.de Wirkstoff Wort – der Podcast für gute Kommunikation in der Medizin entsteht am Sonderforschungsbereich 289 – Treatment Expectation. Der SFB 289 ist angesiedelt an den Universitäten Essen, Marburg und Hamburg und wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

  2. 16. Juli

    Zahlen kommunizieren – Mit Prof. Dr. Tobias Kube

    Wirkstoff Wort widmet sich in dieser Folge wie gewohnt der Sprache und der Kommunikation in der Medizin, steht aber diesmal wortwörtlich unter anderen Vorzeichen: Wir sprechen mit Prof. Dr. Tobias Kube über die Bedeutung und das Kommunizieren von Zahlen in der klinischen Kommunikation. Denn Zahlen sind in der medizinischen Behandlung ein zentraler Bestandteil jedes Kommunizierens. Zum Beispiel, wenn es um Genesungschancen geht, um Erfolgsaussichten einer bestimmten Behandlung oder um die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen und Nebenwirkungen. Wie wir dabei im klinischen Gespräch diese Zahlen kommunizieren, prägt dabei nicht nur das Verständnis bei Patient*innen, sondern auch ihre Erwartungshaltung an die eigene Therapie. Und das, das können wir im Sonderforschungsbereich Treatment Expectation mit Sicherheit sagen, hat einen gravierenden Einfluss darauf, ob und wie eine Behandlung wirkt. Höchste Zeit also, sich genau dem Thema zu nähern. Unser Gast Tobias Kube ist Professor für Klinische Psychologie und Experimentelle Psychopathologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Dort ist er klinisch tätig als Leiter der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz und leitet auch das Ausbildungsprogramm in Psychologischer Psychotherapie. Gemeinsam mit Prof. Winfried Rief von der Universität Marburg hat er Anfang 2026 in der renommierten Fachzeitschrift JAMA (Journal of the American Medical Association) einen Kommentar veröffentlicht, der sich der Art und Weise, wie Zahlen kommuniziert werden, explizit widmet. Gast: Prof. Dr. Tobias Kube Moderation & Redaktion dieser Folge: Prof. Dr. Katja Wiech, Philipp Blömeke Produktion: SFB 289 Treatment Expectation/Philipp Blömeke Weiterführende Links: Zu Prof. Dr. Tobias Kube: https://www.psychologie.uni-frankfurt.de/169854562/Prof__Dr__Tobias_Kube Pressemeldung zum Kommentar in JAMA Kommentar in JAMA Weiterführend: Zikmund-Fisher, B. J., Thorpe, A. & Fagerlin, A. How to Communicate Medical Numbers. JAMA (2025). Web: https://treatment-expectation.de/ Social Media: YouTube Bluesky Instagram Facebook Fragen? Anmerkungen? Feedback? Mail: info@treatment-expectation.de Wirkstoff Wort – der Podcast für gute Kommunikation in der Medizin entsteht am Sonderforschungsbereich 289 – Treatment Expectation. Der SFB 289 ist angesiedelt an den Universitäten Essen, Marburg und Hamburg und wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

  3. 18. Juni

    Laienverständliche Sprache in der Medizin

    Herzlich willkommen bei einer neuen Folge Wirkstoff Wort! In dieser Folge widmen wir uns Kernfragen der Kommunikation in der Medizin: Wie können Angehörige medizinischer Berufe so kommunizieren, dass Patient:innen sie wirklich verstehen? Und wie vermeide ich eine zu komplizierte Fachsprache und kommuniziere trotzdem präzise, korrekt und medizinisch zutreffend? Warum fällt es Menschen gerade im medizinischen Berufsfeld manchmal sehr schwer, aus dieser Fachsprache zu wechseln in eine auch für Fachfremde nachvollziehbare Kommunikation? Wir haben uns mit Dr. med. Anja Bittner verabredet, die an der Uni Bielefeld als Prodekanin für Studium und Lehre arbeitet. Dort bemüht sie sich darum, dass schon im Medizinstudium alle nötigen Fähigkeiten und Sensibilisierungen dafür geschaffen werden, die für eine gute Kommunikation von Befunden und Maßnahmen an Patient:innen nötig sind. Anja Bittner ist außerdem Gründerin der Plattform „washabich.de“, bei der Patient:innen eine laienverständliche Übersetzung ihrer Befunde und medizinischen Dokumente beauftragen können. Über den Hintergrund zu dieser Idee, den Aufbau eines Kommunikations-sensiblen Medizincurriculums an der Uni und die Wichtigkeit einer informierten Dialogkultur in medizinischen Versorgungssituationen sprechen wir in dieser Folge. Es gibt viel zu lernen! Denn es geht bei der Kommunikation in medizinischen und pflegerischen Kontexten schließlich auch immer um die Frage: Wie können Patient:innen medizinische Befunde wirklich leichter verstehen und damit auch ihr Mitspracherecht besser nutzen? Gästin: Dr. med. Anja Bittner Moderation & Redaktion dieser Folge: Prof. Dr. Sven Benson, Philipp Blömeke Produktion: SFB 289 Treatment Expectation/Philipp Blömeke Weiterführende Links: Dr. med. Anja Bittner, Prodekanin für Studium und Lehre Uni Bielefeld Publikationen von Dr. med. Anja Bittner https://washabich.de/ www.treatment-expectation.de Fragen? Anmerkungen? Ideen oder Gedanken zur Folge? Schreibt per Mail an info@treatment-expectation.de oder kontaktiert uns in unseren Social Media-Kanälen: Instagram Bluesky Facebook YouTube  „Wirkstoff Wort“ ist der Podcast des Sonderforschungsbereichs 289 Treatment Expectation. Der Sonderforschungsbereich 289 und dieser Podcast werden gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

  4. 21. Mai

    Die Kunst des Zuhörens.

    Herzlich willkommen bei einer neuen Folge Wirkstoff Wort! Diesmal sind wir nach Hamburg gereist, um für euch in die absoluten Grundlagen einer gelingenden Kommunikation zu schauen. Wir haben uns verabredet mit Regine Heiland. Sie ist Diplom-Psychologin, Gestalttherapeutin und tätig beim legendären Schulz von Thun Institut für Kommunikation sowie beim Beratungsunternehmen Elbdialog. Regine Heiland berät seit Jahrzehnten Menschen aus Gesundheitsberufen in Fragen der Kommunikation: Was sie auszeichnet, welche Schwierigkeiten man wie umgeht, wie man sie besser macht und wie man sie reflektiert. In dieser Folge gibt sie uns und euch ausführlich eine Einführung in (klinische) Gesprächssituationen, die Wichtigkeit von Resonanz und die Kommunikationskunde für medizinische Berufe. Diese Folge ist eine Fundgrube für alle, die vor lauter Gesprächen manchmal übersehen, was das eigentlich ist: Kommunikation. Es geht um ein gutes miteinander Sprechen, Zuhören, ums Sehen und Gesehenwerden, ums Gesundbleiben in Gesundheitsberufen, gute Abgrenzungsweisen und eine gemeinsame Sprache für die Formulierung von Erwartungen. Und was waren nochmal die "Vier Seiten einer Nachricht" nach Friedemann Schulz von Thun? Weitere Infos: Zur Buchpublikation von Regine Heiland: Weil Worte wirken. Wie Arzt-Patienten-Kommunikation gelingt. Theorie - Praxis - Übungen Regine Heilands Gesellschaft in Hamburg: https://elbdialog.com/de/die-menschen/regine-heiland/ Regine Heiland am Schulz von Thun Institut: https://www.schulz-von-thun.de/trainer/regine-heiland Moderation & Redaktion dieser Folge: Prof. Dr. Katja Wiech & Philipp Blömeke Produktion: SFB 289/Philipp Blömeke Über uns Web: https://treatment-expectation.de/ Social Media: YouTube Bluesky Instagram Facebook Fragen? Anmerkungen? Feedback? Mail: info@treatment-expectation.de Wirkstoff Wort – der Podcast für gute Kommunikation in der Medizin entsteht am Sonderforschungsbereich 289 – Treatment Expectation. Der SFB 289 ist angesiedelt an den Universitäten Essen, Marburg und Hamburg und wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

  5. 15. Apr.

    Wirkstoff Wort – Der Podcast für gute Kommunikation in der Medizin

    Herzlich willkommen zur ersten Folge von Wirkstoff Wort – dem Podcast für gute Kommunikation in der Medizin! Ab jetzt, an jedem dritten Donnerstag im Monat, besprechen wir hier typische und manchmal auch spezielle Situationen aus dem medizinischen Alltag: Wie erklärt man Risiken verständlich? Wie hört man wirklich zu? Und wie unterstützt man Patientinnen und Patienten in schwierigen Momenten? Wie lässt sich auch bei Zeitmangel gut kommunizieren? Denn Worte können heilen – oder schaden. Wie stark Kommunikation den Erfolg medizinischer Behandlungen beeinflusst, zeigen wir, das Team des Sonderforschungsbereichs „Treatment Expectation“ an der Universitätsmedizin Essen. Die Neurologin Prof. Ulrike Bingel, zugleich Erfinderin dieses Podcasts und seine erste Gästin, die Psychologin Prof. Katja Wiech und der Psychologe Prof. Sven Benson erklären gemeinsam mit unterschiedlichen ExpertInnen, wie Worte in der Medizin wirken, warum Kommunikation selbst bei bestem Willen manchmal schiefgeht und vor allem, wie sie sich gezielt verbessern lässt. In dieser Folge stellen wir uns, den Sonderforschungsbereich, den Podcast und unsere Pläne vor. Und natürlich sprechen wir mit Prof. Ulrike Bingel darüber, welche Rolle Erwartungen für den Behandlungserfolg spielen und wie wichtig Kommunikation im medizinischen Kontext ist. Wie es sich für eine erste Folge gehört, hört ihr uns in lebhafter Umgebung: Aufgenommen an einem geschäftigen Tag in einem Besprechungsraum der Essener Universitätsmedizin. Denn auch das gehört ja zur medizinischen Kommunikation: das klinische Umfeld. Gästin: Prof. Dr. Ulrike Bingel, Neurologin, Sprecherin des SFB 289 Moderation: Prof. Dr. Katja Wiech, Prof. Dr. Sven Benson, Philipp Blömeke Produktion: SFB 289 Treatment Expectation/Philipp Blömeke Weiterführende Links: www.treatment-expectation.de Buchpublikationen: Dein Körper glaubt Dir alles, herbig Verlag Der Placebo-Effekt. Wissenswertes für Gesundheitsberufe, Springer Verlag Fragen? Anmerkungen? Ideen oder Gedanken zur Folge? Schreibt per Mail an info@treatment-expectation.de oder kontaktiert uns in unseren Social Media-Kanälen: Instagram Bluesky Facebook YouTube   „Wirkstoff Wort“ ist der Podcast des Sonderforschungsbereichs 289 Treatment Expectation. Der Sonderforschungsbereich 289 und dieser Podcast werden gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

  6. 16. Jan.

    Willkommen bei Wirkstoff Wort

    Hallo und herzlich willkommen bei „Wirkstoff Wort“ – dem Podcast für gute Kommunikation in der Medizin. Genau hier findet ihr in den nächsten Wochen die ersten Folgen einer neuen Gesprächsreihe zur Rolle der Kommunikation in der Medizin und im Gesundheitswesen. Wirkstoff Wort entsteht am Uniklinikum Essen und zwar mit Forschenden des Sonderforschungsbereichs Treatment Expectation. Das ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund, der an drei Standorten in Deutschland arbeitet. Der Sonderforschungsbereich möchte verstehen, wie Erwartungen und die Kommunikation im Rahmen von Diagnose und Therapie am Behandlungserfolg mitwirken. Hier im Podcast unterhalten wir uns mit klugen Menschen aus Wissenschaft und Praxis, die durch ihren Beruf bzw. ihre Forschung genau damit täglich umgehen. Wir freuen uns sehr auf den Auftakt und die gemeinsame Reise durch dieses Thema – nur noch ein paar Wochen und dann starten wir überall, wo es Podcasts gibt. Sagt gern schon einmal allen Menschen Bescheid, die so einen Podcast unbedingt hören sollten. Und wenn ihr unseren Podcast jetzt schon abonniert, verpasst ihr sicher nicht, wenn es losgeht. Bis ganz bald und schon jetzt: Danke für’s Zuhören. Weitere Infos: Web: https://treatment-expectation.de/ Social Media: YouTube Bluesky Instagram Facebook Fragen? Anmerkungen? Feedback? Mail: info@treatment-expectation.de Wirkstoff Wort – der Podcast für gute Kommunikation in der Medizin entsteht am Sonderforschungsbereich 289 – Treatment Expectation. Der SFB 289 ist angesiedelt an den Universitäten Essen, Marburg und Hamburg und wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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Schon seit der Antike wissen wir: Die Wirkung von Arzneien und Therapien wird vor allem durch gute Kommunikation unterstützt. Was TherapeutInnen sagen und wie sie es tun, aber auch die Gesprächssituation und das Ambiente prägen die Erwartungen von Patienten und Patientinnen ganz maßgeblich. Worte unterstützen die Wirkung von Therapien – oder reduzieren sie. In diesem Podcast führt das Team des Sonderforschungsbereichs 289 Treatment Expectation („Behandlungserwartung“) Gespräche mit ExpertInnen darüber, wie ein Arzt oder eine Ärztin, eine medizinische Fachkraft, ein Physio- oder Psychotherapeut die Genesung beeinflussen kann. Denn Kommunikation ist ein Vorgang im Gehirn – und beeinflusst damit unsere „körpereigene Apotheke“, unsere Gesundheit und Genesung. Doch wie läuft eine gute Kommunikation zwischen TherapeutIn und PatientIn? Wie können beide lernen und profitieren? Wie können wir Kommunikation nutzen, um die Wirkung von Therapien zu verstärken? Was eine gute Kommunikation in der Medizin tatsächlich ausmacht, besprechen wir in diesem Podcast.

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