Aufhören zu Kiffen | Der Podcast

Aufhören zu Kiffen

Der Podcast von aufhoerenzukiffen.de für alle, die aufhören wollen oder schon dabei sind. Jede Folge, ein Thema: Schlafprobleme, Reizbarkeit, Suchtdruck, was im Kopf und Körper passiert, welche Hilfsmittel wirklich helfen und wie du clean bleibst. Ehrlich, konkret, ohne erhobenen Zeigefinger. Seit 2013 über 3.000 begleitete Ausstiege. 🎯 Onlineprogramm: aufhoerenzukiffen.de/cannabis-detox-programm 📕 E-Book: aufhoerenzukiffen.de/ebook 🧪 Hilfsmittel: aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel 📸 instagram.com/aufhoeren_zu_kiffen 📘 facebook.com/aufhoerenzukiffen ▶️ youtube.com/@aufhoerenzukiffen

  1. vor 1 Tag

    #58 Kiffer-Verhalten in der Beziehung: die Muster erkennen und ansprechen, ohne zu streiten

    Kiffer-Verhalten in der Beziehung: die Muster, die sich über Jahre einschleichen, und wie du sie beschreiben kannst, ohne dem anderen etwas zu unterstellen. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Gegen neun wird er leiser, geht kurz raus, und das Gespräch von acht lässt sich danach nicht mehr aufnehmen. Von außen fällt nichts auf: kein Torkeln, keine Szenen, kein Streit. Trotzdem fehlt in der Wohnung etwas, für das es keine Worte gibt. - „Du bist nicht präsent“ klingt nach Stimmung, „du kiffst zu viel“ klingt nach Anklage. Dazwischen entsteht Schweigen, und man gewöhnt sich an die Distanz. - Drei bis fünf wiederkehrende Muster sind eine Information, keine Diagnose. Die einzelne Beobachtung sagt nichts, erst die Dauer macht sie aussagekräftig. - Die Abendverschiebung: Ab einer bestimmten Uhrzeit beginnt der Rückzug, deshalb müssen wichtige Themen nach vorne wandern. - Halbe Anwesenheit: Er ist körperlich da, lacht beim Film an den richtigen Stellen, fragt danach aber nie inhaltlich nach. - Reaktionen auf Konflikte kommen verzögert, manchmal erst Tage später. Das ist keine Boshaftigkeit, sondern die Wirkung eines Stoffs, der das Belohnungssystem dämpft. - Langer Schlaf, der morgens trotzdem nicht erholt. Das liegt am flacheren Schlaf und ist keine Faulheit. - Pläne und Ausflüge werden besprochen und selten umgesetzt, alte Hobbys schlafen ohne Ansage ein, das Equipment verstaubt. - „Passt schon“ wird zur häufigsten Bewertung von Job, Wohnung und Aussehen. Das ist keine Zufriedenheit, sondern Bewegungslosigkeit. - Heimlichkeit ohne Geheimnis: Dass konsumiert wird, weiß jeder. Unbekannt bleiben Menge, Häufigkeit und Kosten, oft auch dem Konsumenten selbst. - Freundliche Beschwichtigungen wie „ich hab das im Griff“ wirken wie geschlossene Türen und lassen dich an der eigenen Wahrnehmung zweifeln. - Ist Deutlichkeit der einzige Weg aus zehn Jahren Rücksicht, oder kommt Deutlichkeit ohne konkretes Beispiel nur als Anklage an und macht die Lage schlechter als das Schweigen? Dazu gehen die Meinungen auseinander. - Der praktische Weg: eine Woche lang wertfrei notieren, mit einem unspektakulären Beispiel ansprechen, kein Ultimatum, und aushalten, dass zunächst nichts zurückkommt. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Gegen neun wird er leiser 00:19 Zwischen du übertreibst und der eigenen Wahrnehmung 00:54 Warum die Worte fehlen 01:19 Drei bis fünf Muster sind eine Information 01:38 Die Abendverschiebung 01:56 Halbe Anwesenheit vor dem Film 02:11 Verzögerte Reaktionen auf Konflikte 02:42 Langer Schlaf, der nicht erholt 02:59 Pläne und Hobbys schrumpfen ohne Ansage 03:30 Passt schon als häufigste Bewertung 04:28 Heimlichkeit ohne Geheimnis 05:08 Streitpunkt: Deutlichkeit oder konkretes Beispiel 05:55 Eine Woche lang wertfrei notieren 07:04 Drei mögliche Ausgänge des Gesprächs #kifferbeziehung #angehoerige #cannabiskonsum #kiffenaufhoeren #beziehung

    #58 Kiffer-Verhalten in der Beziehung: die Muster erkennen und ansprechen, ohne zu streiten
  2. vor 3 Tagen

    #57 Cannabis-Entzug durchhalten: warum es ab Tag 7 kippt und was dann wirklich hilft

    Cannabis-Entzug durchhalten: warum es meist erst ab Tag 7 kippt, welche Sätze der Kopf abends verhandelt und was vorher organisiert sein muss. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Dienstagabend, halb elf, Tag 17. Der Abend war weder schlimm noch gut, und im Bett rechnet der Kopf vor, dass sich das alles gar nicht besser anfühlt als vorher. Aufgegeben wird selten in der Krise. In dieser Folge geht es um die Wochen 2 bis 4. - Der Moment kurz vor dem Aufgeben ist keine plötzliche Klarheit, sondern ein flacher Zustand, der wieder vergeht. In diesem Zustand wird nichts entschieden. - Die ersten fünf Tage sind körperlich und man läuft auf Adrenalin. Die kritische Phase beginnt ab Tag 7 und zieht sich bis in die vierte Woche. - Dann sind die körperlichen Beschwerden weg, übrig bleiben flache Stimmung, wenig Antrieb und Langeweile am Abend. Weil das nicht nach Entzug aussieht, wird es nicht als Teil des Prozesses erkannt. - Die Verhandlungssätze wiederholen sich: heute noch einmal, so schlimm war mein Konsum nie, ich brauche nur Schlaf, eine am Wochenende ist keine Sucht. - Diese Sätze bei guter Laune aufschreiben und aufhängen. Ein unbekannter Satz wirkt wie eine Einsicht, ein bekannter nur wie ein altes Echo. - Jeden einzelnen Tag zu bewerten führt fast zwangsläufig zum Abbruch. Besser ist der Sonntagabend mit drei Dingen, die anders waren als in der Vorwoche. Der Tag lügt, die Woche nicht. - Der Abend ist die alte Konsumzeit und braucht feste Verabredungen statt eines vagen „wir telefonieren vielleicht mal“. - Die Nacht wird vorbereitet: 16 bis 18 Grad, dünne Decke, frisches T-Shirt griffbereit, ab 21 Uhr keine Bildschirme, feste Zeit statt Gefühl. - Ob der Morgenspaziergang an den trübsten Tagen nicht verhandelbar ist oder ob die Motivation dann schlicht bei null liegt, dazu gehen die Meinungen auseinander. Nötig sind 20 bis 30 Minuten draußen. - Auslöser werden vorher durchgegangen und die Antwort vorher festgelegt. Ein Satz reicht: Nein danke, ich pausiere gerade. - Kommt die Welle trotzdem, hilft mindestens anderthalb Stunden Abstand mit etwas Körperlichem: kaltes Wasser, rausgehen, jemanden anrufen. Bei Suizidgedanken, schweren Depressionen oder tagelangen Panikattacken sofort professionelle Hilfe. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Dienstagabend, halb elf, Tag 17 00:29 Hier hören die meisten auf aufzuhören 00:59 Die ersten fünf Tage sind körperlich 01:19 Die kritische Phase beginnt ab Tag 7 02:09 Die immer gleichen Verhandlungssätze 02:49 Die Sätze aufschreiben und aufhängen 03:09 Der Tag lügt, die Woche nicht 04:04 Der Abend braucht feste Verabredungen 04:28 Die Nacht vorbereiten: 16 bis 18 Grad 04:57 Streitpunkt: Morgenspaziergang an trüben Tagen 05:32 Auslöser und der eine geübte Satz 06:29 Die Welle aushalten und wann Hilfe nötig ist 07:11 Ab Woche 3 bis 4 wird es leichter #cannabisentzug #durchhalten #suchtdruck #kiffenaufhoeren #cleanwerden

    #57 Cannabis-Entzug durchhalten: warum es ab Tag 7 kippt und was dann wirklich hilft
  3. vor 5 Tagen

    #56 THC-Wirkung auf das Gehirn: was sich verändert und was nach dem Aufhören zurückkommt

    THC-Wirkung auf das Gehirn: was im Rausch passiert, was am Tag danach bleibt, was sich über Jahre umbaut und in welcher Reihenfolge das alles zurückkommt. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Eine Seite lesen und unten nicht mehr wissen, was oben stand. In der Küche stehen und vergessen haben, warum. Die meisten halten das irgendwann für ihren Charakter. In dieser Folge geht es darum, dass das eine Anpassung an den täglichen Konsum ist, und darum, was davon nach dem Aufhören zurückkommt. - Im Rausch besetzt THC die CB1-Andockstellen, an denen sonst der körpereigene Botenstoff Anandamid nur sehr kurz arbeitet. Das Signal ist zu laut und hält stundenlang an. - Das Zeitgefühl verrutscht, Vorhaben verschwinden, Unwichtiges wird interessant, Wichtiges rutscht raus, und die Reaktionen beim Autofahren werden messbar langsamer. - Man schläft schneller ein, aber flacher. Träume fallen weg, und selbst nach acht Stunden fühlt sich nichts erholt an. - Am Morgen danach bleibt das Stresshormon Cortisol erhöht: dünne Haut, Gereiztheit, eine Aufgabe dreimal angefangen. - Zugeschrieben wird dieser Vormittag dem Wetter, dem Schlaf oder dem Job. Der Joint am Abend löst dann scheinbar das Problem, das er selbst verursacht hat. - Über Jahre reagieren die Andockstellen weniger empfindlich, die eigene Produktion fährt herunter, und die Stimmungsbandbreite wird schmaler. - Beim frühen Einstieg wiegt das schwerer, weil der Kopf bis Mitte 20 noch umbaut: schlechtere Impulskontrolle, schwereres Lernen, leicht erhöhtes Risiko für psychische Probleme. - Einbetoniert ist trotzdem nichts. Wer mit 14 angefangen hat und mit 22 aufhört, holt einen Teil nachweislich auf. - Die Erholung läuft in einer Reihenfolge: erst Schlaf und Träume, dann Geschmack und Geruch, dann Konzentration und Gedächtnis, zuletzt Antrieb und Stimmungsbandbreite. - Bei den meisten dauert das mit Begleitung rund sieben Wochen, bei sehr langem Konsum bis zu drei Monaten. - Ob die Rede vom kaputten Kopf die Leute in die Resignation treibt oder ob beschönigte Versprechen nach vier Wochen Watte im Kopf noch tiefer fallen lassen, dazu gehen die Meinungen auseinander. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Vergessen, warum du in die Küche gegangen bist 00:22 Kein Charakterzug, sondern eine Anpassung 01:08 Was THC im Rausch an den Andockstellen macht 01:33 Zeitgefühl, Gedächtnis, Aufmerksamkeit 01:56 Der Tag danach: flacher Schlaf, keine Träume 02:14 Cortisol, Gereiztheit und der zähe Vormittag 02:46 Was sich über Jahre umbaut 03:29 Früher Einstieg: warum das schwerer wiegt 03:48 Nichts davon ist einbetoniert 04:06 Die Reihenfolge der Erholung 04:40 Sieben Wochen, bei langem Konsum bis drei Monate 05:00 Streitpunkt: kaputter Kopf oder Schönfärberei 05:27 Auslöser verlieren ihre Macht langsamer #thcwirkung #cannabisundgehirn #kiffenaufhoeren #cannabiswissen #cleanwerden

    #56 THC-Wirkung auf das Gehirn: was sich verändert und was nach dem Aufhören zurückkommt
  4. 18. Sept.

    #55 10 Gründe gegen Kiffen: was der Konsum täglich an Schlaf, Geld und Nähe kostet

    10 Gründe gegen Kiffen: was der Konsum täglich an Schlaf, Energie, Geld und Nähe abbucht, und warum die Gründe abends um zehn trotzdem nicht greifen. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Was ohne Cannabis alles heller wird, ist hier nicht das Thema. Es geht um die laufende Rechnung: den Preis, der nie als große Summe ins Haus kommt, sondern in kleinen Beträgen jeden Tag abgebucht wird. Genau deshalb fällt er jahrelang nicht auf. - Der Vergleichsmaßstab verschwindet. Das eigene Energielevel wird an gestern gemessen, nicht an sich selbst vor sechs Jahren. - Kosten tauchen nicht als rotes Minus auf dem Kontoauszug auf, sondern als Dinge, die nie stattgefunden haben. Niemand vermisst ein Gespräch, das nie geführt wurde. - Schnelles Einschlafen wird mit gutem Schlaf verwechselt. Der erste Zug am Abend bezahlt zuverlässig den nächsten Vormittag. - Die Treppe in den dritten Stock strengt an, die Atmung wird flacher, ein Husten sitzt fest. Zugeschrieben wird das dem Alter, dem Job oder dem Wetter. - Das Ausredensystem klingt innerlich vernünftig: heute war anstrengend, ab nächster Woche nur noch am Wochenende, ich höre auf, wenn das Projekt vorbei ist. - Es gibt viele Ideen und wenig Fertiges. Die Zufriedenheit mit dem Gedanken an Veränderung ersetzt die Umsetzung, und das Projekt liegt seit anderthalb Jahren in der Ecke. - Behördenpost, Anrufe und Termine wachsen innerlich zu Bergen, dazu kommen kleine Erinnerungslücken. - Cannabis, Tabak, Snacks, Lieferessen, Fahrten: Am Monatsende fühlt sich nichts knapp an, das Geld ist nur weg, ohne dass etwas angeschafft wurde. - Am Küchentisch sitzt man körperlich da und ist innerlich weg. Gespräche werden kürzer, der Freundeskreis schrumpft auf die, bei denen Kiffen dazugehört, und der Partner merkt es oft früher. - Der tägliche Widerspruch zwischen dem morgendlichen Vorsatz und dem abendlichen Nachgeben zieht Kraft und beschädigt das Vertrauen in die eigene Disziplin. - Ob es die Gründe überhaupt braucht, dazu gehen die Meinungen auseinander: Ohne den genauen Preis steht man abends mit leeren Händen da, andererseits richten Argumente um zehn nichts aus, weil die Gewohnheit mit Uhrzeit und Ort arbeitet. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Kurz vor zehn ist die Frage schon beantwortet 00:25 Nicht was heller wird, sondern die laufende Rechnung 01:00 Der Vergleichsmaßstab verschwindet 01:48 Schnell einschlafen ist nicht gut schlafen 02:16 Treppe, Atmung, fehlende Grundenergie 03:04 Das Ausredensystem klingt vernünftig 03:15 Viele Ideen, wenig Fertiges 03:51 Behördenpost, Anrufe und Erinnerungslücken 04:14 Beim Geld fällt nichts auf, es ist nur weg 04:48 Am Küchentisch körperlich da, innerlich weg 05:45 Eigentlich wollte ich das nicht mehr 06:17 Streitpunkt: Gründe kennen oder Plan haben 07:11 Was das tägliche Verhandeln kostet #gruendegegenkiffen #kiffenaufhoeren #cannabiskonsum #cannabisentzug #cleanwerden

    #55 10 Gründe gegen Kiffen: was der Konsum täglich an Schlaf, Geld und Nähe kostet
  5. 16. Sept.

    #54 Die 10 wichtigsten Fragen zum Cannabis-Entzug: was normal ist und wann du zum Arzt musst

    Die 10 wichtigsten Fragen zum Cannabis-Entzug: was normal ist, wann die körperliche Spitze liegt, welche Warnsignale sofort zum Arzt gehören und wie es nach einem Rückfall weitergeht. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Dritter Tag, halb drei in der Nacht, das Kissen durchgeschwitzt, und im Suchfeld steht die Frage, ob das alles noch normal ist. Zwanzig Foren liefern zwanzig Antworten. In dieser Folge geht es um die zehn Fragen, die in den ersten Wochen wirklich gestellt werden. - Fast alle nächtlichen Fragen laufen auf dieselbe hinaus: Ist das gerade normal? Abgebrochen wird meist nicht, weil der Zustand unerträglich wäre, sondern weil er für ein Alarmsignal gehalten wird. - Von außen heißt es oft, Cannabis mache körperlich nicht abhängig. Genau das lässt Betroffene an den eigenen Reaktionen zweifeln, und diese Selbstzweifel kosten mehr Kraft als die Symptome. - Die Bandbreite reicht von Schlafproblemen, Nachtschweiß, Reizbarkeit und Appetitverlust über innere Unruhe bis zu hartnäckigen Kopfschmerzen. - Der Traumschlaf war jahrelang unterdrückt und kommt mit Wucht zurück, daher die intensiven, oft verwirrenden Träume. - Die körperliche Spitze liegt bei den meisten in den ersten drei bis fünf Tagen, eine deutliche Entlastung spüren viele nach zwei bis drei Wochen. - Nach den ersten Tagen wirkt alles flach und leer, das Essen schmeckt nach nichts, und selbst ein langer Spaziergang löst nichts aus. - Der Verlauf ist kein gerader Heilungsprozess, sondern ein Zickzack. Der Tag nach einem guten Tag kann der schwerste sein. - Vergleiche mit Forenberichten taugen nichts, weil Konsumdauer, Menge, Verfassung und Genetik bei jedem anders sind. - Suizidgedanken, Verlust des Realitätsbezugs, Brustschmerz, Atemnot, tagelanges Erbrechen, Ohnmacht oder starker Gewichtsverlust gehören nicht mehr zum normalen Entzug und sofort zum Arzt. - Ob der harte Schlussstrich oder das geplante Herunterfahren der bessere Weg ist, dazu gehen die Meinungen auseinander. Einig sind sich beide bei einem festen Enddatum. - Der eigentliche Rückfall ist nicht der Zug am Joint, sondern die Scham am nächsten Morgen, die viele komplett aufgeben lässt. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Halb drei in der Nacht, dritter Tag 00:28 Hinter allen Fragen steckt dieselbe Frage 01:07 Macht Cannabis körperlich abhängig 02:09 Die Bandbreite der Symptome 02:27 Warum die Träume mit Wucht zurückkommen 03:17 Die Spitze liegt bei drei bis fünf Tagen 03:52 Warum nach den ersten Tagen alles flach wird 04:48 Der Verlauf ist ein Zickzack 05:22 Warum Forenvergleiche nichts taugen 06:18 Warnsignale, die sofort zum Arzt gehören 06:55 Streitpunkt: harter Schnitt oder Reduzieren 08:52 Beide Wege brauchen ein festes Enddatum 10:25 Alkohol, Baldrian, CBD und die Ersatzfalle 11:49 Der Rückfall ist die Scham am nächsten Morgen #cannabisentzug #entzugserscheinungen #kiffenaufhoeren #rueckfall #cleanwerden

    #54 Die 10 wichtigsten Fragen zum Cannabis-Entzug: was normal ist und wann du zum Arzt musst
  6. 14. Sept.

    #49 Mein Freund kifft zu viel: woran du es festmachst und wie du es ansprichst, ohne dass er dichtmacht

    Mein Freund kifft zu viel: woran du es festmachst, warum die drei üblichen Einstiege abprallen und wie ein Satz klingt, der die Tür offen lässt. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Du weißt vor dem Treffen schon, in welcher Verfassung er sein wird, und die Nachricht, in der du es endlich ansprechen willst, löschst du wieder. Viele fangen an, heimlich zu zählen, und suchen nach einem eindeutigen Beweis. Den gibt es nicht: keine Grammzahl, keine Anzahl Joints, keine Wochenstunden. - Verlässlich sind deine eigenen Beobachtungen aus dem Alltag, und drei oder vier davon reichen als Information. - Solche Beobachtungen sind keine Urteile über ihn oder seinen Charakter. Dieser Unterschied trägt alles, was danach kommt. - Sein Belohnungssystem verschiebt sich: Das Konzert verliert, die vertraute Runde zu Hause gewinnt fast immer, und Spontanität fällt weg. - Von außen sieht das nach Desinteresse an dir aus. Näher dran ist nur die Schwelle für alles Neue höher geworden. - Erster Fehlstart: der Vorwurf, er kiffe zu viel. Zu viel ist relativ, und niemand übernimmt aus dem Stand deine Definition. - Zweiter Fehlstart: er sei früher anders gewesen. Das endet in einer Debatte über die Vergangenheit, in der sich heute nichts bewegt. - Dritter Fehlstart: die Sorge um ihn. Sorge spricht von oben herab, er kann nur zustimmen, ein Fall zu sein, oder mit einem Mir geht es gut abwehren. - Ob jahrelange Rücksichtnahme das Problem stabilisiert und einmal hart benannt werden muss oder ob genau dieser Einstieg den Zugang verspielt, dazu gehen die Meinungen auseinander. - Was öffnet, ist ein Satz über deinen eigenen Verlust, mit einem greifbaren Beispiel statt einer Pauschale und ohne Forderung am Ende. - Nebeneinander beim Spaziergang, kurz halten, danach still sein und aushalten, dass zuerst gar nichts kommt. Echte Reaktionen kommen oft Tage später. - Kleine überprüfbare Vereinbarungen tragen besser als große Forderungen, etwa ihn nüchtern erleben zu wollen, wenn ihr euch seht. - Die harte Grenze ist erreicht bei psychotischen Symptomen, bei Gefahr für ihn oder andere und beim Verlust von Job und Wohnung. Dann sind Familie und fachliche Hilfe dran. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Du weißt vorher, in welcher Verfassung er ist 00:35 Warum das heimliche Zählen nichts bringt 01:03 Deine eigenen Beobachtungen als Maßstab 01:32 Beobachtungen sind keine Urteile 02:03 Das Belohnungssystem verschiebt sich 03:08 Erster Fehlstart: der Vorwurf 03:24 Zweiter Fehlstart: früher war er anders 03:53 Dritter Fehlstart: die Sorge um ihn 04:25 Über sein Verhalten oder über deinen Verlust 04:42 Streitpunkt: Rücksicht nehmen oder hart benennen 05:13 Der Satz über deinen eigenen Verlust 06:03 Kurz halten und die Stille aushalten 07:00 Kleine Vereinbarungen statt Forderungen 08:11 Wo die Grenze der Freundschaft liegt #freundkifft #angehoerige #kiffenaufhoeren #cannabiskonsum #freundschaft

    #49 Mein Freund kifft zu viel: woran du es festmachst und wie du es ansprichst, ohne dass er dichtmacht
  7. 12. Sept.

    #46 Erster Tag ohne Cannabis: warum er leichter ist als erwartet und was am Abend vorbereitet sein muss

    Der erste Tag ohne Cannabis: was in den ersten 24 Stunden im Körper und im Kopf passiert, warum der Vormittag leichter ist als erwartet und was am Abend vorbereitet sein muss. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ 📕 Kostenloses E-Book: https://aufhoerenzukiffen.de/ebook/ 🔗 Kostenloser Selbsttest: https://aufhoerenzukiffen.de/cannabis-konsum/cannabiskonsum-selbsttest-kiffst-du-zu-viel/ 📖 Der Artikel zur Folge: https://aufhoerenzukiffen.de/motivation-mindset/kiffen-aufhoeren-erster-tag/ 📱 Alle Folgen auf Spotify: https://open.spotify.com/show/2QVnLTRh7NIlBcUpqgRCQw 🍏 Auch bei Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/id6800791049 📸 Instagram: https://instagram.com/aufhoeren_zu_kiffen 📘 Facebook: https://facebook.com/aufhoerenzukiffen ▶️ YouTube: https://youtube.com/@aufhoerenzukiffen Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Halb elf am Vormittag, die Spülmaschine ist ausgeräumt, zwei alte Anrufe sind erledigt, und es fühlt sich gar nicht schwer an. Genau dieser Gedanke ist der teuerste des Tages. Aufgegeben wird selten an Tag 1, sondern meistens an Tag 3. - Der Tatendrang am Vormittag ist keine neue Persönlichkeit, sondern eine Stressreaktion auf die abgebrochene Gewohnheit. - In den ersten Stunden zirkuliert noch massenhaft THC. Es gibt noch keinen echten Mangel, die körperliche Warnlampe leuchtet noch nicht. - Geplant wird deshalb nach dem Kalender, nicht nach dem Hochgefühl vom Vormittag. Wer montags startet, trifft seine Vorkehrungen für den Donnerstag. - Ab dem Nachmittag fällt der Antrieb ab, weil die gewohnte Struktur des Tages fehlt. - Der Abend trifft die alte Konsumzeit. Die Hand greift automatisch ins Leere, und statt Schmerz entsteht eine seltsame Ruhe. - In dieser Ruhe sinkt die Hemmschwelle: der Anruf, der kurze Besuch, der gewohnte Platz mit der gewohnten Musik. - Ob man den Schwung von Tag 1 sofort nutzen muss oder ob jeder Kraftakt nur die Reserven für Tag 3 verbrennt, dazu gehen die Meinungen auseinander. - Alkohol am ersten Abend tauscht nur die Substanz aus, der Belohnungsmechanismus bleibt derselbe. - Die große Ankündigung im Freundeskreis erzeugt soziale Schuld. Eine einzige eingeweihte Person trägt besser, dem Partner reicht eine kurze sachliche Information. - Tag 1 ist Reduktion, keine Ergänzung: Vorräte restlos weg, keine neuen Projekte, kein neuer Ernährungsplan. - Die Nacht wird vorbereitet: kühles Zimmer, dünne Decke, Wasser ans Bett. Die erste Nacht ist meist noch erträglich, die schweren kommen später. - Kommt es doch zum Rückfall, liefert er die Information für den nächsten Anlauf: falsche Uhrzeit, Restvorrat oder der falsche Kontakt am Telefon. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Halb elf am Vormittag, und es geht dir gut 00:20 Der teuerste Gedanke des ganzen Tages 01:08 Die Erwartung vom heldenhaften Kampf 01:40 Tatendrang ist kein neues Ich 02:25 In den ersten Stunden zirkuliert noch THC 03:08 Ab dem Nachmittag fällt der Antrieb ab 03:37 Der Abend trifft die alte Konsumzeit 04:05 Selbstüberschätzung in der seltsamen Ruhe 05:08 Streitpunkt: Schwung nutzen oder Kraft sparen 06:13 Tag 1 ist Reduktion, keine Ergänzung 06:59 Alkohol als Ersatz am ersten Abend 07:44 Die große Ankündigung im Freundeskreis 10:00 Das Schlafzimmer für die erste Nacht 11:07 Tag 1 ist der Startpunkt, kein Beweis #kiffenaufhoeren #erstertag #cannabisentzug #suchtdruck #cleanwerden

    #46 Erster Tag ohne Cannabis: warum er leichter ist als erwartet und was am Abend vorbereitet sein muss
  8. 10. Sept.

    #53 Konzentration nach dem Kiffen aufhören: was ein pflanzliches Mittel leistet und was nicht

    Kiffen aufhören und der Kopfnebel danach: woher er kommt, warum er in der zweiten Woche gefährlicher ist als Suchtdruck und was ein pflanzliches Konzentrationsmittel dabei leisten kann. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Mit unruhigen Nächten rechnen die meisten. Mit dem leeren Dienstagvormittag rechnet kaum jemand: vierzig Minuten vor einer E-Mail, und im Kopf steht immer noch derselbe halbe Satz. In dieser Folge geht es um diesen Zustand und darum, was Kapseln aus der Drogerie hier wirklich ändern. - Das Belohnungssystem hat sich jahrelang an die Steuerung von außen gewöhnt und die eigene Produktion heruntergefahren. Ohne THC muss es den Antrieb erst wieder selbst erzeugen. - Jede Kleinigkeit kostet Anlauf: Müll rausbringen, ein Anruf, ein Absatz, den man dreimal liest. - Suchtdruck erkennt man sofort und hat einen Plan dafür. Der leere Kopf fühlt sich wie Dummheit an und wird als Beweis gegen das Aufhören gewertet. - Aus dem Satz „Mit Joint war ich wenigstens brauchbar“ wird eine sachliche Begründung für den Rückfall statt eines Gefühls. - In den Kapseln stecken Pflanzenextrakte, Vitamine und Mineralstoffe, meist mit natürlichem Koffein aus Guarana, das im Darm langsamer abgegeben wird als Kaffee. - Sie sind kein Medikament, kein Aufputschmittel und verändern weder Bewusstsein noch Grundstimmung. Wer eine Wirkung wie beim Joint erwartet, legt sie nach zwei Tagen weg. - Realistisch ist ein kleiner Effekt: Der Anlauf vor einer Aufgabe wird kürzer, statt vierzig Minuten sind es vielleicht zehn. Für den Cannabisentzug ist das nicht belegt. - Der häufigste Fehler ist der Notfallgriff am späten Nachmittag. Richtig ist die Einnahme am Morgen, mit Abstand zu den Mahlzeiten und viel Wasser. Kopfschmerzen kommen meist vom fehlenden Wasser. - Ob ein Präparat den alten Reflex am Leben hält, jedes unangenehme Gefühl von außen zu beantworten, oder ob ein funktionierender Vormittag die ersten Wochen rettet, dazu gehen die Meinungen auseinander. - Keine Kapsel ersetzt Schlaf, Bewegung, Essen und einen Menschen, der Bescheid weiß. Erst wenn diese Basis steht, ist ein Präparat ein Thema. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Der Dienstagvormittag, mit dem niemand rechnet 00:47 Warum jeder Gedanke Anlauf braucht 01:10 Die eigene Produktion ist heruntergefahren 02:37 Warum der Kopfnebel gefährlicher ist als Suchtdruck 03:07 Mit Joint war ich wenigstens brauchbar 04:53 Was in einem pflanzlichen Konzentrationsmittel steckt 05:32 Was es ausdrücklich nicht ist 06:22 Warum viele es nach zwei Tagen weglegen 06:57 Realistisch: zehn statt vierzig Minuten Anlauf 07:54 Der Notfallgriff am späten Nachmittag 08:31 Kopfschmerzen kommen meist vom fehlenden Wasser 10:45 Streitpunkt: alter Reflex oder gerettete Vormittage 12:31 Was keine Kapsel ersetzt 14:26 Der Kopf kommt auch ohne Hilfsmittel zurück #kopfnebel #kiffenaufhoeren #cannabisentzug #konzentration #cleanwerden

    #53 Konzentration nach dem Kiffen aufhören: was ein pflanzliches Mittel leistet und was nicht

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