Mauerecho – Ost trifft West

taz Panter Stiftung

„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, die sich der Überwindung der mentalen Barrieren zwischen Ost- und Westdeutschland widmet. Ziel ist es, durch persönliche Geschichten, aktuelle Bezüge und interaktive Elemente ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen und die „Mauer in den Köpfen“ abzubauen. Der Podcast ist Teil der Stiftungsprojekte, die Nach­wuchs­jour­na­lis­t*in­nen fördern. Dennis Chiponda übernimmt die Moderation und hat bereits beim Ostjugend-Projekt zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg mitgewirkt. Bis Mai 2025 ist Ann Toma-Toader im Redaktionsteam. Sie hat bei Projekten wie dem Podcast „Katerfrühstück“ sowie dem YouTube-Kanal „Klarkommen“ mitgewirkt. Ab Mai 2025 beginnt eine Co-Moderatorin, Marie Eisenmann, und damit auch ein neues Format, „Der Nachwendekindertalk“, das alle zwei Wochen ausgestrahlt wird. Sonst: Jede Woche, sonntags erscheint eine neue Podcastfolge von „Mauerecho“ – hier und überall dort, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen: mauerecho@taz.de, taz.de/mauerecho und taz.de/stiftung

  1. Der Kampf um die Betriebe: Rechtsruck in der Werkhalle?

    VOR 1 TAG

    Der Kampf um die Betriebe: Rechtsruck in der Werkhalle?

    Seid ihr eigentlich Morgenmenschen? Normalerweise werden die Folgen immer gegen Mittag aufgenommen, doch dieses Mal musste das Team schon früher fit im Kopf sein. Denn die Folge wurde um 7.45 Uhr aufgenommen. Warum? Maike Schollenberger (stellv. Landesbezirksleiterin ver.di BW) musste direkt danach zum DGB-Bundeskongress, wo Friedrich Merz, wie wir heute wissen, ausgebuht wurde. Ob unsere Gäste finden, dass Merz einen guten Job als Kanzler macht, erfahrt ihr im Podcast. Gemeinsam mit Familienunternehmer Christoph Golbeck (Automobil, Mobilitätswende) sprach Moderator Dennis Chiponda über Ost-West-Unterschiede, Tarife, Investitionen, die Koalitionspläne von grün-schwarz in Baden Württemberg und ein Thema das Christoph sehr wichtig war. Betriebe als Orte der Demokratie. “ In Betriebskollektiven müssen wir diese Gespräche auf Augenhöhe suchen und uns dabei auch öffnen, dann haben wir eine gute Chance den rechten Rand wieder dorthin zurückzudrücken, wo er hingehört. Nämlich weit, weit an den Rand!“ Denn in Betrieben treffen sich die Menschen, jenseits des Bildungssystems. Hier erreichen wir sie, führen Dialoge, decken Ängste auf und bauen Brücken. Maike und Christoph machen klar: Betriebe dürfen sich der AfD nicht öffnen. Sie müssen sie klein halten. Durch Gespräche auf Augenhöhe, Haltung, gelebte Demokratie die Verantwortung und Solidarität neu verbinden. Gewerkschafter*innen und Unternehmer*innen sind in der Öffentlichkeit eher als Gegensätze bekannt. Gab’s auch bei uns Unstimmigkeiten? Hört rein und erfahrt es.

    53 Min.
  2. 7. MAI

    Sonderfolge 52: Mutprobe Demokratie - Engagement dort, wo die AfD stark ist

    Stell dir vor, du setzt dich in einer Region für Demokratie und Toleranz ein, in der die AfD 30–40% der Stimmen holt. Wie sähe dein Engagement aus? Wie gehst du mit AfD-Wähler*innen oder Funktionär*innen um, wenn Ausweichen keine Option ist? Und welche Folgen hat eine klare Haltung? In unserer Live-Sonderfolge vom taz lab 2026 (25.04., 50 Min.) waren Frank Kliem, Vizepräsident des Brandenburger Feuerwehrverbands, und Katja Dietrich, Oberbürgermeisterin von Weißwasser, zu Gast. Und sie berichteten uns genau darüber. Im Nachgang stellte die Märkische Allgemeine Frank Kliem öffentlich an den Pranger. Der Landesvorsitzende der AfD äußerte sich wie folgt zu der klaren demokratischen Haltung von Frank Kliem: „Dass mit Frank Kliem ausgerechnet der Funktionär die Ausgrenzung der AfD befürwortet, der für die Zusammenarbeit mit dem 'Aktionsbündnis Tolerantes Brandenburg' zuständig ist, hätte sich George Orwell nicht besser ausdenken können. Das Beste für den Feuerwehrverband wäre eine neue Verbandsführung, die sich nicht in den Dienst des Regenbogens und ideologischer Abgrenzungsrituale stellt, sondern in den Dienst der eigenen Mitglieder und der Sicherheit der Bürger …“ Freie Meinungsäußerung als Tabu? Hier zeigt sich die Strategie der Diskreditierung durch die AfD, wenn man ihrer Haltung widerspricht. Denn frei äußern soll sich offenbar nur, wer die eigene Ideologie vertritt. Deswegen sprechen wir in der Folge darüber, wie ein Stadtrat funktioniert, wenn die AfD die größte Fraktion stellt. Wie schützen sich Strukturen wie die freiwillige Feuerwehr vor Einflussnahme durch diese antidemokratischen Kräfte? Gibt es eine echte Brandmauer in der kommunalen Realität? Diese Episode inspiriert dazu, Mut zur differenzierten Auseinandersetzung zu entwickeln – für mehr gesellschaftliche Stabilität und Zusammenhalt. Nicht nur zuhören, sondern mitgestalten: Hier beginnt dein Weg, die Demokratie vor Ort zu verteidigen. In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürger*innen über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Die Folge erscheint am 14.05., da wir diese Woche die Sonderfolge eingeschoben haben. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren Sounddesigner Sebastian Jautschus.

    48 Min.
  3. 23. APR.

    Folge 51: Trotz Arbeit, schlechte Perspektiven - Wenn Arbeit nicht mehr zum Leben reicht!

    Stell dir vor, du bist jung, in Berlin geboren und willst endlich auf eigenen Beinen stehen. Du hast einen Job gefunden, aber eine eigene Wohnung ist trotzdem in weiter Ferne. Zu wenig Gehalt, zu hohe Mieten, zu viele Absagen. So geht es Hanna aus Berlin, die in der Bürgersprechstunde nachfragt, ob Landespolitik an diesem Umstand etwas ändern kann. Genau damit müssen gerade viele junge Berufstätige in Berlin umgehen. Auch unser Moderator Dennis Chiponda kennt das aus eigener Erfahrung. Er wohnt in Leipzig, möchte aber nach Berlin umziehen. Pendeln kostet ihn mittlerweile einfach zu viel Kraft und für eine WG fühlt er sich langsam zu alt. Aber auch sein Arbeitsvertrag macht es ihm schwer, eine Wohnung zu finden. Und in Sachsen-Anhalt sieht die Lage wieder ganz anders aus. Dort studieren und lernen viele junge Menschen, doch nach Ausbildung oder Studium ziehen sie oft wieder weg. Der demografische Wandel schlägt in dieser Region schon voll durch und zurück bleiben eher freie Ausbildungsplätze und viele leere Wohnungen. Was sich wiederum negativ auf die Wirtschaft in dem Bundesland auswirkt. Auch hier stellt sich die Frage, an welchen Stellschrauben Politik noch drehen kann, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken und gute Arbeitsplätze zu schaffen, um die Menschen zum Bleiben zu motivieren? Darüber sprechen wir in der neuen Folge mit Susan Sziborra-Seidlitz, Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt und Damiano Valgolio, wirtschafts- und arbeitspolitischer Sprecher der Linken in Berlin. Gemeinsam schauen wir auf die großen Fragen rund um Arbeit, Wohnen und Perspektiven für alle Menschen. Denn klar ist: Arbeit sollte bedeuten, dass man davon leben kann. Wir sprechen über faire Löhne, Tarifbindung, bezahlbares Wohnen, gute Ausbildung und die Frage, was Politik tun muss, damit Beschäftigte nicht permanent unter Druck stehen. Außerdem geht es um die Unterschiede zwischen Ost und West, um Fachkräftemangel und darum, wie Regionen wieder attraktiver werden können. Eine Folge über die ganz praktischen Fragen vieler Bürgerinnen. Wie schaffen wir es, dass Arbeit wieder Sicherheit und echte Zukunft gibt? In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürger*innen über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. Wollt ihr selbst bei der Bürger*innenfolge teilnehmen oder jemanden vorschlagen, dann schreibt uns gerne. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren neuen Cutter Sebastian Jautschus.

    50 Min.
  4. 9. APR.

    Folge 50: Bürger*innen im Gespräch

    Ben Berger ist Tischler aus Rheinland-Pfalz und führt einen kleinen Zwei-Mann-Betrieb. Die aktuell schwierige Lage spürt er direkt im eigenen Geldbeutel. Früher hat er rund 300 Euro im Monat für Benzin ausgegeben, inzwischen sind es 700. „Also diesen Monat kann ich keine Aushilfe beschäftigen, weil ich den Sprit an sich zahlen muss. Entweder fahre ich Bus oder ich habe eine Aushilfe. Beides geht nicht.“ Für ihn wäre eine schnelle Entlastung die Abschaffung der Doppelbesteuerung beim Benzinpreis. Bauer Will sieht das anders. Er erinnert sich an die Corona- Zeiten. „Zu Corona-Zeiten wurde auch Steuerentlastung gemacht, und was ist passiert? Die Firmen haben das gleich einkassiert.“ Unsere dritte Gäst Nine bringt noch einmal eine Perspektive ein, die in solchen Debatten oft zu kurz kommt: „Da gibt es auch einfach einen Ost-West-Unterschied. Die Lohnunterschiede liegen immer noch bei 16 Prozent. Das wirkt sich massiv auf Rente und Einkommen aus. Du bist einfach weniger resilient, wenn die Preise steigen.“ Solche Diskussionen hört man gerade überall in Deutschland. Denn wie unsere Gäste ächzen viele Menschen unter Inflation, steigenden Spritpreisen und wirtschaftlicher Unsicherheit. Genau hier wird Politik konkret. Sie betrifft uns alle, ob wir uns aktiv mit ihr beschäftigen oder nicht. Wir diskutieren mit Nine Christine Müller, ostdeutsche Kommunikationsexpertin und Host des Podcasts „Ostwärts“ aus Berlin, Dr. Willi Kremer-Schillings („Bauer Willi“), westdeutscher Landwirt, Ben Berger, Handwerker. Wenn euch politische Debatten in Talkshows oft zu abgehoben sind, bietet diese Folge einen Zugang auf Augenhöhe. Denn jenseits der großen Bühnen steckt in diesem Land viel Erfahrung, Kompetenz und Potenzial. In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Politiker*innen im Wahlkampf über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Einige der Fragen aus dieser Folge nehmen wir direkt mit. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren neuen Cutter Sebastian Jautschus. Und hier findet ihr noch spannende Texte aus der Redaktion: Ölkonzerne machen 21 Millionen Euro täglich Zusatzprofit Wie europäische Länder gegen hohe Spritpreise vorgehen Shrinkflation bekämpfen Sparen drückt die Preise nicht

    1 Std. 10 Min.
  5. 26. MÄRZ

    Folge 49: Ist das die Ostifizierung des Westens? Rheinland - Pfalz nach der Wahl

    „Ich habe mein Leben lang SPD gewählt.“ Der Satz klingt nach Loyalität. Nach Geschichte. Nach einem politischen Zuhause. Die Person, die uns schreibt, kommt aus Rheinland-Pfalz. Ein Bundesland, in dem die SPD lange so etwas wie eine politische Selbstverständlichkeit war. Aufstieg durch Bildung, genau das ist der Familie der Person gelungen. Aber jetzt kippt etwas in der Person. „Immer mehr weiß ich nicht, wofür ich die SPD noch wählen soll.“ Was passiert, wenn selbst die anfangen zu zweifeln, die der Partei über Jahrzehnte treu waren? Wenn sich nicht Wut breitmacht, sondern Entfremdung? Es ist keine wütende Nachricht. Es ist ein leiser Zweifel und genau deshalb so politisch. In der neuen Folge von „Mauerecho – Ost trifft West“ nehmen wir diesen Zweifel ernst. Wir sprachen mit Maja Wallstein von der SPD, Johannes Wagner von den Grünen und Ates Gürpinar von der Linken über die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Warum bröckelt Vertrauen im Westen genauso wie im Osten? Und warum profitieren davon immer öfter die Falschen? Wir fragen unsere Gäste wie die Einheit eigentlich im Alltag von Parteien und dem Bundestag gelebt wird? Und wir schauen nach vorn. Wie können linke Utopien wieder mehrheitsfähig werden? In zwei Wochen drehen wir die Perspektive dann komplett um. Keine Politiker*innen, sondern Bürger*innen kommen zu Wort. Menschen aus Ost und West, die uns erzählen, wie sie die politische Lage gerade erleben, jenseits von Parteiprogrammen und Talkshow-Sätzen. Welche Ängste und Sehnsüchte verbinden Sie mit der aktuellen Politik und den kommenden Landtagswahlen? Denn am Ende entscheidet sich genau dort, ob Politik noch trägt. Im Alltag der Menschen. Wenn ihr Fragen, Kritik oder Anmerkungen habt, schreibt uns gern an: mauerecho@taz.de oder per WhatsApp an 0157755875373. Auch wenn ihr Fragen für die Bürgersprechstunde oder Themenvorschläge für die Sendung habt, kontaktiert uns gerne. Auch wenn ihr tolle Menschen kennt, die beim Podcast mitmachen sollten oder wenn ihr selbst Lust habt dabei zu sein, schreibt uns. Wir freuen uns über jede Bewertung, jedes Teilen unserer Beiträge und jede Weiterempfehlung. ⁠⁠(Weiterführender Artikel wie sich die AfD in Rheinland-Pfalz auf dem Land einnistet). ⁠Weitere Artikel zum Thema der Wahlen findet ihr ⁠hier ⁠oder ⁠hier⁠. "Mauerecho - Ost trifft West" ist ein Podcast der taz panterstiftung.

    1 Std. 11 Min.

Bewertungen und Rezensionen

5
von 5
2 Bewertungen

Info

„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, die sich der Überwindung der mentalen Barrieren zwischen Ost- und Westdeutschland widmet. Ziel ist es, durch persönliche Geschichten, aktuelle Bezüge und interaktive Elemente ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen und die „Mauer in den Köpfen“ abzubauen. Der Podcast ist Teil der Stiftungsprojekte, die Nach­wuchs­jour­na­lis­t*in­nen fördern. Dennis Chiponda übernimmt die Moderation und hat bereits beim Ostjugend-Projekt zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg mitgewirkt. Bis Mai 2025 ist Ann Toma-Toader im Redaktionsteam. Sie hat bei Projekten wie dem Podcast „Katerfrühstück“ sowie dem YouTube-Kanal „Klarkommen“ mitgewirkt. Ab Mai 2025 beginnt eine Co-Moderatorin, Marie Eisenmann, und damit auch ein neues Format, „Der Nachwendekindertalk“, das alle zwei Wochen ausgestrahlt wird. Sonst: Jede Woche, sonntags erscheint eine neue Podcastfolge von „Mauerecho“ – hier und überall dort, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen: mauerecho@taz.de, taz.de/mauerecho und taz.de/stiftung

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