Quotenmeter

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Über aktuelle Themen aus Fernsehen, Kino und Radio informiert und unterhält Quotenmeter.FM. Egal ob es um eine neue Serie, eine abgesetzte Show, einen erfolgreichen Trend oder einen spannenden Film geht - das Quotenmeter-Team diskutiert in lockerer Atmosphäre immer am Wochenende über die wichtigsten Themen aus der TV-Branche. Mit TV-Tipps, spannenden Rubriken, Gästen und vielem mehr.

  1. vor 3 Tagen

    Ausgabe 878: «Swapped» ist gut, aber «Hoppers» besser (17.07.2026)

    Mit der animierten Komödie «Swapped», die am 1. Mai 2026 beim US-Streamingdienst Netflix veröffentlicht wurde, erreichte der Streamingdienst aus Kalifornien knapp 38 Millionen Zuschauer in der ersten Woche. Obwohl der 98-minütige Spielfilm beim Publikum recht gut ankam, wurde er vom Feuilleton überwiegend zerrissen. Das könnte daran liegen, dass sich hinter der bunten Märchenwelt eine Geschichte über das Kennenlernen zweier unterschiedlicher Kulturen verbirgt, die von einigen Kritikern als zu „woke“ eingeordnet wurde. Eine ähnliche Geschichte erzählt auch der Spielfilm «Hoppers», der im März startete und bislang knapp 400 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einspielte. Der Pixar-Film blieb damit hinter den Erwartungen zurück, allerdings fielen auch hier die Kritiken gemischt aus. Während internationale Medien vor allem die Geschichte lobten, gab es in den Vereinigten Staaten immer wieder Stimmen, die auch hier eine „woke“ Erzählung sahen. Schließlich treffen nicht nur Menschen auf Tiere, sondern auch unterschiedliche Arten lernen, miteinander zu leben. Der im Juni gestartete «Toy Story 5» erzählt bereits zum fünften Mal die Geschichte, dass die bekannten Spielzeugfiguren aussortiert werden sollen. Dennoch ist die Marke für den Disney-Konzern weiterhin eine Cashcow und spielte innerhalb von vier Wochen mehr als 880 Millionen US-Dollar ein. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel für das Neuaufgreifen bewährter Zutaten mit einer Botschaft über Verständigung war im November auch der Spielfilm «Zootopia 2», der weltweit fast zwei Milliarden US-Dollar einspielte. Fabian Riedner bespricht mit Denis vom Podcast „Trotzdem hier“ die jüngste Entwicklung des Animationsfilms.

  2. 17. Juli

    Ausgabe 877: Sat.2: Clever kalkuliert, kreativ bankrott (17.07.2026)

    Um die Jahrtausendwende waberte im Hause Sat.1 immer die Idee eines Ablegers mit dem Titel Sat.2. Jetzt soll dieser Sender tatsächlich on air gehen. Anfang 2027 soll das Programmangebot mit «Verliebt in Berlin», «Der Bulle von Tölz» und «Kommissar Rex» auf Sendung gehen. Die meisten Medienschaffenden staunten am vergangenen Mittwoch nicht schlecht, als ProSiebenSat.1-Content-Chef Henrik Pabst diese Idee in der „Süddeutschen Zeitung“ skizzierte. Aus wirtschaftlicher Sicht machen die Medienmanager in Unterföhring alles richtig, schließlich beendet der WDR die Verbreitung des linearen Senders One. Mit dem neuen Angebot von Sat.2 möchte die ProSiebenSat.1-Gruppe dieses Nischenangebot aus alten Soaps sowie Telenovelas neben Krimis am Abend bespielen. Die Herausgeber von Fernsehzeitschriften werden sich freuen, wenn sie ihre Programmflächen nahtlos mit dem neuen Sender füllen können. Kreativ ist diese Ankündigung allerdings ein Offenbarungseid, stellen Mario Thunert und Fabian Riedner im Gespräch fest. Das Unternehmen wirkt weder modern noch zukunftsorientiert, sondern bleibt im linearen Fernsehen stecken. Es hält sich die Vermutung, dass das Unternehmen weiterhin Investitionen in neue Formate scheut und stattdessen das Programm entweder mit der Verwertung alter Programme oder mit Remakes füllen möchte. Letztendlich müssen allerdings die Zuschauer entscheiden, ob sie dies konsumieren wollen. Festhalten muss man allerdings auch: Wären «Verliebt in Berlin», «Der Bulle von Tölz» und «Kommissar Rex» bei einem Nischensender Straßenfeger, dann wären diese Sendungen schon längst bei Fernsehstationen wie Sat.1 Gold vertreten.

  3. 7. Juli

    «Thunerts Thema»: Warum Taylor Swift alle Ketten sprengt (07.07.2026)

    Dass die Popsängerin und Songwriterin Taylor Swift ein ungewöhnliches Phänomen von großem öffentlichen und vor allem medialen Interesse ist, darauf deutet nicht nur der kürzliche Mega-Hype um ihre Hochzeit mit Travis Kelce hin, sondern auch diverse Dokumentationen und Reportage-Beiträge, die in der letzten Zeit erschienen sind. Für den Podcast «Thunerts Thema» sind diese Zusammenhänge vor allem auch deshalb interessant, weil Swift dergestalt eine der letzten überstrahlenden Galionsfiguren im aus der Mode gekommenen Startum darstellt. Genau dieser Umstand macht Taylor Swift auch relevant für die medienwissenschaftliche Forschung. Allen voran Professor Jörn Glasenapp von der Universität Bamberg untersuchte die Sängerin als Künstlerinnen-Persona unter anderem unter kulturtheoretischen, aber auch kreativindustriellen Gesichtspunkten. An seinem Lehrstuhl für Literatur und Medien nahm er sie sogar in seine Vorlesungsreihe auf, ehe kürzlich sein Buch „Beyonce und Taylor Swift – Run the world“ folgte. Im Podcast-Gespräch tauschen sich Moderator Mario Thunert und Jörn Glasenapp über unterschiedliche Analyse-Aspekte aus, um der Erfolgsstruktur des Superstars näher zu kommen. Im Zentrum steht die These, dass sie in einer Zeit fragmentierter Öffentlichkeiten zu einer der wenigen Figuren geworden ist, die noch breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit bündeln können. Ausschlaggebend seien dem Experten zufolge nicht nur ihre kommerzielle Anschlussfähigkeit, sondern vor allem ihre Fähigkeit, ein konsistentes erzählerisches Universum zu erschaffen, in dem Songtexte, persönliche Biografie, Fan-Kultur und öffentliche Inszenierung eng miteinander verwoben sind. Darüber hinaus wird diskutiert, wie Taylor Swift Nähe und Authentizität inszeniert, ohne ihre Rolle als strategisch handelnde Unternehmerin aufzugeben. Das Gespräch beleuchtet ihre besondere Fanbindung, den geschickten Einsatz von Social Media, ihre Positionierung zu Feminismus und gesellschaftlichen Fragen sowie die Spannungen zwischen künstlerischer Glaubwürdigkeit, kommerziellem Kalkül und öffentlicher Persona. Zum Ende der Podcast-Ausgabe steht auch die Frage im Raum, wie groß Swifts eigener Anteil am Hit-Making ihrer Songs ist, die sie unter anderem in Kollaboration mit Erfolgsproduzent Max Martin erarbeitet.

  4. 19. Juni

    Ausgabe 873: Wer hat bei ProSiebenSat.1 jetzt das Sagen? (19.06.2026)

    Bei ProSiebenSat.1 werden die Karten neu gemischt. Die Sendergruppe verabschiedet sich von einer Struktur, die das deutsche Privatfernsehen jahrzehntelang geprägt hat: Einzelne Senderchefs sollen künftig nicht mehr allein für ProSieben, Sat.1 oder Kabel Eins verantwortlich sein. Stattdessen setzt das Unternehmen auf senderübergreifende Verantwortlichkeiten und eine zentrale Content-Steuerung. In der neuen Ausgabe von Quotenmeter.FM sprechen Fabian Riedner und Mario Thunert über den Umbau bei ProSiebenSat.1. Hannes Hiller und Marc Rasmus bleiben zwar wichtige Führungskräfte des Konzerns, werden künftig jedoch nicht mehr als klassische Programmverantwortliche für einzelne Sender agieren. Stattdessen übernehmen sie genreübergreifende Aufgaben für verschiedene Programmbereiche, die kanalübergreifend für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins entwickelt werden sollen. Parallel gewinnt Arne Neumann weiter an Einfluss und soll die strategische Steuerung des gesamten Sender- und Genreportfolios koordinieren. Was bedeutet dieser Umbau für die Zukunft der Senderfamilie? Werden Programme künftig stärker plattformübergreifend geplant? Könnten Formate leichter zwischen ProSieben, Sat.1, Kabel Eins und Joyn verschoben werden? Und droht dadurch der Verlust klarer Senderprofile oder entstehen neue Chancen für die Programmplanung? Fabian Riedner und Mario Thunert diskutieren über die neue Machtverteilung in Unterföhring.

2,2
von 5
19 Bewertungen

Info

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