Retina View

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Interviews zur Netzhautforschung

  1. 30. JAN.

    Bionisches Sehen bei trockener AMD: Was das PRIMA-Implantat leisten kann

    In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie. Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann. Im Gespräch erläutern wir: was geographische Atrophie für Betroffene bedeutetwarum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibtwie das PRIMA-Implantat technisch funktioniertfür wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönntewelche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgenDabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann. Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen. Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt. Prof. Holz ist: Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studienwissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahrenausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungenIm Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte. Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam. Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

    16 Min.
  2. 28. JAN.

    HelpFix – ein Roboter als Blindenhund

    Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)  Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung. Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund. Warum eine Sonderfolge? Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten. Diese Folge erweitert bewusst den Blick: Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können. Das Projekt HelpFix Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern. Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz. Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung: Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz. Der Prototyp soll: über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren,selbstständig Wege planen,hochpräzise navigieren undHindernisse dynamisch erkennen und umgehen.Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume. Blick nach vorn Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung: Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen. Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden podcast@retinaplus.de. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch. Diese Sonderfolge zeigt: Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann. Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“ Abonnieren Sie auch unseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/

    26 Min.
  3. 26.12.2025

    Implantierbares Miniaturteleskop bei trockener AMD – Klinische Studie startet

    In dieser Episode von Retina View spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. med. M. Schargus, Chefarzt der Augenklinik der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, über eine neue klinische Studie, die im Januar 2026 beginnt und sich an Patientinnen und Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im Spätstadium richtet. Im Mittelpunkt steht ein implantierbares Miniaturteleskop. Es vergrößert zentrale Bildinhalte– ein Ansatz, der vielen Betroffenen helfen kann, wieder besser Gesichter zu erkennen, zu lesen oder alltägliche Aktivitäten zurückzugewinnen.  Prof. Schargus erklärt: Welche Patienten von dieser Technologie profitieren könnenWie der Eingriff durchgeführt wirdWelche Ergebnisse aus bisherigen Studien vorliegenWarum postoperative Low-Vision-Rehabilitation ein entscheidender Erfolgsfaktor istUnd welche Verbesserungen im Alltag realistisch zu erwarten sindZum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die bevorstehende Studie und erläutert, wer in der Studie für ein implantierbare Miniaturteleskop eingeschlossen werden könnte. Interessierte Patientinnen und Patienten, die prüfen möchten, ob sie für eine Studienteilnahme infrage kommen, können sich direkt an Prof. Schargus wenden: Prof. Dr. med. M. Schargus, FEBO, MHBA Chefarzt – Augenklinik Asklepios Klinik Nord – Heidberg Tangstedter Landstr. 400 22417 Hamburg Tel.: +49 40 18 18 87-3455 (automatisches Anrufsystem, bitteKontaktdaten für Rückruf hinterlassen) e-mail: Chefarztsekretariat-Augenklinik-Nord@asklepios.com Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben. www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.

    30 Min.
  4. 31.10.2025

    Sehende Zapfen: Wie Optogenetik das Augenlicht zurückbringen soll

    Gast: Dr. med. Univ. Lucas Janeschitz-Kriegl (IOB Basel) Was wäre, wenn man „schlafende“ Zellen im Auge wieder aufwecken könnte – und so Menschen, die durch eine Erbkrankheit ihr Augenlicht verloren haben, wieder sehen lernen? In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Lucas Janeschitz-Kriegl vom Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie in Basel über einen echten Hoffnungsträger der modernen Augenheilkunde: die Optogenetik. Dieser neuartige Therapieansatz zielt direkt auf die Sinneszellen in der Netzhaut. Obwohl sie bei vielen Erkrankungen ihre Funktion verlieren, bleiben sie oft erstaunlich lange erhalten – und genau da setzt die Forschung an. Was hinter der Idee steckt, Lichtempfindlichkeit genetisch zurückzugeben, warum gerade Optogenetik ein Gamechanger sein könnte – und wie bald erste Patientinnen davon profitieren könnten – das und mehr hört ihr in dieser spannenden Episode von Retina View. Eine Folge über Wissenschaft an der Schwelle zur klinischen Anwendung – verständlich erklärt, mit viel Neugier und noch mehr Zukunft! Über Retina View „Retina View“ ist der Podcast von Retina plus e.V., dem Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust. Der Podcast bietet Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen, stellt Pionierinnen und Pioniere der Forschung vor und schlägt die Brücke zwischen medizinischem Fortschritt und der Lebensrealität betroffener Menschen. Neue Episoden erscheinen monatlich auf allen gängigen Podcastkanälen sowie www.retinaplus.de Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.

    39 Min.
  5. 28.09.2025

    Genkurier ENVLPE: Zustellung bis in die Netzhaut

    In dieser Folge von Retina View geht es um einen molekularen Lieferservice der besonderen Art: ENVLPE. Hinter dem technisch klingenden Namen verbirgt sich ein neu entwickeltes Transportsystem, das genetische Werkzeuge präzise und sicher bis in die Zielzelle bringt - ganz ohne Umwege. Unsere Gäste, Julian Geilenkeuser und Niklas Armbrust vom Institut für Synthetische Biomedizin am Helmholtz Zentrum München, erklären, wie diese virusähnlichen Partikel blinden Mäusen geholfen haben, wieder auf Lichtreize zu reagieren - und was das für die Zukunft der Netzhautforschung bedeutet. Moderne Verfahren der Genom-Editierung - etwa CRISPR - gelten als vielversprechende Ansätze zur Behandlung genetischer Erkrankungen, doch der Weg in die Zelle war bisher alles andere als einfach. Genau hier setzt ENVLPE an - mit einem ausgeklügelten Liefersystem, das molekulare Werkzeuge zuverlässig an ihren Zielort bringt. Sie erfahren: Wie ENVLPE die bisherigen „Lieferprobleme“ derGentherapie überwindetWarum die Verpackung der Gen-Editoren bislang eineunterschätzte Herausforderung warWeshalb diese Technologie auch außerhalb derAugenheilkunde - etwa in der Krebstherapie - großes Potenzial hatUnd wie man verhindert, dass die molekulare Frachtunterwegs beschädigt wird Eine spannende Reise durch die Welt der Gen-Logistik, die zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann - auch für Menschen mit genetisch bedingtem Sehverlust. Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie man molekulare Werkzeuge wie Prime-Editoren zielgenau zustellt - diese Folge liefert Antworten.

    39 Min.
  6. 29.08.2025

    NAC Attack: Hustenlöser für die Netzhaut? Neue Therapiestudie für Patientinnen und Patienten mit Retinitis Pigmentosa

    In dieser Folge von Retina View sprechen wir mit Priv.-Doz. Dr. med. Kristina Pfau, FEBO, Leiterin des klinischen Studienzentrums der Universitäts-Augenklinik Bonn und Leiterin des PfauLabs, einer Forschungsgruppe in Bonn und Basel. Sie gibt Einblicke in die internationale Phase-III-Studie „NAC Attack“, die untersucht, ob N-Acetylcystein (NAC) den Verlauf der erblichen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) verlangsamen kann. Spannend ist dabei: NAC ist eigentlich als Hustenlöser bekannt. Es wird seit Jahrzehnten bei akuten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis eingesetzt, um zähen Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern – meist in Form von Brausetabletten. Dass dieser Wirkstoff nun auch in der Augenforschung eine Rolle spielt, mag überraschen. Doch genau hier setzt die „NAC Attack“-Studie an: Denn neben seiner schleimlösenden Wirkung wirkt NAC auch antioxidativ und könnte so die Netzhautzellen vor oxidativem Stress schützen – einem Schlüsselfaktor bei RP. Im Gespräch erklärt Dr. Pfau, welche die Studie in Basel geleitet und dazu publiziert hat:  RP ist eine genetisch bedingte, fortschreitende Netzhauterkrankung, die zum Verlust des Gesichtsfelds und schließlich zur Erblindung führen kann. Bisher gibt es keine zugelassene Therapie für die meisten Formen der Erkrankung, die den Krankheitsverlauf wirksam aufhält. Erste klinische Studien deuten jedoch darauf hin, dass NAC die Funktion der Netzhaut stabilisieren und insbesondere die Zapfenzellen schützen könnte. Wichtiger Hinweis: Bei N-Acetylcystein (NAC) handelt es sich in diesem Zusammenhang um ein Prüfmedikament innerhalb einer klinischen Studie. Die Wirksamkeit und Sicherheit bei Retinitis pigmentosa sind noch nicht abschließend belegt. Bitte nehmen Sie NAC nicht eigenmächtig ein! Jede Behandlung sollte ausschließlich in Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.

    25 Min.
  7. 25.07.2025

    Eine Professur für die digitale Zukunft der Augenheilkunde

    Prof. Dr. Martin Spitzer über Visionen, Verantwortung und die Rolle von KI in der Netzhautforschung Was bedeutet es, wenn eine Universitätsklinik eine eigene Professur für Künstliche Intelligenz in der Augenheilkunde erhält? In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas Duda mit Prof. Dr. Martin Spitzer, Direktor der Universitäts-Augenklinik am UKE in Hamburg, über die Bedeutung und die Ziele der neuen Stiftungsprofessur, die von der Stiftung Auge gefördert wird. Prof. Spitzer gibt Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte seiner Arbeitsgruppe, darunter die Hamburg City Health Study mit über 10.000 OCT-Daten und die Rolle der Netzhaut als „Fenster zum Körper“. Er erklärt, wie KI-gestützte Analysen nicht nur neue Perspektiven für die Netzhautforschung eröffnen, sondern auch Hinweise auf systemische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder neurologische Leiden liefern können. Transdisziplinäre Ansätze und die enge Vernetzung mit Partnern im In- und Ausland schaffen die Grundlage für diese zukunftsweisende Forschung. Wir diskutieren außerdem: Wie die Professur die digitale Medizin in Deutschland voranbringen sollWarum KI kein Ersatz, sondern ein Kollege für Ärzte istWelche ethischen Fragen die Vorhersage von Krankheiten über die Netzhaut aufwirftWas es braucht, um Digitalisierung und KI sinnvoll in die klinische Versorgung zu integrierenWarum Spitzer für eine neue Fortschrittskultur in der deutschen Gesundheitsforschung plädiert Eine Folge über Visionen, Verantwortung und das Potenzial des Auges als diagnostisches Organ der Zukunft – verständlich erklärt, kritisch reflektiert und mit einem klaren Blick auf die Bedürfnisse von Betroffenen und Forschenden.

    26 Min.

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