84 Folgen

Nichts ist so beständig wie der Wandel, schrieb der griechische Philosoph Heraklit. Doch wie geschieht er? Mit Sinneswandel wollen wir aufzeigen, dass Gesellschaft kein starres Konstrukt, sondern von uns gestaltbar ist. Im Podcast diskutieren die freie Journalistin Marilena Berends und Gastautor*innen wünschbare Zukünfte und führen Gespräche, mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen zu aktuellen Themen, wie dem Klimawandel, Identitätspolitik oder der Arbeitswelt von morgen. Sinneswandel ist ein Podcast, der dazu ermutigt, den Status quo zu hinterfragen und sich als aktive*n Zukunftskünstler*in zu begreifen.

Sinneswandel Mit Marilena Berends

    • Gesellschaft und Kultur
    • 4.4 • 634 Bewertungen

Nichts ist so beständig wie der Wandel, schrieb der griechische Philosoph Heraklit. Doch wie geschieht er? Mit Sinneswandel wollen wir aufzeigen, dass Gesellschaft kein starres Konstrukt, sondern von uns gestaltbar ist. Im Podcast diskutieren die freie Journalistin Marilena Berends und Gastautor*innen wünschbare Zukünfte und führen Gespräche, mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen zu aktuellen Themen, wie dem Klimawandel, Identitätspolitik oder der Arbeitswelt von morgen. Sinneswandel ist ein Podcast, der dazu ermutigt, den Status quo zu hinterfragen und sich als aktive*n Zukunftskünstler*in zu begreifen.

    Sich selbst neu erfinden, geht das?

    Sich selbst neu erfinden, geht das?

    Ist es Fluch oder Segen, dass der Mensch im Besitz der Freiheit ist, sich selbst entwerfen zu können? Die vermutlich zentralste Frage der Existenzialisten, nach deren Philosophie der Mensch ohne jeden Kompass zu einer angsteinflößenden und zugleich berauschenden Freiheit verdammt ist, die ihm die totale Verantwortung für sein Leben aufbürdet. Heißt das nun, dass wir uns im Leben selbst erfinden - im Zweifel immer wieder von Neuem? Gibt es so etwas wie eine abschließende Identität des Selbst, die sich verwirklichen ließe? Oder sind wir nicht vielmehr hybride und wandlungsfähige Wesen, deren Identitäten unabgeschlossen bleiben?

    • 14 Min.
    Die Zerstörung (m)einer Illusion - ein Erfahrungsbericht

    Die Zerstörung (m)einer Illusion - ein Erfahrungsbericht

    Fast jede*r weiß um die Dringlichkeit der Klimakrise. Doch weshalb wird sie nach wie vor nicht ernst genommen? Bewusstsein um einen Zusammenhang allein, hat leider nur geringen Einfluss auf unser tatsächliches Handeln. Nicht zu wenig Wissen, sondern ein mangelndes Gefühl an Betroffenheit ist die Ursache. Betrifft uns etwas persönlich, entsteht Betroffenheit. Heißt das, wir müssen erst selbst Erfahrungen machen, damit wir uns betroffen und handlungsfähig fühlen? Geht es nicht auch anders? Gastautorin Julia Gaidt glaubt daran, dass es möglich ist. indem wir Geschichten erzählen. Geschichten, die es uns ermöglichen, Erlebtes nachzufühlen. Die uns die Augen öffnen und aktivieren. Eine solche Geschichte hat Julia Gaidt zu erzählen. Von einem Erlebnis, das sie selbst und ihr Weltbild erschüttert hat und das sie in dem Wunsch teilt, dass es auch andere berührt und ermutigt, sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.

    • 22 Min.
    Emilia Roig & Mohamed Amjahid: Wie lässt sich Rassismus verlernen?

    Emilia Roig & Mohamed Amjahid: Wie lässt sich Rassismus verlernen?

    “Was ich nicht sehe - existiert nicht.” Mit dieser verkürzten Sichtweise, wie Scheuklappen vor den Augen, laufen nicht wenige Menschen durch die Welt. In einer sicheren, weißen Blase, ausgepolstert mit Privilegien, die das Leben komfortabel machen, haben sie sich eingenistet. Mohamed Amjahid, nennt sie “Parallelgesellschaften” - Räume, die sozial segregiert sind, in denen sich Communities bilden. An und für sich erstmal nichts Schlimmes. Problematisch wird es erst dann, wenn diese Blasen dafür sorgen, dass Menschen sich und ihr Handeln nicht mehr in Frage stellen. Um eben diesen Perspektivwechsel und die Dekonstruktion dessen, was viele Weiße für die „Normalität“ halten, geht es Emilia Roig in ihrem Buch „Why We Matter“. Gemeinsam mit Mohamed Amjahid, dem Autor von “Der Weiße Fleck” habe ich mich unter anderem darüber unterhalten, wie sich eine antirassistische Haltung erlernen lässt, was es mit dem Begriff der “Intersektionalität” auf sich hat und, wie privilegierte Menschen, zum Ally werden können.

    • 53 Min.
    Şeyda Kurt: Was macht (die) Liebe politisch?

    Şeyda Kurt: Was macht (die) Liebe politisch?

    “Viel zu selten sprechen wir darüber, wie unser Miteinander anders sein könnte”, schreibt Şeyda Kurt in ihrem Buch “Radikale Zärtlichkeit: Warum Liebe politisch ist.” Liebe geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern ist eingebunden in ein komplexes Geflecht aus Macht und Ansprüchen und wird seit jeher im Kapitalismus absichtlich als Mythos konstruiert. Indem wir jedoch erkennen, dass Liebe eine höchst politische Angelegenheit ist, erklären wir sie zugleich als veränderbar, als von uns gestaltbar. Wie ein neues Narrativ der Liebe, jenseits patriarchaler, rassistischer und kapitalistischer Tradierungen aussehen könnte, darüber hat sich Marilena Berends ausführlich mit Autorin und Journalistin Şeyda Kurt unterhalten.

    • 45 Min.
    Hengameh Yaghoobifarah: Sollten wir wütender sein?

    Hengameh Yaghoobifarah: Sollten wir wütender sein?

    Ein Mensch, der seine Wut nicht auf sich sitzen lässt, sondern ihr Raum gibt, ist Hengameh Yaghoobifarah. Als “Reizfigur” bezeichnete die sz Hengameh kürzlich. Weil angeblich kaum ein*e Autor*in im vergangenen Jahr so viel Solidarität und Empörung zugleich auf sich zog. Aber, warum ist das so? Weil Hengameh queer, nicht-binär, migrantisch oder Feminist*in ist? Wir leben noch immer in einer Gesellschaft, in der gewisse Eigenschaften als “normal”, andere als “abnormal” gelten. Nicht selten geht diese Kategorisierung, meist von weißen, cis-Personen vorgenommen, mit Stigmatisierung oder gar blankem Hass einher, der jenen entgegengebracht wird, die von der sogenannten “Norm” abweichen. Kann man angesichts dieser Umstände überhaupt von einer freien Gesellschaft sprechen? Ist diese nicht erst dann erreicht, wenn Menschen sich, ohne Angst vor Diskriminierung haben zu müssen, zu ihrer Identität bekennen können? Über diese und weitere Fragen, hat sich Marilena Berends ausführlich mit Hengameh Yaghoobifarah unterhalten.

    • 44 Min.
    Pandemiemüde? Let’s talk about Mental Health!

    Pandemiemüde? Let’s talk about Mental Health!

    Wem geht es eigentlich gerade wirklich gut? Gefühlt sind alle “müde”. Wenn auf Wikipedia bereits der Eintrag “Pandemiemüdigkeit” zu finden ist, wieso reden wir so wenig darüber? Warum werden zwar täglich die Zahlen der Neuinfektionen bekannt gegeben, aber nicht über die “seelische Inzidenz” gesprochen? Diese Episode handelt, neben den Auswirkungen von einem Jahr Pandemie auf die menschliche Psyche, auch von der Art und Weise, wie generell in der Gesellschaft über Mental Health gesprochen - oder eben auch nicht gesprochen wird. Es geht darum, wie die kapitalistische Logik, sich auch das Feld der psychischen Gesundheit einverleibt hat und damit seelische Erkrankungen zu rein privaten Angelegenheiten verkehrt. Wie lässt sich ein gesunder Ausweg finden, jenseits von toxischer Positivität und individueller Self-Care-Routine?

    • 29 Min.

Kundenrezensionen

4.4 von 5
634 Bewertungen

634 Bewertungen

mj bourbon ,

Der Podcast, der das Gegenteil von oberflächlich ist

Gerade die aktuelle Folge (83) hat mir wieder gezeigt, wie klug Marilena über das Leben spricht, zum Denken anregt und gute Fragen stellt. Kein Happy Podcast zum nebenher hören, aber zum wachsen und gedeihen 😉🌱

Singstimme ,

Schöne Sprache

Ein sehr schöner Podcast. Mir gefallen auch die wohlformulierten Texte. Hier werden gute Gedanken in hervorragende Sprache gekleidet. Ein großes Lob dafür.

Janne N. ,

Leider nicht mehr neutral

Die hörbare Wertschätzung der Andersartigkeit habe ich in den ersten zwei Jahren des Hörens sehr geschätzt. Im letzten Podcast wird die - wie ich finde - schwierige Aussage der Gästin „Wir haben eine korrupte Regierungspartei, die sich an der Pandemie bereichert“ unkommentiert stehen gelassen und Friedrich Merz‘ Genderkommentar als“ peinlich“ dargestellt. Das ist für mich nicht mehr neutral und offen gegenüber anderen Meinungen, das ist wertend in eine gar nicht offene Richtung. Ich bin leider raus. Sehr schade.

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