Sphereraum Talk

Natalie Bräuninger, Anna Sebeczek, Wiebke Becker, Rotonda Business Club, JUNG

Jede Woche versorgen wir euch mit einer neuen Folge SphereRaum Talk, dem Podcast rund um Immobilien, Bauen und Architektur. Wir sprechen mit Vordenkern, Unternehmenslenkern und Andersmachern aus Immobilienwirtschaft und Architektur. Immer nah dran, immer direkt und immer mit echtem Mehrwert. SphereRaum Talk ist ein gemeinschaftlicher Podcast von Rotonda Business Club und JUNG.

  1. 2. MÄRZ

    Melanie Sauerbier, Leiterin Region West, BPD Immobilienentwicklung

    „Ich liebe komplexe Strukturen.“ Was erstmal technisch klingt, ist bei genauerem Hinhören eine echte Haltung. In der neuen Folge von SphereRaum Talk war Melanie Sauerbier zu Gast – Leiterin der Region West bei der BPD Immobilienentwicklung. Wir haben über ihren Wechsel vom öffentlichen Bauen in die private Projektentwicklung gesprochen, über Wohnen unter Druck und über die Frage, wie man in komplexen Systemen trotzdem Tempo entwickelt. Impulse aus dem Gespräch: - Vom Silo zum System: Projektentwicklung funktioniert nicht isoliert. Verwaltung, Politik, Markt – nur wenn alle an einem Tisch sitzen, entsteht „Tempo im System“. - Eigene DNA fürs Quartier: "Gutes wohnen bedeutet, dass man gerne nach Hause kommt. Dass sich die Nutzer wohlfühlen." Gutes Wohnen heißt für sie nicht nur Kompaktheit oder Kennzahlen, sondern Identität. Orte, die verbinden. Quartiere, die ein eigenes Leben entwickeln. - Kooperatives Führungsmodell: „Richtung statt Anweisung.“ Orientierung geben, Prioritäten klären, das Warum erklären – gerade im Change. Führung als gemeinsames Gestalten. - Regularien, Förderkulisse, Mut: Dreimal hat sie es gesagt ... "die Regularien". Aber statt zu klagen: Krise als Chance. Digitalisierung, Systembau, Pilotprojekte – ausprobieren, lernen, weiterentwickeln. Was besonders spannend war: Melanies' konsequenter Blick aufs Ganze – strategisch denken, pragmatisch handeln. Oder wie sie es indirekt beschreibt: Vogelperspektive plus Umsetzungskraft. Danke, liebe Melanie, für die Offenheit und die klaren Worte.

    32 Min.
  2. 19. JAN.

    Dr. Andreas Iding, Geschäftsführer, GOLDBECK Services GmbH

    Gebäude werden in unserer Branche oft über Planung und Bau erzählt. Andreas Iding denkt konsequent vom Betrieb her – und macht deutlich, warum Services heute kein „nice to have“ sind, sondern ein strategischer Bestandteil der Wertschöpfungskette. Im Gespräch wird klar: Gebäude müssen über Investition und Nutzungsphase hinweg gedacht werden. Erst im Betrieb zeigt sich, ob Architektur, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit tatsächlich zusammenfinden. Oder, wie Andreas Iding es zugespitzt formuliert: „Geld mit teuren Materialien oder Entwürfen auszugeben, die in der Nutzungsphase hohe Folgekosten erzeugen – das kann jeder.“ Nachhaltigkeit versteht er dabei nicht als Zusatz, sondern als Ergebnis von Effizienz. Materialeinsatz, serielles und systemisches Denken sowie ein reduzierter Planungsaufwand sind für ihn zentrale Hebel. Gute Architektur und wirtschaftlicher Betrieb stehen dabei nicht im Widerspruch; die eigentliche Herausforderung liegt darin, beides über den gesamten Lebenszyklus zusammenzubringen. Auch der Blick auf die Zukunft des Gebäudebetriebs bleibt nüchtern. Er wird weniger heterogen, stärker standardisiert, automatisiert und digitalisiert sein müssen. Nicht aus technischer Begeisterung heraus, sondern aus Notwendigkeit, weil Produktivität und demografischer Wandel sonst eine reale Lücke reißen. Ein Gespräch mit viel Praxisnähe und einem klaren Blick auf das, was Gebäude im Betrieb wirklich leisten müssen.

    41 Min.
  3. 10.12.2025

    Nicole Wallner, Director Sustainable Business Development, Ten Brinke Group

    „Ich bin kein Konzernmensch. Ich bin nicht stromlinienförmig.“ Mit dieser Klarheit startet Nicole Wallner in die aktuelle Folge von SphereRaum Talk und setzt damit den Ton für ein Gespräch, das nicht um Trends kreist, sondern um Verantwortung. Nicole steht für einen Weg, der nicht glattgebügelt ist: Unternehmerhaushalt, Maschinenbau & Automotive, Konzernphase, Selbstständigkeit, Beratung – und dann der bewusste Schritt in die Umsetzung. Heute verantwortet sie als Director Sustainable Business Development die gruppenweite Entwicklung und Implementierung von ESG-Strategien und Nachhaltigkeitsstrukturen bei Ten Brinke. Im Kern bleibt eine Leitfrage: Wie können wir mit Verantwortung besser werden? Denn: Eigentlich wissen wir längst, wie es geht. Natalie Bräuninger und Anna Otto-Sebeczek sprechen mit ihr über: - Ten Brinke als „bauenden Entwickler“: Strategie trifft Umsetzbarkeit – mit Blick auf die gesamte Wertschöpfung. - Zirkularität braucht Ehrlichkeit: Wo stehen wir wirklich – und was ist nur Etikett? - Weg von der Holzdiskussion als Allheilmittel: Holz ist stark, aber nicht für jede Assetklasse die Antwort. - Manchmal hilft nur „Stecker ziehen“: Überkomplexität, Routinen, Normenlogik – und neu priorisieren. - Gebäude nicht als Thermoskannen planen, sondern mit Blick auf reale Standorte modellierte Zukunftsszenarien: Klimapfade, Kühl-/Heizbedarfe, Material- und Technikeinsatz. Ihr Tipp für die junge Generation? Geht nicht den bequemen Weg – bleibt neugierig. Never give up.

    42 Min.
  4. 25.11.2025

    Nikolas Jorzick, Geschäftsführender Gesellschafter, HAMBURG TEAM Gruppe

    „Meine größte Stärke ist wahrscheinlich, dass ich kein Spezialist bin, sondern ein Generalist, der die verschiedenen Akteure versteht, der mit allen diskutieren kann – nicht bis ins letzte Detail, aber gut genug, um Menschen und Unternehmen zusammenzubringen. Und am Ende höre ich dann auf mein Bauchgefühl. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, mache ich es nicht.“ In der neuen Folge SphereRaum Talk sprechen Natalie Bräuninger und Wiebke Becker mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der HAMBURG TEAM Gruppe über seinen Weg in die zweite Generation, über Verantwortung, Mut und darüber, wie man Stadtentwicklung heute denken muss. Es geht zudem um: - Gründen ohne Perfektionsanspruch: „Ich hatte keinen Businessplan – nichts von dem, was ich dachte, habe ich am Ende gemacht.“ - Führung heißt loslassen: Statt zwei „Chefs an der Spitze“ setzt Nikolas auf flachere Strukturen: „Die Superstars stehen heute neben mir – nicht unter mir.“ - Ruhig bleiben als Führungsskill: „Mit Panik kriegt man nichts gelöst. Ich schlafe gut – auch in der Krise.“ - Quartiere als Haltung, nicht als Buzzword: Mischnutzung, sozialer Mix, Energie, Mobilität – Quartiere sind für ihn die DNA zukunftsfähiger Städte. - Geförderter Wohnungsbau als Chance: „Man kann etwas Gutes tun und trotzdem eine Rendite erzielen.“ Besonders inspirierend? Seine Verbindung aus analytischem Blick, Pragmatismus und einer sehr entspannten Art, mit Risiko umzugehen.

    51 Min.

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