Thema in Sachsen

Sächsische.de & LVZ.de

Worüber wird gerade am meisten diskutiert? Zu welcher Entscheidung oder zu welchen Ereignissen haben die Menschen im Freistaat Fragen? Der Podcast über Themen, die Sachsen bewegen. Das ist "Thema in Sachsen". Ob Wahlen, große Veranstaltungen in Kultur, Sport, Gesellschaft, Demonstrationen - oder Dinge, die auch außerhalb passieren, aber natürlich genauso in Sachsen ein Thema sind. In diesem News-Podcast bekommen Sie Informationen und Hintergründe. Sie erfahren, was gerade passiert und wichtig ist. Über das jeweilige "Thema in Sachsen" werden in jeder Folge Gespräche mit Fachleuten, politisch Aktiven und Gestaltenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder Journalisten geführt. Es werden Ergebnisse von Recherchen der Redaktion von Sächsische.de und Leipziger Volkszeitung präsentiert - und auch angehört, was die Menschen in Sachsen dazu sagen.

  1. „Gier frisst Hirn“: Wieso ein sächsisches Fahrrad-Unternehmen trotz Krise wächst

    VOR 3 TAGEN

    „Gier frisst Hirn“: Wieso ein sächsisches Fahrrad-Unternehmen trotz Krise wächst

    Auf den Corona-Boom folgte der Absturz mit ruinösen Rabattschlachten. Die Fahrradbranche hatte es in den vergangenen Jahren nicht leicht: Viele Unternehmen saßen nach starken Verkäufen während der Pandemie auf vollen Lagern. Es kam zu massiven Preisnachlässen, sinkenden Umsätzen – und schließlich vielen Insolvenzen bei Herstellern, Zulieferbetrieben und Händlern. Wie ist die Lage heute? Gibt es wieder Grund für Optimismus – insbesondere in Sachsen, einem Hotspot der Branche? Und was kosten E-Bikes und normale Räder jetzt eigentlich, nachdem sich der Markt wieder zu beruhigen scheint? Darum geht es in dieser Folge des Podcasts „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung. Zu Gast sind SZ- und LVZ-Wirtschaftsreporter Florian Reinke, der einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten gibt, sowie Robert Peschke. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Little John Bikes, einer der größten Fahrradhandelsketten Deutschlands mit Hauptsitz in Dresden, Wurzeln in Neukirch bei Bautzen und einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro. Peschke sagt: „Die Branche ist immer noch nervös.“ Zwar seien die Überkapazitäten im Handel inzwischen weitgehend abgebaut. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh, der Markt konsolidiere sich noch. „Das ist ein Prozess von mehreren Jahren, bei dem ich mit dem Verschwinden von Händlern in zweistelliger oder dreistelliger Anzahl rechne.“ Auch große Player würden wackeln. Sein eigenes Unternehmen sei ein Gewinner der zurückliegenden Krisenjahre. „Auch im vergangenen Jahr sind wir wieder gewachsen.“ Das Unternehmen hat inzwischen über 60 Filialen im gesamten Bundesgebiet, Tendenz steigend. Den Grund für den Erfolg sieht er darin, dass seine Firma auf solides Wachstum setze statt auf kurzfristige Umsatzspitzen. „Wir hatten nie ein einziges Fahrrad zu viel auf Lager.“ Flapsig sagt er: „Es gibt den Spruch: Gier frisst Hirn.“ Und die Preise für Fahrräder? Hier hat Peschke gute Nachrichten für potentielle Käuferinnen und Käufer. Auch wenn die Zeit der großen Rabatte vorbei ist, sei der Wettbewerb im Fahrradmarkt nach wie vor groß. Die Folge, hier einmal kurz erklärt, im Podcast aber ausführlich besprochen: Hersteller würden wieder zu niedrigeren Preissegmenten zurückfinden, die sie zuvor aufgebeben hatten. Ein besonderes Augenmerk wird im Podcast auf den E-Bike-Bereich gelegt. Seit 2015 hat sich die Zahl der E-Bikes auf den Straßen in Deutschland verzehnfacht. Aktuellen Erhebungen zufolge sind 17 Millionen elektrisch angetriebene Räder unterwegs. Zum Vergleich: E-Autos sind derzeit rund 2 Millionen in Deutschland zugelassen. Macht die Fahrradbranche vor, wie der Umstieg auf E-Mobilität geht? Außerdem in dieser Podcastfolge: Ein Blick voraus auf die Fahrradfeste von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung. Den Auftakt macht am 10. Mai das LVZ-Fahrradfest, das fünf Touren ab Taucha anbietet. Am 28. Juni folgt dann das SZ-Fahrradfest, das in diesem Jahr sein 30. Jubiläum feiert und wie immer in Dresden startet. Doreen Barz und Kevin Lange, die Chef-Organisatoren der Feste, erklären alles, was man über die Strecken, die Anmeldung und Höhepunkte wissen muss.

    50 Min.
  2. "Unserem Wachstum hilft das überhaupt nicht" - Was bringt das Entlastungspaket wirklich?

    17. APR.

    "Unserem Wachstum hilft das überhaupt nicht" - Was bringt das Entlastungspaket wirklich?

    17 Cent weniger Energiesteuer auf Benzin und Diesel für zwei Monate, dazu ein steuerfreier Krisenbonus von bis zu 1000 Euro, den Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zahlen können. Die Bundesregierung hat Anfang dieser Woche ein Entlastungspaket angekündigt und will die Maßnahmen schnell umsetzen. Für kollektives Aufatmen scheinen die Pläne aber nicht zu sorgen. Das ist der Eindruck, den auch die Gäste in der aktuellen Folge im Podcast „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung haben. Befragt wurden der Ökonom und Direktor des Dresdner ifo-Instituts Marcel Thum, der Leipziger Automobil-Experte Jens Katzek sowie Andreas Hanitzsch, Chef eines großen Speditions-Unternehmens mit Sitz in Kesselsdorf. Zunächst ordnet SZ- und LVZ-Korrespondentin Franziska Höhnl die Lage ein und erklärt, wie die Entlastungspläne konkret aussehen. Dabei wird schnell klar: Tankrabatt und steuerfreie Bonuszahlungen sind nichts Neues, das gab es bereits 2022 im Zuge der Energiekrise. Schon damals wurde kritisiert, dass diese Maßnahmen teuer, wenig zielgenau und ohne Garantie dafür sind, dass Entlastungen auch wirklich bei den Verbrauchern ankommen. Die zentrale Frage jetzt ist also: Was bringt das Entlastungspaket? Der Podcast geht dieser Frage nach - insbesondere mit Blick auf die Stimmung in Sachsen. Spediteur Andreas Hanitzsch, Chef von 250 Mitarbeitern, begrüßt die vorübergehende Senkung der Energiesteuer. Doch für echte Entlastung fehle ihm das Entscheidende: „Die langfristige Planungssicherheit.“ Er rechnet vor, wie sich der Preissprung beim Treibstoff für seine Lastwagenflotte auswirkt und was das für sein Unternehmen bedeutet. Auch über den Krisenbonus spricht der Unternehmer. „Grundsätzlich ist es wichtig und richtig, dass auch die Beschäftigten entlastet werden, da sie die steigenden Lebenshaltungskosten ebenfalls spüren“, sagt er. Aber wird er den Bonus auch zahlen können? Jens Katzek, Geschäftsführer des Automotive Cluster Ostdeutschland, sieht in der Krise auch Chancen. Sollte Kraftstoff dauerhaft knapp und teuer bleiben, könnte das den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen. Profitieren könnte von einem Wachstum des Markts für E-Autos besonders der Osten. „Über 60 Prozent der hier in Ostdeutschland gebauten Autos sind Elektroautos“, sagt Katzek. Wenn die Nachfrage steige, könne das die hiesige Industrie stärken und Arbeitsplätze sichern. Der Ökonom Marcel Thum bewertet das Paket am kritischsten. „Es wäre besser gewesen, man hätte wahrscheinlich gar nichts gemacht", sagt der Volkswirt der TU Dresden und Direktor des ifo-Instituts. Seine Begründung: Der Preisanstieg sei ein weltweites Marktproblem, das man nicht wegsubventionieren könne. Statt kurzfristiger Maßnahmen brauche Deutschland langfristige Reformen, mehr Innovation und produktivere Unternehmen. Tankrabatt und Krisenbonus seien ökonomisch betrachtet keine Entlastungen. Es handele sich stattdessen um Steuerermäßigungen. „Das Geld fehlt letztendlich im Staatshaushalt. Das muss irgendwo anders aufgebracht werden.“ Letztlich erfolge, wie Thum es ausdrückt, nur eine Umverteilung. „Unserem Wachstumsproblem hilft das überhaupt nichts.“ Zu hören ist neben den drei ausführlichen Interviews mit Hanitzsch, Katzek und Thum auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der in dieser Woche im politischen Betrieb besonders aufgefallen ist. Kretschmer war mehrfach in Live-Schalten bei ARD und ZDF zu sehen, und auch bei SZ und LVZ drückte er am Reportermikrofon deutlich seinen Unmut über das Tempo der Bundesregierung bei der Krisenbewältigung aus.

    1 Std. 29 Min.
  3. So viel Sachsen steckt in der Artemis-Mondmission

    10. APR.

    So viel Sachsen steckt in der Artemis-Mondmission

    „Das ist der Beginn einer zweiten Welle der Weltraumexploration“, sagt Alexander Gerst. Der deutsche Astronaut hat den Start der Artemis-2-Mission am Mittwoch vergangene vor Ort im Kennedy Space Center in Florida verfolgt. Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert haben sich Menschen in einer Raumkapsel auf den Weg zum Mond gemacht. Zehn Tage und eine Mondumrundung später kehrt die Crew um Kommandant Reid Wiseman zurück auf die Erde. „Historisch“ sei diese Mission, erzählt Gerst weiter – und stellt im Gespräch mit Wissenschaftsredakteur Stephan Schön für den Podcast „Thema in Sachsen“ die besondere Rolle Europas beim Gelingen der neuen Nasa-Pläne für die Erkundung des Mondes heraus. Nimmt man diese Pläne einmal ganz genau in den Blick, was Sächsische Zeitung und Leipziger Volkszeitung in dieser Folge ihres gemeinsamen Podcasts tun, wird deutlich: Auch sächsische Entwicklungs- und Forschungsarbeit trägt maßgeblich dazu bei, dass der Mond nun neu erforscht werden kann. Im Podcast berichtet Reporter Stephan Schön von seinen Eindrücken, die er an den Tagen rund um den Start der Rakete gesammelt hat. Schön war im Kennedy Space Center live dabei, genauso wie schätzungsweise eine halbe Million Menschen, die sich um den 1. April mit unzähligen Camping-Vans auf Merrit Island und im Umland von Cape Canaveral versammelt hatten. Zu hören sind Gespräche, die der Reporter mit Raketen-Touristen führt, die zum Teil mehrere Tage und Tausende Kilometer in ihren Wohnmobilen unterwegs waren. Er besucht einen Laden für Fan-Shirts, der seit 1984 zu jeder Nasa-Mission eine eigene Kollektion kreiert. Und schließlich kommt er ganz nah heran an die Artemis-Crew und hat die Verabschiedung der Astronauten von ihren Familien in Bild und Ton festgehalten. Berührende Szenen, große Emotionen und eine mindestens genauso große Portion Patriotismus - das seien die prägenden Gefühle gewesen, die er auf seiner Reportagereise wahrgenommen habe. Doch was zunächst nach US-Weltraum-Romantik klingt, hat überraschend viel mit Sachsen zu tun und fußt auf teils jahrelanger ganz realer wissenschaftlicher Arbeit. „Eigentlich fängt der Mond gleich hinter Sachsen an“, sagt Schön schließlich – und meint das wörtlich. Eine Schlüsselrolle bei den Artemis-Missionen spielt das sogenannte europäische Servicemodul, kurz ESM. Gebaut wird das bei Airbus Defense and Space in Bremen. Es ist der unscheinbare, aber lebenswichtige Teil des Orion-Raumschiffs: Antrieb, Energieversorgung, Wasseraufbereitung, Sauerstoff – ohne dieses System würde die Mission nicht funktionieren. „Es ist schlichtweg die Überlebenskapsel“, beschreibt Schön das etwa transportergroße Gerät Einer, der dafür sorgt, dass dieses System überhaupt zusammengebaut werden kann, ist Steve Bornhöft. Der Ingenieur stammt aus dem Erzgebirge, hat an der Technischen Universität Dresden studiert – und trägt heute Verantwortung dafür, dass im Reinraum bei Airbus jedes Bauteil im ESM an die richtige Stelle kommt. Von seiner Arbeit hängt das Leben der Crew im All ab. Im Podcast-Interview erklärt er zusammen mit Airbus-Sprecher Ralph Heinrich die Funktionsweise des Moduls – und blickt voraus auf kommende Missionen, an denen auch deutsche Astronauten beteiligt werden sollen. Doch es gibt nicht nur sächsische Beteiligung beim Bau von Raumfahrttechnik, sondern auch bei der Forschung für zukünftige Mondmissionen. An der TU Dresden arbeiten Wissenschaftler daran, die Gefahren von Mondstaub besser handhaben zu können und an Kommunikationslösungen für den Raum rund um den Mond – etwa für die bislang funktechnisch nicht erreichbare Rückseite. Gleichzeitig wird an autonomen Systemen geforscht, die den künftig zunehmenden Verkehr zwischen Erde und Mond koordinieren könnten. An der TU Bergakademie Freiberg untersuchen Wissenschaftler zudem in einem Mondlabor, wie in nicht allzu ferner Zukunft auf dem Erdtrabanten Mondressourcen für eine Forschungsstation abgebaut werden könnten. „Das muss man sich vorstellen wie einen Sandkasten für Erwachsene“, schildert Reporter Stephan Schön und spricht anschließend mit Professor Carsten Drebenstedt, einem Experten auf dem Gebiet für Rohstoffabbau, der eine klare Meinung dazu hat, wie die Menschheit mit Ressourcen auf der Erde und auf dem Mond umgehen sollte.

    1 Std. 12 Min.
  4. Mehr Qualität, weniger Programm? Die Sparpläne des MDR und der Streit um den Rundfunkbeitrag

    2. APR.

    Mehr Qualität, weniger Programm? Die Sparpläne des MDR und der Streit um den Rundfunkbeitrag

    Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) steht unter Druck. Er muss trotz einer ungewissen Lage bei der Entwicklung des künftigen Rundfunkbeitrags Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe vornehmen und zugleich den Spagat schaffen, die Qualität des Programms zu erhalten. Hinzu kommt mit Blick auf die im September anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine politische Diskussion, die von der dort in Umfragen dominierenden AfD getrieben wird. Die Partei strebt den Ausstieg aus dem Rundfunkstaatsvertrag an. Für den MDR geht es im Augenblick um sehr viel. Intendant Ralf Ludwig, der Anfang März bei der Sächsischen Zeitung und Leipziger Volkszeitung zu einem Gespräch zu Gast war, sagte damals: „Wir gehen längst ans Eingemachte.“ In dieser Folge des Podcasts „Thema in Sachsen“ geht es jetzt um die zentralen Fragen, die sich aus dieser Aussage und den aktuellen Entwicklungen ergeben. Worum geht es bei dem bis zum Bundesverfassungsgericht eskalierten Streit über den Rundfunkbeitrag? Warum sind Beitragsdebatten inzwischen höchst politische Angelegenheiten? Welche Rolle spielt der öffentlich-rechtliche Rundfunk für die Demokratie und Meinungsvielfalt? Könnte ein Bundesland wirklich einfach so aus dem MDR austreten? Und: Was bedeutet das alles für rund 3600 Mitarbeiter und die Tarifgespräche, die ebenfalls gerade begonnen haben? Im Interview zu hören sind der Politikwissenschaftler Janek Treiber von der TU Dresden und der Geschäftsführer des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) in Sachsen, Lars Radau. Außerdem wird das SZ- und LVZ-Gespräch mit MDR-Intendant Ralf Ludwig in Ausschnitten wiedergegeben.

    58 Min.
  5. Nach Vogelgrippe-Winter in Sachsen: Was das für Eier und Preise bedeutet

    25. MÄRZ

    Nach Vogelgrippe-Winter in Sachsen: Was das für Eier und Preise bedeutet

    Die gute Nachricht zuerst: Es gibt keinen Grund zur Panik am Eier-Regal im Supermarkt. Zwar könne es kurz vor Ostern bei manchen Sorten hier und da vorübergehend knapp werden, erzählt Fabian Riedel, Chef des Geflügelhofs Großenhain, im Podcast „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung, aber: „Es gibt genügend Eier und jeder kann am Ostersonntag sein Frühstücksei essen und eins für das Kind verstecken." Jetzt die eher nicht so gute Nachricht, die Folgen für Geflügelhalter, Verbraucher und Tiere hat: „Wir haben noch keine Entwarnung, die Risikoeinschätzung ist weiterhin hoch.“ Das sagt Dr. Susanne Bastian, seit reichlich einem halben Jahr Präsidentin der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA), und bezieht sich dabei auf die seit Monaten wegen der Vogelgrippe angespannten Seuchenlage. Der Podcast berichtet aus zwei Perspektiven über die aktuelle Situation. Da ist der Praktiker aus der Landwirtschaft – und da ist die Leiterin einer Behörde, die Tierseuchen überwacht und dafür sorgt, Gefahren von Bevölkerung und Tierbeständen abzuwenden. Riedel berichtet aus dem Alltag seines Geflügelhofs, auf dem rund 100.000 Tiere leben, Bastian ordnet die Lage wissenschaftlich ein, erklärt, was die Ursachen für die Verbreitung der Vogelgrippe sind - und schildert, wie Behörden auf neue Fälle reagieren. Drei große Ausbrüche hat es im zurückliegenden Winterhalbjahr in Sachsen gegeben. Was es für einen Geflügelbetrieb bedeutet, wenn er davon betroffen ist, erzählen Riedel und Bastian aus ihren jeweiligen Sichtweisen. Sie erzählen, wie man einen Befall mit dem Vogelgrippe-Virus feststellt und was daraus folgt: in der Regel die Tötung von ganzen Hühnerherden. Für Verbraucher zeigt sich die angespannte Lage weniger in der Verfügbarkeit der Eiprodukte, sondern vor allem beim Preis. Eier sind in den vergangenen Jahren ohnehin deutlich teurer geworden, wie ein kurzer Blick auf die Entwicklung der Erzeugerpreise zeigt, die das sächsische Landwirtschaftsministerium ausweist. Seit 2021 haben sich die Preise demnach im Schnitt je nach Sorte verdreifacht. Riedel erklärt, welche Gründe es dafür gibt - und wieso die Vogelgrippe nur einer von vielen ist. Allerdings - und das lässt zumindest beim Thema Vogelgrippe Hoffnung keimen - gibt es eine spannende Entwicklung. Bastian und Riedel erzählen von einem Impfstoff, der bereits erprobt wird. Wie weit die Forschung ist und wie man überhaupt auf einem Hof 100.000 Tiere impft, auch darüber berichtet diese Folge „Thema in Sachsen“.

    58 Min.
  6. Sonderfolge: Von Martina Hefter bis Domenico Müllensiefen - vier Autoren im Podcast

    22. MÄRZ

    Sonderfolge: Von Martina Hefter bis Domenico Müllensiefen - vier Autoren im Podcast

    Seitdem die Buchmesse am Mittwochabend in der vergangenen Woche eröffnet wurde gab es 3.000 Veranstaltungen an über 300 Leseorten in Leipzig - unter anderem in der LVZ-Kuppel. Bei „LVZ liest“ wurden Autorinnen und Autoren eingeladen und interviewt. Am Sonntagabend lasen Martina Hefter, Verena Keßler, Heike Geißler und Domenico Müllensiefen aus ihren Büchern. In dieser Sonderfolge „Thema in Sachsen“ können Sie die Lesung mit den drei Leipziger Autorinnen und dem Autor nachhören. Reporter Josa Mania-Schlegel spricht mit ihnen über den Schreibprozess, Erfolge, darüber, wie Autobiographisches und Fiktion zusammenfinden und das Dichten und Denken. Martina Hefters Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ wurde 2024 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. In die Kuppel brachte sie ihr 2018 erschienenes Buch „Es könnte auch schön werden“ mit. Darin setzt sie sich innerhalb von Gedichten und Texten mit dem Altern und dem Tod auseinander. Verena Keßlers Roman „Gym“ handelt von Optimierungswahn und Body Horror. Keßlers Protagonistin bekommt mithilfe einer Lüge einen Job im Fitnessstudio „MEGA GYM“. Im Laufe des Romans trainiert diese hart und der Leser findet heraus, dass es noch mehr Lügen gibt, die nicht an die Oberfläche sollen. „Aber die Verzweiflung, das wissen alle, die sie kennen, ist eine Unsterbliche, eine energische Wiedergängerin, ein expandierendes Gewächs mit Fadenwurzeln aus Garn, Spucke oder Schleim“, schreibt Heike Geißler in ihrem Essay „Verzweiflungen“. Darin widmet sich die Autorin den Ausprägungen von Menschenfeindlichkeit. Dennoch soll der Essay ermutigend sein. 2025 hat sie dafür unter anderem den Bayrischen Buchpreis erhalten. Domenico Müllensiefen brachte seinen kürzlich erschienenen dritten Roman „Manchmal muss man sich entscheiden” in die LVZ-Kuppel. Es handelt von der Lkw-Fahrerin Sandra, die sich entscheiden muss, ob sie ihre Fracht oder die Zukunft ihrer Tochter rettet. Als Leser steigt man mit in die Fahrerkabine und lange nicht mehr aus. Mehr Autoren-Interviews mit Lukas Rietzschel und Julia Quinn finden Sie hier: https://kurz.lvz.de/aphf Mehr Büchervorstellungen finden Sie hier: https://kurz.lvz.de/2p1g Sie haben Fragen, Anregungen oder möchten etwas mit uns teilen? Dann schreiben Sie uns doch über podcast@lvz.de.

    1 Std. 40 Min.
  7. Wolfram Weimer in der Kritik: Wie der Minister Leipzigs Kultur gegen sich aufbringt

    20. MÄRZ

    Wolfram Weimer in der Kritik: Wie der Minister Leipzigs Kultur gegen sich aufbringt

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht massiv in der Kritik. Ob eingezogene Buchhandlungspreise, ein Machtwort bei der Berlinale oder der Baustopp für die Nationalbibliothek in Leipzig – die Vorwürfe wiegen schwer: Einmischung in die Kunstfreiheit, mangelnde Transparenz und staatliche Gängelung. In dieser Folge von „Thema in Sachsen“ schauen wir uns die Kritik im Detail an und wie der Minister mit ihr umgeht. Eigentlich sollte Wolfram Weimer (parteilos) einen Rundgang auf der Buchmesse machen. Den hat er kurz vorher allerdings abgesagt. Er war bei der Eröffnungsfeier der Buchmesse vor Ort, um einen Vortrag zu halten und sprach auch in der Nationalbibliothek in Leipzig. LVZ- und SZ-Reporter Valentin Dreher war bei den Veranstaltungen und hat mit den Menschen auf der Buchmesse gesprochen, die eigentlich mit Wolfram Weimer gesprochen hätten. Von seinen Erlebnissen und Erkenntnissen berichtet der Reporter im Podcast. In Leipzig plädiert Wolfram Weimer für mehr Meinungsfreiheit – doch dem Diskurs weicht er aus. Was hätte ihn auf der Buchmesse erwartet, wenn er gekommen wäre? Hat euch die Folge gefallen? Dann abonniert „Thema in Sachsen“ und lasst uns eine Bewertung da! Ihr findet uns auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt. Hier gelangen Sie zur Reportage von Valentin Dreher: https://kurz.lvz.de/j1u8 So war der Festakt zur Eröffnung der Buchmesse: https://kurz.lvz.de/3osv Hier finden Sie die Vorwürfe gegen den Kulturstaatsminister im Überblick: https://kurz.lvz.de/facz Den Überblick zur Buchmesse behalten Sie in unserem Live-Blog: https://kurz.lvz.de/fxjp

    26 Min.
  8. Keine Handys, kein Problem? Wie Sachsen über Verbote für Social Media diskutiert

    9. MÄRZ

    Keine Handys, kein Problem? Wie Sachsen über Verbote für Social Media diskutiert

    Sollte der Zugang zu sozialen Medien für Kinder und Jugendliche mit einer strikten Altersgrenze reguliert werden? Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat dazu eine klare Meinung: „Ja, wir brauchen ein Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige“, sagt er im Podcast „Thema in Sachsen“ von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung. Die tägliche Flut an Nachrichten und eine Bildschirmzeit jenseits von 40 Stunden in der Woche seien zu viel. Eigentlich, so der Minister weiter, sei eine solche Maßnahme kein Verbot, „sondern eine Befreiung für Jugendliche“. Ist das so? Also, hat Social Media tatsächlich mehr negative als positive Auswirkungen auf die Entwicklung von Heranwachsenden und den Alltag in der Schule? Wie sehen das auch diejenigen, die es betreffen würde, also Schülerinnen und Schüler in Sachsen? Und generell: Wie könnte ein Zutrittsverbots zu bestimmten Websites, Apps oder Spielen überhaupt technisch gelingen? Podcast-Host Fabian Deicke und Politikredakteurin Franziska Höhnl gehen in dieser Folge auf die Suche nach Antworten. Im Interview mit Kultusminister Conrad Clemens wird deutlich: Sachsens CDU-SPD-Minderheitsregierung unterstützt den Kurs der Bundesregierung und damit ihrer jeweiligen Bundesparteien. Diese hatten unlängst auf ihren Parteitagen beschlossen, ein Social-Media-Verbot auf den Weg bringen zu wollen. Im Falle Sachsens gibt es bei der Regulierung von Kommunikationstechnologien allerdings noch eine weitere Maßnahme: ein Handyverbot, das es seit Februar bereits an staatlichen Grundschulen gibt. Im Podcast kündigt Clemens nun erstmals an, dieses Verbot auch bis Klassenstufe 8 auszuweiten. „Ich finde, das gehört gut zusammen: Social-Media-Verbot bis 14 Jahre und gleichzeitig Handyverbot bis zur achten Klasse.“ Die Vorsitzende des Landesschülerrates, Lina Zeeh, kritisiert die Linie des Ministers und sieht Verbote kritisch. Auch sie ist im Podcast zu Gast. Sie sagt: „Wenn wir in der Schule nicht dafür sensibilisiert werden, was wir auf dem Handy tun und was wir damit machen können, lernen wir es nie.“ Ein Handyverbot gehe „in die falsche Richtung“. Auch Medienpädagoge Marcel Burghardt von der Dresdner Initiative „Social Web macht Schule“ warnt davor, sich allein auf Verbote zu verlassen. Ein Social-Media-Verbot „verschiebt ein bisschen die Problemlage“, sagt er. Notwendig seien vor allem mehr Medienkompetenz und strukturelle Angebote an Schulen. Allerdings gehöre neben dem politischen Willen, Jugendliche besser mit Medien in Kontakt zu bringen, auch die Bereitschaft, solche Lehrangebote zu finanzieren. Aus dem Schulalltag berichtet der Dresdner Gymnasiallehrer Philipp Hallmann. Er schildert, wie stark Smartphones und soziale Netzwerke den Unterricht bereits prägen. „Wenn ich es mit Ja oder Nein beantworten müsste, würde ich sagen: ja, eindeutig“, sagt er zur Frage, ob Handys ein Störfaktor in der Schule seien. Gleichzeitig warnt aber auch er davor, Probleme nur durch Verbote lösen zu wollen. Und schließlich erklärt Torsten Lodderstedt, Projektleiter bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind), wie ein mögliches Social-Media-Verbot technisch überhaupt umgesetzt werden könnte – etwa mit einer digitalen europäischen Identitäts-Wallet, deren Entwicklung derzeit am Sprind in Leipzig koordiniert wird.

    1 Std. 4 Min.

Bewertungen und Rezensionen

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Worüber wird gerade am meisten diskutiert? Zu welcher Entscheidung oder zu welchen Ereignissen haben die Menschen im Freistaat Fragen? Der Podcast über Themen, die Sachsen bewegen. Das ist "Thema in Sachsen". Ob Wahlen, große Veranstaltungen in Kultur, Sport, Gesellschaft, Demonstrationen - oder Dinge, die auch außerhalb passieren, aber natürlich genauso in Sachsen ein Thema sind. In diesem News-Podcast bekommen Sie Informationen und Hintergründe. Sie erfahren, was gerade passiert und wichtig ist. Über das jeweilige "Thema in Sachsen" werden in jeder Folge Gespräche mit Fachleuten, politisch Aktiven und Gestaltenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder Journalisten geführt. Es werden Ergebnisse von Recherchen der Redaktion von Sächsische.de und Leipziger Volkszeitung präsentiert - und auch angehört, was die Menschen in Sachsen dazu sagen.

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