Der Tag

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"Ein Thema, viele Perspektiven" - von Montag bis Donnerstag immer ein Thema, das Fragen aufwirft. "Der Tag" sucht Antworten, beleuchtet Hintergründe, ordnet ein. Und spricht mit Menschen, die zum Thema etwas zu sagen haben. So entsteht ein Bild aus vielen

  1. Müssen, dürfen, wollen – die Jugend und die Wehrpflicht

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    Müssen, dürfen, wollen – die Jugend und die Wehrpflicht

    Ein Brief vom Staat - und plötzlich stellt sich für viele junge Männer eine große Frage: Muss ich bald zum Militär? Zehntausende 18-Jährige haben in Deutschland gerade Post zum neuen Wehrdienst bekommen. Noch ist die Wehrpflicht offiziell nicht wieder eingeführt, doch wegen der angespannten Sicherheitslage wird in Berlin über verschiedene Varianten diskutiert. Seit Anfang des Jahres gilt zunächst der „Neue Wehrdienst“. Der Dienst ist freiwillig, die Musterung wird Pflicht, zumindest für Männer. Doch immer mehr junge Leute fühlen sich bevormundet und befürchten, dass absehbar wieder die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland eingeführt wird. Bundesweit rufen Schülerinnen und Schüler deshalb zu Schulstreiks auf und protestieren gegen die Wehrpflicht. Doch es gibt auch immer mehr, die sich bereits jetzt freiwillig für die Bundeswehr entscheiden. Was bedeutet es heute zu dienen - oder zu verweigern? Was denkt die junge Generation über Dienst, Zwang und Sicherheit? Darüber spricht Moderatorin Jessy Trommer mit dem Schüler Michel Königshof, der selbst Schulstreiks gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht organisiert, sowie dem 15-jährigen Schüler Lennox Engels, der zur Bundeswehr gehen will. Außerdem mit dem Reservisten Major Fabian Forster Während und Dr. Wilfried Kerntke von der Deutschen Friedensgesellschaft. Podcast-Tipp: ARD Radiofeature An vorderster Front - Doku über den Bundeswehr-Einsatz in Litauen Mit der „Brigade Litauen“ stationiert die Bundeswehr erstmals einen großen Kampfverband dauerhaft im Ausland. Ungefähr 5.000 Bundeswehrangehörige sollen künftig in Litauen „dienen und leben“ - plus Familien. Die „Panzerbrigade 45“ ist ein Symbol deutscher Kampfbereitschaft für die NATO. Bis 2027 soll die Brigade zu voller Stärke „aufwachsen“ - ein „Leuchtturmprojekt der Zeitenwende“, wie es offiziell heißt, das Deutschland viele Milliarden Euro kostet. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:05646ebc3e283afe/

    55 min
  2. Zu viel Geheule? Der Wolf soll ins Jagdrecht

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    Zu viel Geheule? Der Wolf soll ins Jagdrecht

    Jahrzehntelang war er in Deutschland verschwunden, verfolgt und verdrängt. Doch er ist zurück: der Wolf. Seit rund 25 Jahren treibt er sich wieder in unseren heimischen Wäldern herum. Für die einen ist das ein Erfolg des Artenschutzes, für andere ein wachsendes Problem. Gerissene Schafe, besorgte Tierhalter, verunsicherte Bürger. Politische Forderungen nach härteren Regeln werden lauter. Mit der Folge: Die Bundesregierung plant den Wolf jetzt ins Jagdrecht aufzunehmen und damit nicht nur sogenannte „Problemwölfe“ zum Abschuss freizugeben, sondern den Wolf generell. Ist das ein notwendiger Schritt oder eine vorschnelle Antwort auf alte Ängste? Wie gefährlich ist der Wolf wirklich? Stellt er ein reales Risiko dar oder handelt es sich um eine politisch aufgeladene Symboldebatte? Die Moderatorin Jessy Trommer schaut zusammen mit Moritz Frey vom Wolfszentrum Hessen, NABU-Referentin Marie Neuwald und Reinhard Heintz vom hessischen Schafzuchtverband auf Fakten, Ängste und Argumente. Außerdem erzählt der Biologe und Tierfotograf Axel Gomille von seinen Begegnungen mit wilden Wölfen und wie er die Tiere bislang erlebt hat. Podcast-Tipp: Bayern2 Doku&Reportage - Radioreportage Wölfe gelten für viele Menschen als Problem - doch was, wenn sie tatsächlich Helfer des Waldes sind? Neue Studien zeigen: Sie halten Wildbestände im Gleichgewicht und verändern ganze Ökosysteme. Aber gilt das auch für unsere Wälder? Dieser Frage geht die Radioreportage vom BR „Wölfe im Nationalpark: Gut für den Wald?“ nach und schaut dorthin, wo Mensch und Wolf sich wieder begegnen. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:08aa0cb43abbe010/

    56 min
  3. Freude und Flächenbrand – der Krieg im Iran

    2 MAR

    Freude und Flächenbrand – der Krieg im Iran

    Die USA und Israel haben sich entschieden den Iran anzugreifen und mit gezielten Bombardierungen das Regime zu schwächen. Ein erster Coup ist gelungen. Der Revolutionsführer Ali Chamenei ist tot. Das hat in Teilen der iranischen Bevölkerung und bei Exiliranern große Freude ausgelöst. Aber wie geschwächt die Mullahs nun dastehen, das ist völlig offen. Der Iran ist zu Gegenangriffen übergegangen und er blockiert die für den weltweiten Ölhandel so wichtige Straße von Hormus. Wie weit die Amerikaner gehen werden, ob das Atomprogramm des Iran damit endgültig gestoppt werden kann, ob es einen Regimewechsel geben wird und welche Auswirkungen dieser Krieg auf die Weltwirtschaft haben wird, kann noch niemand wissen. Wir wollen drüber reden. Mit Sebastian Sons von der Nahost Denkfabrik Carpo Mit unserem Israel Korrespondenten Jan Christoph Kitzler, mit dem Militär- und Sicherheitsexperten Nico Lange und einer Iran-Expertin Podcast-Tipp: Weltspiegel Podcast Der Weltspiegel-Podcast befasst sich in einer Extra-Ausgabe ebenfalls mit den Geschehnissen im Iran. ARD-Korrespondentin Katharina Willinger aus dem Studio Istanbul (zuständig für Iran) war selbst noch bis vor kurzem in Teheran. Was bedeutet der Tod des obersten Anführers des Irans jetzt genau? Der Iran, so Katharina Willinger, habe immer schon mit einem Flächenbrand für die ganze Region gedroht, sollte das Land angegriffen werden. Außerdem geht es darum, wie US-Präsident Donald Trump jetzt weiter reagieren wird. Innenpolitisch steht er unter starkem Druck, schließlich war er es, der immer wieder versprochen hatte, dass es mit ihm keine weiteren Kriege geben wird. Was ist das Ziel von US-Präsident Trump im Iran? Das schätzt der Weltspiegel-Podcast mit ARD-Washington-Korrespondentin Gudrun Engel ein. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:2e4d739ed67cfe98/

    54 min
  4. 26 FEB

    Alles zu seiner Zeit: Die schwierige Suche nach dem richtigen Timing

    Manchmal wünscht man sich die Zeiten ohne Uhr zurück, wo man anhand des Sonnenstandes ungefähr berechnen konnte, wieviel Zeit des Tages schon hinter einem lag. Und wenn die Sonne untergegangen war, dann war halt Abend. Heute gibt es sogar Atomuhren, die gar keine Spielräume mehr zulassen. Pünktlichkeit ist zu einer Tugend geworden und jemanden warten zu lassen, ist ja auch unverschämt. Man raubt dem anderen Zeit. So wird es empfunden. Manchmal hat dieser kleine Zeitraub aber auch Vorteile. So manche Entdeckung wäre nicht gemacht worden, wenn man nicht zu lange gewartet oder die Zeit vergessen hätte. Sollten wir vielleicht manchmal weniger akkurat sein, für mehr Lebensfreude? Wir wollen das vertiefen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Knigge Gesellschaft, Clemens Graf von Hoyos, mit dem Zeitforscher Jonas Geissler, dem Sozialarbeiter Manfred Bolte, der Sterbebegleiterin Christiane zu Salm und mit Verena Kleinmann, Host des Podcasts “(K)ein Kinderwunsch”. Podcast-Tipp: hr2 - Dokumentation und Reportage Wie schön wäre es, wenn wir anstandslos das tun würden, was eigentlich gut für uns wäre, was wir immer schon in Angriff nehmen wollten oder sollten. Doch lieber schieben wir unsere Pläne auf die lange Bank. Disziplin genießt bei uns seit langem kein großes Ansehen. Zu stark haftet ihr das Stigma von Abrichtung und Drill an. Doch wie es schon bei Marc Aurel heißt: Der Mensch muss von innen mit Säulen und Bögen gestützt sein, sonst zerfällt der "Tempel" zu Staub. Das Feature wirft einen Blick auf die alte, aber nicht veraltete Tugend. https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:b2790024bd05617a/

    55 min
  5. Schlechte Schule, armes Deutschland: Kein Wohlstand ohne Bildung!

    25 FEB

    Schlechte Schule, armes Deutschland: Kein Wohlstand ohne Bildung!

    Lesen, Schreiben, Rechnen. Und vor allem: Denken. Begreifen. Zusammenhänge erkennen. Die Natur verstehen und Technologien durchdringen. All das gilt es zu lernen - in der Schule, für das Leben. Warum gelingt das in deutschen Schulen oft nicht gut genug? Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gut zu lernen, was brauchen ihre Lehrkräfte, um gut lehren und was brauchen Schulen, um genau dafür Räume schaffen zu können? Diese Fragen kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder! Schon seit Jahren und Jahrzehnten werden sie gestellt und beantwortet: Und doch ändert, verbessert sich viel zu wenig. Aber vielleicht hilft jetzt endlich das, was eigentlich immer hilft und aufrüttelt: Der Hinweis auf drohende Armut. Die Erkenntnis, dass es unser Land teuer zu stehen kommt, wenn es in Sachen Bildung seine Hausaufgaben nicht macht. Neue Berechnungen zeigen, wie stark der Wohlstand eines Landes von der Qualität seiner Bildung abhängt. Und Beispiele, wie es gehen könnte, gibt es auch. Also: Was hindert uns, unseren Kindern eine bessere Bildung und unserem Land mehr Wohlstand zu verschaffen? Und wie überwinden wir das, was uns hindert? Darüber spricht Oliver Glaap mit hr-Bildungsredakteurin Petra Boberg, mit Luca Dobrita, stellvertretender hessischer Landesschulsprecher, mit Katia Werkmeister vom ifo-Zentrum für Bildungsökonomik und Dr. Dirk Zorn, Direktor des Bereichs Bildung bei der Bertelsmann-Stiftung. Podcast-Tipp: ARD - Die Schule brennt - Der Bildungspodcast mit Bob Blume Der erneute Pisa-Schock ist ein klarer Hinweis: Im Bildungssystem herrscht Reformstau. Es fehlen in absehbarer Zeit tausende Lehrkräfte bei gleichzeitig wachsender Bildungsungerechtigkeit. Auch Klima, Krieg, KI und Antisemitismus fordern die Bildung massiv heraus. Um es kurz zu machen: Die Schule brennt. Bob Blume ist Lehrer und Bildungsinfluencer. Um zu verstehen, welche Brände gelöscht werden müssen, spricht er im SWR Podcast "Die Schule brennt" mit Fachleuten. Gemeinsam versuchen sie, die Bildungsmisere aus verschiedenen Perspektiven und Fachrichtungen zu beleuchten. Wo besteht akuter Handlungsbedarf? Welche Hindernisse gibt es? Aber auch: welche Lösungen? https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/urn:ard:show:0798e0e66b576457/

    55 min
  6. 24 FEB

    Waffen und was noch? Europa und der Ukraine-Krieg

    Seit vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen die russische Invasion. Dieser Angriff hat für ganz Europa vieles verändert. Vor allem, weil die USA sich als wenig verlässlicher Partner erweisen. Wir sprechen von Kriegstüchtigkeit, geben viel Geld für Rüstung aus und sind einer der größten Finanzierer der Ukrainehilfen. Aber reicht das? Üben wir genügend Druck auf Russland aus und tun alles, damit deren Kriegskasse austrocknet? Der Kanzler wird nicht müde zu betonen, dass wir uns in Europa zusammenraufen müssen, um den Bedrohungen standzuhalten. Das funktioniert aber nur mäßig und der Streit um den Kampfjet FCAS spricht Bände. Wie weit kommt man allein mit Waffenlieferungen? Was braucht es noch, um die Ukraine und Europa Zeitenwende-fest zu machen? Darüber wollen wir sprechen mit unserem Korrespondenten in Kiew, Florian Kellermann, mit Dr. Linn Selle, Leiterin Europa-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Jana Puglierin und mit Sebastian Hagen, Kommandeur der „Multinational Battlegroup Lithuania“. Podcast-Tipp: NDR Info - Streitkräfte und Strategien Das Update zum Krieg in der Ukraine - auch mit dem Blick in den Nahen Osten. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit sicherheitspolitischen Expert:innen. Was passiert zwischen den Fronten, wann kommt die Zeitenwende der Bundeswehr? Wen bedroht Russland als nächstes? https://www.ardaudiothek.de/sendung/streitkraefte-und-strategien/urn:ard:show:794d51bd58e1747c/

    55 min

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"Ein Thema, viele Perspektiven" - von Montag bis Donnerstag immer ein Thema, das Fragen aufwirft. "Der Tag" sucht Antworten, beleuchtet Hintergründe, ordnet ein. Und spricht mit Menschen, die zum Thema etwas zu sagen haben. So entsteht ein Bild aus vielen

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