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«Kontext» ist die tägliche Hintergrundsendung zu Themen der Kunst, der Kultur, zu Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Eine Stunde lang täglich setzt «Kontext» einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung - hintergründig, mutig und überraschend. Von Montag bis Freitag um 9 Uhr auf SRF 2 Kultur.

Leitung: Sandra Leis

Redaktion: Igor Basic, Katrin Becker, Norbert Bischofberger, Sabine Bitter, Katharina Brierley, Vanda Dürring, Noëmi Gradwohl, Irene Grüter, Brigitte Häring, Alice Henkes, Sarah Herwig, Anna Jungen, Ellinor Landmann, Monika Schärer, Susanne Schmugge, Bernard Senn, Michael Sennhauser, Dagmar Walser, Raphael Zehnder.

Programmassistenz: Elisa Jaun

Kontakt: info@srf2kultur.ch

 

Kontex‪t‬ Schweizer Radio und Fernsehen

    • Society & Culture
    • 5.0 • 1 Rating

«Kontext» ist die tägliche Hintergrundsendung zu Themen der Kunst, der Kultur, zu Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Eine Stunde lang täglich setzt «Kontext» einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung - hintergründig, mutig und überraschend. Von Montag bis Freitag um 9 Uhr auf SRF 2 Kultur.

Leitung: Sandra Leis

Redaktion: Igor Basic, Katrin Becker, Norbert Bischofberger, Sabine Bitter, Katharina Brierley, Vanda Dürring, Noëmi Gradwohl, Irene Grüter, Brigitte Häring, Alice Henkes, Sarah Herwig, Anna Jungen, Ellinor Landmann, Monika Schärer, Susanne Schmugge, Bernard Senn, Michael Sennhauser, Dagmar Walser, Raphael Zehnder.

Programmassistenz: Elisa Jaun

Kontakt: info@srf2kultur.ch

 

    Die Heinroths und ihre 1000 Vögel

    Die Heinroths und ihre 1000 Vögel

    1904 beginnen Oskar und Magdalena Heinroth 1000 Vögel von Hand aufzuziehen. Sie leben zusammen mit Kormoranen, Bekassinen, Adlern und Ziegenmelkern. 1924 liegt ihr vierbändiges Werk vor, mit einmaligen Fotografien und Texten, die ans Nature Writing erinnern. Die Verhaltensforschung ist geboren.

    Mit der Aufzucht von 1000 Vögeln und der exakten Dokumentation ihrer Entwicklung, legten die Heinroths den Grundstein für die Verhaltensforschung. Konrad Lorenz ist als junger Mann begeistert, erklärt sich kurzerhand zum Schüler von Oskar Heinroth und erhält 1973 den Nobelpreis für seine Erkenntnisse in der Verhaltensforschung. Die Pionierleistung des Ehepaars Heinroth ist dabei in Vergessenheit geraten. Doch es lohnt sich, in das vogelverrückte Leben der beiden einzutauchen und beim ehemaligen wissenschaftlichen Leiter der Vogelwarte Sempach, Lukas Jenni, nachzufragen, was die ornithologische Forschung heute umtreibt. Weitere Themen: Ein Leben mit Vögeln - Von der Balgwissenschaft zur modernen Ornithologie

    • 49 min
    Maschinelle Gesichtserkennung – Sicherheit vs. Freiheit?

    Maschinelle Gesichtserkennung – Sicherheit vs. Freiheit?

    Gesichtserkennungssoftware verspricht mehr Sicherheit und Effizienz. Gleichzeitig befürchtet man dadurch Einschränkungen der persönlichen Freiheit und Privatsphäre. In einer leistungsorientierten Optimierungskultur ist diese Technologie fast nicht aufzuhalten. Wie sollen wir damit umgehen?

    Mit dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz hat Gesichtserkennungssoftware in den letzten 10 Jahren grosse Fortschritte gemacht. Dennoch ist die Fehlerquote im öffentlichen Raum immer noch sehr hoch und fördert die Diskriminierung von nicht-weissen Menschen und Frauen. Und ein Blick nach China zeigt: Die Stärke von Gesichtserkennung mittels künstlicher Intelligenz ist nicht die effektive Trefferquote, sondern die psychologische Einschüchterung. Es reicht, dass die Menschen wissen, dass man sie im öffentlichen Raum identifizieren könnte, schon ändern sie ihr Verhalten. Trotz dieser Überwachung zeigen Umfragen, dass rund zwei Drittel der Chinesinnen und Chinesen maschinelle Gesichtserkennung im öffentlichen Raum im Sinne der Sicherheit befürworten. In westlichen Demokratien ist die Zustimmung deutlich tiefer. Hier sorgt man sich um die Privatsphäre und um das Grundrecht auf persönliche Freiheit. Doch: auch im Westen ist die Praxis längst angekommen. So wird in Grossbritannien bei Fussballspielen Gesichtserkennungssoftware eingesetzt, in Deutschland kam das Verfahren bei den Ausschreitungen des G20-Gipfels zum Einsatz. Und auch in der Schweiz werden die Gesichter von Flugpassagieren am Flughafen Kloten bereits seit einigen Jahren gescannt. Die Frage ist also nicht, ob diese Technologie auch bei uns vermehrt eingesetzt wird. Die Frage ist vielmehr, wie stark wir diesen Prozess mitgestalten wollen. Und: Ob wir uns angesichts dieser technologischen Entwicklung gar von unserem heutigen Selbstverständnis von individueller Freiheit verabschieden müssen? Weitere Themen: Debatte über Gefahren und Chancen von Gesichtserkennungssoftware

    • 47 min
    Literatur im Gespräch

    Literatur im Gespräch

    «Hingabe», der Début-Roman der französischen Hebamme Bénédicte Belpois stürmt in Frankreich die Bestsellerliste. Er erzählt die Geschichte einer «amour fou», einer Liebe voller Leidenschaft, Gewalt und Abhängigkeit. Der Roman ist alles andere als politisch korrekt.

    Suiza ist blond, zart und sinnlich. Sie taucht eines Tages plötzlich in einem spanischen Dorf auf und serviert in der Dorfkneipe. Die Männer wittern ihre Naivität und Sinnlichkeit. Sie wird zur Beute. Ein ausgehungerter Witwer und Grossbauer stürzt sich auf sie, schleppt sie aufs Feld und vergewaltigt sie. Er will sie besitzen. Mit Haut und Haar. Eine verstörende und brutale Szene. Suiza lässt alles mit sich geschehen. Ja, sie folgt dem Vergewaltiger nach Hause und bleibt bei ihm. Sie verliebt sich in ihn und er sich in sie. Nur, darf man so etwas in der heutigen Zeit noch schreiben? Und warum schlägt diese Geschichte so ein und landet auf der französischen Bestsellerliste. Darüber diskutiert Esther Schneider mit der Literaturkritikerin Salomé Meier und Thomas Hunkeler, Professor für französische Literatur an der Universität Fribourg.

    Weiter im Gespräch, der Roman «Identitti» von Mithu Sanyal. Darin geht es um Fragen der Identität. Sowie der Début-Roman «Adas Raum» von der Bachmann Preisträgerin Sharon Dodua Otoo. Es ist die Geschichte einer Frau, die die viele Leben hat, in unterschiedlichen Zeiten und Ländern.

    Buchhinweise:
    Bénédicte Belpois. Hingabe. Aus dem Französischen von Eva Scharenberg. S. Fischer Verlag, 2021.
    Mithu Sanyal. Identitti. Hanser Verlag, 2021.
    Sharon Dodua Otoo. Adas Raum. S. Fischer, 2021. Weitere Themen: Hingabe von Bénédicte Belpois - Identitti von Mithu Sanyal - Adas Raum von Sharon Dodua Otoo

    • 51 min
    Lob der Lüge

    Lob der Lüge

    Niemand dürfte Lügen wohl grundsätzlich gutheissen. Gleichzeitig hat niemand wohl noch nie gelogen. Die Fähigkeit zu lügen markiert einen wichtigen Schritt in der Menschwerdung. Und die moralische Frage ist nicht immer eindeutig.

    Wir Menschen lügen, was das Zeug hält: Um andere zu schädigen oder um uns zu bereichern. Wir lügen aber auch aus Nettigkeit. Oder um einer Geschichte Glanz zu geben. Lügen hat einen schlechten Ruf. Dabei ist es eine komplexe Fähigkeit: Zeichen von Intelligenz und Kreativität. Wir sprechen mit einem Psychologen über die vielfältigen Facetten des Lügens. Eine Anthropologin erläutert Möglichkeiten und Grenzen tierischer Täuschungsmanöver. Und der Philosoph gibt Tipps, wann Lügen ethisch vertretbar ist. Weitere Themen: Wer lügt wann warum: schwarze und weisse Lügen - Tierische Täuschungsmanöver - Anleitung zum ethischen Lügen

    • 49 min
    Kinderlähmung – gelingt nun bald die Ausrottung?

    Kinderlähmung – gelingt nun bald die Ausrottung?

    Eine Koalition internationaler Organisationen versucht seit 30 Jahren, das Polio-Virus auszumerzen. Massenimpfungen liessen die Fallzahlen um über 99 % sinken. Doch die restlose Ausrottung ist schwierig. Scheitert das Projekt, könnte das Virus zurückkommen - mit schweren Folgen für unzählige Kinder.

    Kinderlähmung war bis Mitte 20. Jahrhundert sehr gefürchtet – auch in der Schweiz. Das Virus ist hochansteckend, es lähmte viele Kinder und tötete manche. Ab 1965 brachte eine Impfung die Krankheit in den reichen Ländern zum Verschwinden.
    Nach einem jahrzehntelangen, milliardenteuren Kampf könnte das Polio-Virus bald weltweit ausgerottet werden. Doch das Projekt könnte noch scheitern, und dann ist das Virus wieder eine Gefahr für Millionen von Kindern in armen Ländern. Weitere Themen: Zwei Kämpfer gegen Polio - Die unheimlichen Parallelen zweier Viren - Polio und Corona

    • 53 min
    «Kann der das?» Alleinerziehende Väter und ihre Sonderrolle

    «Kann der das?» Alleinerziehende Väter und ihre Sonderrolle

    Alleinerziehende Väter trifft man eher selten. Sie haben unter den Alleinerziehenden einen Sonderstatus. In der Schweiz und in Deutschland machen sie gerade mal zwischen 10 und 15 % der Einelternfamilie aus.

    Sie kochen, putzen, gehen arbeiten und abends bringen sie allein die Kinder ins Bett. Alleinerziehende Mütter und Väter. Trennt sich ein Paar, bleiben die Kinder danach meist bei der Mutter. Alleinerziehende Väter sind die Ausnahme. Und wenn, dann wird der Vater argwöhnisch beäugt: Kann der das? Oder das andere Extrem: Er wird übermäßig bewundert. Reduzieren Väter das Arbeitspensum, um Haushalt und Kind zu bewältigen, gelten sie als Versager. Arbeiten sie dagegen in hohen Pensen weiter, sind sie die sympathischen Gewinner. Was bringt den alleinerziehenden Vater in solch eine Sonderrolle? Weitere Themen: Aus dem Alltag Alleinerziehender: «Mein Tag ist durchgetaktet!» - Warum Väter seltener Verantwortung übernehmen dürfen und können.

    • 46 min

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