Surprise Talk

Simon Berginz

Surprise Talk beleuchtet die Hintergründe und die Entstehung einzelner Beiträge aus dem Surprise Strassenmagazin. Produziert wird das Format vom langjährigen Radiojournalisten und Moderator Simon Berginz. Surprise Talk geht jeweils kurz (meist Mittwochs) vor dem Erscheinen des Surprise Strassenmagazins (jeden zweiten Freitag) online. Das Surprise Strassenmagazin wird von rund 430 Menschen ohne oder mit beschränktem Zugang zum regulären Arbeitsmarkt auf der Strasse angeboten. Es berichtet unabhängig und kritisch über Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein besonderer und wiederkehrender Fokus liegt auf Geschichten von der Strasse, über die Strasse und für die Strasse. Das Magazin bietet Geschichten zu politisch, gesellschaftlich und kulturell relevanten Themen. Aktuelle Themen werden aufgegriffen, wenn wir damit einen laufenden Diskurs bereichern können. Das Strassenmagazin ist eine eigenständige und unverkennbare Stimme in der Schweizer Medienlandschaft.

  1. 4d ago

    Zwischen Klischee und Realität – Sucht auf der Theaterbühne - Reden über «Sonja, ein Junkieleben»

    In dieser Folge sprechen Simon Berginz, Diana Frei (Co-Redaktionsleiterin von Surprise) und der Surprise-Stadtführer Fredy Dürrenmatt über das Theaterstück «Sonja - ein Junkieleben» und darüber, wie suchtkranke Menschen in Öffentlichkeit, Film und Theater dargestellt werden. Diana Frei erklärt, warum sie das Stück trotz überwiegend positiver Kritiken als klischiert empfindet: Sie sehe auf der Bühne «nicht einen Mensch, sondern ein Symptom von einer Sucht» – die Figur bleibe trotz ausgearbeiteter Biografie ein Stereotyp. Fredy Dürrenmatt erzählt aus eigener Erfahrung als ehemals Suchtkranker, warum der im Stück viel diskutierte Satz «Hast du mir einen Stutz?» für Betroffene keineswegs lustig ist: «Der Betroffene steht ja unter Druck, muss schauen, dass er in ein paar Stunden wieder Geld für einen Schuss zusammen hat.» Diana Frei zieht einen Vergleich zum Film «Platzspitzbaby» und erläutert, weshalb ihrer Meinung nach eine 1:1-Abbildung von Sucht auf der Theaterbühne anders wirkt als im Film – und warum das Theater ihrer Ansicht nach mehr Abstraktion und Reflexionsebenen brauchen würde. Fredy Dürrenmatt schildert, wie sich seine Stadtführungen von der Theaterdarstellung unterscheiden: Er begegnet den Leuten heute «auf Augenhöhe» und erzählt seine Geschichte reflektiert im Rückblick – nicht mehr aus der akuten Sucht heraus. Mehr Infos zur aktuellen Ausgabe und den Podcast vom Strassenmagazin findet ihr hier. Habt ihr Fragen oder Anregungen oder sonst noch den Wunsch, etwas zum Thema loszuwerden? Dann gerne als Direktnachricht auf Instagram, Facebook oder LinkedIn.

    Zwischen Klischee und Realität – Sucht auf der Theaterbühne - Reden über «Sonja, ein Junkieleben»
  2. Apr 23

    Zwischen Elend und Hoffnung: Wahidullahs Flucht aus Afghanistan über die Balkanroute und sein neues Leben in der Schweiz

    Klaus Petrus, bei Surprise, erzählt Simon Berginz von Wahidullah – einem jungen Afghanen, der nach der Machtübernahme der Taliban 2021 aus Kabul floh. Wahidullah hatte gerade sein Medizinstudium begonnen und wollte eigentlich nie weg aus seinem geliebten Afghanistan. Seine Flucht führte ihn über Iran, Türkei, Bulgarien, Serbien, Ungarn und Österreich bis in die Schweiz – die sogenannte Balkanroute. Was er dabei erlebte, schrieb er selbst auf: Unterkünfte, die an Viehställe erinnerten, verdrecktes Wasser, verschimmeltes Essen, körperliche Gewalt an den Grenzen, Schlepper, die die Familie tief in Schulden trieben. Klaus kennt diese Route seit 2016 aus eigener Reportage-Erfahrung – und als er Wahidullahs Text las, erkannte er die Orte, Zustände und Muster sofort wieder. Heute lebt Wahidullah im Kanton Solothurn. Angekommen? Er sagt: «Ich bin auf gutem Weg.» Doch die Traurigkeit bleibt – besonders wenn er an seine Schwestern denkt, die in Afghanistan nicht mehr zur Schule gehen dürfen. Das vollständige Interview erscheint in Surprise Nr. 624, ab 24. April. Die bisherige Geschichte von Wahidullah Alikhan könnt ihr hier nachlesen: https://surprise.ngo/strassenmagazin/ich-sah-keinen-anderen-weg/ – Mehr Infos zur aktuellen Ausgabe und den Podcast vom Strassenmagazin findet ihr hier. Habt ihr Fragen oder Anregungen oder sonst noch den Wunsch, etwas zum Thema loszuwerden? Dann gerne als Direktnachricht auf Instagram, Facebook oder LinkedIn.

    Zwischen Elend und Hoffnung: Wahidullahs Flucht aus Afghanistan über die Balkanroute  und sein neues Leben in der Schweiz

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Surprise Talk beleuchtet die Hintergründe und die Entstehung einzelner Beiträge aus dem Surprise Strassenmagazin. Produziert wird das Format vom langjährigen Radiojournalisten und Moderator Simon Berginz. Surprise Talk geht jeweils kurz (meist Mittwochs) vor dem Erscheinen des Surprise Strassenmagazins (jeden zweiten Freitag) online. Das Surprise Strassenmagazin wird von rund 430 Menschen ohne oder mit beschränktem Zugang zum regulären Arbeitsmarkt auf der Strasse angeboten. Es berichtet unabhängig und kritisch über Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein besonderer und wiederkehrender Fokus liegt auf Geschichten von der Strasse, über die Strasse und für die Strasse. Das Magazin bietet Geschichten zu politisch, gesellschaftlich und kulturell relevanten Themen. Aktuelle Themen werden aufgegriffen, wenn wir damit einen laufenden Diskurs bereichern können. Das Strassenmagazin ist eine eigenständige und unverkennbare Stimme in der Schweizer Medienlandschaft.

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