Alles da, nur Ella nicht. (Über)Leben ohne Kind

Katharina Appia

In meinem Podcast „Alles da, nur Ella nicht. (Über)Leben ohne Kind“ geht es darum, meine ungewollte Kinderlosigkeit zu thematisieren. Mit der vordergründigen Botschaft an alle, denen es auch so geht: Ihr seid nicht allein! Jedes 6.-7. Paar in Deutschland hat einen unerfüllten Kinderwunsch. Und die meisten schweigen meist schamerfüllt. Warum eigentlich? Dieser Podcast möchte das Schweigen brechen und die Scham beenden. In unserem weitgehend selbstbestimmten Leben ist es oft ein Schock für die Betroffenen, dass Kinderkriegen nicht oder nur schwierig funktioniert. Manche Dinge lassen sich einfach nicht planen. Manchmal hat das Leben eben anderes mit einem vor. Wie kann ich das verarbeiten ohne zu verzweifeln? Wie finde ich einen anderen Sinn in meinem Leben? Welche neuen Fragen muss ich mir selbst beantworten? Was für Möglichkeiten gibt es eigentlich im reproduktiven Bereich? Und wo ist die ethische Grenze? Wie gehen andere Menschen mit ihrer Kinderlosigkeit um, welche Geschichten haben sie zu erzählen? Diesen Fragen geht dieser Podcast nach.

  1. 1d ago

    Eine Wundergeschichte, die keiner hören will

    Ich habe Annabelle zu Gast, die eine der Wundergeschichten erzählt, die kein Kinderwunsch-Mensch gerne hören möchte. Aber wir dürfen ja realistisch sein – und dennoch ein Wunder erwarten. (Sei realistisch und erwarte ein Wunder.) Aber ich möchte sie in meinem Podcast erzählen. Weil es sie nun mal gibt. Leider habe ich keine Statistiken dazu gefunden, wie oft so etwas vorkommt. Manche Menschen bekommen dieses Geschenk, und zwar genau dann, wenn sie sich mit einem Leben ohne Kind angefreundet haben. Das heißt nicht, dass Akzeptanz eine Schwangerschaft herbeiführt. Fehlgeburten, Eileiterschwangerschaften, Schwestern und Freundinnen, die alle schwanger werden und Kinder kriegen. Sieben Jahre haben Annabelle und ihr Mann es versucht, um dann noch die letzte befruchtete Eizelle einsetzen zu lassen – mit der Gewissheit, dass dies das letzte Mal sein wird. Und dann kommt ein kleines Mädchen zur Welt, das inzwischen vier Monate alt ist. Du erfährst in dieser Folge • Wie Annabelle mit den Aufs und Abs in sieben Jahren Kinderwunsch-Reise umgegangen ist • Inwiefern dieser Weg sie zu einer besseren Ärztin gemacht hat • Wie sie ihre Schwangerschaft erlebt hat • Weshalb sie immer wieder Pausen gemacht hat auf ihrem Weg • Wie sie es geschafft hat, ihre Situation zu akzeptieren • Wie sie aus dem Tunnelblick rausgekommen ist Liebe Annabelle, herzlichen Dank für das Erzählen deiner Geschichte. Jede Frau zählt. Jede Geschichte zählt. Herzlichen Glückwunsch zu dem Wunder, das ihr erlebt.

  2. Sep 24

    Wenn der Kinderwunsch zur Obsession wird

    Was passiert, wenn der Kinderwunsch irgendwann nicht mehr einfach ein Wunsch ist? Wenn sich alles nur noch um den nächsten Versuch, die nächste Behandlung, den nächsten Transfer dreht? Und zwar für viele Jahre. Ich erlebe Frauen in meinen Coachings, die immer weiterkämpfen, obwohl sie längst erschöpft sind. Frauen, die ihre Partnerschaft aufs Spiel setzen, sich finanziell übernehmen, ihren Körper kaum noch spüren und dabei immer verzweifelter werden. Und irgendwann stellt sich die Frage: Warum können manche Menschen nicht einfach aufhören mit dem aktiven Kinderwunsch? Warum wird aus Hoffnung manchmal ein Kampf, aus einem Wunsch eine Fixierung – und aus einem Teil des Lebens plötzlich das ganze Leben? In dieser Folge möchte ich genau hinschauen. Nicht, um dich zu verurteilen, sondern um besser zu verstehen, was hinter dieser scheinbaren Obsession liegen kann. Denn irgendwann geht es gar nicht mehr nur um ein Kind, sondern um eine viel größere Angst: Wer bin ich, wenn es nicht passiert? Denn wenn der Kinderwunsch zur Antwort auf die großen Fragen des eigenen Lebens geworden ist, kann die Vorstellung, ihn aufzugeben, sich wie der Verlust des eigenen Lebensentwurfs anfühlen. Ich spreche in dieser Episode darüber, warum manche Frauen immer weiterkämpfen, obwohl der Kampf sie zunehmend erschöpft – und warum Akzeptanz für manche Menschen so viel schwerer erreichbar ist als für andere. Und natürlich geht es auch um die Frage, die mich in meiner Arbeit immer wieder beschäftigt: Was passiert mit deinem Leben, während du auf das Leben wartest, das du dir wünschst? Denn manchmal bedeutet „Jenseits des Wartens“ nicht, dass du deinen Kinderwunsch aufgeben musst. Vielleicht bedeutet es zunächst nur, dass dein Leben wieder ein bisschen größer werden darf als dieser eine Wunsch. Dass du wieder spürst, wer du bist, was du brauchst und was dich lebendig macht. Und dass dein Leben nicht erst beginnen muss, wenn dieser Wunsch erfüllt ist.

  3. Sep 13

    „Der Rest meines Lebens ist MEINS." Und plötzlich ist alles offen. Dorothea ist bei mir zu Gast

    „Der Rest meines Lebens ist MEINS.“ Diesen Satz sagt Dorotha gegen Ende unseres Gesprächs. Und für mich steckt darin eigentlich die ganze Geschichte dieser Folge. Dorotha hatte einen klaren Plan für ihr Leben. Doch dann kam der Kinderwunsch. Eine Fehlgeburt. Mehrere Fertilitätsbehandlungen. Und irgendwann das Gefühl, dass sich ihr ganzes Leben nur noch um diesen einen Wunsch dreht. Denn, wie sie selbst sagt: Fertilitätsbehandlungen sind eigentlich ein Teilzeitjob. Die Behandlungen erlebt Dorotha als brutal und sagt: „Ich wurde behandelt als potenziell defektes Gefäß.“ Wir sprechen über den Moment, an dem sie ihren tiefsten Punkt erreicht hat und warum sie genau dann ihren Job gekündigt hat. Über ihre Beziehung, über unterschiedlich große Kinderwünsche und darüber, was passiert, als sie aufgehört hat zu kämpfen. „Ich habe angefangen, mich umzuschauen. Nur mal das Leben anziehen und schauen, ob es passt.“ Ich mag dieses Bild sehr. Nicht sofort einen neuen perfekten Lebensplan entwickeln. Nicht sofort wissen müssen, was jetzt kommt. Sondern erst einmal ausprobieren, schauen und spüren. Heute weiß sie: Ihr Leben ist reich und erfüllt. Sie sagt sogar: „Ich mag mich jetzt mehr als vorher.“ Wir sprechen über Freiheit, die zunächst sogar neuen Druck erzeugen kann. Über das gesellschaftliche Narrativ, dass ein Leben mit Kindern besser sei. Und über einen Satz, den ich besonders wichtig finde: „Du darfst jederzeit aufhören. Es gibt keine Leidensmedaille und keinen Leidenswettbewerb.“ Darüber und über vieles mehr sprechen wir in der neuen Podcastfolge. Danke, liebe Dorothea für den Einblick in deine Innenwelt und für dein Sein.

  4. Aug 20

    Ist-Zustand kinderfrei – sechs Jahre später: Hat sich etwas verändert? Kata erzählt.

    Ist-Zustand kinderfrei – sechs Jahre später: Hat sich etwas verändert? Im November 2020 war Kata schon einmal zu Gast in meinem Podcast. Damals hieß ihre Folge „Ist-Zustand kinderfrei“ und wir haben darüber gesprochen, warum bei ihr die Uhr nicht tickt und weshalb ihr Kinderwunsch nie besonders groß ausgeprägt war. Sechs Jahre später treffen wir uns wieder – und natürlich musste ich wissen: Hat sich inzwischen etwas verändert? Hat Kata mittlerweile ein Kind? Und wie blickt sie heute auf das Thema Kinderwunsch und Kinderfreiheit? Wir sprechen über die kinderfreie-Bewegung und darüber, was sich gesellschaftlich verändert hat. Darüber, wie sich Freundschaften verändern können, wenn die Lebenswege auseinandergehen. Über Fragen, die eigentlich niemanden etwas angehen – und trotzdem immer wieder gestellt werden. Wir sprechen darüber, warum der Kinderwunsch längst nicht mehr nur eine ganz persönliche Angelegenheit ist, sondern auch politisch geworden ist. Und dann geht es noch um ein Thema, das viele Frauen in dieser Lebensphase beschäftigt: das Älterwerden. Um verfrühte Perimenopause, Frauen in ihren 40ern und die Frage, was passiert, wenn wir plötzlich merken, dass wir in einer neuen Lebensphase angekommen sind. Eine Folge über Kinderwunsch und Kinderfreiheit – aber eigentlich auch über die Freiheit, das eigene Leben so zu leben, wie es zu einem selbst passt. Und über eine spannende Frage: Was bleibt von unserer Identität, wenn wir aufhören, unser Leben daran zu messen, ob wir Mutter geworden sind oder nicht? Danke, liebe Kata, dass du wieder da warst. Wir hören uns in 5 Jahren. :)

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In meinem Podcast „Alles da, nur Ella nicht. (Über)Leben ohne Kind“ geht es darum, meine ungewollte Kinderlosigkeit zu thematisieren. Mit der vordergründigen Botschaft an alle, denen es auch so geht: Ihr seid nicht allein! Jedes 6.-7. Paar in Deutschland hat einen unerfüllten Kinderwunsch. Und die meisten schweigen meist schamerfüllt. Warum eigentlich? Dieser Podcast möchte das Schweigen brechen und die Scham beenden. In unserem weitgehend selbstbestimmten Leben ist es oft ein Schock für die Betroffenen, dass Kinderkriegen nicht oder nur schwierig funktioniert. Manche Dinge lassen sich einfach nicht planen. Manchmal hat das Leben eben anderes mit einem vor. Wie kann ich das verarbeiten ohne zu verzweifeln? Wie finde ich einen anderen Sinn in meinem Leben? Welche neuen Fragen muss ich mir selbst beantworten? Was für Möglichkeiten gibt es eigentlich im reproduktiven Bereich? Und wo ist die ethische Grenze? Wie gehen andere Menschen mit ihrer Kinderlosigkeit um, welche Geschichten haben sie zu erzählen? Diesen Fragen geht dieser Podcast nach.

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