Der Live-Salon vom 18. September 2026 in Frankfurt hat drei Teile: Wolfgang verfolgt die deutsche Aufrüstung bis in die Werkshalle nach Osnabrück, wo statt Volkswagen ein israelischer Rüstungskonzern produzieren soll. Stefan geht durch die Accounts, auf denen die amerikanische Regierung ihr Bild von sich selbst herstellt. Zum Schluss die CDU-Content-Creatorin Clara von Nathusius. 0:00:00 Vorgespräch Vor dem Saal, bei Pizza: Wolfgang kündigt seinen Osnabrück-Block an, Stefan die Accounts des Weißen Hauses und der CDU. Dazu der Ausblick auf den Oktober-Salon. 0:07:24 Willkommen in Frankfurt Zwei Stunden und zwölf Minuten Rohmaterial liegen bereit, das Intro läuft in einfacher Geschwindigkeit. Als Ortsbestimmung ein tagesschau-Beitrag über den an Malaria gestorbenen Menschen aus Schwanheim. 0:12:53 Wer dient wem? Felix Banaszak antwortet bei Tilo Jung auf die Frage, was Soldaten unter einem AfD-Verteidigungsminister tun sollten, sie könnten immer noch desertieren. Ulrich Siegmund erklärt, man verteufele die Produktion von Rüstungsgütern nicht pauschal, weil man bei späteren Remigrationsoffensiven Hilfsmittel brauche. Dazu ein Influencer, der seinen Bankpin auf eine Kampfdrohne geschrieben hat. 0:22:31 Wismar, Brüssel, Washington Die Werfthalle in Wismar, in der künftig U-Boote gebaut werden: Dreharbeiten eingeschränkt, die Belegschaft zur Verschwiegenheit verpflichtet, die Mitarbeiterzahl soll von 500 auf 1.500 steigen. Dann Boris Pistorius bei Pete Hegseth. 0:30:46 Osnabrück Das Kernstück. Das VW-Werk geht an das Land Niedersachsen und den Finanzinvestor Aurelius, produzieren soll dort der israelische Staatskonzern Rafael — bislang nur als Absichtserklärung. Der Osnabrücker IG-Metall-Chef fasst die Lage als „friss oder stirb" zusammen: entweder Defense oder 1.800 Menschen verlieren ihre Arbeit. Auf die Frage nach Alternativen nennt er Landmaschinen, Maschinenbau und Busse; eine Straßenbahn wäre super, aber der Markt dafür sei nicht groß. Daraus entsteht Stefans Vorschlag für einen Satz, den man bei jeder Meldung aus dem Nahen Osten sagen könne: Straßenbahn wäre besser gewesen. 0:52:01 Was Rafael baut Das Lenkungssystem SPICE kommt ohne GPS aus: Ein Bild des Ziels wird einprogrammiert, die Bordkamera gleicht das Gelände im Flug damit ab. Ein Werbefilm greift Michelangelos David auf, dessen Stein sich in eine Rakete verwandelt. 1:04:14 Der Vater aller Dinge Daniel Stelter sagt, Rüstungsgüter seien auch Exportgüter. Ulf Poschardt zitiert Heraklit mit dem Satz, der Krieg sei der Vater aller Dinge, und sagt am Ende, irgendwann werde man in Europa die Kirchen verteidigen müssen. 1:21:50 Truth Social Trump und Washington zu Pferde als Ölgemälde, Trump als Hulk Hogan, ein Kommandopult im Orbit vor brennender Erde und die Umbenennung des Lake Ontario in Lake America — samt bewaffneter Kanadagänse mit Trump-Frisur. 1:26:22 Das Weiße Haus auf Instagram Die letzten zehn Tage des Accounts: Trump in einer Zelda-Landschaft, aus dem Sega-Logo wird Maga, unter einer Rede läuft ein Arcade-Spiel mit. Das meistgesehene Video ist das Intro von Rick and Morty mit dem Weißen Haus. Wolfgang hält fest, dass die Trump-Ära keine eigene Ästhetik hervorbringt, sondern Vorhandenes noch einmal durch die Maschine dreht. 1:51:37 Clara von Nathusius Ihr erfolgreichstes Video erklärt nach, was sie am Abend zuvor im Bericht aus Berlin über die Brandmauer gesagt hat. Am Freibad vor der Volksbühne beschreibt Wolfgang das Muster: ein Erklärvideo mit historischem Kontext, der sich heute in Minuten erzeugen lässt. Dazu Andreas Rödder, für den die Brandmauer das genialste Machtinstrument ist, das die Linke je in der Hand hatte. 2:14:20 Merz muss bleiben Wolfgang wünscht sich Merz im Amt, weil die Mobilisierung gegen ihn etwas hervorbringen könne. Stefan gesteht, er würde Hendrik Wüst akzeptieren — und schließt sich Wolfgang genau deshalb an.