NZZ Akzent

Gut informiert in 15 Minuten. Die Korrespondenten und Redaktorinnen der NZZ erzählen jeden Tag eine Geschichte, die die Welt bewegt. Ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – wir liefern fundierte Analysen, spannende Geschichten und neue Perspektiven, verständlich eingeordnet und auf den Punkt gebracht. Das ist «NZZ Akzent» – immer montags bis freitags. Jeden zweiten Samstag gibt es ausserdem eine exklusive Extrafolge, in der unsere Korrespondentinnen von ihrem Arbeitsalltag im Ausland berichten.

  1. 14h ago

    Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?

    Nicht erst seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine sind die Menschen in Estland wachsam: Der grosse Nachbar hat im kollektiven Gedächtnis des baltischen Landes tiefe Spuren hinterlassen. Wie lebt es sich damit und der Angst vor einem Überfall durch Russland? NZZ-Korrespondentin Linda Koponen hat Menschen getroffen, die schon längst darüber nachdenken, wohin sie ziehen könnten, bevor Russland angreift. Einer ist Eugene, ein Südafrikaner, der 2020 der Arbeit wegen nach Estland zog - und sich in das Land verliebte, weil es so viel sicherer war als seine Heimatland. Doch dieses Sicherheitsgefühl ist jetzt weg: "Wir werden wegziehen müssen, denn ich möchte nicht in einem kleinen Schutzraum sitzen und hoffen, dass alles gut wird." Auch Agne blickt mit Sorge auf den grossen Nachbar. Aber nicht nur wegen der aktuellen Lage, sondern weil sie aus der Geschichte Estlands immer auch sehr skeptisch auf die einstige Besatzungsmacht blickte. Dazu kommen handfeste ökonomische Sorgen, die viele Menschen in Estland umtreiben: "Die Menschen sind wütend, weil das Leben trotz immer höheren Steuern nicht besser wird." Gast: Linda Koponen; NZZ-Korrespondentin Host: Dominik Schottner Redaktion und Produktion: Alice Grosjean, Sarah Ziegler Lindas Porträts von Agne und Eugene könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/estland-wie-lebt-man-wenn-staendig-vor-einem-krieg-gewarnt-wird-ld.10009708) nachlesen. Falls ihr noch kein Abo für die NZZ habt - wir schenken Euch als treue Podcasthörer die erste Woche. Danach endet das Abo automatisch. [Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)

    Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?
  2. 5d ago

    Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja

    Wer in diesen Tagen chinesisches Staatsfernsehen schaut, der erlebt wahre Helden. Menschen, die sich durch den chinesischen Teil des Katastrophengebiets kämpfen, um nach Opfern der Sturzflut zu suchen. In der Reportage des Senders CCTV sieht man, wie Rettungskräfte sich den Weg in ein abgeschnittenes Dorf erkämpfen. In orangen Leuchtanzügen klettern sie durch Geröll, erkunden die Gegend mit Drohnen und seilen sich sogar von Steilwänden ab. Die Verwüstung und die Rettungsarbeiten sind gut dokumentiert – nur nach betroffenen Menschen sucht man vergeblich: In der Berichterstattung kämen weder Opfer noch Angehörige vor: «Diese Stimmen sind quasi unsichtbar», sagt Ausland-Redaktorin Katrin Büchenbacher im Podcast. Die Kommunistische Partei wolle unbedingt verhindern, dass die Frage nach einer Mitverantwortung der Regierung gestellt werde. Host: Alice Grosjean Gast: Katrin Büchenbacher, Ausland-Redaktorin Redaktion: David Vogel Bild: Jiang Fan / Imago Die beschriebenen Videos aus chinesischen Medien: - Die [Reportage von CCTV](https://www.bilibili.com/video/BV1fytW6qEnN/?spm_id_from=333.337.search-card.all.click) - Die [Überquerungsaktion Szene am Fluss](https://weibo.com/tv/show/1034:5336916493795424?from=old_pc_videoshow) Katrins Analyse in Textform könnt ihr [bei der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/international/positive-energie-statt-brutaler-bilder-wie-chinas-regierung-den-diskurs-zur-sturzflut-an-der-grenze-zu-nepal-lenkt-ld.10022031).

    Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja
  3. Sep 5

    «Das Leben im Libanon ist schizophren» – Nahost-Korrespondent Daniel Böhm

    Als Korrespondent für die NZZ berichtet Daniel Böhm über die arabischen Länder im Nahen Osten und in Nordafrika. Es ist eine Region im Krisenmodus, die komplexer nicht sein könnte. Obwohl er etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Lesen verbringe, sagt Böhm: «Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte den Nahen Osten verstanden.» Das sei nur schon im Libanon der Fall, ein Land etwa ein Viertel so gross wie die Schweiz. In Beirut fühle sich das Leben manchmal komplett normal an. Wenige Kilometer südwärts wohnen Menschen in zerbombten Dörfern und leben im Ausnahmezustand. Wie Daniel Böhm sich in diesen Realitäten zurechtfindet und wie er bei Reportagen in Krisengebieten vorgeht, erzählt er in dieser Podcastfolge. Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent der NZZ Host: Alice Grosjean 00:30 Krasse Kontraste im Libanon 04:59 Wie man den Alltag in eienr Krisenregion organisiert 08:29 Vorbereitung und Sicherheitsrisiken bei Reportagereisen 15:53 Den Überblick behalten im Nahen Osten 19:09 Gastfreundschaft, Kultur und gesellschaftliche Schranken 22:45 Zwischen dem Nahen Osten und Europa [Die NZZ-Akzent-Folge mit Daniel](https://www.nzz.ch/podcast/syrien-nach-asad-zwischen-hoffnung-und-chaos-nzz-akzent-ld.1863171), nachdem er das erste Mal nach Syrien gereist war. [NZZ-Akzent-Folge mit Daniel,](https://www.nzz.ch/podcast/libanon-warum-die-neuen-staatlichen-busse-ein-zeichen-der-hoffnung-sind-nzz-akzent-ld.1912251) der mit öffentlichen Bussen einmal durch den Libanon gereist ist. [Die Repo aus Syrien](https://www.nzz.ch/international/syrien-eindruecke-aus-dem-umkaempften-suweida-ld.1894572), als Daniel und sein Kollege in eine Schiesserei gerieten. [Daniels Reportage aus Ceuta](https://www.nzz.ch/international/die-stadt-der-enttaeuschten-drei-wochen-nach-beginn-der-fluechtlingskrise-herrscht-in-ceuta-immer-noch-ausnahmezustand-ld.10020502) in der NZZ. Noch mehr Texte von Daniel [hier bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/daniel-boehm-ld.1861409).

    «Das Leben im Libanon ist schizophren» – Nahost-Korrespondent Daniel Böhm

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