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Elisabeth J. Nöstlinger

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

  1. 5d ago

    Der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf die Kultur

    Jaron Lanier, einer der einflussreichsten KI-Denker, Futurist und Musiker diskutierte bei der Auslandskulturtagung 2026 des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten unter der Leitung des Diplomaten und Co-Founder von „Tech Diplomacy Network“ Martin Rauchbauer mit der Ethikerin und KI-Forscherin Sonja Schmer-Galunder. Wie Jaron Lanier schon in seiner Keynote betonte, weist auch Sonja Schmer-Galunder darauf hin, dass KI eine Maschine sei, die von menschlichen Gehirnen mit Daten gespeist werde und diese Daten verarbeite. Es seien also Menschen, welche das Potenzial der KI ermöglichten. Nun komme es darauf an, welche Möglichkeiten Menschen nützten, die ihnen die künstliche Intelligenz biete. Sonja Schmer-Galunder warnt davor, sich von standardisierten KI-Modellen manipulieren zu lassen, blind den Algorithmen zu vertrauen. Bedenkt man, dass die mächtige Technologie größtenteils in amerikanischen Zentren entwickelt wird, spiegelt sie auch deren Werte wider. Mehr und mehr drängt diese Technologie in europäische Schulen, an österreichische Universitäten und beeinflusst unsere Kultur. © BMEIA/Auslandskultur In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at www.bmeia.gv.at https://www.jaronlanier.com/ https://cise.ufl.edu/people/faculty/name/sonja-schmer-galunder/ www.wissensart.at | Auskunft: wissensart@wissensart.at

    Der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf die Kultur
  2. Sep 21

    "Erinnerung im Dialog"

    Seit dem Ende des Nationalsozialismus sind etwas mehr als achtzig Jahre vergangen. Viele Jahre wurde über die Ermordung und Vertreibung jüdischer Österreicher und Österreicherinnen geschwiegen, ehe eine „Erinnerungskultur“ einsetzte. Im Frühjahr 2026 hat die Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit dem Nationalfonds der Republik Österreich die Initiative „Erinnerung im Dialog“ ausgeschrieben. Historiker und HistorikerInnen können sich im Rahmen dieses Projekts für „Erinnerungsdialogresidencies“ bewerben, um mit sogenannten „Wiederösterreichern und Wiederösterreicherinnen“ in einen Dialog zu treten. 45.000 Menschen haben die Entscheidung des österreichischen Parlaments im Jahr 2019 angenommen, Nachkommen von Opfern des Nationalsozialismus, im Rahmen des § 58c StbG, die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft zu ermöglichen. Es ist dies ein wichtiger Baustein im steten Bemühen Österreichs, sich seiner Verantwortung im Zusammenhang mit der Vertreibung und Ermordung jüdischer Mitbürgerinnen zu stellen und ein klares Zeichen gegen das Vergessen, sowie ein würdiges Gedenken an die Opfer. Die Sektionschefin der Auslandskultur im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Regina Rusz, Hanna Lessing, Vorständin des Nationalfonds der Republik Österreich, und die langjährige ehemalige Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler, in ihrer Eigenschaft als Sonderberaterin im Außenministerium erzählen Elisabeth J. Nöstlinger über diese Wege der Erinnerungskultur. © BMEIA/Auslandskultur In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at www.bmeia.gv.at www.wissensart.at | Auskunft: wissensart@wissensart.at

    "Erinnerung im Dialog"
  3. Sep 16

    Jaron Lanier: Ein KI-Guru in Wien

    “Wer ChatGPT verwendet arbeitet für OpenAI“ sagte Jaron Lanier, einer der einflussreichsten Denker des digitalen Zeitalters, bei der Auslandskulturtagung 2026 des BMEIA. Ob das allen Zuhörerinnen und Zuhörer bewusst ist, fragte ich mich, die dem kritischen Tech-Pionier, Musiker, Autor, Philosoph und Prime-Unifying-Scientist von Microsoft zuhörten. Der KI-Forscher, Künstler und Futurist gilt als profunder Wissenschaftler, der zur Entwicklung und Vermarktung von Virtual-Reality- Anwendungen wesentlich beigetragen hat. 2010 listete ihn das Magazin Time unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten; und 2014 wurde der in New York geborene Jaron Lanier mit dem Deutschen Friedenspreis ausgezeichnet. Jaron Lanier wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass die Künstliche Intelligenz kein „neues Leben“ ist, keine bewusste Entität, sondern das verdichtete Ergebnis dessen, was Menschen bisher kreiert haben. Jedes Modell geht letztlich auf Menschen zurück. Wie gesagt: “Wer ChatGPT verwendet arbeitet für OpenAI“. Erwähnenswert ist, dass der kritische Denker auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, also sogenannter Wiederösterreicher ist. Ermöglicht wird dies durch die vereinfachte Einbürgerung von Nachfahren während der Zeit des Nationalsozialismus vertriebener oder geflüchteter Österreicherinnen und Österreicher. Fotocredit: Luca Vanzella, Flickr ( https://www.flickr.com/photos/vanz/144476323/in/album-72057594131744996 ), CC BY 2.0 ( https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ ) In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at www.bmeia.gv.at www.wissensart.at | Auskunft: wissensart@wissensart.at

    Jaron Lanier: Ein KI-Guru in Wien
  4. Aug 26

    Elfriede Jelinek: Nobelpreisträgerin „Unter Tieren“

    „Weil ich das Menschliche meide, wo ich kann, es ausrotte, wo ich es finde“. Nun hat Elfride Jelinek wahr gemacht, was sie einst selbstironisch und provokant über ihre Arbeit sagte. Es gibt keine Menschen mehr, wir sind „Unter Tieren“. Ist das das letzte Werk der Nobelpreisträgerin? Die Germanistin und Theaterwissenschafterin Pia Janke und der Regisseur Nicolas Stemann kennen die Nobelpreisträgerin und erzählen, was sie zu dieser Frage meinen. Darüber hinaus erzählt Pia Janke über ihre weltweite Tour zu österreichischen Kulturforen anlässlich des 80. Geburtstages von Elfriede Jelinek; Nicolas Stemann sowie Caroline Peters erzählen über die Uraufführung von „Unter Tieren“. Es ist ein Stück über die unergründlichen Wege des Geldes. Elfriede Jelinek verfolgt hartnäckig seine Spur, lässt sie aus der Sicht von Tieren erzählen. Klar ist in diesem Stück: Die Welt ist aus den Fugen, und der Finanzmarkt wird es wohl nicht richten. Nicolas Stemann hat es auf der Pernerinsel großartig in Szene gesetzt. Elfriede Jelinek ist auch eine „Seismographin“ der Demokratie. Pia Janke erzählt darüber ebenso wie über die internationale Veranstaltungsreihe WELT.AUTORIN.JELINEK. © SF/Martin.Vukovits In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at www.bmeia.gv.at https://www.elfriede-jelinek-forschungszentrum.com/ www.wissensart.at | Auskunft: wissensart@wissensart.at

    Elfriede Jelinek: Nobelpreisträgerin „Unter Tieren“
  5. Aug 22

    François d´Assise: Mit Vogel- und Engelsgesang ins Paradies 

    Romeo Castellucci, Maxime Pascal und Philippe Sly bescheren Oliver Messiaens Saint François d´Assise einen unvergesslichen Abend in der Salzburger Felsenreitschule. Die drei Künstler erzählen auf wissensART über diese spirituelle Kunsterfahrung, die die Existenz des Menschen zutiefst berührt. Bassbariton Philippe Sly hat sich bei den Franziskanern in Salzburg mit seiner herausfordernden Rolle als heiliger Franziskus auseinandergesetzt und seine Erfahrungen in ein zutiefst berührendes Klangerlebnis umgesetzt. Sein Gesang, die Inszenierung, das Bühnenbild und die Lichtgestaltung von Romeo Castellucci sowie das Dirigat von Maxime Pascal ist eine menschliche Suche ganz nah an der Erde, am Sein und an der Unermesslichkeit, die wir in uns tragen. Beherzt verteidigt Romeo Castellucci die Würde kreatürlicher Erbärmlichkeit. Macht die Überwindung des Ekels vor dem Aussätzigen zu einem erschütternden ästhetischen Erlebnis. Ehe der heilige Franziskus über das geöffnete Dach der Felsenreitschule ins lang ersehnte und lang besungene Paradies aufsteigt, hatte er noch von Gott die Stigmata erbeten, um das Leiden Jesu selbst zu erfahren. Beklemmende Clusterflächen aus dem Chor erheben sich zu dieser beeindruckenden Szene. Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor hat hier ihre großen Momente, besitzt auch „unsichtbar“ enorme Präsenz. Gott spricht eben aus vielen Stimmen. Am 23. August ist die Oper ab 17h in der Salzburger Felsenreitschule zu sehen. © SF/Monika Rittershaus Weiterführende Links: www.salzburgerfestspiele.at/ www.wissensart.at/

    François d´Assise: Mit Vogel- und Engelsgesang ins Paradies 
  6. Aug 14

    „Unter Tieren“ mit Nicolas Steman, Caroline Peters und Mavie Hörbiger

    Benko und Peter Thiel, das sind die Inspirationsquellen von Elfriede Jelineks neuestem Stück „Unter Tieren“. Regisseur Nicolas Stemann hat Peter Thiel eingeladen und ist sich sicher, dass er in irgendeiner Art und Weise erscheinen wird. Ob gerade dann Zuschauerinnen oder Zuschauer den Saal verlassen werden, um einen Drink zu nehmen und wie lange sie das Geschehen auf der Bühne draußen verfolgen werden, ist ungewiss. Die Inszenierung wird den Charakter einer Aktionsversammlung haben, das Geschehen wird auf Monitore übertragen. Was Nicolas Steman bei der Urlesung im Wiener Burgtheater erprobte, soll nun auch Teil der Inszenierung auf der Perner Insel sein. Ob sich der Raum dafür eignet, wird sich zeigen. Fest steht: Es geht um Kapitalismus und um Korruption. Dafür schlüpfen die Schauspielerinnen und Schauspieler in Tiergestalten. Da machen sich dann Hasen und Schweine über Finanzskandale her, besprechen Wirecarddebakel und Immobiliendesaster. Die KI macht sich dazu ihren Reim und wenn die Menschheit letztlich abgeschafft ist, dann reden die Tiere. Die Uraufführung von Elfriede Jelineks Stück „Unter Tieren“ ist am 16. August 2026 um 19h auf der Halleiner Perner Insel. Und am 18. August führe ich mit Nicolas Stemann und Caroline Peters eine „Künstlergespräch“ der Freunde der Salzburger Festspiele in der Aula der Universität in der Hofstallgasse. © SF/Jan Friese Weiterführende Links: www.salzburgerfestspiele.at/ www.wissensart.at/

  7. Aug 11

    Carmen: Der Schrei nach Freiheit

    „Carmen ist bestimmt das dunkelste, das gefährlichste und das grausamste Werk des kommenden Sommers“ prophezeite der mittlerweile beurlaubte Intendant der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser. Er sollte recht behalten. Gleich zu Beginn zeigt sich, in welch toxischer Machowelt das Stück angesiedelt ist. Karg die Landschaft, dunkel das Bühnenbild, sadistisch manche Soldaten. Gleich zu Beginn verprügeln sie einen Zivilisten, geben Straßenkindern grausamsten Schießunterricht, lehren sie aufeinander zu schießen. Gabriela Carrizo zeichnet für Regie und Choreografie verantwortlich. Sie kommt vom Tanz. In Belgien prägte sie die Tanztheaterkompanie Peeping Tom. Das merkt man dieser Carmen, der Oper von Georges Bizet auch an. Es ist kein Abend der leichtfüßigen E´le´gance; diese Inszenierung zeigt das Schwerblütige, das Überbedeutsame von Carmen, einer Carmen die ein Weltentwurf für eine emanzipierte Frau ist. Asmik Grigorian debütiert in dieser Carmen. Sie gibt die Carmen als erotischen Feuerkopf. Die Naturfrau verteidigt ihre Freiheit mit Attacken von springflutartiger Heftigkeit. Ihr toxisches Gegenüber demütigt sie mit höhnischen Tönen. Bisweilen entstößt sie sich diese im Parlando. Was für eine Stimme! Was für ein Weib. Ihr gegenüber Jonathan Tetelmann. Bei ihm durchdringen einander die Sphären von Gesang, Physis und Aktion. Manchmal wirkt das Piano des Tenors etwas rau und grobkörnig. Lyrisch passt er sich aber Micaela, gesungen von Kristina Mkhitaryan, an. In der Blumenarie wagt er ein Decrescendo auf dem hohen B. und seine heldischen Reserven mobilisiert er Aug in Aug mit seinem Rivalen Escamillo. Ihn gibt Davide Luciano. Teodor Currentzis dirigiert sein Utopia Orchester sowie den Utopia Chor, ebenso den Bachchor Salzburg und den Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor. Wie immer geht er einen eigenwilligen Weg. Der Erfolg gibt ihm recht. Auch mit der Interpretation dieser dunklen Oper. © SF/Thomas Aurin Weiterführende Links: https://www.salzburgerfestspiele.at/ https://wissensart.at/

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