BauertothePeople (B2P) - Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen

Wilhelm Geiger

Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.

  1. 5d ago

    Einspruch Bachler | Dürre · Anpassung · Molkereifusion

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Dürre, leere Futterlager und ein Markt, der kippt: Christian und ich reden über ein Jahr, das viele Betriebe an ihre Grenze gebracht hat.Wir haben im Juli schon einmal über Trockenheit gesprochen, damals mitten in der Entwicklung. Jetzt ist die Saison vorbei und das Bild klarer. Am Bergerhof in der Krakauebene ist es mit ein paar Gewittern noch einigermaßen gut ausgegangen, östlich vom Semmering war das Jahr für viele existenzbedrohend. Die Österreichische Hagelversicherung bezifferte die Dürreschäden in der Landwirtschaft Anfang August mit rund einer Milliarde Euro.Was mir Christian erklärt hat und was ich vorher so nicht am Schirm hatte: Wie fein verzahnt das alles ist. Wenn Almen nicht grün werden, kommen die Tiere im August statt im Oktober heim, dorthin, wo auch kein Futter liegt. Gleichzeitig steigen Mäster aus, weil ihnen die Preise davongelaufen sind, und verkaufen lieber ihr Futter. Und der Futterhändler hebt irgendwann nicht mehr ab, weil es schlicht nichts mehr zu kaufen gibt, auch nicht in Ungarn, Tschechien oder Norditalien.Nachdenklich gemacht hat mich ein anderer Punkt: Christian beschreibt, dass in so einem Jahr ausgerechnet jene Betriebe besser dastehen können, die stark mit Handelsdünger arbeiten. Wer mit Mist und Kompost düngt, braucht Bodenfeuchte, damit das Bodenleben überhaupt arbeitet. Er nennt das einen Wettkampf, bei dem der eine gedopt ist und der andere nicht. Wir streiten darüber, was daraus zu lernen ist, und landen bei Hecken, Windbremsen, Tau, standortangepassten Sorten und der Frage, warum Anpassung fast immer einzelbetrieblich beginnt.Im zweiten Teil geht es um die Fusion der Obersteirischen Molkerei mit der Berglandmilch, die die OM-Mitglieder mit 92 Prozent beschlossen haben. Christian hat sich der Stimme enthalten und erklärt, warum ihm die Sache gleichzeitig egal und wichtig ist: Weil hinter dem Kostenargument die Frage steht, ob man sich noch als Eigentümer einer Genossenschaft versteht oder nur mehr als Milchlieferant.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsBegrüßung, Themen des Tages: Dürre, Anpassung und Molkerei-Fusion00:02:02 Eine Kappe aus PakistanBesuch eines Yak-Fachmanns und was Christian daraus mitgenommen hat00:06:14 Wirtschaften auf 4.000 MeternSubsistenz, harte Selektion und ganzjährige Weide unter Extrembedingungen00:11:17 Trockenheit: Osten und WestenWie unterschiedlich das Dürrejahr die Regionen getroffen hat00:12:25 Warum Tiere früher heimkommenAlmen ohne Grün, leere Winterfuttervorräte und frühes Abtreiben00:16:48 Wenn der Rindermarkt kipptMäster steigen aus, Einsteller finden keine Abnehmer, Preise verwerfen00:19:11 Kein Futter am MarktAusverkaufte Händler, steigende Ballenpreise und fehlende Liquidität00:26:15 Versicherung und Hilfspakete240 Millionen, Dürreindex und die Kritik an der Gießkanne00:32:18 Das Doping-ParadoxWarum intensive Betriebe im Dürrejahr teils besser durchkommen00:40:19 Anpassung am eigenen BetriebHecken, Wind, Tau und viele kleine Schritte statt großer Programme00:53:03 Sorten und Tiere für den StandortKleinräumige Genetik statt Maximalertrag aus dem Katalog01:03:03 Fusion OM und BerglandmilchKonzentration im Molkereiwesen und die Rolle der GenossenschaftKurz-Bio Gast:Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.INFOS ZUR FOLGEBergerhof Krakauebene (Website)www.bergerhof-krakauebene.atBergerhof Krakauebene auf Instagramwww.instagram.com/bergerhof_krakauebeneBergerhof Krakauebene auf Facebookwww.facebook.com/BergerhofKrakauebeneAlternative University of Bergerhof (Website)www.alternativeuniversity.atBerglandmilch eGenwww.berglandmilch.atObersteirische Molkerei eGenwww.oml.at 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? 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    Einspruch Bachler | Dürre · Anpassung · Molkereifusion
  2. Sep 20

    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Freiheit und Maß

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Agrarpolitik in Österreich: Dürrejahr, Herkunftskennzeichnung, Mercosur, Tierhaltung und die Frage, wie viel Freiheit zumutbar ist.Georg Strasser sitzt mit mehreren Hüten am Tisch: Nationalratsabgeordneter, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, stellvertretender Klubchef der ÖVP – und Bauer. Ich wollte zuerst wissen, ob er selbst immer weiß, welcher Hut gerade gilt. Seine Antwort war, er komme mit allen drei ins Gespräch, und genau so hat es sich dann auch angefühlt. Weil Georg danach noch einen wichtigen Termin hatte, musste ich bei den Fragen improvisieren und einiges streichen. Wir haben ausgemacht, dass wir einen zweiten Teil aufnehmen. Wenn dir dabei etwas unter den Nägeln brennt, schick mir deine Frage.Was mich überrascht hat: wie offen er über einen Hänger vor drei Jahren spricht, über 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche und darüber, dass Politik kein familienfreundlicher Job ist. Genauso deutlich wird er, wenn es um Zuschreibungen geht – oberster Bauer sei er ausdrücklich nicht, der Bauernbund ist eine Teilorganisation der ÖVP und etwas anderes als die Landwirtschaftskammer.Inhaltlich reden wir über die Struktur des Bauernbundes von der Ortsgruppe bis ins Wiener Büro, über die Mitgliedschaft in den Bundesländern und das Zusammenspiel der Bünde in der Volkspartei. Danach wird es strittig: Ich halte ihm den Citizen-Consumer-Gap entgegen, er verteidigt Transparenz statt Vorschrift und eine gemeinsame ÖVP-Linie für ein einheitliches Herkunftssystem nach einer freiwilligen Phase. Beim Dürrejahr mit rund einer Milliarde Euro Schaden laut Hagelversicherung erklärt er, warum er eine Pflichtversicherung ablehnt, und ich frage nach, ob Freiheit nicht auch den Extremfall einschließt. Dazu kommen Klimaschutzgesetz und Renaturierung mit offenen Finanzierungsfragen, die Debatte um Tierhaltung und EU-Förderungen, Kontrollen an den Außengrenzen, seine klare Absage an eine schnelle agrarische Marktfusion mit der Ukraine und das Jahr der Bäuerin mit der Frage, wer am Hof was am Laufen hält.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly stellt Georg Strasser und die Themen des Gesprächs vor.00:02:15 Drei Hüte: Bauer, Politiker, FamilieWelche Rolle wann gilt und was ihm zwei Frauen für den Weg mitgegeben haben.00:08:13 Dicke Haut und ein Hänger60 bis 80 Stunden Arbeit, Überarbeitung und der Weg zurück in die Balance.00:13:07 Nöchling, Soßhof und FußballKindheit am Hof, Hausnamen, Studium und wie ihn die Politik erwischt hat.00:30:04 Bauernbund: Rolle und StrukturTeilorganisation der ÖVP, Abgrenzung zur Kammer, Ortsgruppen und Bundesländer.00:42:27 Die Mitte und das verlorene GespürWarum Strasser Links-Rechts-Kategorien für unbrauchbar hält.00:46:13 Freiheit und HerkunftskennzeichnungCitizen-Consumer-Gap, Gastronomie und die Grenzen von Transparenz.00:53:05 Dürre und PflichtversicherungMilliardenschaden, Prämienzuschuss und die Frage nach Eigenverantwortung.01:03:38 Klimaschutz und RenaturierungOffene Finanzierungsfragen, Anreize statt Verbote, Investitionen in dürren Jahren.01:12:06 Tierhaltung, Standards, UkraineEU-Förderungen, Haltungsnormen, Kontrollen und der Blick auf den Weltmarkt.01:21:03 Jahr der Bäuerin und RollenbilderBetriebsleiterinnen, Kinderbetreuung und gemeinsame Betriebsführung.Kurz-Bio Gast:Georg Strasser ist seit 2013 Abgeordneter im Nationalrat, Präsident des Österreichischen Bauernbundes und stellvertretender Klubchef der ÖVP. Aufgewachsen ist er auf einem Milchviehbetrieb in Nöchling im südwestlichen Waldviertel, er studierte Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur und war Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Gemeinsam mit seiner Frau führt er einen landwirtschaftlichen Betrieb in einem Drei-Generationen-Haushalt.INFOS ZUR FOLGEÖsterreichischer Bauernbund - Websitewww.bauernbund.atGeorg Strasser – Profil im Parlamentwww.parlament.gv.at/person/83153Georg Strasser – ÖVP-Parlamentsklubwww.oevpklub.at/georg-strasserGeorg Strasser auf Instagramwww.instagram.com/georg_strasserGeorg Strasser auf Facebookwww.facebook.com/strassergeorgLebensqualität Bauernhof – Beratung und Bäuerliches Sorgentelefonwww.lebensqualitaet-bauernhof.at 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? 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    Bauernbund-Präsident Georg Strasser über Freiheit und Maß
  3. Sep 13

    Marchfeldkanal: Wasser für die Kornkammer - Franz Steiner

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Der Marchfeldkanal bringt Donauwasser in eine der trockensten Regionen Österreichs. Franz Steiner hat mir erklärt, was dieses System kann und was nicht.Ich bin mit der Vorstellung ins Gespräch gegangen, ein Kanal sei ein Graben, durch den Wasser fließt. Nach zwei Stunden mit Franz Steiner, dem Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal, ist daraus ein ziemlich vielschichtiges Bauwerk geworden: 19 Kilometer neu angelegtes Gewässer, dazu Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach, in Summe rund 91 Kilometer nach Angaben der Betriebsgesellschaft. Andere Quellen sprechen von knapp 100 Kilometern, je nachdem, was man mitzählt.Am meisten hängen geblieben ist bei mir das Bild der Badewanne. Franz erklärt den größten zusammenhängenden Grundwasserkörper Österreichs als eine mit Schotter gefüllte, leicht geneigte Wanne zwischen Wien und Bratislava. Wenn man an einer Stelle Wasser einbringt, entsteht kein See, sondern ein Kegel, der sich über Monate ausbreitet. Das erklärt auch, warum die Anlagen in einem Jahr wie diesem nicht eins zu eins nachliefern können, was auf den Feldern verbraucht wird.Überrascht hat mich der historische Teil. Geplant und gebaut wurde in einer Zeit, in der gerade Linien und glatte Böschungen als Fortschritt galten. Trotzdem entstand ein naturnah gestaltetes Gewässer mit Aufweitungen, Buchten und Fischaufstiegen. Dass ausgerechnet ein technisches Bewässerungsprojekt heute wie ein großes Renaturierungsprojekt wirkt, ist eine der Widersprüchlichkeiten, über die wir länger reden.Wir sprechen außerdem über Keller im Marchfeld, über Kläranlagen, die einen verlässlichen Vorfluter brauchen, über Nitrat im Grundwasser und über die Frage, wem das Wasser gehört, wenn es knapper wird. Und darüber, warum Franz sagt, dass Renaturierung in der Fläche wichtig ist, nach wochenlanger Dürre aber auch der beste Boden am Ende ist.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly stellt Franz Steiner und das Marchfeldkanalsystem vor.00:03:35 Vom Waldviertel zum WasserKindheit am Bach, Umweg über die HTL, Studium an der BOKU.00:15:02 Warum das Marchfeld austrockneteDonauregulierung, Urbarmachung und sinkende Grundwasserstände.00:23:11 Der Grundwasserkörper als BadewanneSchotter, Flurabstand und wer dem Grundwasser Wasser entnimmt.00:32:05 Naturnah statt BetonrinneWarum in den 80ern kein Trapezprofil gebaut wurde.00:36:40 Hainburg und die ErsatzbaustelleWie politische Umstände dem Projekt zum Durchbruch verhalfen.00:46:07 Vier Gewässer, rund 91 KilometerMarchfeldkanal, Rußbach, Ober-Siebenbrunner Kanal und Stempfelbach.00:54:05 Versickern und SteuernWehrklappen, Filterbecken und drei Grundwasseranreicherungsanlagen.01:05:01 Kläranlagen, Hochwasser, FischeWeitere Funktionen des Systems und was sie für die Region bedeuten.01:17:17 Was das System kostetErrichtungskosten, laufendes Budget und offene Darlehen bis 2043.01:26:26 Wasser für die LandwirtschaftWarum Bewässerung trotz Wasser im Boden an Grenzen stößt.01:36:46 Ressource Wasser in ZukunftVerdunstung, Nitrat, Nutzungskonflikte und internationale Abstimmung.Kurz-Bio Gast:Franz Steiner ist Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal und leitet das dort angesiedelte Kompetenzzentrum Bewässerung, das Landwirtinnen und Landwirte in ganz Niederösterreich berät. Aufgewachsen ist er auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Waldviertel, studiert hat er an der BOKU Kulturtechnik und Wasserwirtschaft. Vor seinem Wechsel 2022 war er bei der via donau für den Flussbau an March und Thaya zuständig.INFOS ZUR FOLGEBetriebsgesellschaft Marchfeldkanalwww.marchfeldkanal.atKompetenzzentrum Bewässerung – Land Niederösterreichwww.noe.gv.at/noe/Wasser/Kompetenzzentrum_Bewaesserung.htmlTätigkeitsbericht 2025 der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal (PDF)www.marchfeldkanal.at/wp-content/uploads/2026/08/JB-2025-zur-Veroeffentlichung.pdfAussendung Dürre 2026: Wasser als Zukunftsfrage der Landwirtschaftwww.marchfeldkanal.at/duerre-2026-wasser-ist-zentrale-zukunftsfrage-der-landwirtschaftB2P-Folge mit Christian Griebler zum Thema Grundwasserwww.bauertothepeople.at/podcast/289 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? 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    Marchfeldkanal: Wasser für die Kornkammer - Franz Steiner
  4. Aug 30

    Physik, Dürre und die Frage nach Qualität – Werner Gruber

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Dürre, Landwirtschaft und Physik: Werner Gruber über das Trockenjahr 2026, Kostenwahrheit bei Lebensmitteln und die Frage, warum sich Qualität so selten schmecken lässt.Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Gespräch kürzen soll. Habe ich nicht. Werner Gruber ist jemand, der auf eine Frage nicht mit einer Antwort reagiert, sondern mit einer Geschichte, einem Gegenbeispiel und meistens noch mit einer Pointe. Drei Stunden sind viel, ich weiß. Dafür gibt es die Kapitelmarken, und du musst dir das wirklich nicht in einem Stück anhören.Wir starten bei der Trockenheit dieses Sommers. Laut Landwirtschaftsministerium liegen die Ertragseinbußen beim Getreide bei rund zwanzig Prozent, im Grünland drohen Ausfälle von bis zu fünfzig Prozent. Werner rechnet damit, dass uns das im Herbst über die Preise einholt, weil das, was hier fehlt, importiert werden muss. Von dort landen wir bei der Frage, warum Gesellschaften manche Veränderungen mühelos schaffen und andere über Jahrzehnte nicht, und warum das seiner Meinung nach seltener ein technisches und öfter ein psychologisches Problem ist.Dann wird es kulinarisch. Werner hat Weihnachtsgänse verschiedener Herkunft unter identischen Bedingungen zubereitet, Gulasch mit unterschiedlichsten Fleischqualitäten gekocht und heuer fünf Marmorkuchen mit fünf verschiedenen Eiersorten gebacken. Sein Befund ist unbequem: In vielen Fällen entscheidet der Zubereitungsprozess mehr als das Etikett. Bei Tomaten oder Salat sieht er das anders. Mich hat vor allem interessiert, was das für die Art bedeutet, wie wir über Qualität reden und werben.Wir sprechen außerdem über Laborfleisch und E-Fuels, über die Grenzen der Effizienz, über seine Kindheit in Oberösterreich, über den Herzstillstand 2015, über Humor als Gradmesser für Freiheit und darüber, warum er mit hundert über die Autobahn fährt.Viel Freude beim Reinhören!Kurz-Bio Gast:Werner Gruber, geboren 1970 in Ostermiething und aufgewachsen in Ansfelden, ist Physiker, Autor und Wissenschaftsvermittler. Er studierte Physik an der Universität Wien, arbeitete am Institut für Experimentalphysik und lehrt heute an der Fakultät für Informatik. Er leitete das Planetarium Wien samt Kuffner- und Urania-Sternwarte, war Mitgründer der Science Busters, drei Jahre Forschungskoordinator des Landes Burgenland und schrieb unter anderem das Buch Die Genussformel über kulinarische Physik.INFOS ZUR FOLGEWerner Gruber – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Werner_GruberFakultät für Informatik, Universität Wienhttps://informatik.univie.ac.at/Science Bustershttps://sciencebusters.at/Heinz Oberhummer – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_OberhummerSolar Foods (Solein)https://solarfoods.com/Factory 01 von Solar Foods in Vantaahttps://solarfoods.com/factory-01/ 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

    Physik, Dürre und die Frage nach Qualität – Werner Gruber
  5. Aug 16

    Grundwasser: Speicher mit langem Gedächtnis - Christian Griebler

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Grundwasser ist das größte Süßwasser-Ökosystem der Erde – und es liegt direkt unter unseren Füßen. Ich bin mit dem Bild von einem unterirdischen See in dieses Gespräch gegangen. Und dieses Bild war so falsch, wie es nur geht.Christian Griebler ist Limnologe an der Universität Wien und einer der wenigen Forschenden weltweit, die sich mit dem Grundwasser nicht nur als Ressource, sondern als Lebensraum beschäftigen. Was er mir in diesen zwei Stunden erklärt hat, hat mein Verständnis von Wasser ziemlich durcheinandergebracht. Alle Flüsse und Seen der Welt zusammen machen nur einen Bruchteil dessen aus, was im Untergrund als Grundwasser liegt. Und dieser Untergrund ist kein toter Speicher, sondern ein belebtes System, das sich selbst sauber hält – solange wir es lassen.Wir reden über das trockenste Jahr seit Langem, über die Frage, ob uns das Wasser ausgehen kann, und warum die Antwort darauf komplizierter ist, als man denkt. Christian erklärt, warum jeder Fluss einen unsichtbaren Zwilling hat, der unterirdisch mitfließt. Warum die Begradigung von Flüssen nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wasserwirtschaftliches Problem ist. Wie Quellen funktionieren, was der Marchfeldkanal mit der Donau zu tun hat, und warum das Grundwasser ein extrem langes Gedächtnis hat – was wir heute eintragen, kriegen wir so schnell nicht mehr raus.Und dann wird es auch politisch: Wem gehört das Wasser, wenn es knapp wird? Was passiert, wenn Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung um dieselbe Ressource konkurrieren? Und warum holt die Politik das beste verfügbare Wissen nicht ab, obwohl es auf dem Tisch liegt?Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWas ist Grundwasser und warum wissen wir so wenig darüber?00:02:14 Wer ist Christian Griebler?Vom Insektensammler zum Grundwasserökologen – ein ungewöhnlicher Weg00:10:11 Trockenheit: Wetter oder Klima?27 Prozent weniger Niederschlag und die Frage, wo das Wasser hin ist00:16:36 Vom Berg ins Tal – wie Wasser wandertDas West-Ost-Gefälle und warum der Osten benachteiligt ist00:20:36 Grundwasser ist kein SeeStockwerke, Lückenräume und das Aquarium-Bild erklärt00:30:11 Flüsse und ihr unsichtbarer ZwillingWarum jeder Fluss einen unterirdischen Begleiter hat00:39:10 Wasser in der Landschaft haltenFlussbegradigung, Überschwemmungsflächen und Running Sushi00:52:11 Zahlen, die Perspektiven verschieben97 Prozent Salzwasser und das Verhältnis von Oberfläche zu Untergrund01:03:06 Kommunizierende GefäßeWie Flüsse und Grundwasser sich gegenseitig am Leben halten01:20:00 Politik, Wissenschaft und KomfortzonenWarum das beste Wissen nicht abgeholt wird01:30:54 Grundwasser und LandwirtschaftWer hat Vorrang beim Wasser – und wer zahlt am Ende?01:51:04 Lebensraum UntergrundWie Mikroben das Grundwasser sauber halten – und wann das kippt02:02:01 Das lange Gedächtnis des GrundwassersWas wir heute eintragen, bleibt dort für Jahrhunderte02:19:30 Was bleibt – ein PlädoyerKommunikation im Wasserkreislauf und was jeder tun kannKurz-Bio Gast:Christian Griebler ist Professor für Limnologie an der Universität Wien und Leiter des Departments für funktionelle und evolutionäre Ökologie. Er erforscht Grundwasserökosysteme, ihre Biodiversität und die Rolle von Mikroorganismen bei der natürlichen Wasserreinigung. Vor seiner Rückkehr nach Wien 2019 war er 18 Jahre in Deutschland, unter anderem am Helmholtz Zentrum München.INFOS ZUR FOLGEChristian Griebler – Universität Wienhttps://ecology.univie.ac.at/about-us/unit-limnology/working-group-groundwater-ecology/team/christian-grieblerChristian Griebler – Google Scholar Profilhttps://scholar.google.com/citations?user=uFmlqxsAAAAJWiener Hochquellenwasserleitung – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_HochquellenwasserleitungWiener Wasserversorgung – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_WasserversorgungMarchfeldkanal – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/Marchfeldkanal 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? 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    Grundwasser: Speicher mit langem Gedächtnis - Christian Griebler
  6. Aug 2

    KI am Bauernhof - Stefan Romstorfer

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at KI in der Landwirtschaft – nicht am Acker, sondern im Büro: Wie setzt ein Bio-Landwirt KI-Tools im täglichen Arbeitsalltag ein? Darüber habe ich mich mit Stefan Romstorfer von Neuland Bio unterhalten.Das hier ist die zweite Folge mit Stefan. In der ersten ging es um den Erdnussanbau im Weinviertel und ein KI-gesteuertes Hackgerät. Diesmal haben wir uns seinen ganz alltäglichen Umgang mit KI im Büro vorgenommen, nicht am Acker – hemdsärmelig, praxisnah, ohne Hochglanz.Stefan ist nicht nur Bio-Landwirt, sondern betreibt in Wien auch eine Web- und Werbeagentur und hat Wirtschaftsinformatik studiert. Das macht ihn zu einem dieser Menschen, die technisch tief genug drin sind, um zu verstehen, was passiert, aber gleichzeitig beide Beine fest am Boden haben. Er zeigt, wie er sich mit KI eine Pflanzenschutzmittelliste erstellt hat, die den neuen rechtlichen Anforderungen entspricht. Wie er Etiketten auf Lebensmittelkonformität prüft. Wie er Fotos hochlädt, um Pflanzenkrankheiten zu erkennen. Und wie KI einen Fehler in seiner Steuererklärung gefunden hat, den der Steuerberater übersehen hatte.Wir reden aber auch darüber, was KI nicht ist: kein allwissender Freund, kein Ersatz für eigenes Wissen. Und am Ende wird es ein bisschen nachdenklich: Was bedeutet es, wenn uns nach den Händen jetzt auch noch das Denken abgenommen wird? Es sind Impulse und Ideen, keine fertige Anleitung. Wer schon mit KI arbeitet, findet hoffentlich ein paar neue Gedanken. Wer noch nicht angefangen hat, bekommt vielleicht den nötigen Schubs.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsWilly fasst die vorige Folge zusammen und gibt einen Ausblick auf die KI-Episode.00:03:01 Der ChatGPT-MomentWann Stefan zum ersten Mal mit KI in Berührung kam und was ihn angefixt hat.00:08:04 Was ist KI – und was nicht?KI als Denkpartner, die Grenzen der Maschine und warum man Danke sagt.00:15:19 Einstieg für AnfängerAccount anlegen, erste Prompts formulieren und die Angst vor dem Start verlieren.00:21:58 Prompting und KontextWarum bessere Eingaben bessere Antworten liefern – und wo die Grenzen sind.00:30:19 KI am Acker vs. KI im BüroAutonome Traktoren, Hackgeräte und wo KI in der Landwirtschaft steht.00:35:05 Praxisbeispiele aus dem AlltagPflanzenschutzlisten, Etikettenkontrolle, Krankheitserkennung per Foto.00:43:29 Direktvermarktung und TextarbeitWie KI bei Förderanträgen, Stundenlisten und Arbeitsplanung unterstützt.00:59:09 Finanzen und SteuererklärungenKI findet einen Fehler in der Steuererklärung – 15.000 Euro mehr Rückzahlung.01:07:03 Chancen, Risiken und die ZukunftWas passiert mit unseren Jobs, wenn uns das Denken abgenommen wird?01:17:08 Einfach startenStefans Appell zum Schluss: Offen sein, dranbleiben, keine Angst haben.Kurz-Bio Gast:Stefan Romstorfer ist Bio-Landwirt und Unternehmer aus Auersthal im niederösterreichischen Weinviertel. Gemeinsam mit seinem Bruder Roman bewirtschaftet er einen Ackerbau- und Weinbaubetrieb und baut unter der Marke neuland.bio seit 2016 die ersten Bio-Erdnüsse Österreichs an. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung des KI-gesteuerten Hackgeräts VarioChop AI beteiligt, einer Kooperation der Firmen Samo und Ulmanna.INFOS ZUR FOLGEneuland.bio (Stefan & Roman Romstorfer, Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel)www.neuland.bioneuland.bio auf Instagramwww.instagram.com/neuland.bio.erdnussneuland.bio auf Facebookwww.facebook.com/neuland.bioSamo Maschinenbau (Hackgerät VarioChop, Thomasroith, OÖ)www.samo-gmbh.atVarioChop AI Hackgerät (KI-gesteuerte In-Row-Hacktechnik)www.samo-gmbh.at/hackgeraet-variochopYouTube-Video zu VariaChop AI (damit man sich auch was vorstellen kann :) www.youtube.com/watch?v=FTduEZq-BFoUlmanna (KI-Kamerasysteme für Hacktechnik, Tschechien)www.ullmanna.euErste Folge mit Stefan Romstorfer - Erdnüsse aus Österreichwww.bauertothepeople.at/podcast/287 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

    KI am Bauernhof - Stefan Romstorfer
  7. Jul 19

    Erdnüsse aus Österreich – Stefan Romstorfer

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel: Stefan Romstorfer baut gemeinsam mit seinem Bruder Roman eine Kultur an, die es vor 20 Jahren in Österreich gar nicht gegeben hätte.Ich war bei Stefan in Auersthal, auf der alten Kegelbahn im ehemaligen Wirtshaus seines Großvaters. Dort, wo früher Alle Neune gerufen wurde, stehen heute Erdnuss-Röster und Verpackungsmaschinen. Stefan und sein Bruder Roman haben den elterlichen Bio-Betrieb übernommen und sich neben Weizen, Ölkürbis und Weinbau einer für Österreich ziemlich ungewöhnlichen Kultur verschrieben: der Erdnuss.Die Erdnuss ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie kommt mit wenig Wasser aus, mag sandige Böden und profitiert von den veränderten klimatischen Bedingungen im Weinviertel. Stefan erzählt, wie der Weg von ein paar Quadratmetern Versuchsanbau zu mittlerweile 25 Hektar geführt hat, warum die Unkrautregulierung dabei die größte Herausforderung ist und wie er gemeinsam mit den Firmen Samo und Ulmanna ein KI-gesteuertes Hackgerät mitentwickelt hat, das Kulturpflanzen in Millisekunden erkennt und das Unkraut dazwischen entfernt.Wir reden über Saatgut, das man sich teilweise selbst vermehrt, über Erntemaschinen, die erst nach mehreren Anläufen funktioniert haben, über Erdnussmus aus 100 Prozent Erdnüssen und ein Erdnussöl, das die steirische Ölmühle Fandler presst. Und darüber, was es heißt, als kleinstrukturierter Familienbetrieb ein Produkt von Grund auf zu entwickeln, zu verarbeiten und zu verkaufen.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsEinleitung und Vorstellung: Erdnüsse im Weinviertel und KI am Acker00:03:01 Wer ist Stefan Romstorfer?Vom IT-Studium zurück zur Landwirtschaft, Bio-Pionier-Vater Franz00:07:09 Der Betrieb im Weinviertel160 Hektar Ackerbau, 16 Hektar Weinbau, Arbeitsteilung mit Bruder Roman00:16:18 Das Problem mit dem UnkrautWarum Unkraut im Bio-Anbau die zentrale Herausforderung ist00:21:19 KI-Hacke: VarioChop AIWie Kamera, KI und Pneumatik Unkraut in der Reihe erkennen und entfernen00:33:00 So funktioniert die KI-ErkennungMachine Learning mit tausenden Pflanzenfotos und Millisekunden-Steuerung00:45:04 Wie kommt man auf Erdnüsse?Klimawandel, trockene Böden und die Suche nach einer einzigartigen Kultur00:59:12 Klimawandel im WeinviertelLängere Vegetationsperioden, weniger Niederschlag, neue Möglichkeiten01:05:02 Die Erdnuss: Hülsenfrucht, nicht NussBotanik, Anbau von der Saat bis zur Ernte, Selbstbefruchtung im Boden01:25:05 Trocknung, Röstung und VerarbeitungVom Acker in die ehemalige Wirtshausküche: Trocknung, Röstung, Erdnussmus01:44:07 Vertrieb und DirektvermarktungWebshop, Nikolaus-Erdnüsse, Erdnussbutter und das Öl von Fandler01:59:04 Kleinstrukturierte LandwirtschaftWas familiengeführte Betriebe ausmacht und warum Nischen wichtig sind02:08:19 Utopie und AbschlussHerkunftskennzeichnung, regionale Kreisläufe und Stefans KühlschrankKurz-Bio Gast:Stefan Romstorfer ist Bio-Landwirt und Unternehmer aus Auersthal im niederösterreichischen Weinviertel. Gemeinsam mit seinem Bruder Roman bewirtschaftet er einen Ackerbau- und Weinbaubetrieb und baut unter der Marke neuland.bio seit 2016 die ersten Bio-Erdnüsse Österreichs an. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung des KI-gesteuerten Hackgeräts VarioChop AI beteiligt, einer Kooperation der Firmen Samo und Ulmanna.INFOS ZUR FOLGEneuland.bio (Stefan & Roman Romstorfer, Bio-Erdnüsse aus dem Weinviertel)www.neuland.bioneuland.bio auf Instagramwww.instagram.com/neuland.bio.erdnussneuland.bio auf Facebookwww.facebook.com/neuland.bioSamo Maschinenbau (Hackgerät VarioChop, Thomasroith, OÖ)www.samo-gmbh.atVarioChop AI Hackgerät (KI-gesteuerte In-Row-Hacktechnik)www.samo-gmbh.at/hackgeraet-variochopUlmanna (KI-Kamerasysteme für Hacktechnik, Tschechien)www.ullmanna.euÖlmühle Fandler (Erdnussöl-Pressung, Pöllau, Steiermark)www.fandler.atWinzerkeller im Weinviertel / Genossenschaftsweinkeller Wolkersdorfwww.winzerkeller.euErdnuss (Arachis hypogaea) – Wikipediahttps://de.wikipedia.org/wiki/ErdnussYouTube-Video zu VariaChop AI (damit man sich auch was vorstellen kann :) www.youtube.com/watch?v=FTduEZq-BFo 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? 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    Erdnüsse aus Österreich – Stefan Romstorfer
  8. Jul 12

    Einspruch Bachler | Kuhattacke · Dürre · Ukraine

    In eigener Sache: Menschen.at Ich halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.  → menschen.at Kuhattacke, Dürre, EU-Beitritt der Ukraine: Christian und ich  nehmen uns drei Themen vor, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Auf den zweiten Blick ziemlich viel.Im Mai 2026 ist in Osttirol wieder eine Frau durch eine Kuhherde tödlich verletzt worden. Christian kennt das Thema wie kaum ein anderer, er war schon beim ersten großen Kuhurteil mittendrin.Wir reden darüber, warum an bestimmten Hotspots Weidewirtschaft und Tourismus nicht mehr zusammenpassen und warum wir in der Rinderzucht über Jahrzehnte auf das Wesen der Tiere vergessen haben, weil nur die Leistungszahlen auf dem Zettel standen.Dann das zweite Thema: Dürre. Christian berichtet, dass in seinem Bezirk über den Winter kaum Niederschlag gefallen ist. Was das für das Grundwasser bedeutet, warum Getreide in Notreife geht und was intensive Beweidung nach dem Vorbild von Allan Savory mit dem Wasserhaushalt im Boden macht, da sind wir zu Erkenntnissen gekommen, die mich zum Nachdenken gebracht haben.Und drittens: der mögliche EU-Beitritt der Ukraine. Ein Land mit rund 41 Millionen Hektar Ackerland, davon rund 60% Schwarzerdeböden. Was passiert, wenn diese Flächen ohne Zollschranken in den EU-Binnenmarkt kommen? Christian und ich sind uns einig, dass das eigentliche Problem nicht die Ukraine ist, sondern die Art, wie wir Landwirtschaft in Europa seit Jahrzehnten denken und fördern.Der rote Faden durch alle drei Themen: Wir haben in der (Land-) Wirtschaft zu oft nur auf Leistung und Effizienz geschaut und die qualitativen Faktoren links liegen lassen. Beim Tier das Wesen, beim Boden die Naturgestaltung und bei der (Agrar-) Politik den Menschen.Wir haben ein wenig diskutiert. Aber was ist mit euch? Was denke ihr zu diesen Themen, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt uns oder schreibt es in die Kommentare!00:00:00 Los gehtsBegrüßung, Rückblick auf die erste Folge und Themenübersicht00:03:06 Kuhattacke in OsttirolWas im Mai passiert ist und was sich seit dem Kuhurteil getan hat00:07:55 Wolf, Hund, HerdeWarum in Osttirol mehrere Risikofaktoren zusammentrafen00:11:24 Wegerecht und AlmnutzungBetretungsrecht im Wald und am Berg, Nutzungskonflikte an Hotspots00:17:29 Zucht auf WesenWarum der Charakter von Rindern in der Zucht vergessen wurde00:26:06 Lösungen für die AlmKurse, verlorenes Hirtenwissen und Entschärfung von Hotspots00:29:08 Dürre und BodenwasserFehlende Winterniederschläge, Grundwasser und Notreife beim Getreide00:37:07 Klima oder Wetter?Was sich verändert und wie Bergbauern profitieren und leiden00:42:04 Hecken, Wurzeln, Wasser haltenAusgeräumte Landschaften und wie intensive Beweidung hilft00:55:10 Ukraine und die EUSchwarzerdeböden, Agrarflächen und was ein Beitritt bedeuten würde01:04:01 Preisdruck und SystemfrageBörsenpreise, spanische Schweine und die GAP-Reform01:13:16 Roter Faden und AbschlussWesen, Boden, Ökonomie: Warum wir immer die gleichen Fehler machenKurz-Bio Gast:Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.INFOS ZUR FOLGEBergerhof Krakauebene (Website)www.bergerhof-krakauebene.atBergerhof Krakauebene auf Instagramwww.instagram.com/bergerhof_krakauebeneBergerhof Krakauebene auf Facebookwww.facebook.com/BergerhofKrakauebeneAlternative University of Bergerhof (Website)www.alternativeuniversity.atSichere Almen (Aktionsplan & 10 Verhaltensregeln)www.sichere-almen.atTödliche Kuhattacke in Osttirol, Mai 2026 (ORF-Bericht)https://tirol.orf.at/stories/3354570 📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!  Membersheep werden: → Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.  B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen.  Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeople Musik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen 😊thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle  Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!

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Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.

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