Der Zweite Gedanke

radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.

  1. 3d ago

    Wie Dr. Schalck mit einer verwegenen Idee beinahe die DDR rettete

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Jakob Hein und Norbert F. Pötzl Koproduktion mit DT Kontext, aufgezeichnet am 25. September 2026 im Deutschen Theater Berlin. In Jakob Heins Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" werden die Beziehungen zwischen Ost und West mit Hilfe einer psychoaktiven Pflanze rauschhaft durcheinandergewirbelt. In der deutsch-deutschen Realität versuchte ein gewisser Alexander Schalck-Golodkowski, den Kommunismus mit kapitalistischen, mafiösen Devisengeschäften zu retten. Ein Gespräch über die Spannungen zwischen Fakt und Fiktion, über Ostalgie, Humor und Aufklärung. Jakob Hein ist Schriftsteller und Kinder- und Jugendpsychiater mit eigener Praxis in Berlin-Mitte. Sein Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" ist 2025 bei Galiani erschienen. Norbert F. Pötzl war Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel, u. a. als Büroleiter in Berlin. Sein Buch "Das Schattenreich des Alexander Schalck-Golodkowski" ist 2025 im Europa-Verlag erschienen. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke: Absurdistan und schöne Fiktion 00:13:33 "Humor Tragödie plus Abstand" (Jakob Hein) 00:16:30 Abhängigkeit der DDR von Westgeld 00:19:55 Schlaraffenland-Wirtschaftspolitik der DDR 00:25:50 Literatur als Utopie einer besseren DDR 00:27:46 Schalck und KoKo: "Devisennot kennt kein Gebot" 00:32:28 Milliardenkredit 1983 00:41:29 Sehnsucht nach dem "Friedensstaat DDR" 00:47:48 Publikumsfragen: Schalck ab 1989 / Milliardenkredit/ Aufarbeitung 00:55:52 Brauchen wir mehr Humor oder mehr Aufklärung? 00:58:47 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    Wie Dr. Schalck mit einer verwegenen Idee beinahe die DDR rettete
  2. Sep 24

    Löst Vergesellschaftung die Berliner Wohnungskrise?

    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Sebastian Bartels und Marcel Fratzscher "Wir können das Wohnungsproblem in Berlin lösen." (Marcel Fratzscher) In Berlin hat die Partei Die Linke die Abgeordnetenhauswahlen am 20. September mit über 25% klar gewonnen. Das zentrale Thema der Landespartei und ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp: Wohnungsnotstand. Ihre Antwort lautet „Vergesellschaftung“ großer Wohnungsbaukonzerne. Damit will Eralp als Regierende Bürgermeisterin die Hauptstadt wieder bezahlbar machen. Kritiker warnen: Viel zu teuer, dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung. Der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Sebastian Bartels, unterstützt die Forderung einer Vergesellschaftung, weiß aber, dass das ein jahrelanger Prozess ist. Er plädiert für Sofortmaßnahmen: Mehr Sozialwohnungen und eine Mietpreisbremse, mehr Regulierungen wie etwa beim Verkehr. DIW-Präsident Marcel Fratzscher lehnt eine Vergesellschaftung prinzipiell ab. Er warnt davor, dass Investoren Berlin zukünftig meiden könnten. Außerdem würde durch Enteignung keine einzige neue Wohnung entsteht. Sebastian Bartels ist selbstständiger Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Marcel Fratzscher lehrt als Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität in Berlin und ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:02:54 Pro und Contra Vergesellschaftung 00:09:50 Juristisch möglich 00:13:40 Unterschied Enteignung vs. Vergesellschaftung 00:24:10 Wir können uns Berlin nicht mehr leisten 00:30:20 Alter und neuer Volksentscheid 00:36:00 Bund und Karlsruhe reden mit 00:40:30 Vonovia kaufen 00:45:41 Die Sorge der Investoren 00:47:39 Wie wird Berlin wieder Stadt für alle? 00:54:52 Der Zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    Löst Vergesellschaftung die Berliner Wohnungskrise?
  3. Sep 17

    Konfliktzone Ostsee – Vom Baltikum lernen

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Laurynas Katkus und Oliver Moody "Man hat die Freiheit errungen." (Oliver Moody) Die sicherheitspolitische Lage im Ostseeraum hat sich in den vergangenen Monaten spürbar verschärft. Vor allem Finnland und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sind auf die Verteidigung gegen die russische Aggression eingestellt: „Je näher man an der Grenze zu Russland wohnt, desto höher ist die Bereitschaft, für Land und Bündnis zu kämpfen“, so der britische Journalist Oliver Moody. Mit dem litauischen Schriftsteller Laurynas Katkus spricht er über die Bedeutung historischer Erfahrungen, die Rolle der NATO und die Präsenz der Bundeswehr in Litauen. Aufgezeichnet am 10. September 2026 in Kooperation mit der Landesvertretung Schleswig-Holstein, dem Litauischen Kulturinstitut, der Academia Baltica e.V., der Europäischen Akademie Berlin und dem Europaministerium des Landes Schleswig-Holstein. Laurynas Katkus ist litauischer Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. Seine Lyrik und Prosa wurde in viele Sprachen übersetzt, ins Deutsche u.a. der Essayband "Moskauer Pelmeni" (Leipziger Literaturverlag 2017) und sein Roman "Schwankende Schatten" (Klak Verlag 2022). Oliver Moody ist Berlin-Korrespondent der The Times und Sunday Times, Mit "Konfliktzone Ostsee – Die Zukunft Europas" (Klett-Cottag 2025) hat er ein vielbeachtetes geopolitisches Porträt des Ostseeraums. Kapitel: 00:02:44 Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: Reaktionen in Litauen und Großbritannien 00:10:55 Was verbindet die baltischen Staaten? 00:15:20 Der baltische Weg - vereint gegen Russland? 00:23:20 Russisschsprachige Minderheiten im Baltikum 00:28:00 Vorbild Finnland? 00:32:00 Bundeswehr in Litauen 00:35:10 Zukunft der NATO 00:40:28 Vom Baltikum lernen 00:44:00 Publikumsgespräch: Demographie, Emotionen, Bildungsarbeit 00:55:00 Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    Konfliktzone Ostsee – Vom Baltikum lernen
  4. Sep 10

    Zukunft Deutschland: AfD an der Macht?

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Justus Bender und Heike Klüver "Wir haben Geschichte geschrieben", frohlockte die AfD nach ihrem haushohen Wahlsieg bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Welche Geschichte? Erleben wir gerade ein zweites 1933, wie es der FAZ-Journalist Justus Bender in seinem aktuellen Buch "Deutschland 2033" nahelegt? Oder ist alles ganz anders – vor allem in Zeiten von Social Media? Beim Internationalen Literaturfestival Berlin hat die Politikwissenschaftlerin Heike Klüver mit Justus Bender am Wahlabend die ersten Hochrechnungen aus Sachsen-Anhalt kommentiert und über die Zukunft Deutschlands nachgedacht. In einer aktuellen Ergänzung schlagen sie konkrete Strategien gegen eine autoritäre, rechtsextreme Machtübernahme vor. In Kooperation mit dem internationalen literaturfestival berlin Aufgezeichnet am 6.September 2026 und ergänzt am 9. September 2026 Videomitschnitt vom 6. September 2026 beim ilb: https://www.youtube.com/live/GkCjTUes440 Justus Bender ist stellvertretender Leiter des Politikressorts der FAS. Sein Buch "Deutschland 2033. Ein Szenario" ist bei C.H.Beck erschienen. Heike Klüver ist Professorin für Politisches Verhalten im Vergleich an der HU Berlin, wo sie das Humboldt Governance Lab leitet. Derzeit arbeitet sie an einem Buch über evidenzbasierte Strategien zur Stärkung der Demokratie. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:03:08 Sind wir schon gescheitert? 00:09:01 Deutschland 2033, Alice Weidel und Jens Spahn 00:12:59 Rechtspopulisten an der Macht: keine Entzauberung 00:17:31 Ordnungsbedürfnis, Ängste und Problem-Übertreibung 00:23:03 Rechtsextremismus in Zeiten des Internets 00:32:20 Emotionale Kommunikation und Problemlösung 00:39:37 Publikumsfragen: Social Media, Ungleichheit, linke Parteien 00:48:44 Exit Polls aus Sachsen-Anhalt: AfD bei 44% 00:50:35 Vetternwirtschaft ohne Folgen 00:54:31 AfD-Landesverbände verbieten? 00:59:00 Publikumsfrage: Koexistenz AfD-CDU 01:01:10 Deutschland 1933 – AfD-Politik heute? 01:06:43 Der zweite Gedanke von Heike Klüver: Demokratie konkret verteidigen 01:08:45 Der zweite Gedanke von Justus Bender: Nähe und Vertrauen aufbauen 01:11:44 Outro: Resignation ist keine Lösung Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    Zukunft Deutschland: AfD an der Macht?
  5. Sep 3

    Kulturkampf in Sachsen-Anhalt: Bauhaus Dessau und Theater Stendal denken weiter

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Barbara Steiner und Dorotty Szalma „Wir sind keine Heiler.“ (Dorotty Szalma)) Kultur ist entscheidend für die AfD in Sachsen-Anhalt: Die „Ursachen der aktuellen Misere“ seien „kultureller Art“, müssten also „durch gezielte Arbeit an den kulturellen Voraussetzungen geheilt werden“. So heißt es im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde und bei den Landtagswahlen mit über 40 Prozent Zustimmung rechnen kann. Gezielt attackiert die AfD diverse Kulturinstitutionen des Landes, besonders die Stiftung Bauhaus Dessau, aber auch das Landestheater der Altmark in der Hansestadt Stendal. Ihre Arbeit passt nicht zur AfD-Landeslosung „deutsch denken“. Barbara Steiner, die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, und Dorotty Szalma, Intendantin des TdA Stendal, sprechen über ihre Vernetzung in der Region, über völkischen Kulturkampf und Selbstzensur. Barbara Steiner, geb. 1964 in Dörfles (Österreich), ist seit 2021 Vorständin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau. Dorotty Szalma, geb. 1974 in Budapest (Ungarn), ist seit 2023 Intendantin des Theaters der Altmark in Stendal. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:03:13 Kunstfreiheit und Heilung durch Kunst? 00:06:22 Bauhaus Dessau gestern und heute 00:09:13 Theater der Altmark Stendal 00:18:17 Politischer Druck in Dessau und Stendal 00:25:13 "Deutsch denken" statt "modern denken"? 00:33:44 Parallele Ungarn? Orbán/Fidesz und Selbstzensur 00:37:14 Parallele Österreich? FPÖ und Risse in Parteien 00:40:39 Solidarität, Manifeste, Kulturfördergesetz 00:49:36 Mehr Menschen erreichen 00:54:16 Der zweite Gedanke und Hinweis auf die nächste Folge: https://literaturfestival.com/events/zukunft-deutschland-afd-an-der-macht/ Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

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  6. Jul 2

    250 Jahre USA: Wunsch und Wirklichkeit

    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Rieke Havertz und Agnes Mueller "Der American Dream ist von Lügen durchzogen." (Rieke Havertz) Die USA gelten als älteste moderne Demokratie der Welt. Am 4. Juli jährt sich die Unabhängigkeit zum 250. Mal. The Land Of The Free war lange ordnungspolitische Weltmacht und Vorbild demokratischer Staaten. Aber das amerikanische Wunschbild hat Risse bekommen. Heute wirken die USA in vieler Hinsicht fremd und bedrohlich. Im Inland spaltet die MAGA-Bewegung die Gesellschaft und zerstört das System der Checks and Balances. Nach außen wirkt Trumps Amerika als völlig unzuverlässiger Partner. Wie sehr klaffen heute Wunsch und Wirklichkeit der USA auseinander? Rieke Havertz ist internationale Korrespondentin der ZEIT und seit 2020 Co-Host des Podcasts »OK, America?«. Mehrere Jahre hat sie aus Washington über das Land berichtet. Ihr aktuelles Buch "Goodbye, America? Die USA und wir - eine Neuvermessung" ist bei Aufbau erschienen. Agnes Mueller ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Jüdische Studien an der University of South Carolina. Gerade ist bei Cambridge University Press ihr neues Buch "Holocaust Migration in German Jewish Literatures" erschienen. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:03:11 Freiheit Made in USA 00:08:45 Abgrenzung Liberty für Trump und Harris 00:11:14 Einschränkungen an den Unis 00:16:27 Reizwort Cancel Culture 00:25:52 Braindrain? 00:34:25 Amerika wählt pragmatisch 00:36:30 Wie gemeinsam 250 Jahre feiern 00:40:25 Erinnerungspolitik 00:45:07 Was ist aus der Soft Power geworden? 00:47:55 Distanziert sich Europa? 00:56:30 Der Zweite Gedanke Podcast-Tipp: Straße von Hormus - ein Wirtschaftsupdate https://1.ard.de/hormus-update Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de Wir verabschieden uns in die Sommerpause. Am 3.9. geht es weiter! Eine schöne Sommerzeit!

    250 Jahre USA: Wunsch und Wirklichkeit
  7. Jun 25

    Ingeborg Bachmann: "Die Männer sind unheilbar krank."

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Teresa Präauer und Regina Schilling "Therapie schadet nie." (Teresa Präauer) Ingeborg Bachmann lacht, als sie sagt: „Die Männer sind unheilbar krank. Wissen Sie das nicht? Alle!“ Der TV-Ausschnitt von 1971 ist zentral in Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin. Sie wirkt plötzlich ganz aktuell: ihr Bewusstsein für das, was heute strukturelle männliche Gewalt genannt wird; ihre Suche nach Freiheit jenseits männlicher und weiblicher Zuschreibungen. Seit Bachmanns tragischem Tod im September 1973 hat sich viel verändert. Künstlerinnen sind keine Ausnahmen mehr. Geschlechter sind fluide und "auf Augenhöhe". Wirklich? Die Filmemacherin Regina Schilling und die Wiener Schriftstellerin Teresa Präauer denken über das Erbe der Ingeborg Bachmann und Frauen im Kunstbetrieb heute nach. Teresa Präauer ist bildende Künstlerin und Schriftstellerin. Ihre Bücher, u.a. "Kochen im falschen Jahrhundert", wurden mehrfach ausgezeichnet. Ihr neues Buch heißt "Nie mehr weinen – Tränenkunde für Fortgeschrittene" (Essay, Residenz Herbst 2026). Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin. Zu ihren vielfach ausgezeichneten Filmen zählen "Bierbichler" (2007), "Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule" (2011, Co-Regie Luzia Schmid,) "Titos Brille" (2014) und "Kulenkampffs Schuhe2 (2018). "Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war" mit Sandra Hüller, Paul Celan, Hans-Werner Henze und Max Frisch startete am 25.6.2026 in den deutschen Kinos. Kapitel: 00:00:00 Intro und Lieblingssätze 00:03:25 "Die Krankheit der Männer." 00:05:57 Erste Begegnungen mit Bachmann 00:09:23 Bachmann wiederlesen 00:14:23 Erste Gewalterfahrung (Sandra Hüller liest aus "Malina") 00:25:33 "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." 00:28:03 Kunstschaffende Frauen gestern und heute 00:33:53 Mit Männern leben 00:38:26 "Ich habe kein Geschlecht mehr." (Gebärmutter-OP) 00:41:04 Todesarten-Projekt 00:47:31 Aus der männlichen Position erzählen 00:50:57 Lese-Empfehlungen 00:53:27 Zweiter Gedanke: Die Männer sind unheilbar krank? 00:54:58 Outro und Podcast-Tipp: DER VERBOTENE VATER - Schicksal eines französischen Besatzungskinds https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    Ingeborg Bachmann: "Die Männer sind unheilbar krank."
  8. Jun 18

    Exzellenter Sanierungsfall – TU und der Wissenschaftsstandort Berlin

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Ina Czyborra, Fatma Deniz und Bénédicte Savoy "Den Campus als Reallabor sehen" (Fatma Deniz) Als „Abgrund“, als Beweis für den „failed state“ Berlin wurde die plötzliche Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität im Mai 2026 bezeichnet. 96 Prozent der TU-Gebäude sind sanierungsbedürftig – eine Frage der Existenz, warnte die Uni-Leitung schon vor Jahren. Für die neue TU-Präsidentin Fatma Deniz ist es „ein seltsamer Widerspruch unserer Zeit: eine Infrastruktur der Vergangenheit, dort, wo für die Zukunft geforscht wird“. Steht die Exzellenz-Uni und mit ihr der Wissenschaftsstandort Berlin am Abgrund? Der jetzige Ausnahmezustand der TU erfordert ein Umdenken, wie Spitzenforschung in Berlin künftig gestaltet werden kann und sollte – darin sind sich Uni-Präsidentin Deniz, die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra und die international renommierte Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy einig. Czyborra verteidigt die neue Hochschulbaugesellschaft, Deniz möchte die TU zum „Labor für die eigene Sanierung“ machen und Savoy betont, die Räume der Uni müssten auch als Räume der Demokratie verteidigt werden – wie Festungen in Kriegszeiten. Dr. Ina Czyborra ist SPD-Politikerin und seit 2023 Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin. Prof. Dr. Fatma Deniz ist seit April 2026 Präsidentin der TU Berlin. Von 2024 bis 2026 war sie Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie seit 2023 Professorin für Informatik an der TU Berlin. Prof. Dr. Bénédicte Savoy ist Leiterin der Kunstgeschichte der Moderne an der TU Berlin und renommierte Forscherin zu NS-Kunstraub und postkolonialer Provenienzforschung. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Erster Gedanke: Wie konnte es soweit kommen? 00:09:43 Exzellenz der TU 00:13:55 Ikone der Architekturgeschichte, Denkmalschutz und Stromversorgung 00:20:19 Gebäudeschließungen, Neubau und Sanierungsstau 00:30:19 Wer ist verantwortlich? 00:40:08 Geplante Hochschulbaugesellschaft und Autonomie der Unis 00:54:21 Kurzfristige Lösungen für Hochschulbetrieb TU 00:57:26 Zukunft der TU und des Wissenschaftsstandorts Berlin 01:04:04 Der zweite Gedanke 01:05:14 Podcast-Tipp: Berlin Code - mit Linda Zervakis http://kurz.ard.de/berlincode Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

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