Württembergische Landesbibliothek – Bibliothek für Zeitgeschichte

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek veranstaltet regelmäßig in Stuttgart öffentliche Vorträge zu Politik und Zeitgeschichte. Auch Lesungen, Gespräche und Podiumsdiskussionen gehören zum Programm. Historiker kommen dabei ebenso zu Wort wie Journalisten, Publizisten, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Reihe richtet sich zugleich an Fachwissenschaftler wie an historisch Interessierte.

  1. May 31

    Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden

    Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“ Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethno­natio­na­lis­mus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesell­schaften, was beeinflusst den Werte­wandel, wie hängen wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Ein­stel­lungs­muster miteinander zusammen? Schließlich: Was ist an den ost­euro­pä­ischen Entwicklungen „östlich“, welche übergreifenden euro­pä­ischen Trends lassen sich identifizieren? Das Bild ist vielschichtig. Andreas Heinemann-Grüder ist Senior Fellow beim CASSIS und außer­plan­mäßiger Professor für Politik­wissen­schaft an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwer­punkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen. Heinemann-Grüder studierte Geschichte, Politik­wissen­schaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Postgraduierten­studium an der Lomonossow-Universität in Moskau. Er promovierte 1989 an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1999 an der Humboldt-Universität. Er ist Mitglied des Beirats der Bundes­regierung für zivile Konflikt­präven­tion und Friedens­för­de­rung. Die Veranstaltung fand am 26. März 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/europa_im_krieg_determinanten_von_krieg_und_frieden?nav_id=13106

    1 hr
  2. Mar 22

    Hochqualifiziert und äußerst skeptisch? Wie qualifizierte Zuwanderer Deutschland erleben

    Die Zuwanderung von Hochqualifizierten wird ökonomisch und kulturell als wenig bedrohlich betrachtet. Aber was zeichnet das besondere Verhältnis von hochqualifizierten Einwanderern zum Zielland aus? Sind hier Muster erkennbar, etwa im Bereich der tatsächlichen und wahrgenommenen Akzeptanz oder der emotionalen Bindung an das Zielland? Und gilt dies für alle Herkunftsgruppen gleichermaßen? Diese Fragen werden anhand einer Befragung von Neuzuwanderern nach Deutschland diskutiert. Claudia Diehl ist Professorin für Mikrosoziologie an der Universität Konstanz und Co-Sprecherin des Exzellenzclusters The Politics of Inequality. Sie hat Soziologie und Psychologie in Mannheim studiert, wo sie 2001 auch promoviert wurde. Bevor sie im April 2013 dem Ruf nach Konstanz folgte, hatte sie eine Stelle als Professorin an der Universität Göttingen inne und war am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung tätig. Sie nahm zahlreiche Auslandsaufenthalte wahr; zuletzt war sie 2019/2020 als Hannah-Arendt-Gastprofessorin des DAAD an der Munk School of Foreign Affairs and Public Policy in Toronto (Kanada) tätig. 2021 wurde Claudia Diehl in die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder berufen und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen, der das Bundesfamilienministerium berät. Sie ist seit 2023 ferner Mitglied der Heidelberger sowie seit 2025 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Claudia Diehl befasst sich in ihrer Forschung mit Migration, Integration und ethnischer Diskriminierung. Die Veranstaltung fand am 15. Januar 2026 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/claudia_diehl_hochqualifiziert_und_skeptisch

    50 min
  3. Feb 15

    Demografie macht Politik. Repräsentation, Populismus, Perspektiven

    Vortrag von Prof. Dr. Marc Debus (Mannheim) in der Reihe "Im Umbruch!" Die bundesdeutsche Gesellschaft hat sich durch die Zuwanderung in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Beinahe 30% der in Deutschland lebenden Menschen haben einen sogenannten Migrations­hinter­grund. In diesem Bevöl­ke­rungs­anteil verbirgt sich jedoch eine große Heterogenität, die wiederum mit unter­schied­lichen Interessen­lagen verbunden ist. Im Vortrag wird der Frage nach­ge­gan­gen, ob Individuen mit spezifischen ethnischen Hintergründen – sprich: etwa einem türkischen, italienischen, russischem oder russland-deutschen – unterschiedliche Werte und Einstellungen vertreten und ob diese Gruppenzugehörigkeit das Wahlverhalten und die Parteipräferenz beeinflusst. In einem zweiten Schritt wird diskutiert, ob politische Eliten mit Migrationshintergrund dazu tendieren, die Interessen von Migranten verstärkt im politischen Prozess zu repräsentieren. Seit September 2012 ist Marc Debus Professor für Vergleich­ende Regierungs­lehre an der Universität Mannheim. Er hat Politik­wissenschaft, Soziologie, Methoden der empirischen Sozialforschung, Neuere Geschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an den Universitäten Marburg und Mannheim studiert und an der Universität Konstanz promoviert. Seine Forschung konzentriert sich auf die Analyse politischer Institutionen, insbesondere in Mehrebenen­systemen, und ihre Aus­wirkungen auf Wahlverhalten und legislative Aktivität sowie auf Parteienwettbewerb, das Regieren in Koalitionen und Entscheidungsprozesse in Parlamenten und Regierungen. Die Veranstaltung fand am 8. Dezember 2025 in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/debus_demografie_macht_politik

    51 min

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Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek veranstaltet regelmäßig in Stuttgart öffentliche Vorträge zu Politik und Zeitgeschichte. Auch Lesungen, Gespräche und Podiumsdiskussionen gehören zum Programm. Historiker kommen dabei ebenso zu Wort wie Journalisten, Publizisten, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Reihe richtet sich zugleich an Fachwissenschaftler wie an historisch Interessierte.

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