Männer in Krise - Podcast mit Frank Rechsteiner

Frank Rechsteiner

Willkommen bei "Männer in Krise", dem Podcast mit Frank Rechsteiner. Hier sprechen wir über echte Themen, ehrliche Emotionen und die Herausforderungen, die uns Männer bewegen. 

  1. #058 Keiner redet darüber: Wie Männer mit Rückschlägen kämpfen

    JAN 21

    #058 Keiner redet darüber: Wie Männer mit Rückschlägen kämpfen

    Warum Scheitern Männer stärker trifft, als sie zugeben Viele Männer erleben Rückschläge nicht nur als Moment, sondern als Angriff auf ihre Identität. Sie geben alles, investieren Disziplin, Energie und Herzblut und wenn etwas scheitert, läuft im Kopf sofort der Film vom kompletten Versagen. In der neuen Folge von Männer in Krise sprechen wir darüber, warum Männer nie gelernt haben, mit Rückschlägen umzugehen, warum sie dazu neigen, Krisen größer zu machen als sie oft sind, und weshalb Scheitern häufig nicht objektiv schlimm ist, sondern innerlich zerstörerisch wirkt. Es geht um diese Sekunden nach dem Rückschlag: die Gedanken, die Katastrophenbilder, die Selbstverurteilung. Und darum, wie schnell wir glauben, alles sei umsonst gewesen. Dabei zeigt sich immer wieder: Das Leben bricht nicht zusammen, es justiert neu. Scheitern ist kein finales Urteil. Es ist ein Moment der Neuorientierung. Eine Einladung, innezuhalten, Verantwortung zu übernehmen und bewusster zu wählen, statt sich selbst klein zu machen oder im Opfermodus zu verharren. Nicht die Meinung anderer zählt, nicht der perfekte Lebenslauf, sondern wie du selbst mit dir umgehst, wenn etwas nicht funktioniert. Neue Folge „Männer in Krise”: Warum Rückschläge Männer existenziell treffen, weshalb Scheitern oft ein verkleidetes Geschenk ist und wie du aus destruktiven Gedankenspiralen zurück in Selbstwirksamkeit findest.

    37 min
  2. #057 Du hast gewählt - jeden Tag

    JAN 14

    #057 Du hast gewählt - jeden Tag

    Warum bleiben so viele Männer in Lebenssituationen, von denen sie längst spüren, dass sie ihnen nicht mehr guttun? Auch ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Lange Zeit habe ich geglaubt, sich nicht für oder gegen etwas zu entscheiden, sei etwas Neutrales. Abwarten. Aushalten. Erst einmal nichts tun. Ich dachte, damit würde ich mir Optionen offenhalten. Doch egal ob im Job, in Beziehungen oder im Umgang mit mir selbst, je länger ich nichts verändert habe, desto deutlicher wurde mir später eine unbequeme Wahrheit. Heute weiß ich, was du nicht veränderst, wählst du. Ich habe Dinge akzeptiert, statt sie zu gestalten. Ich habe geschwiegen, statt klar zu sprechen. Ich habe funktioniert, statt Verantwortung zu übernehmen. Und jedes Mal habe ich mir erzählt, ich hätte keine Wahl. In Wahrheit habe ich meine Wahl abgegeben. Nicht zu entscheiden fühlt sich oft sicher an. Es vermeidet Konflikte, schiebt Verantwortung weg und gibt kurzfristig Ruhe. Doch langfristig kostet es Kraft. Während du wartest, entscheiden andere oder das Leben entscheidet für dich. Irgendwann sitzt du dann in einem Alltag, der sich fremd anfühlt, und fragst dich, wie du hier eigentlich gelandet bist. Der Wendepunkt kam für mich mit einer einfachen, aber radikalen Erkenntnis. Passivität ist auch eine Entscheidung. Und wenn ich ohnehin entscheide, dann kann ich es auch bewusst tun. Veränderung beginnt nicht mit perfekten Umständen oder äußeren Sicherheiten. Sie beginnt mit einem ehrlichen Ja zu dir selbst. Mit der Bereitschaft, unbequeme Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie Angst machen oder Erwartungen enttäuschen. Nicht gegen andere, sondern für dich und für deinen inneren Frieden. 👉 Neue Folge „Männer in Krise“: Warum Nichtentscheiden eine Wahl ist, wie du aus Passivität in Selbstwirksamkeit kommst und weshalb echte Freiheit dort beginnt, wo du aufhörst, dich selbst zu umgehen.

    34 min
  3. #056 Stress ist nur ein Symptom - Die Ursache ist dein Lebensentwurf

    JAN 7

    #056 Stress ist nur ein Symptom - Die Ursache ist dein Lebensentwurf

    Warum fühlen sich so viele Männer nach dem Urlaub leerer als vorher? Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Ich habe jahrelang geglaubt, ich bräuchte einfach mehr Erholung. Mehr Urlaub. Mehr Abstand. Mehr Tapetenwechsel. Doch egal ob Wellnesshotel, Fernreise oder freie Tage mit der Familie: kaum war ich zurück im Alltag, war der Stress sofort wieder da. Und oft war ich sogar froh, wieder zu arbeiten, weil dort wenigstens klar war, wer ich zu sein hatte. Heute weiß ich: Das Problem war nicht fehlende Erholung, sondern ein Lebensmodell, das mich innerlich von mir selbst getrennt hat. Im Job habe ich funktioniert, zu Hause habe ich Rollen gespielt. Wirklich präsent war ich nirgends. Also habe ich im Außen nach Ruhe gesucht, weil ich sie innen nicht finden konnte. Ich war ständig auf der Flucht: vor Leere, vor Nähe, vor mir selbst. Urlaub wurde zur Betäubung, nicht zur Erholung. Und je mehr ich gerannt bin, desto leerer habe ich mich gefühlt. Bis ich verstanden habe: Du kannst nicht vor dir selbst wegrennen. Du hast dich immer dabei. Veränderung beginnt nicht mit dem nächsten Urlaub, sondern mit einer ehrlichen Frage: 
Wie kann es sein, dass mein eigenes Leben sich nicht wie ein Ort anfühlt, an den ich zurückkehren will? Seit ich mein Leben radikal vereinfacht habe und aufgehört habe, fremde Erwartungen zu erfüllen, brauche ich keine Flucht mehr. Kein Dauerstress, kein Rollenwechsel, keine Masken. Mein Nervensystem kommt zur Ruhe und genau dort beginnt echte Zufriedenheit. 👉 Neue Folge „Männer in Krise“: 
Warum Urlaub oft keine Erholung bringt, was emotionale Flucht wirklich bedeutet und wie Veränderung dort beginnt, wo wir aufhören wegzulaufen und anfangen, Verantwortung zu übernehmen.

    35 min
  4. #055 Warum du mit Chefs Probleme hast und was das mit deinem Vater zu tun hat

    12/31/2025

    #055 Warum du mit Chefs Probleme hast und was das mit deinem Vater zu tun hat

    Wenn jeder Chef für dich ein Idiot ist, liegt das Problem vielleicht nicht bei den Chefs. Ich musste das schmerzhaft selbst lernen. Ich habe lange geglaubt, ich sei einfach so: unabhängig, kritisch, selten zufrieden. Autoritäten haben mich genervt, weil ich dachte, ich kann es besser. Also habe ich mich selbstständig gemacht, nicht nur aus einem Freiheitsgefühl, sondern auch aus innerem Widerstand heraus. Heute weiß ich, dass mich jahrelang meine Vergangenheit und elterliche emotionale Unerreichbarkeit gesteuert hat. Keine Orientierung, keine Ermutigung, sondern viel Kritik in Kindheit und Jugend. Und genau das hat mein Verhalten geprägt: im Job, in Beziehungen und im Umgang mit mir selbst. Ich konnte Autorität nicht annehmen, weil mir innere Sicherheit gefehlt hat. Ich habe meine Grenzen nicht klar gesetzt, weil ich meinen eigenen Wert nicht wirklich gespürt habe. Und ich bin Konflikten ausgewichen oder habe sie bekämpft, statt ehrlich hinzuschauen. Heute weiß ich: Freiheit bedeutet nicht, niemandem folgen zu müssen. Freiheit bedeutet, eine Wahl zu haben. Ich kann heute für andere arbeiten oder selbstständig sein. Nicht aus Trotz, sondern aus Entscheidung. Ich setze Grenzen, weil ich mir selbst wichtig bin. Und ich gehe auch manchmal in Konflikte, um meine Würde zu wahren. 👉 Neue Folge „Männer in Krise“: 
Warum Autorität und Selbstachtung oft alte Wunden berühren und wie Veränderung beginnt, wenn wir aufhören auszuweichen und anfangen, Verantwortung zu übernehmen.

    35 min
  5. #054 Warum Männer keine Gefühle zeigen und damit ihre Beziehungen zerstören

    12/24/2025

    #054 Warum Männer keine Gefühle zeigen und damit ihre Beziehungen zerstören

    Warum machen so viele Männer emotional dicht? In der neuen Folge spreche ich über etwas, das mich selbst viele Jahre begleitet hat und das viele Männer kennen, aber selten wirklich verstehen: emotionale Verschlossenheit. Dieses Gefühl, sich innerlich zurückzuziehen, sobald es eng wird. So zu tun, als hätte ich alles im Griff, obwohl es in mir längst brodelt. Lange dachte ich, das sei eben „meine Art“. Heute weiß ich: Es hatte viel mit meiner eigenen Vaterwunde zu tun; einem Thema, das wir im Podcast schon eine Weile beleuchten. Ich erzähle in der Folge, wie sich diese Verschlossenheit in meinem Leben gezeigt hat: Etwa in Beziehungen, wenn ein Gespräch über Sexualität plötzlich Druck, Scham oder Angst ausgelöst hat. Nicht, weil etwas falsch war, sondern weil bestimmte Gefühle für mich damals einfach zu bedrohlich wirkten. Weglaufen war für mich leichter als ehrlich zu sein. Oder beim Sport, wenn diese innere Stimme auf einmal sagte: „Du gehörst hier nicht hin.“ Nach außen wirkte ich stark, konzentriert, leistungsbereit – aber innen war ich voller Selbstzweifel. Viele Männer kennen genau diese Momente. Wir sprechen nur selten darüber. Und das Spannende ist: Es sind selten die Situationen selbst, die uns blockieren.
 Es sind die Gefühle dahinter. Gefühle, die wir früh gelernt haben wegzudrücken. Mit der Zeit entsteht daraus ein harter Panzer, der uns schützen soll, aber am Ende vor allem eins verhindert: echte Nähe. Der Weg raus führt nicht über Selbstoptimierung oder Disziplin. Er beginnt mit einer Entscheidung. Der Entscheidung, mich meinen Emotionen zuzuwenden statt vor ihnen zu fliehen. Kurz innezuhalten, wahrzunehmen, was gerade in mir hochkommt. Und mir zu erlauben, diese Gefühle zu fühlen, auch wenn es ungewohnt ist. Ein Mann zu sein bedeutet nicht, unverwundbar zu sein. Es bedeutet, präsent zu bleiben, auch wenn es schwierig wird. Mich selbst ernst zu nehmen und durch das hindurchzugehen, was ich jahrelang versteckt habe.

    36 min

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