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  1. 4d ago

    KI im Wealth Management: Warum 90 Prozent noch nicht richtig durchstarten

    Alle reden über Künstliche Intelligenz – doch bei vielen Vermögensverwaltern bleibt es beim Experiment. Nur ein kleiner Teil der KI-Anwendungen schafft bislang den Sprung in den skalierten Betrieb. Warum ist das so? Andreas Janoschek, Gründer und CEO von Gerevest.AI, sieht weniger die Technologie als Problem. Häufig fehlen ein klar definierter Anwendungsfall, die richtige Architektur und der Mut, KI tatsächlich in die eigenen Prozesse zu integrieren. Gleichzeitig sorgen Datenschutz und die Angst vor Kontrollverlust für Zurückhaltung. Im Podcast von finews erklärt er sein Prinzip «Drei Modelle. Drei Menschen.» und zeigt, weshalb Unternehmen für Architektur, Entwicklung und laufenden Betrieb unterschiedliche KI-Modelle und Kompetenzen benötigen. Sein Rat an Banken und Vermögensverwalter: weniger auf den neuesten KI-Hype schauen – und stattdessen einen konkreten Prozess auswählen und konsequent bis in den produktiven Betrieb bringen. Dabei geht es auch um eine für die Finanzbranche entscheidende Frage: Wie lässt sich KI nutzen, ohne die Kontrolle über sensible Kundendaten aus der Hand zu geben? Janoschek zeigt, warum lokale KI-Modelle hier neue Möglichkeiten eröffnen – teilweise bereits auf dem eigenen Laptop. Ein Gespräch über KI jenseits des Hypes, Datenschutz, Effizienz und die Frage, wie aus einem vielversprechenden Pilotprojekt endlich ein funktionierender Business Case wird.

  2. Aug 26

    Wie weit dürfen Kantonalbanken wachsen?

    Kantonalbanken drängen zunehmend über ihre angestammten Kantonsgrenzen hinaus. Die Luzerner Kantonalbank will etwa im Private Banking in der gesamten Deutschschweiz wachsen, andere Institute erschliessen neue Geschäftsfelder oder setzen auf digitale Expansion. Doch wann ist Wachstum strategisch sinnvoll und wann wird es zum Risiko? Im neuen Podcast von finews spricht Headhunter und Governance-Experte Reto Jauch darüber, weshalb Wachstum um des Wachstums willen für Kantonalbanken der falsche Ansatz ist. Entscheidend sei, dass ein Institut ausserhalb seines Heimmarkts über Kompetenzen verfügt, mit denen es tatsächlich eine Marktlücke besetzen kann. Besonders in der Pflicht sieht Jauch den Verwaltungsrat. Dieser müsse nicht nur eine Expansionsstrategie genehmigen, sondern bereits im Voraus festlegen, unter welchen Bedingungen sie korrigiert oder abgebrochen wird. Der Fall der ehemaligen Radicant, einem Tochterunternehmen der BLKB, zeigt für ihn, welche Probleme entstehen können, wenn eine solche Notbremse fehlt. Auch die Zusammensetzung der Bankräte müsse mit der Strategie Schritt halten. Wer neue Märkte erschliessen oder stärker auf digitale Geschäftsmodelle setzen wolle, brauche im obersten Führungsgremium die entsprechenden Kompetenzen. Und Jauch sieht weiteres Potenzial über die Kantonsgrenzen hinaus – gerade im digitalen Geschäft. Doch ausserhalb des Heimmarkts reicht der bekannte Name einer Kantonalbank allein nicht mehr: «Dann muss ich die Kompetenz zeigen können, weil ich das nicht mehr nur mit dem Brand machen kann.» Im Podcast geht es um folgende Themen: Wann Expansion für eine Kantonalbank Sinn ergibtWeshalb Wachstum kein Selbstzweck sein darfWas Kantonalbanken aus dem Fall Radicant lernen könnenWarum Verwaltungsräte bereits vor einer Expansion Abbruchszenarien definieren solltenWelche Kompetenzen moderne Bankräte benötigenWeshalb Digitalisierung Kantonsgrenzen zunehmend aufweichtUnd warum Vertrauen ausserhalb des Heimmarkts neu verdient werden muss

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