Persönlich

«Persönlich» ist die erste Live-Radio-Talksendung der Schweiz. Sie wird jede Woche von über 400'000 Hörerinnen und Hörern am Radio verfolgt. Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Im «Persönlich» sind Gäste eingeladen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat

  1. 6d ago

    Damaris Armbruster und Andreas Moser

    Wasser und Wildnis prägen das Leben von Damaris Armbruster und Andreas Moser. Damaris Armbruster Wasser begleitet Damaris Armbruster schon ihr ganzes Leben. In der Freizeit besitzt sie ein Fischerpatent und die Prüfung für Motorschiffe, beruflich steht sie heute an der Spitze eines Unternehmens, das sein wichtigstes Produkt direkt aus dem Baselbieter Boden gewinnt. Dass sie einmal Verwaltungsratspräsidentin der Mineralquelle Eptingen AG werden würde, hätte sie sich allerdings lange nicht vorstellen können. Ursprünglich wollte sie Krankenschwester werden. Ein Leben in Hamburg, dem Herkunftsort ihrer Eltern, hätte sie sich auch vorstellen können. Aufgewachsen als fünftes von sechs Kindern in einer Familie mit einem Theologen als Vater und einer Krankenpflegerin als Mutter, bezeichnet ihre Mutter sie rückblickend als das «einfachste» Kind. Durch ihren Mann Matthias, der aus der vierten Generation der Unternehmerfamilie in Eptingen stammt, fand sie den Weg ins traditionsreiche Baselbieter Unternehmen und ist in der Geschäftsleitung für das Marketing zuständig. Als ihr Mann vor zwei Jahren aus dem operativen Geschäft ausstieg übernahm sie noch mehr Verantwortung. Die Mutter von zwei Kindern führt heute ein Unternehmen mit langer Tradition. Damaris Armbruster erzählt von ihrem ungewöhnlichen beruflichen Weg, ihrer Faszination für Wasser, dem Alltag in einem Familienunternehmen und davon, wie sie Verantwortung, Familie und Leidenschaft miteinander verbindet. ________________________________________ Andreas Moser Schon als Jugendlicher streifte er mit Notizblock, Feldstecher und Super8-Filmkameras durch die Landschaft, erforschte Amphibien und Reptilien und wurde gemeinsam mit einem Kollegen mit einer wissenschaftlichen «Schweizer Jugend forscht»-Arbeit auch international ausgezeichnet. Damals ahnte er wohl noch nicht, dass er die Natur später für Generationen von Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern erlebbar machen würde. Aufgewachsen in Basel als Sohn naturbegeisterter Eltern, wurde Andreas Moser schon früh von der Faszination, die von verschiedensten Tierarten ausgeht, begeistert. Der Basler Zolli prägte ihn ebenso wie unzählige Stunden draussen in der Natur. Nach dem Biologiestudium spezialisierte er sich unter anderem auf Gifttiere. Er war am damaligen Schweizerischen Tropeninstitut für die Haltung tropischer Giftschlangen, Spinnen und Skorpione verantwortlich und half mit, einen Notfalldienst für Gifttierunfälle aufzubauen. Einem breiten Publikum wurde er später durch seine Arbeit beim Schweizer Fernsehen bekannt. Während Jahrzehnten war Andreas Moser für Natur- und Tierdokumentationen unterwegs. Mit der Sendereihe Netz Natur brachte er die heimische Tierwelt in die Wohnzimmer und zeigte die Natur in all ihren Facetten. Ob bei Regen, Schnee oder Sommerhitze: Für seine Reportagen verbrachte er zahllose Stunden draussen im Feld. Er beobachtete Biber und Schnecken, begleitete Meeresschildkröten und machte die oft verborgenen Geschichten der Natur sichtbar. Auch nach seiner Fernsehlaufbahn lässt ihn die Natur nicht los. Heute schreibt er Medienartikel und Bücher, unter anderem über Wölfe und Menschen, hält Vorträge, und reist immer wieder nach Sardinien, dessen einzigartige Landschaften, Tierwelt und Bewohnerinnen und Bewohner ihn bis heute faszinieren. Die Natur hat für Andreas Moser bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. ______________________________________ Moderation: Michèle Schönbächler _______________________________________

  2. Oct 18

    Maria Minutella und Daniela Kaiser

    Christian Zeugin begrüsst die Stanser Theatermacherin und sechsfache Mutter Maria Minutella sowie die ehemalige Spitzenhandballerin und Heilpflanzenexpertin Daniela Kaiser. Zwei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich auch von unerwarteten Wendungen nicht aufhalten lassen. Maria Minutella (69) Maria Minutella ist eine Frau, die lieber anpackt, als lange zu überlegen. Als zweites von acht Kindern einer traditionsreichen Stanser Familie aufgewachsen, wurde sie mit 20 Jahren zum ersten Mal Mutter. Heute hat sie sechs erwachsene Kinder und sechs Enkel. Seit 1989 prägt sie die «Märli Biini Stans», schreibt Theaterstücke, spielt selbst auf der Bühne und engagiert sich für das Kindertheater. Daneben hat sie als Waldspielgruppenleiterin gearbeitet und zwei Häuser mit viel Eigenleistung renoviert. Minutella hat gelernt, selbst in schwierigen Momenten ihren Humor und ihre Zuversicht nicht zu verlieren. Nun steht sie vor einem neuen Lebensabschnitt: Sie übergibt ihr Haus an ihren jüngsten Sohn und zieht in ein Mehrgenerationenprojekt. _____________________ Daniela Kaiser (37) Daniela Kaiser braucht wenig Schlaf und hat jede Menge Energie. Aufgewachsen mit drei Schwestern auf einem Bauernhof in Stans, wurde sie Primarlehrerin und studierte nebenbei Psychologie. Gleichzeitig spielte sie Handball auf höchstem Schweizer Niveau. 2020 wollte sie alles hinter sich lassen und auf Weltreise gehen. Doch Corona durchkreuzte ihre Pläne. Statt in die Ferne führte sie ihr Weg in den Klostergarten St. Klara in Stans. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft für Heilpflanzen und machte sich mit «KaiserKraut» selbstständig. Heute vermittelt sie Heilpflanzenwissen, engagiert sich im Gemüseanbau und schafft im Garten auch Raum für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. _____________________ Moderation: Christian Zeugin _____________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat. _____________________ Die Gesprächssendung «Persönlich» von Radio SRF 1 kommt am Sonntag, 18. Oktober 2026 um 10.00 Uhr live aus dem Theater Stans. Türöffnung: 9.00 Uhr. Freier Eintritt.

  3. Oct 11

    Julia Steiner und Mario Muntwyler

    Comedienne Julia Steiner trifft bei Olivia Röllin auf den Zirkusartisten Mario Muntwyler. Julia Steiner (26) wuchs in Buttisholz auf, ein Dorf im Luzerner Hinterland. Volg, Bus ins Nachbardorf und das Gefühl, nicht recht dazuzugehören prägen die Kindheit. Der Vater, ein Theaterregisseur und Lehrer, nimmt sie und ihre Schwester zu Proben mit; bald sprechen sie die Shakespeare-Dialoge besser nach als die Schauspieler auf der Bühne. Als Julia sechs ist, stirbt der Vater – später verarbeitet sie diese Erfahrungen in ihren Bühnentexten, macht aus Panikattacken, Trauer und Scham Comedy. Ihren ersten Poetry Slam gewinnt sie mit drei Texten, die sie am Austragungstag spontan schreibt. Privat sucht sie sich eher Orte ohne viel Publikum und Bewertung: zum Beispiel im Fitness, dem Pole Dance, oder Rap. ___________________________________ Mario Muntwyler (30) wuchs zwischen Wohnwagen, Lastwagen und Manege auf. Mit vier jongliert er bereits Bälle, mit sechs beginnt sein Leben in der Manege. Vormittags geht er im Zirkuswagen zur Schule, nachmittags zu den Proben im Zelt - jeweils acht Monate pro Jahr: So sieht seine Kindheit aus. Dieses Jahr feiert er sein zwanzigjähriges Jubiläum. Heute jongliert er noch immer, führt aber ebenso Finanzen, IT und Administration des Circus Monti – und bereitet mit seinen Brüdern die Übernahme vor. Sein Jahr hat kaum Leerlauf: Tournee, Weihnachtsvariété, Planung. Nach der Hüftoperation Anfang Jahr musste er sich zurück kämpfen. Einen normalen Bürojob würde er angeblich trotzdem nie wählen. ____________________________________ Moderation: Olivia Röllin ____________________________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.

  4. Oct 4

    Madlaina Erni und Giuseppe Palaia

    Eine angehende Juristin wird Winzerin, ein Lehrer durchschwimmt in sechs Stunden den Walensee: Madlaina Erni und Giuseppe Palaia gehen ihren eigenen Weg, auch wenn er alles andere als einfach ist. Sie sind zu Gast bei Dani Fohrler. Giuseppe Palaia (51), Heilpädagoge, Time-out-Lehrer Giuseppe Palaia ist Oberstufenlehrer und Heilpädagoge. In Chur arbeitet er mit Jugendlichen, die er selbst «verhaltenskreativ» nennt. Sein Ziel ist es, junge Menschen, die aus der Norm geraten sind, wieder in die Regelklasse zurückzuführen. Dabei setzt er auf Beziehung, Zuhören, gezielte Fragen – und auf eine Haltung, die nicht zuerst das Problem sieht. Auch privat weiss Giuseppe Palaia, was Geduld, Kraft und Beziehung bedeuten. Er lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Trimmis. Der jüngere Sohn Lino ist seit seiner Geburt körperlich und geistig stark beeinträchtigt. Eine klare Diagnose gibt es nicht. Lino kann sich mitteilen, aber nicht sprechen. Für die Familie bedeutet das viel Nähe, viel Organisation – und, wie Palaia sagt, eigentlich immer strenge Zeiten. Giuseppe Palaia ist ein leidenschaftlicher Ausdauersportler. Er läuft schon mal einen Halbmarathon mit Sohn Lino im Spezialwagen, hat Gigathons und Halb-Ironman absolviert. Dieses Jahr schwamm er in rund sechs Stunden durch den Walensee. ________________________________ Madlaina Erni (31), Winzerin Als junge Frau hatte Madlaina Erni eigentlich andere Pläne. Sie begann ein Jus-Studium und rechnete nicht damit, einmal Winzerin zu werden. Dann hatte ihr Vater einen schweren Traktorunfall. Madlaina sprang im Familienbetrieb im Misox zunächst notfallmässig ein. Bald merkte sie allerdings: Das ist mehr als eine Übergangslösung. Da ist eine Leidenschaft wach geworden. Als Einundzwanzigjährige übernahm sie vor zehn Jahren den Betrieb in Monticello bei San Vittore. Heute bewirtschaftet sie steile, historische Terrassen, alte Rebstöcke und kleine Parzellen diesseits und jenseits des San Bernardino. Vieles geschieht von Hand. Ihre Weine sollen nicht laut sein, sondern das Misox zeigen: pur, eigenständig, mit Herkunft und Charakter. Madlaina Erni lebt mit Wetter, Risiko und viel Handarbeit. Hagel, Wildtiere und Klimaveränderungen gehören zu ihrem Alltag. Trotzdem bleibt sie prinzipientreu, neugierig und experimentierfreudig, etwa mit einem roten Spumante aus Merlot. ___________________________________ Moderation: Dani Fohrler ___________________________________

  5. Sep 27

    Renate Bach und Jürg Schwarzenbach

    Bei Michèle Schönbächler erzählen die beiden von ihrem Engagement, Unternehmergeist und Leidenschaft für Menschen Renate Bach Zwischen Saanen und Gstaad verwurzelt, aber mit offenen Augen für die Welt. Aufgewachsen ist Renate Bach als ältestes von drei Kindern zwischen Saanen und Gstaad. Kühe, Käsen und die Arbeit auf Haus, Hof und der Alp gehörten zu ihrem Alltag. Dort entstand ihre Liebe zu den Bergen, zur Natur und zum Käse, die sie bis heute begleitet. Mit 16 Jahren verliess sie das Tal und besuchte das Lehrerseminar in Bern. Der erste Schritt hinaus in die grosse Welt. Und dann unterrichtete sie mehr als 40 Jahre lang in Gstaad und erlebte Generationen von Schülerinnen und Schülern. Sie hat gesellschaftliche Veränderungen kommen und gehen sehen und blieb ihrer Heimat dennoch immer treu. Auch neben dem Schulzimmer engagierte sie sich mit grosser Leidenschaft. Am Menuhin Festival Gstaad hilft sie bis heute mit und weist internationalen Gästen ihre Plätze zu. Seit ihrer Pensionierung ist sie keineswegs ruhiger geworden: Sie unterrichtet weiterhin wöchentlich, engagiert sich in einem Gönnerverein für Menschen mit Beeinträchtigungen, setzt sich für das Museum in Saanen ein und wirkt aktiv in der Kirchgemeinde mit. Obwohl ihr Lebensmittelpunkt stets im Saanenland lag, zog es sie immer wieder in die Ferne. Reisen führten sie nach Kambodscha, China, Usbekistan und zuletzt nach Peru. Dort erfüllte sie sich einen mehr als 50 Jahre alten Traum und besuchte den legendären Machu Picchu. _________________________ Jürg Schwarzenbach Vom Elektromonteur zum Unternehmer, Investor und TV-Juror. Seilbahnen, Kräne und technische Bauten faszinierten ihn schon als Kind und so war der Grundstein für seinen beruflichen Weg früh angelegt. Als dritter von vier Söhnen wuchs Jürg Schwarzenbach in einem familiären und bodenständigen Umfeld auf, das ihn nachhaltig prägte. Nach der Lehre als Elektromonteur plante er zunächst eine militärische Karriere. Als sich dieser Weg nicht wie erhofft entwickelte, entschied er sich für ein Studium zum Elektroingenieur in Biel. Eine Entscheidung, die sein Leben prägen sollte. Gemeinsam mit einem Geschäftspartner gründete er wenig später seine eigene Firma. Aus dem Unternehmen entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte: Die Firma «Delec» wuchs kontinuierlich und wurde vor rund 20 Jahren verkauft, was ihm finanziell eine grosse Unabhängigkeit ermöglichte. Doch statt sich zurückzulehnen, investierte er seine Energie in neue Projekte. Heute unterstützt er junge Unternehmerinnen und Unternehmer auf ihrem Weg zum Erfolg. Er engagiert sich im Powerpreneur-Netzwerk des Swiss Economic Forum, wirkt als Jurypräsident des Swiss Venture Clubs Region Bern und hat mit Aare Ventures ein Investorennetzwerk für Start-ups in der Region Mittelland aufgebaut. Einem breiteren Publikum ist er als Jurymitglied der Fernsehsendung «Die Höhle der Löwen Schweiz» auf 3+ bekannt. Dort entscheidet er mit, welche Geschäftsideen das Potenzial haben, Investoren zu überzeugen und erfolgreich zu werden. Trotz seiner Leidenschaft für Unternehmertum und Innovation stehen heute auch Familie und Privatleben im Zentrum. Der zweifache Grossvater hat sein Unternehmen an die nächste Generation übergeben und geniesst es, gemeinsam mit seiner Frau Zeit mit den Enkelkindern zu verbringen. ______________________ Moderation: Michèle Schönbächler _______________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.

  6. Sep 20

    Christine Brand und Pascal Hiltbrand

    Christian Zeugin begrüsst die Krimiautorin und Schreibnomadin Christine Brand sowie den Trauredner, Musiker und leidenschaftlichen Pumpfoiler Pascal Hiltbrand. Christine Brand (53) Schon in der vierten Klasse schrieb Christine Brand ins Freundebuch, sie wolle einmal Detektivin oder Schriftstellerin werden. Beides kam der Realität erstaunlich nahe. Aufgewachsen im Emmental als Tochter des Dorffotografen und Bestatters, faszinierte sie früh die Frage, warum Menschen Verbrechen begehen. Während des Lehrerseminars schwänzte sie den Unterricht, um Gerichtsprozesse zu verfolgen, später berichtete sie während Jahrzehnten als Journalistin aus Schweizer Gerichtssälen. Mit 43 wagte sie den radikalen Schnitt: Auf einer siebenmonatigen Weltreise schrieb sie den Roman «Blind», kündigte danach Festanstellung und Wohnung und wurde zur Schreibnomadin. Heute pendelt sie zwischen Sansibar, Bali und Zürich. Ende September kommt ihre Bestseller-Reihe als sechsteilige SRF-Krimiserie «Blind» ins Fernsehen. ____________________ Pascal Hiltbrand (37) Pascal Hiltbrand wuchs als Pfarrerssohn im Berner Oberland auf und moderierte als Jugendlicher selber freikirchliche Gottesdienste. Dann begann er, die Gewissheiten seiner Kindheit grundlegend infrage zu stellen. Hiltbrand studierte Psychologie und schlug danach einen ebenso vielfältigen wie eigenwilligen Weg ein. Heute arbeitet der zweifache Vater als freier Trauredner, Musiker, Foil-Lehrer und Social-Media-Content-Creator. Auf dem Wasser philosophiert er im knappen Badehösli vor einem Millionenpublikum über das Leben. ____________________ Moderation: Christian Zeugin ____________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.

  7. Sep 13

    Gabi Aschwanden und Dafi Kühne

    Bei Olivia Röllin trifft der Buchdrucker Dafi Kühne auf die Wanderwegrangerin Gabi Aschwanden. Dafi Kühne (44) ist Plakatgestalter und Buchdrucker, aufgewachsen in Mollis. Während fast alles digital wird, setzt er bewusst auf tonnenschwere Pressen, Blei- und Holzlettern – und verbindet sie mit zeitgenössischem Grafikdesign. Statt auf Schnelligkeit und perfekte Reproduzierbarkeit setzt er auf jahrhundertealtes Handwerk und Zeit. Er sammelt und repariert alte Maschinen, ergänzt fehlende Lettern selbst und arbeitet oft Tage, manchmal Wochen, an einem einzigen Plakat. Gerade aus diesem scheinbar anachronistischen Handwerk entstehen seine grossformatigen, farbintensiven und unverwechselbar modernen Plakate. Ein weltweit beachteter, eigenwilliger Kosmos, der dazu führt, dass Dafi Kühne auf der ganzen Welt unterrichtet und auch Ausstellungen in Japan hat. Gabi Aschwanden (56) wuchs in einfachen, schwierigen Verhältnissen in Linthal auf – und wurde mit 20 Jahren quasi ohne Berg- oder Kochkenntnisse Hüttenwartin der Fridolinshütte auf 2111 Metern. Was als blauäugiger Aufbruch begann, wurde für sie zur Lebensschule: Schnee schmelzen, Feuer machen, Gäste bewirten, Verantwortung übernehmen. 28 Jahre lang lebte und arbeitete sie unterhalb des geliebten Tödi; aus der jungen Frau, die selbst kaum wusste, wo die Hütte liegt, wurde eine kundige Wanderleiterin und Vermittlerin von Bergen und Natur. Heute bringt sie diese Erfahrung auch als Gemeinderätin ein: Sie kämpft dafür, dass die Bergwelt nicht bloss touristische Kulisse, sondern ein schützenswerter Lebensraum bleibt. Moderation: Olivia Röllin

  8. Sep 6

    Manoush Toth und Beni Thurnheer

    Musik, Medien und Mut zum eigenen Weg: Die Pianistin Manoush Toth und der Moderator Beni Thurnheer geben im «Persönlich» bei Michèle Schönbächler Einblick in ihr Leben. Manoush Toth, Pianistin Manoush Toth ist eine aussergewöhnliche junge Musikerin. Bereits als Achtjährige entdeckte sie das Klavier für sich, nachdem sie schon früh mit dem Geigenspiel begonnen hatte. Die Musik spielte in ihrem Leben eine besondere Rolle: Nach einem einschneidenden Erlebnis fand sie durch ihre Instrumente ihre Stimme wieder. Aufgewachsen auf den Kanarischen Inseln und im Berner Oberland, führte Manoush Toth ein ungewöhnliches Leben. Gemeinsam mit ihren Geschwistern wurde sie zu Hause unterrichtet. Die Familie lebte zeitweise als Selbstversorger. Mit 16 Jahren trat sie in die Klavierklasse der Hochschule für Musik Basel ein, wo sie heute ihr Masterstudium absolviert. Ein weiterer Meilenstein folgte 2026: Als Schweizer Vertreterin nahm sie am renommierten Wettbewerb «Eurovision Young Musicians» in armenischen Eriwan teil. Im Rahmen der SRF-Talentförderung hatte sie sich zuvor in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchgesetzt. In der «Sternstunde Musik» spricht Manoush Toth über ihren ungewöhnlichen Lebensweg, und ihre Leidenschaft für die Musik. Dazu sagt sie: «Es ist so viel Gefühl und Persönliches in der Musik, und ich liebe diese Dinge, die muss man sich bewahren.» Bernard Thurnheer, Fernsehlegende Wenn es um das Schweizer Fernsehen geht, fällt sein Name unweigerlich: Beni Thurnheer. Seit Jahrzehnten gehört der Winterthurer zu den bekanntesten Medienpersönlichkeiten des Landes. Als Sportreporter, Fussballkommentator, Quizmaster und Moderator grosser Samstagabendshows prägte er Generationen von Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern. Sendungen wie «Tell-Star» und später «Benissimo» machten ihn zur Fernsehlegende und brachten ihm den Übernamen «Beni national» ein. Aufgewachsen ist Beni Thurnheer als Einzelkind in einem zweisprachigen Elternhaus. Die Mutter stammte aus der Waadt, der Vater aus der Deutschschweiz. Früh lernte er, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen und Kompromisse zu finden. Nach dem Jurastudium an der Universität Zürich führte ihn sein Weg allerdings nicht in die Gerichtssäle, sondern direkt in die Medienwelt. 1973 wurde er in einem Talentwettbewerb für Sportreporter entdeckt und legte damit den Grundstein für eine aussergewöhnliche Karriere. Mit seiner Sprachgewandtheit, seinem Humor und seinem enormen Faktenwissen wurde er zu einer der markantesten Stimmen des Landes. Heute, mit 77 Jahren, steht Beni Thurnheer nicht mehr regelmässig im Rampenlicht. Wie erlebt jemand diesen Lebensabschnitt, dessen Gesicht und Stimme über Jahrzehnte allgegenwärtig waren? Was bleibt vom Ruhm, wenn die Kameras seltener werden? Und wie gestaltet die Fernsehlegende ihren Alltag zwischen Rückblick, neuen Projekten und der Freiheit eines Lebens nach der grossen Karriere? Im «Persönlich» erzählt Beni Thurnheer auch vom Älterwerden in der Öffentlichkeit und davon, weshalb Neugier und Gelassenheit für ihn bis heute zu den wichtigsten Begleitern des Lebens gehören. Moderation: Michèle Schönbächler

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«Persönlich» ist die erste Live-Radio-Talksendung der Schweiz. Sie wird jede Woche von über 400'000 Hörerinnen und Hörern am Radio verfolgt. Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Im «Persönlich» sind Gäste eingeladen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat

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